Das Marco Mezquida Trio beim BMW Welt Jazz Award 2022 „Key Position“

Das fünfte Konzert des BMW Welt Jazz Awards spielt das Marco Mezquida Trio in der BMW Welt. Der Pianist Marco Mezquida gilt als wichtiger Vertreter der aktuellen spanischen Jazzszene. Der aus Menorca stammende Künstler konnte mit seinem Trio mit Martín Meléndez am Cello und Aleix Tobias an Schlagzeug und Percussion das Publikum mitreißen. Eine aktuelle Konzertkritik finden Sie unter www.nmz.de

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 11.04.22–17.04.2022

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 15. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Andere tolle Sendungen im Radio finden Sie in der Radiowoche im Bad Blog Of Musick. mo – 11.04.2022 19:30:00 | Ö1 „Imago Deae“: Eröffnungskonzert von Imago Dei 2022 Zum Auftakt des diesjährigen Osterfestivals Imago Dei in Krems wurde Gott zur Göttin: Unter dem Projektnamen „Imago Deae -Music across the borders“ choreografierten Sängerin Nataša Mirkovic und Bassistin Beate Wiesinger am 11. März 2022 in der Minoritenkirche in Krems-Stein einen vielstimmigen Lieder-Zyklus, intoniert auch von den Sängerinnen Basma Jabr, Golnar Shahyar, Sakina Teyna und Anna Anderluh. Zusätzliche Unterstützung kam von zwei Chören, dem Vokalensemble GLAS und dem Ensemble Kolo Slavuj, sowie einem achtköpfigen Instrumentalensemble. Das Kaleidoskop der so präsentierten syrischen, bosnischen, persischen, kurdischen, kroatischen und sephardischen Lieder sowie die Kompositionen von Beate Wiesinger standen an diesem Abend auch für die Vielfalt der Traditionen von in Österreich lebenden Musikerinnen, die hier -im Rahmen der Premiere dieses Auftragsprojekts von Imago Dei -ganz bewusst aneinander andockten. Gestaltung: Marlene Schnedl 22:04 bis 23:00 | WDR 3 WDR 3 Jazz: Der geheime Garten des Jazz …

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Anat Fort Trio. Foto: TJ Krebs
Anat Fort Trio. Foto: TJ Krebs

Die Pianistin Anat Fort und ihr Trio beim BMW Welt Jazz Award

Mit dem Anat Fort Trio ist der diesjährige BMW Welt Jazz Award am 5. April in die dritte Runde gegangen. Unter dem Motto „Key Position“ treten sechs international tätige Pianisten und Keyboarder an. Die Pianistin Fort kennt keine Präludien und kein Drumherum. Vom ersten Ton an erzählt sie packend. In München dauerte die mitreißende musikalische Geschichte dieser Wettbewerbsnacht – inklusive einer Pause – fast zwei Stunden und ging doch vorbei wie im Flug. Anat Fort war mit ihrem Trio aus Israel angereist und genoss es sichtlich, nach langer Corona-Pause wieder auf der Bühne zu sein. Seit über zwanzig Jahren spielt sie mit dem Bassisten Gary Wang und er dem Schlagzeuger Roland Schneider zusammen – die Zwangspause hatte im traumwandlerisch sicheren Zusammenspiel des Trios keine Spuren hinterlassen. Anat Fort gehört zu der Riege israelischer, in New York groß gewordener Musiker, die den aktuellen Jazz wesentlich mitprägen. Sie selbst lebt inzwischen wieder in Israel. Von 2007 an veröffentlicht sie ihre Alben beim Münchner ECM-Label, zuletzt „Birdwatching“ mit dem italienischen Klarinettisten Gianluigi Trovesi als Stargast. Neben dynamischen und vertrackten Stücken stach ihre Ballade „Just Now“ hervor. Ein ruhiges …

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51. Internationale Jazzwoche Burghausen mit jungem Jazz und reichlich Popacts

Die Zitterpartie um die 51. Internationale Jazzwoche Burghausen ist erfolgreich ausgestanden. Nach zweijähriger Pause und dreifacher Planung – für März 2020 und zweimal für 2021 – konnte sie mit 31 Auftritten fast wie gewohnt über die Bühnen gehen. Rund 6.000 Besucher an den sechs Tagen zeigten, dass trotz oder vielleicht sogar wegen der Corona-Pandemie das Bedürfnis nach Live-Konzerten groß war. Der 1. Bürgermeister nannte das erste Festival deutlich zu optimistisch „perfekt. Wir machen einfach so weiter und sind stolz darauf, dass wir die Jazzwoche haben.“ Von Seiten der veranstaltenden IG Jazz hieß es, man sei in der Zwickmühle gewesen, kommerziell zugkräftige Namen zu finden, auf die man bei der Kalkulation angewiesen sei; mit der Gefahr von Enttäuschungen und Mogelpackungen andererseits. Und davon gab es in diesem Jahr einige. Von Leslie Mandokis Soulmates fehlten ohne Erklärung vier, darunter ausgerechnet Al Di Meola, Richard Bona und Till Brönner von der Jazzfraktion. Den guten Ruf als Jazzfestival gefährdeten, ohne neues, jüngeres Publikum anzuziehen, auch andere jazzferne Popacts wie Jungle by Night aus Holland und die Soulsängerin Joy Denalane. Dass deren Band wegen einer Covid-Erkrankung ausfiel, bescherte immerhin ein …

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Leise Töne, vertrackte Rhythmen: Das Trio Openthebox in Regensburg

Zweifellos gehört Andreas Dombert zu den local heroes, den Stars der regionalen Szene, wie Jazzclub-Vorstand Bernhard Lindner den Gitarristen bei der Ankündigung eines Konzertes des Trios Openthebox vorstellte. Der gebürtige Straubinger hat in den vergangenen 15 Jahren mehrfach mit ausgesprochen spannenden Projekten und internationalen Kooperationen auf sich aufmerksam gemacht. Dabei hat er sich musikalisch in einem stilistisch weiten Spannungsfeld von bayerisch inspirierter Popmusik über zeitgenössischen Jazz, elektronischen Klangabenteuern bis hin zur Minimal Music als Soloprojekt bewegt. Mit Openthebox, einem neu gegründeten Trio mit dem Tübinger Bassisten Axel Kühn und dem Ulmer Schlagzeuger Christian Krischkowsky, bewegt er sich wieder im Bereich des aktuellen Jazzgeschehens. Das Trio „interpretiert den Kanon des Jazz neu“, wie es auf der Homepage heißt. Tatsächlich verbinden die Kompositionen, die überwiegend von Krischkowsky stammen, vertrautes Terrain mit vertrackten Rhythmen und ungewohnten Wechseln, mit Tempoverschiebungen und großer dynamischer Breite. Kurz und trocken Während sich dabei die beiden Saitenartisten oftmals in der Melodieführung abwechseln und in einem wunderbar leicht swingenden Zwiegespräch miteinander kommunizieren, bricht der Schlagzeuger aus diesem, vielleicht zu harmonisch und geradlinig empfundenen Stil immer wieder aus. Krischkowsky bremst und stoppt mit kurzen, trockenen …

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Virtuoser Grenzgänger und Flunkerer – Rabih Abou-Khalil im Leeren Beutel

„Auch auf diese Eventualität sind wir vorbereitet“, lächelt Rabih Abou-Khalil  verschmitzt ins Publikum. Nach der ersten Zugabe hat es dieses nicht mehr auf den zugewiesenen Stühlen gehalten. Alle sind auf den Beinen und rufen mit rhythmischem Klatschen und begeisterten Trillern und Kicksern nach mehr Musik. Den Abschied nach einem zweistündigen Konzert voller Tempo, Innigkeit, getragenen Klängen und mitreißender Power gestaltet der Komponist und Oudspieler mit seinen Partnern Mateusz Smoczynski (violin) und Jarrod Cagwin (drums) mit einem ruhigen Stück. Er habe es über ein Thema geschrieben, erläutert Abou-Khalil, welches viele berühre. Von vielen verachtet, wolle der dieses Thema – Die (Kunst der) Lüge – mit seiner Musik verteidigen. Unter den innigen Bogenstrichen des virtuosen polnischen Geigers und den verhaltenen Schlägen Cagwins auf der großen Rahmentrommel zeichnet sich eher eine ruhige Wertschätzung, als eine vehemente Rechtfertigung ab.  Es ist ein ernstes und zugleich sinnlich-schönes Stück, welches noch einmal die Tiefe und Vielseitigkeit des musikalischen Kosmopoliten unterstreicht. Grenzgänger Der gebürtige Libanese, der lange in der Nähe Münchens gelebt hat, ist künstlerisch ein Grenzgänger. Früh hat er einen Weg gefunden traditionelle arabische Musik mit westlichen Formen von Klassik über …

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Jacob Karlzon Trio beim BMW Welt Jazz Award

Der 2010 in seiner Heimat Schweden als Jazz-Musiker des Jahres ausgezeichnete Pianist Jacob Karlzon macht schon immer Musik für den inneren Film. In der BMW Welt spielte er zusamen mit  Morten Ramsbøl am Bass und Rasmus Kihlberg am Schlagzeug am 22. März das 2. Konzert des diesjährigen BMW Welt Jazz Awards mit 5 weiteren Teilnehmerbands. Den Zuhörern im Doppelkegel präsentierte Karlzon keine Kurzfilme, sondern großes Kino: Er hängte die Stücke übergangslos aneinander und ließ derart eine ausladende Jazzsuite entstehen, die mittels stupender Technik und tiefer Empfindung seinerseits bei den Zuhörern große Emotionen weckte. Ungebremste schwedische Spielfreude konnte Thomas J. Krebs auf seinen Schwarzweiß-Bildern festhalten.                               Weiter mit dem Wettbewerb geht es am 5. April 2022: Da spielt die israelische Pianistin Anat Fort mit ihrem Trio. Die Pianistin Fort gehört zu der Riege israelischer, in New York groß gewordener Musiker, die den aktuellen Jazz wesentlich mitprägen. Sie selbst lebt inzwischen wieder in Israel, was ihrer weltweiten Beachtung keinen Abbruch getan hat. Seit über 20 Jahren spielt sie mit dem Bassisten Gary Wang …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 28.03.22–03.04.2022

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 13. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Andere tolle Sendungen im Radio finden Sie in der Radiowoche im Bad Blog Of Musick. mo – 28.03.2022 17:50 bis 18:00 | SWR 2 SWR2 Jazz vor sechs 19:30:00 | Ö1 Céline Bonacina Trio bei den INNtönen 2021 Die aus dem ostfranzösischen Belfort stammende Céline Bonacina hat sich in den letzten 15 Jahren als eine der interessantesten europäischen Stimmen am Baritonsaxofon etabliert. Mit kraftvollem Ton und rhythmusbetonten, dann auch wieder balladesk entschleunigten Eigenkompositionen, die auch durch ihren siebenjährigen Aufenthalt auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean beeinflusst sind, wusste die 46-Jährige auch am 1. August 2021 im Rahmen des INNtöne-Open-air-Festivals auf dem Buchmannhof im oberösterreichischen Innviertel zu überzeugen: Bonacina, auch am Sopransaxofon zu hören, intonierte mit ihrem aus Chris Jennings (Kontrabass) und John Hadfield (Schlagzeug) bestehenden Trio Musik ihrer aktuellen CD „Fly Fly“ und erhielt dafür viel Beifall von Seiten eines beglückten Publikums. 22:04 bis 23:00 | WDR 3 WDR 3 Jazz: Der geheime Garten des Jazz Extended Version 22:30 bis 23:00 | hr2-kultur Jazz Now: Aus …

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Cicero – Zwei Leben, eine Bühne jetzt im Kino

Vor ziemlich genau sechs Jahren erschütterte die Nachricht vom frühen Tod Roger Ciceros die Musikwelt Deutschlands und weit darüber hinaus Fans in ganz Europa. Er hatte den Bigband-Swing mit deutschen Texten so populär wie nie zuvor gemacht, beim ESC in Finnland weit abgeschlagen, aber um so mehr in Deutschland verehrt. Dass er einen ziemlich berühmten Vater namens Eugen hatte, der mit nur 57 Jahren an einem Hirninfarkt gestorben ist, war wohl nur Jazzfans wirklich bekannt. Im berührenden Dokumentarfilm CICERO – ZWEI LEBEN, EINE BÜHNE, der jetzt ab heute in den deutschen Kinos zu sehen ist, zeichnen Kai Wessel und Katharina Rinderle die Vater-Sohn-Beziehung zweier Ausnahmetalente nach. Wegbegleiter wie Charly Antolini, Till Brönner, Ack van Rooyen und weitere Zeitzeugen lassen die beiden in ihren Erinnerungen wieder lebendig werden, und besondere Konzertausschnitte lassen die Lücke, die ihr früher Tod hinterließ, aufleuchten. Der Filmfängt irgendwo backstage in Deutschland an: Ein nicht mehr ganz junger Mann mit Kappe, Jeans und Lederjacke macht Lippenstimmübungen während er Tee kocht und seine Mails checkt. Etwas später mit Hütchen und T-Shirt unterm Anzug wünscht er allen Musikern im Dunklen hinter der Bühne toi …

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+++ news +++ Kari Ikonen (Titelfoto) beim Enjoy Jazz Festival Heidelberg +++ Persischer Jazzfrühling in München +++ 51. Jazzwoche Burghausen: BR überträgt Konzerte +++

Burghausen Jazzwoche startet Nachdem die Jazzwoche Burghausen in den letzten zwei Jahren ausfallen musste, kann sie vom 22. bis 27. März zum 51. Mal stattfinden. Das Programm ist bunt gemischt und reicht Soul-Sängerin Joy Denalane bis zur Jazzharfenistin Juli Campiche. Der Bayerische Rundfunk überträgt als Partner des Festivals ausgewählte Highlights im Radio auf BR-Klassik und Bayern 2 sowie alle Konzerte aus der Wackerhalle live im Videostream auf BR-Klassik Concert. Weitere Informationen unter: https://www.b-jazz.com/ und auf der Seite des BR: hier Persischer Jazzfrühling in München Am Samstag dem 26. März ab 20:00 Uhr findet im Import Export München der persische Jazzfrühling statt. Iranische, französische und deutsche Musiker*innen werden gemeinsam auf der Bühne stehen. Die Veranstaltung wird vom Studentischen Kulturtreff der Iraner in München – Patogh organisiert und ist aus dem Festival „Spring of Jazz“ in Paris hervorgegangen. Der Abend soll eine Chance auf Dialog zwischen persischem Jazz und der lokalen Münchner Jazzszene bieten. Der persische Jazz hat seine Wurzeln in den 1950er Jahren. Der amerikanische Musiker Lloyd Miller aka Alias Kourosh Ali Khan begründete das Genre. Arshid Azarine, Kurator und Organisator des Persischen Jazzfrühlings München prägte …

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