Thomas J. Krebs: Jazz-Fotoretrospektive in Unterföhring

Unser geschätzter Autor und Mitarbeiter Thomas J. Krebs begann vor 57 Jahren zu fotografieren und feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Konzertfotografie-Jubiläum. Am 27. Juli 1974 stand er zum ersten Mal mit seiner Kamera bei einem Konzert vor der Bühne. Mittlerweile sind es gut 3.500 Konzerte, die er zwischenzeitlich besucht und fotografisch festgehalten hat. Seine Arbeit ist geprägt von tiefem Respekt gegenüber dem Künstler, besonders wenn man so wie er dem Musiker auf der Bühne sehr nahe ist. In dieser Umgebung erfordert die Livefotografie Fingerspitzengefühl, wann man auf den Auslöser der Kamera drückt, ohne Musiker oder Publikum zu stören, um den besonderen, den unwiederbringlichen Moment einzufangen.

Projektbezogene Aufnahmen

Im Laufe der Jahre entstanden außer seinen Live-Foto-Momenten auch projektbezogene Aufnahmen wie seine „Poladroid-Serie“, oder die Reihe „keys & sticks“, bei dem Thomas J. Krebs ausgewählte Pianisten mit einem Mini-Piano und Drummer mit Maxi-Drumsticks portraitiert. „Hands“ wiederum zeigt die Hände der Musiker in Großaufnahmen. Bei „Silhouette“ fotografierte Thomas J. Krebs in der Coronazeit nach Konzerten ohne Publikum das Profil der Musiker mit ihren Instrumenten im harten Gegenlicht. Das Ergebnis erinnert an klassische Scherenschnitte. Fotografischen Stillstand gibt es bei Thomas J. Krebs nicht. Er liebt die Herausforderung und ist kontinuierlich auf der Suche nach neuen Blickwinkeln.

Der Musikjournalist Ralf Dombrowski zu Thomas J. Krebs: „ Im Vordergrund seiner Arbeit steht immer der Musiker, eine für ihn typische Pose oder der Augenblick, der aus einem Trompeter einen Visionär macht, aus einer Sängerin eine Grande Dame, aus einem Pianisten einen Meister. Thomas J. Krebs fängt mit seiner Sucherkamera diese Momente ein, mit der besonderen Leidenschaft des aufmerksamen, empathischen Zuhörers und dem Auge dafür, das Künstlertum zu potenzieren. Der geschenkte, nicht der geraubte Schatten.“

Die Jubiläumsausstellung JAZZ – Momentaufnahmen wird am 14. Juni 2024 um 19:00h  im Bürgerhaus Unterföhring eröffnet. Die Laudatio wird Oliver Hochkeppel halten. Zur Vernissage wird die Band „Three and a half“ auftreten.

Der Laudator: 

Oliver Hochkeppel: Süddeutscher Zeitung, Programmdirektor des Nightclub Hotel Bayerischer Hof

Die Band:

“Three and a Half” ist nicht nur Name, sondern auch Konzept dieser Formation, bestehend aus drei(einhalb) Musikern aus Three (and a half) Kontinenten, die sich in München gefunden haben, bestehend aus dem englisch-deutschen Saxophonist und Bassist Edi May, dem kolumbianischen Gitarrist Óscar Mosquera und dem amerikanischen Schlagzeuger Nathan Carruthers. Die Band kommt nicht nur aus 3(.5) Ländern und spielt drei(and a Half) Instrumente, sondern bedient sich auch aus mehr als drei(…,) Musikgenres. Obwohl Jazz ihre Grundlage ist, steuern zu ihren Kompositionen und ihrem Sound unter anderem Hip Hop, Rock, Drum and Bass, Techno und viele weitere Stile bei; ganz zu schweigen von den jungen Jazz- und Pop-Szenen in Deutschland und in den Heimatländern der Musiker.

Mehr dazu unter

www.buergerhaus-unterfoehring.de/veranstaltung/tj-krebs/

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