+++News:+++Jazz & Talk-Konzert am 2. Dezember im Gasteig ist Nat King Cole gewidmet+++Januar Highlights im Stuttgarter Jazzclub BIX+++

+++Unforgettable+++ Nat King Cole gilt als einer der größten Entertainer, Sänger und Pianisten des Jazz – in diesem Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Das nächste Jazz & Talk-Konzert am 2. Dezember im Gasteig ist ihm gewidmet. Eintritt frei Denkt man an Nat King Cole, fällt einem zuerst der gefühlvolle Sänger mit der samtenen Stimme und der Interpret schöner Songs wie „Mona Lisa“ und „When I fall in love“ ein. Doch Nat King Cole war auch als Pianist stilbildend und darüber hinaus ein Trendsetter seiner Zeit. Mit seinem Nat King Cole Trio war er bereits Ende der 1930er Jahre so etwas wie die Blaupause des später so populären Formats des Piano Trios. Ikonen des Jazzpianos wie George Shearing, Oscar Peterson oder Errol Garner nennen ihn ein prägendes Vorbild. Worin liegt Coles Bedeutung für den Jazz und warum wird er gerade unter Musikern so verehrt? Dieser Frage gehen die Jazzmusiker und Professoren Andreas Kissenbeck und Michael Keul gemeinsam mit Studierenden des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) bei der nächsten Ausgabe von „Jazz & Talk“ nach. Am 2. Dezember um 19 …

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PENG Festival 2019

Frauen Jazzkollektiv PENG veranstaltet viertes PENG Festival im Maschinenhaus Essen und erweitert sein Programm erstmals auf drei Tage. Nach drei erfolgreichen und ausverkauften Festivalausgaben veranstaltet das Jazzkollektiv PENG vom 11. bis 13. Oktober 2019 die vierte Ausgabe des Frauen Jazzfestivals PENG im Maschinenhaus Essen. Erstmals wird das Festival um einen dritten, besonderen Festivaltag erweitert. Das Kollektiv PENG will mit dem gleichnamigen Festival insbesondere Frauen im Jazz fördern und zeigen, wie vielfältig der Jazz im Ruhrgebiet und darüber hinaus ist. Sieben Musikerinnen veranstalten vom 11. und 13. Oktober 2019 jeweils ab 19:30 Uhr (Einlass 19:00) die vierte Ausgabe des erstmals dreitägigen PENG Festivals im Maschinenhaus Essen auf Zeche Carl. Sowohl junge, lokale Bandleaderinnen, als auch etablierte Musikerinnen der internationalen Jazzszene konnten für das PENG Festival 2019 gewonnen werden. Den ersten   Festivalabend bestreiten die im Ruhrgebiet ansässige Band „Wir hatten was mit Björn“ mit Sängerin Maika Küster, die in New York und Amsterdam musikalisch verwurzelte Trompeterin Allison Philips und die mehrfach ausgezeichnete Saxophonistin Angelika Niescier (u.a. Echo Jazz und Deutscher Jazzpreis) mit ihrem Trio. Am zweiten Festivaltag präsentieren sich das Duo IN SPHERES mit Sängerin Barbara Barth, …

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Improviser in Residence Emilio Gordoa Foto: Simon Zangger

48. moers festival mit Sao Paulo- und Tokyo-Special

Seit 1972 bricht das moers festival mit Normalitätserwartungen an Musik und ist ein Versprechen an das Ungezähmte jenseits des Mainstreams. Für die 48. Festivalausgabe vom 07. bis 10. Juni 2019 fordert das moers festival: „Strengt euch an!“ „Mit Experimenten, Schwerpunkten, Statements, Ausbrechern, Piraten und Gefährten behauptet moers das stete doch! in einer verwirrenden Welt, die dringend Utopien und Träume braucht.“ So kündigen die Organisatoren aus Moers ihr diesjähriges Festival an. Bei 99 Konzerten an 35 Spielorten, unter anderem im Schlosspark, an verschiedenen Stellen in der Innenstadt und im eigens gestalteten Festivaldorf, gibt es Jazz aus den verschiedensten Szenen und Stilen zu hören. Gleich mit mehreren Acts sind die Jazz-Szenen Sao Paulos und Tokios vertreten. Tom Zé, der Mitbegründer des brasilianischen Tropicalismo ist mit 82 Jahren noch immer Rebell. Auch Rodrigo Brandāo ist als politisch entschiedener spoken word-Poet ein ungewöhnlicher Gast. Als „Herzstück und Ausgangspunkt“ der vielversprechenden jungen Jazz-Szene Sao Paulos kündigt das moers festival die Gruppe Metá-Metá an, die sich mit der eigentlich rivalisierenden ebenfalls sehr erfolgreichen Band Passo Torto zum Projekt Clube da Encruza zusammengetan haben. Das „Japanese New Music Festival“ ist mit neun …

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Nach Erklärungsveröffentlichung: Jazzmusiker/-innen setzen Maßnahmen zur Gleichstellung um

Jetzt sollen auch Taten folgen: Nach der öffentlichen Erklärung zur Gleichstellung der Frauen im Jazz, die die Union Deutscher Jazzmusiker/-innen vergangene Woche im Rahmen ihres 24. Jazzforums vorgestellt hatten, konkretisierten die jungen Jazzmusikerinnen und -musiker nun die beabsichtigten Maßnahmen für eine Gleichberechtigung der Geschlechter. Neben der Aufklärung und der Sensiblisierung für das Thema forderten sie verschiedene Veränderungen, darunter etwa die Anpassung der Modalitäten beim Deutschen JazzPreis, ein neues Programm der „UDJ-Frauenkollegin“ sowie die faire Zusammensetzung von Gremien. Weitere Schritte sollen in den kommenden Monaten erarbeitet und verhandelt werden. Bereits rund 80 Menschen und Institutionen hatten den Vorstoß vorunterzeichnet, mittlerweile schlossen sich insgesamt mehr als 250 Personen und Einrichtungen der Erklärung an.   Im Folgenden zitiert die JazzZeitung aus der Pressemitteilung der Union Deutscher Jazzmusiker/-innen vom 16. Oktober 2018: Ein besonderes Zeichen will die UDJ mit einer Änderung der Modalitäten beim Deutschen Jazzpreis, dem Albert-Mangelsdorff-Preis setzen: Die Vergabe des Preises wird zukünftig durch eine paritätisch zwischen Frauen und Männern besetzte Jury erfolgen. Darüber hinaus wird bei der Auswahl der Preisträger/-innen ein Wechsel zwischen Frauen und Männern festgeschrieben. Damit soll Chancengleichheit hergestellt und die Repräsentanz von Frauen …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 03.09. bis 09.09.2018

Ein kleiner Blick in die Jazzwoche 36 im Radio. Ab jetzt mit dem ARD Radiofestival 2018. Wochentags von 23:35 bis 00:00 auf hr2-kultur | MDR Kultur | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR2 KulturRadio | SWR 2 | WDR 3. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz 03.09.2018 00:00 | ARD-alpha alpha-jazz: Bettye LaVette 47. Internationale Jazzwoche Burghausen 2016 Bettye LaVette greift auf ein reiches Repertoire aus Blues- und Soul-Songs zurück. Ihre nähere Heimatregion rund um die Automobil-Metropole Detroit und der dort entstandene und weltberühmt gewordene Motown-Sound der 1960er waren sicher der …

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Angelika Niescier im Trio und Albert Mangelsdorff Preis der UdJ. Foto: Petra Basche

Radio-Tipp: Jazzfest Berlin 2017 – Albert Mangelsdorff-Preis für Angelika Niescier

Im Zweijahres-Turnus vergibt die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) seit 1994 den Deutschen Jazzpreis, benannt nach dem Posaunisten Albert Mangelsdorff. Gestiftet wird der mit 15.000 € dotierte Preis von der GEMA-Stiftung, der GVL, dem Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbands und dem Förderkreis Jazz. Im Rahmen des Jazzfestes Berlin erhielt ihn im vergangenen Jahr die Saxofonistin und Komponistin Angelika Niescier. Im Trio mit dem Schlagzeuger Tyshawn Sorey und dem Bassisten Chris Tordini gab sie ein fulminantes Preisträgerinnen-Konzert. Am Mikrofon: Ulf Drechsel. Konzertmitschnitt vom 3. November 2017, Haus der Berliner Festspiele rbb kulturradio – Sa 28.04.2018 | 23:04 | Late Night Jazz (Tracklist) Unser Bericht zur Veranstaltung: Nebensonnen, Sonnenschein – Jazzfest Berlin 2017 (Freitag)  

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Präzision und Himmelsstürme: John-Dennis Renkens Band „Tribe“ im Dortmunder „domicil“

Ausgiebig Gelegenheit, sich seine Lieblingsmusiker auszusuchen, hatte der Essener Trompeter John-Dennis Renken während seiner Zeit als Improvisor in Residence in Moers, die im Januar zu Ende ging. Also erweiterte er „seine“ langjährig bestehendes „Zodiak Trio“ um die Saxophonistin Angelika Niescier (übrigens die aktuelle Preisträgerin des Albert-Mangelsdorff-Preises) und die australische Ausnahmeposaunistin Shannon Barnett – das funktionierte so gut, dass seitdem unter dem Namen „Tribe“ eine neue feste Band ins Leben gerufen worden ist! – Text und Fotos von Stefan Pieper Die druckvoll-progressive, gerne auch breakbeatlastige Jazzrock-Mischung des Zodiak-Trios erfährt hier eine plausible Erweiterung in Richtung komplexer, manchmal fast bigbandartiger Bläsersätze. Und es weitet sich immens die Spielwiese für solistische Höhenflüge! Diese Jazzmusiker von heute, die sich schon lange kennen und alle auf vielfältige Weise international vernetzt sind, vereinen Tugenden, die die Gegenwart braucht: Dezidierte kompositorische Ideen liefern die Plattform für ausschweifenden Freigeist. Und bei allem ist höchste Intuition im Spiel. Es geht einiges an diesem Abend im Dortmunder Jazzclub domicil: Herrlich feingliedrig „zerlegt“ Bernd Oeszevim auf dem Schlagzeug filigranste rhytmische Mikrostrukturen und baut trotzdem mächtig Druck dabei auf. Der bewusste Verzicht auf einen Bass in dieser …

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Jazz unscharf. Foto: Hufner

Regelmäßige Erneuerung des Jazz durch seine Kritik

Das Thema ist nicht neu. Nach Abfassung des letzten Blog-Textes fiel mir ein anderer von Wolfram Knauer aus dem Regal, den er in dem aufschlussreichen Band 13 der „Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung“ mit dem Titel „Jazz Debates / Jazzdebatten“ veröffentlicht hatte: „‚Jazz‘ or not ‚Jazz‘ – From Word to Non-Word and Back (S. 175). Er nahm darin genau auf die Texte Bezug, die auch hier auftauchen. Darin erwähnt er die Problematik, dass einige „Jazz“ als Terminus des mehr oder minder manifesten Rassismus ablehnen, andere den Begriff als zu weit oder drittens als „stilistisch einschränkend“ wahrnehmen würden. Vierte Dimension Es fehlt vielleicht noch eine vierte Dimension, die der geschichtlichen Manifestation durch den Gebrauch selbst – wenn man so will den historischen Gebrauch vor allem in den 50er und 60er Jahren als akustische Tapete der Werbung (siehe die entsprechenden Werbe-Filme) oder als Aneignung der musikindustriellen Verwertung im Unterhaltungsfernsehen – zu denken ist dabei an Kulenkampffs EWG („Einer wird gewinnen“) oder Edgar-Wallace-Filme (die Liste ließe sich beliebig fortsetzen) und führt von hier wie selbstverständlich zum tatort-Vorspann von Klaus Doldinger, der sich freilich schon weit aus dem engeren Jazz-Duktus …

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Angelika Niescier im Trio und Albert Mangelsdorff Preis der UdJ. Foto: Petra Basche

Nebensonnen, Sonnenschein – Jazzfest Berlin 2017 (Freitag)

… und es gibt Tage, da ist man gerne als Kritiker unterwegs. Denn es gibt viel Schönes zu berichten. Von einer Preisträgerin und von einem grandiosen Klaviersolo. Angelika Niescier auf der einen Seite im Trio mit Tyshawn Sorey (dm) und Chris Tordini (b). Ja, den beiden aus dem gestrigen Trio. Aber was für ein Unterschied nun. Danach ein 65-Minuten Klaviersolo von Michael Wollny, das komplett die Zuhörerinnen in den Bann schlug. Doch der Reihe nach. Albert-Mangelsdorff-Preis der UdJ an Angelica Niescier Alle zwei Jahre wird dieser von der Union der Jazzmusiker (UdJ) seit 1994 dieser „Deutsche Jazzpreis“ in zweijährigem Turnus verliehen. Dieses Jahr ging die Auszeichnung an die Saxophonistin Angelika Niescier, die, wie man so sagt „umtriebige“, ruhelose Musikerin am Saxophon, Kuratorin, Komponistin, Arrangeurin, Pädagogin, Aktivistin. Reihenfolge mag man umstellen wie man möchte, im Zentrum steht jedenfalls sie selbst mit ihrem Instrument und ihren Auftritten. Die UdJ erkannte ihr den Preis im Wert von 15.000 Euro also zu. Ein Preis, vergeben von einer unabhängigen Fachjury, finanziert von Deutschem Komponistenverband, GEMA und GVL. Ganz im Gegensatz zum fragwürdigen und inhaltsleeren Medienereignis des ECHO Jazz, der mehr …

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Jazz im Radio

Die Jazz-Radio-Woche vom 23.10. bis 29.10.2017

Ein subjektiver Blick in die Jazzwoche im Radio (KW 43). 48. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2017 – Live-Übertragung aus der Alten Oper Frankfurt. Dazu: Dizzy Gillespie zum 100. Geburtstag, Angelika Niescier / Florian Weber Quintet, Viktoria Tolstoy & Band, Bud Powell, Julian und Roman Wasserfuhr, Ketil Bjørnstadt, Stephan Micus, Jean-Philippe Viret, Felix Fritsche, Sebastian Schuster, Rudolstadt Festival 2017, Gerry Hemingway, Afro-Futurismus gestern und heute, Filippo Vignato Trio, MEX – Intermediale und experimentelle Musikprojekte, Mary Halvorson, Lindy Huppertsberg/Classic Affairs. Alle Angaben ohne Gewähr.

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