Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner
Jazz im Radio Foto: Martin Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 14.03.22–20.03.2022

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 11. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Andere tolle Sendungen im Radio finden Sie in der Radiowoche im Bad Blog Of Musick.


mo – 14.03.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:30:00 | Ö1
Kuhn Fu Sextett und Craig Taborn Trio, Jazzfestival Saalfelden 2021

Zwei spannende Konzerte des letztjährigen Jazzfestivals Saalfelden stehen heute auf dem Programm: Der deutsche Gitarrist Christian Kühn erweiterte sein international besetztes, für seinen launigen Punk-Jazz bekanntes Quartett Kuhn Fu am 20. August 2021 um die Tenorsaxofonisten Tobias Delius und John Dikeman, durch die die Musik eine rauere, noch unberechenbarere Not verliehen bekam.

Im Gegensatz dazu choreografierte der US-amerikanische Pianist Craig Taborn am selben Abend im Trio mit Tomeka Reid (Violoncello) und Ches Smith (Schlagzeug, Vibrafon) überraschungsreiche, weitgehend frei improvisierte Soundscapes, einmal farbenreich und dicht, dann wieder die Gestalt schwebender Klangfelder annehmend. Christian Bakonyi präsentiert Ausschnitte aus diesen Konzerten, die mit zu den Höhepunkten des Jazzfestivals Saalfelden 2021 zählten.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Der geheime Garten des Jazz Extended Version

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. Heute mit: Julieta Eugenio: Jump | Avishai Cohen: Naked Truth | Brandon Lopez, Ingrid Laubrock, Tom Rainey: No es la playa

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazztoday

Neuer Interrnationer Klavierjazz: mit dem Trio des Londoner Pianisten Kit Downes und mit zwei Solo-Pianisten: Der Schweizer Florian Favre und der Amerikaner Craig Taborn.. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts


di – 15.03.2022


01:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur
Tonart: Jazz. Moderation: Oliver Schwesig

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Temperament und Disziplin – Das Duo Angelika Niescier & Alexander Hawkins

Angelika Niescier, Altsaxofon; Alexander Hawkins, Piano; Aufnahme vom 18.10.2021 aus dem Stadtgarten, Köln

Am Mikrofon: Thomas Loewner. Die Kölner Saxofonistin Angelika Niescier und der Londoner Pianist Alexander Hawkins lernten sich vor einigen Jahren zufällig auf einem Festival kennen. Es funkte musikalisch: Aus der flüchtigen Begegnung wurde ein festes, aufregendes Duo, das 2021 seine Debütplatte veröffentlichte. Niescier und Hawkins haben eine Verwurzelung in der Jazztradition gemeinsam, begeistern sich aber auch für „klassische“ Jazzavantgardisten wie Ornette Coleman oder Cecil Taylor, und beide machen als Bandleader eine kompromisslose, oft energetische Musik mit viel improvisatorischem Freiraum. In ihrem Duo ist der Pianist neben der überbordend temperamentvollen Saxofonistin der ruhigere Part. Bei ihrem Konzert im Kölner Stadtgarten schlugen sie auf spannende Weise aus ihren musikalischen Überschneidungen und Gegensätzen Kapital.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Jazz Grooves

Die ganze Welt des Jazz. Bekannte Namen, Newcomer und spannende Entdeckungen, Höhepunkte aus der Jazzgeschichte, besondere Jazzereignisse und Tipps zum Konzertgeschehen der Region.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Niklas Wandt

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz and More: An den Rändern des Jazz

Am Mikrofon: Bianca Schwarz. Heute mit: Esther Kaiser: Water | Olivia Trummer: For You | Tokunbo: Golden Days

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: News & Roots

Saxophone News: Henning Sieverts präsentiert eine aktuelle Produktion des amerikanischen Tenorsaxophonisten Chris Potter mit der „Frankfurt Radio Bigband“, inspiriert von Igor Stravinskys Jahrhundertwerk „Le Sacre du Printemps“, außerdem das Trio der Londoner Tenorsaxophonistin Josephine Davies und die Band „Overseas“ des belgischen Saxophonisten und Bassklarinettisten Toine Thys.


mi – 16.03.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Classic Sounds in Jazz: „Swing into Spring“

Mit Aufnahmen von Julie Andrews, Benny Goodman, Norma Winstone und anderen. Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

21:05 bis 22:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: Vielschichtige Saitengeflechte – Der Gitarrist Ralph Towner solo beim Jazzfestival Esslingen 2021

Von Günther Huesmann. Als Gründungsmitglied der legendären World-Jazz-Band Oregon hat Ralph Towner Jazzgeschichte geschrieben. Aber auch in instrumentaler Hinsicht ist er ein Pionier. Sein Markenzeichen: Er spielt die klassische Konzertgitarre gleichsam pianistisch. „Die Gitarre“, so Towner, „beeinflusste das Klavier und umgekehrt. Ich behandle die Gitarre wie ein Tasteninstrument und habe das Empfinden, dass ich darauf ebenso mit beiden Händen spiele wie auf dem Klavier.“ Beim Jazzfestival in Esslingen feierte Ralph Towner einer Sternstunde seiner Solo-Kunst.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Thomas Loewner

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazzfacts: What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt |

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz aus Nürnberg: Mostly Vocal

„Healing Songs“ – Aufnahmen mit Esperanza Spalding, Bobby McFerrin und Marilyn Mazur. Moderation und Auswahl: Beate Sampson


do – 17.03.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: Storytelling & Telling Stories – Legenden-Bildung im Jazz

Von Karsten Mützelfeldt. „Eine Geschichte erzählen“ – das ist nicht nur eine Grundforderung an ein Jazz-Solo. Zahllose Stories, Mythen und Legenden spinnen sich um die ganze Musikform. Das beginnt schon mit ihrer „Erfindung“ und der Herkunft ihres Namens. Heldengeschichtsschreibung und Legendenbildung sind im Jazz genauso verbreitet wie das Bild vom gescheiterten Künstler und der unheilvollen Liaison der Musik mit Alkohol und Drogen. Zum Mythos des Jazz gehören große Worte wie „Individualität“, „Freiheit“ oder „Utopie“. Ideologische und ästhetische Überhöhung sind dabei auch Reaktionen einer sich stets bedroht fühlenden Minderheitenkultur. Eine Sendung über Dichtung und Wahrheit im Jazz mit Musik und Geschichten von Jelly Roll Morton, Bix Beiderbecke, Charlie Parker, Miles Davis, Sonny Rollins u.v.a.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Jazzland NRW

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Daniella Baumeister. Heute mit: Hank Roberts: My Choice | Johannes Metzger Quartet: Frames | Helge Lien Trio: Revisited

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: All that Jazz
Moderation und Auswahl: Ssirus W. Pakzad


fr – 18.03.2022

14:05:00 | Ö1
Das Tingvall Trio beim Festival JazzBaltica 2017

Das Tingvall Trio mit Homebase in Hamburg besteht aus dem schwedischen Pianisten Martin Tingvall, dem kubanischen Kontrabassisten Omar Rodriguez Calvo und dem deutschen Schlagzeuger Jürgen Spiegel. Auf dem Spielplan stehen Kompositionen des Bandleaders Martin Tingvall, Kompositionen, in denen die Atmosphäre der Abgeschiedenheit seines Heimatorts Snårestad im südschwedischen Ystad mitzuschwingen scheint. Das Trio spielt mit einer für den skandinavischen Jazz typischen Affinität zur Melodie, als eines der Vorbilder möge das Esbjörn Svensson Trio angeführt sein. Doch durch das lateinamerikanisch geprägte Spiel von Omar Rodriguez Calvo und Jürgen Spiegels Nähe zu europäischer Rockmusik findet die Band durchaus zu eigenem Profil. Am 25. Juni 2017 bot das Tingvall Trio beim norddeutschen JazzBaltica-Festival auf dem Gelände der Evers-Werft in Timmendorfer Strand-Niendorf ein facettenreiches und spannendes Konzert.

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:05 bis 19:54 | SWR 2
SWR2 Tandem: Musik – Neues aus Pop und Jazz aus aller Welt

20:00 bis 22:00 | rbbKultur
Jazz Berlin

Das Jazzfest Berlin zählt zu Europas ältesten und renommiertesten Festivals seiner Art. Im Silent Green Kulturquartier, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Pierre-Boulez-Saal trafen sich auch letzten Herbst wieder Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Jazz-Spielarten. Drei weitere Kulturmetropolen waren durch Streams präsent: Kairo, São Paulo und Johannesburg. Jazz Berlin präsentiert zwei Konzertmitschnitte aus dem internationalen Spannungsfeld des Jazz.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Jazz-Neuerscheinungen

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Milestones – Jazzklassiker: Flinke Finger – Das Schaffen und Leben des außergewöhnlichen Gitarristen Pat Martino

Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt. Der im November 2021 verstorbene Pat Martino gehörte mit seiner profunden Technik, aber auch seiner harmonischen Raffinesse zu den meistbewunderten Gitarristen des modernen Jazz. Typisch für ihn waren lange Improvisationslinien, in denen er jeden einzelnen Ton im Staccato anschlug. Ein Schicksalsschlag, bei dem ihm 1980 zwei Notoperationen das Leben retteten, bescherte ihm auch in Medizinerkreisen Aufmerksamkeit: Als Folge eines Aneurysmas verlor er fast sein komplettes Gedächtnis und kehrte dennoch nach verblüffend kurzer Zeit auf die Bühne zurück. Darüber erzählt er u.a. in einem Interview. Außerdem sind einige Höhepunkte seiner Diskografie zu hören, darunter das zum Klassiker gewordene „El Hombre“ (1967), das Album „All Sides Now“ (1997), auf dem sich Pat Martino mit anderen Gitarristen unterschiedlichster stilistischer Couleur (von Les Paul über Mike Stern und Tuck Andress bis zu Joe Satriani) präsentierte, und der fulminante Club-Mitschnitt „Live at Yoshi’s“ (2001).

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz auf Reisen

Exquisite Band eines Energiebündels aus den Niederlanden – das Quartett des Pianisten Jasper van’t Hof. Mit Paul Heller (Tenorsaxofon), Stefan Lievestro (Bass), Jasper van’t Hof (Klavier) und Bodek Janke (Schlagzeug)

Aufnahme vom 12. November 2021 beim Birdland Radio Jazz Festival in Neuburg an der Donau. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel


sa – 19.03.2022


01:05 bis 06:00 | Deutschlandfunk
Deutschlandfunk Radionacht: Jazz – Neues und Klassiker aus dem Jazz

  • Der Weltensammler: Don Cherry und die Organic Music Societies
  • Ein Kontrabass auf Reisen: Renaud Garcia-Fons’ neue Oktett-CD „Le Souffle des Cordes“
  • Cello-Welten: Mit Vincent Courtois, David Darling, Erik Friedlander, Dave Holland, Anja Lechner, Okkyung Lee, Tomeka Reid, Ernst Reijseger, Vincent Segal, Abdul Wadud u.a.

Am Mikrofon: Karl Lippegaus.1963 erlebte die schwedische Textilkünstlerin Moki Karlsson einen Clubauftritt des amerikanischen Trompeters Don Cherry (1936-1995) mit dem Sonny Rollins Quartett und war fasziniert. Don und Moki Cherry begannen eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. „Organic Music“ nannten die Cherrys ihre vielfältigen musikalischen Aktivitäten. Sie propagierten Kollektivismus und erfanden eigene Formen der Musikpädagogik, sie waren Teil der Gegenkultur und erprobten neue Formen des Zusammenlebens und Musizierens in einem alten Schulhaus im ländlichen Schweden. Das Doppelalbum „Organic Music“ zeigt das Patchwork ihrer Talente. Für das Meisterwerk „Relativity Suite“ und andere Alben Cherrys entwarf seine Frau Moki die handgemachten Plattencovers aus Stoffen, die ebenso bunt und eklektisch leuchteten wie Dons visionäre Musik. Ein Rückblick auf die Anfänge dessen, was bald „World-Music“ genannt wurde.

17:05 bis 17:55 | Bayern 2
Jazz & Politik: Politisches Feuilleton

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:00 bis 20:00 | hr2-kultur
Live Jazz: Konzerte, die es (noch) nicht oder nie auf Platte gibt.

20:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: From the Speyside of Jazz

Matt Carmichael, Saxofon; WDR Big Band, Arrangement, Saxofon und Leitung: Bob Mintzer. Übertragung aus dem Kulturhaus LŸZ, Siegen

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
Late Night Jazz: Neuheiten aus Berlin und Brandenburg mit Silke Eberhard

Was gibt’s Neues im Jazz? Neuerscheinungen aus Berlin und Brandenburg kommentiert und eingeordnet von einem Gast aus der Mitte der Szene. Diesmal im Gespräch mit Moderator Nabil Atassi: die Saxophonistin Silke Eberhard.

Sie ist eine der Protagonistinnen des Berliner Jazz und wird auch weit über die Grenzen Deutschlands wahrgenommen. Seit 1995 lebt sie in Berlin, überblickt und kennt die musikalische Landschaft der Hauptstadt sehr gut. Und natürlich hat auch sie neue Musik dabei.

23:25:00 | Ö1
Klaus Nüchtern im Studio, Peter Erskine & Jam Music Lab All-Stars in Wien

Zu Gast im Studio ist der Wiener Kulturjournalist Klaus Nüchtern, der seit 2004 das von ihm gegründete „Label für mundgeblasenen Jazz“ leitet -Handsemmel Records. Im Gespräch mit Christian Bakonyi lässt Nüchtern die bisher erschienenen neun Veröffentlichungen Revue passieren, und gibt einen Ausblick auf die zehnte Produktion, die Handsemmel Records gerade am Start hat: Es handelt sich um den Erstling des Wiener Nonetts The Mighty Roll, angeführt von den Saxofonisten Max Nagl, Herwig Gradischnig und Leonhard Skorupa.

Weiters präsentiert Christian Bakonyi das Konzert Peter Erskines mit den Jam Music Lab All-Stars, aufgenommen am 5. Oktober 2021 im Großen Sendesaal des Wiener RadioKulturhauses. Diesem Ensemble gehörten neben der 67-jährigen US-amerikanischen Schlagzeug-Legende Studierende, Alumni und Lehrende der Jam Music Lab-Privatuniversität Wien an, konkret: Danny Grissett (Klavier), Andreas Varady (Gitarre), Bertl Mayer (Mundharmonika) sowie die beiden Ö1-Jazzstipendiaten Constanze Friedel (Violine) und Robert Unterköfler (Saxofon).

Zudem beteiligt sich die Ö1-Jazznacht am Ö1-Bundesländerschwerpunkt „9x Österreich -Tirol“ und bringt Musik des Jazzorchesters Tirol, des Quartetts HI5 sowie von Klarinettist und Saxofonist Helmut Sprenger, Trompeter Franz Hackl u. a. m.


so – 20.03.2022


00:03 bis 02:00 | Bayern 2
radioJazznacht: Mit Marcus A. Woelfle

Max Neissendorfer – Zum 65. Geburtstag des Pianisten, Sängers und Leiters der Neuen Jazzschool München. Moderation und Auswahl: Marcus A. Woelfle

00:05:00 | Ö1
(Fortsetzung) Klaus Nüchtern im Studio, Peter Erskine & Jam Music Lab All-Stars in Wien

Zu Gast im Studio ist der Wiener Kulturjournalist Klaus Nüchtern, der seit 2004 das von ihm gegründete „Label für mundgeblasenen Jazz“ leitet -Handsemmel Records. Im Gespräch mit Christian Bakonyi lässt Nüchtern die bisher erschienenen neun Veröffentlichungen Revue passieren, und gibt einen Ausblick auf die zehnte Produktion, die Handsemmel Records gerade am Start hat: Es handelt sich um den Erstling des Wiener Nonetts The Mighty Roll, angeführt von den Saxofonisten Max Nagl, Herwig Gradischnig und Leonhard Skorupa.

Weiters präsentiert Christian Bakonyi das Konzert Peter Erskines mit den Jam Music Lab All-Stars, aufgenommen am 5. Oktober 2021 im Großen Sendesaal des Wiener RadioKulturhauses. Diesem Ensemble gehörten neben der 67-jährigen US-amerikanischen Schlagzeug-Legende Studierende, Alumni und Lehrende der Jam Music Lab-Privatuniversität Wien an, konkret: Danny Grissett (Klavier), Andreas Varady (Gitarre), Bertl Mayer (Mundharmonika) sowie die beiden Ö1-Jazzstipendiaten Constanze Friedel (Violine) und Robert Unterköfler (Saxofon).

Zudem beteiligt sich die Ö1-Jazznacht am Ö1-Bundesländerschwerpunkt „9x Österreich -Tirol“ und bringt Musik des Jazzorchesters Tirol, des Quartetts HI5 sowie von Klarinettist und Saxofonist Helmut Sprenger, Trompeter Franz Hackl u. a. m.

17:10:00  | Ö1
Elton John: Tumbleweed Connection. Die perfekte Phantasie von Amerika

Was andere erst spät in ihrem Schaffen erreichten, damit begann Elton John. Schon seine erste und zweite Langspielplatte, Empty Sky und Elton John, boten reihenweise bemerkenswerte Songs, in denen jugendlicher Sturm und Drang sich poetisch mit (imaginierter) Lebenserfahrung und Einfühlung verbanden. Und dann das ganz andere dritte Album Tumbleweed Connection, benannt nach den Steppenrollern, die der Wind durch die Ebenen Nordamerikas treibt. Statt persönlicher Lieder die Romantik einer Reise ins tiefe Amerika -Balladen von Outlaws, stimmungsvolle Beschreibungen des Lebens am Land, im Einklang mit Tradition und Natur, Idylle neben grimmigen Western -Geschichten ­alle bis auf eine aus den Federn von Textautor Bernie Taupin und Komponist Elton John.

Bob Dylan nickte anerkennend, Kritiker in den USA erkannten keine Schwächen (und rechnen das Album heute zu den besten fünfhundert der Rockgeschichte). Zwei junge Engländer hatten das perfekte Americana-Album geschaffen, einen Höhepunkt des Folk und Country Rock -und zwar ironischerweise, ohne jemals dort gewesen zu sein: Die klingenden Bilder des ländlichen Amerika waren rein in den Köpfen der beiden entstanden -nicht anders als der Wilde Westen für Generationen deutschsprachiger Jugendlicher der Phantasie des Autors Karl May entsprang. Erst nach den Aufnahmen im März 1970, rund um seinen 23. Geburtstag, ging Elton John auf seine erste, triumphale Tournee in die USA.

Im Wirbelwind von Elton Johns Aufstieg zum Megastar, in der Flut ungezählter Hits des Songwriter-Duos John/Taupin und angesichts einer Reihe von rund sechzig Alben, die noch folgen sollten, konnte das jugendliche Meisterwerk leicht untergehen. Doch auch nach einen halben Jahrhundert erweist sich Tumbleweed Connection als Schatzkiste zeitloser Songs, jeder einzelne die (Wieder -)Entdeckung wert.

14:00 bis 16:00 | hr2-kultur
Zwei bis Vier – Menschen und ihre Musik: Zu Gast: Nils Landgren, Posaunist

Er ist einer der weltbesten Posaunisten und einer der prominentesten Jazzmusiker weltweit. Und er ist ein richtig sympathischer Typ. In seiner Weltkarriere ist Nils Landgren ganz normal geblieben: „Alter Schwede“ halt.

Und so war er auch gleich bereit und begeistert von der Idee, „seine eigene“ Sendung zu gestalten. In „Menschen und ihre Musik“ erzählt Nils Landgren über seine Leidenschaften, seine Einflüsse und natürlich auch viel über sich.

19:34:00 | Ö1
Lukas Aichinger & AHL6 im Studio 2 des Wiener Funkhauses

2022 veröffentlicht AHL6, das Sextett rund um den Schlagzeuger Lukas Aichinger, seinen zweiten Tonträger. Trompeter Thomas Liesinger, Altsaxofonist Robert Schröck, Tenorsaxofonist und Klarinettist Leonhard Skorupa, Gitarrist Markus W. Schneider sowie Bassist Tobias Pöcksteiner interpretieren in diesem Ensemble die Kompositionen Aichingers, seines Zeichens Gewinner des Ö1-Jazzstipendiums 2019.

Der aus Bad Ischl stammende, in Wien lebende Musiker, dessen Kompositionen manchmal ein wenig an jene der US-amerikanischen Bands Sex Mob oder The Lounge Lizards erinnern, gibt seinen Mannen nun noch mehr improvisatorischen Freiraum als auf dem Erstlingswerk von AHL6. Diesen wissen die Bandmitglieder auch heute in der Radiosession zu nützen.

20:55:00 | Ö1
„The Amazing Bud Powell, Volume 1“ (1949/51)

Er hat gespielt wie kein anderer seiner Generation, mit unbändigem Feuer und Erfindungsreichtum, mit einem offensiv-rhythmischen Anschlag und einer funkensprühenden „Rechten“, die mit den wendigsten Saxofonisten und flinksten Trompetern der Bebop-Ära mithalten konnte. Und trotz aller musikalischer Ecken und Kanten ließ er dabei die Eleganz in seinen Linien nicht vermissen: Earl Powell, genannt „Bud“, und sein Meisterwerk „The Amazing Bud Powell, Volume 1“ stehen im Zentrum dieser Sendung mit Gerhard Graml. Das Album vereint das Material von zwei Sessions für Blue Note Records, die am 9. August 1949 und am 1. Mai 1951 aufgenommen wurden, mit wegweisenden Kompositionen des Pianisten, die mittlerweile zu Bebop-Klassikern geworden sind und Generationen von Pianisten beeinflusst und stilistisch geprägt haben.

„Amazing“ -also „verblüffend“ oder „erstaunlich“ -bleibt ein treffendes Attribut, auch 70 Jahre nach den Aufnahmesessions. Unerwartete Wendungen gab es auch in der Biografie des Tastenmeisters. Powell, der mit 15 die Schule verließ, um Berufsmusiker zu werden, hatte Zeit seines Lebens mit einer schweren psychischen Krankheit zu kämpfen. Die Sessions zu „The Amazing Bud Powell, Volume 1“ fanden unter mitunter schwierigen Bedingungen statt, etwa kurz nach einem Sanatoriumsaufenthalt mit Elektroschockbehandlung. Und doch klingt der Pianist auf den Aufnahmen wie vor ihm keiner. „Bouncing with Bud“, „Dance of the Infidels“ und „Un Poco Loco“ (übersetzt: „Ein bisschen verrückt) sind nur einige Stücke aus der Feder Powells, die mittlerweile zum obligaten Repertoire des stilsicheren Jazzmusikers gehören. Wunderbar auch immer wieder, wie er seine an der Klassik geschulte, beidhändige Virtuosität ausspielt. Die Band des Jahres 1949 präsentiert neben Bud Powell auch Fats Navarro (Trompete), Sonny Rollins (Saxofon), Tommy Potter (Bass) und Roy Haynes (Drums), das Bud Powell Trio aus dem Jahr 1951 wird von Curly Russell (Bass) und Max Roach (Drums) komplettiert.

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
Late Night Jazz: „JazzRock? Rockjazz? Fusion? Hauptsache laut“

Fusion ist ein weites Feld. Da mischen sich nicht nur Rock und Jazz, da kommen auch Funk und zuweilen sogar Performancekunst dazu. Deshalb wirft Jens Lehmann mal wieder einen genresprengenden Blick auf Musik von Chick Corea über Dave Weckl bis Frank Zappa.

 

 

 

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