Bericht

Jan 182017
 
Finalisten des 9. Europäischen Nachwuchsjazzpreis Burghausen stehen fest

Fünf   Bands   hat  die   Jury   aus   74   Bewerbungen   für   den   9.  Europäischen   Nachwuchsjazzpreis ausgewählt.   Am  Dienstag,   21.  März   2017  werden  die   jungen  Talente   im  Rahmen   der   48.  Internationalen Jazzwoche Burghausen  (21.  –  26.  März  2017)  im Stadtsaal  ihr  Können  beweisen.  Jede Band hat 20 Minuten  Zeit, danach berät sich die  Jury. Die Gewinner  erwartet ein Preisgeld von 5.000 Euro und die  Ehre am Abend darauf vor der    britischen   Soul-Sängerin    Joss   Stone   in   der    Wackerhalle   vor   großem    Publikum    zu   spielen.   Für   die Zweitplatzierten [… mehr]

Jan 102017
 
Zufluchtsstätte und großes Kino: Das 26. Internationale Jazzfestival in Münster

Wie doch die Zeit vergeht! Lucas Niggli, junggebliebener Schlagzeuger aus der Schweiz musste sich selbst schon wundern, dass sein erster Auftritt beim Internationalen Jazzfestival Münster schon 20 Jahre her ist. So „alt“ ist schon die neue Ära des Festivals im Theater im Jahr 1997. Womit sich einmal mehr die krisensichere Tragfähigkeit des Münsteraner-Konzepts bestätigt. Und die Musik? Die ist mitgewachsen, hat sich bewährt und erneuert sich beständig. Auch wenn die Studentengeneration, aus der heraus dieses Festival im Jahr 1979 geboren wurde, erstmal [… mehr]

Nov 262016
 
Mit richtigem Dreh junge Leute erreicht

Mit Nuejazz/ hat Nürnberg endlich wieder ein internationales Jazzfestival, das vom engagierten Jazzmusiker-Verein veranstaltet wird Von Michael Scheiner – Noch während Avishai Cohen seinen Bass auf den Bühnenboden ablegen will, reisst es die ersten Zuhörer förmlich aus ihren Sitzen. Sekunden später steht das gesamte Auditorium in der Staatsoper Nürnberg und bejubelt tosend und pfeifend den überwältigenden Auftritt des israelischen Bassisten mit seinem Trio. Cohen hat eben sein letztes – und wie er sagt: „das letzte ist immer das beste“ – Konzert einer [… mehr]

Nov 222016
 
Zum neunten Mal – das Kölner Festival „Vive Le Jazz“ lebt

Von Dietrich Schlegel – Welch feine Nuance doch in der französischen Aussprache von Jazz liegt im Vergleich mit der amerikanisch-englischen und international gebräuchlichen Ursprungsversion, weich und sanft, fast zärtlich kommt er daher, der Jazz à la française. Von wegen! Der Jazz, den die junge französische Musikergeneration pflegt, lässt keine Assoziationen zu Douceur oder Chanson d’Amour zu. Hier geht es kraftvoll zu, laut und lärmend, dissonant und anarchisch. Klanggewitter und Geräuschkaskaden aus erfindungsreich manipulierten Instrumenten stürzen den Zuhörern entgegen und über sie hinweg. [… mehr]

Nov 072016
 
Jazzfest Berlin 2016 (4) – Fegefeuer, Turbine und das/der Rauschende

Bisher war das Jazzfest Berlin 2016 eher „naja“. Der letzte Abend brachte die Wendung, es war Stimmung im Saal, es wurde auch mal gebuht. Irgendwer im Publikum durfte lautstark behaupten: „Das ist doch kein Jazz“. Emotionen! Die Antwort darauf kann nur lauten: Wenn man Jazz nur an den Namen, nicht aber an der Musik festmacht, dann habe der Jazz sich eben selbst kannibalisiert. Aber nehmen wir die Aussage als Frage auf: Was ist Jazz? Der Abend im Haus der Berliner Festspiele lieferte [… mehr]

Nov 062016
 
Jazzfest Berlin 2016 (3) – Unter Groovekillern: Spielen und kaputtspielen

Eigentlich eine Domäne des europäischen Jazz, das Kaputtspielen – ganz aus den späten 68ern heraus. So wie vorgestern beim Globe Unity Orchestra. Man kann die Dinge aber auch anders kaputtspielen: entweder wegen Überforderung oder durch ein aneinander vorbeispielen. Wird ja schon keiner merken – bei Profis oder gar Superstars der Szene gelingt doch sowieso immer alles. Nein! Dafür ist Platz für andere da. So war der erste Act des Abends im Haus der Berliner Festspiele einer der Höhepunkte des Festivals bislang! [Alle [… mehr]

Nov 052016
 
Jazzfest Berlin 2016 (2) – Freejazzflöhe, Verzweiflung und Struktursumpf

Okay, der Beruf der Jazzkritikerin ist nicht ganz einfach. An jeder Ecke wittert man eine Musikerin, die einem die letzte Kritik um die Ohren haut – wenn man Glück hat. Wenn man Pech hat, wird man gar nicht mehr erkannt. Die Sache ist ja doch die: Nach einem Konzert kommen die Menschen mehr oder weniger ungefragt auf einen zu und fragen einen: „Und? Wie fandest Du’s?“ Und dann steht man doof da. Es ist ja eine Fangfrage. Die richtige Antwort ist salomonisch: [… mehr]

Nov 042016
 
Jazzfest Berlin 2016 (1) „Man kann nicht Jazz auch“ – Julia Hülsmann, Mette Henriette und Wadada Leo Smith

Das Jazzfest in seiner erweiterten Form ist zwar schon am Dienstag gestartet, aber erst am Donnerstag legte es auch im Haus der Berliner Festspiele los. Mit wechselndem Ergebnis. Aber zunächst ist zu erwähnen, dass die diesjährige Ausgabe von der Kulturstaatsministerin Monika Grütters eröffnet wurde. Sie unterließ es dieses Mal auch nicht, die hervorragende Arbeit ihres Ministeriums umfänglich zu erwähnen. Aber sie zitierte und interpretierte auch einen Satz des langjährigen Leiters des Jazzfests George Gruntz: „Man kann nicht Jazz auch.“ Kann man nicht. [… mehr]

Okt 272016
 
Veteranentreff mit Hipnessfaktor beim 1. Landesjazzfestival Bayern in Regensburg

Ein wahres Feuerwerk, um einmal die abgegriffene Metapher zu nutzen, hat der amerikanische Gitarrist John Scofield am letzten Abend des 1. Bayerischen Landes-Jazzfestivals in Regensburg abgebrannt. Im Velodrom, einem Baudenkmal, bestritt er im Quartett mit Larry Goldings (p, org), Altmeister Steve Swallow am E-Bass und Youngster Bill Stewart (dr) ein Doppelkonzert neben dem Dusko Gojkovich-Scott Hamilton Quintett. An diesen beiden stilistisch weit auseinanderliegenden Bands lassen sich gut programmatische und kulturpolitische Aspekte der LAG Jazz in Bayern e.V. festmachen, die das Festival zusammen [… mehr]

Okt 222016
 
JIM-Jazzfest München startet mir einem Kurzflug durch die Jazzgeschichte in den offenen Raum

Das 27. Jazzfest München bleibt weiter der selbst gestellten Aufgabe treu, zu zeigen, „welche Musiker in München und Umgebung basiert sind oder es früher waren“ und wie sie mit Kollegen aus der ganzen Welt zusammenarbeiten. Gegensätzlicher hätte Pianist Andy Lutter, Vorsitzender der Jazzmusiker-Iniative München (JIM) und Programmmacher des Jazzfest München kaum gestalten können: Es begann mit Swing von Pit Müller’s Hot Stuff in Quintett-Besetzung, das dem (für dieses Festival erstaunlich jungen) Publikum wirksam einheizte. Claus Raible als Solist am Klavier riss es [… mehr]