40 Jahre – der Jazzclub Unterfahrt feiert

Von Avantgarde bis Mainstream, von Bebop bis Swing: seit 1978 zieht die Unterfahrt täglich Jazzfans und Musiker*innen aus aller Welt nach München. Gegründet in einer Eisenbahnerkneipe am Haidenauplatz zog der Jazzclub vor 20 Jahren in die Keller in der Einsteinstraße. Heute ist er eine der bedeutenden Spielstätten für zeitgenössischen Jazz in Europa. Im März feiern die Unterfahrt und das Einstein Kultur deshalb zusammen ein viertägiges Jubiläum mit Musiker*innen der lokalen und internationalen Szene. Darunter das legendäre Quartett Oregon, die israelische Flötistin Hadar Noiberg im Duo mit Flamencojazzer Chano Dominguez, die Trios der japanischen Pianistin Makiko Hirabayashi und ihres Landsmannes Shinya Fukumori, Sängerin China Moses und die Formationen und Projekte von Pianistin Myra Melford und der Pericopes+1. Aus Deutschland feiern Saxophonist Jakob Manz und das Duo Dauner // Dauner von Wolfgang und Florian Dauner mit, aus München das Leo Betzl Trio, die Jazzrausch Bigband, das Jazzensemble der Münchner Musikkritiker und das Klaus Doldinger Quartett. Parallel laufen im Jazzclub und in den Kellern des Einstein Kultur Ausstellungen mit Interpretationen zum Thema Jazz von Ralf Dombrowski, Thomas Krebs und Jan Scheffner und Studierenden der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg. Filmisch beleuchten den Jazz die drei Dokumentarfilme ‘Blue Note – A Story of Modern Jazz’, ‘Play Your own Thing’ und ‘Eberhard Weber – Rebell am Bass’ von Julian Benedikt mit anschließendem Filmgespräch mit Andrian Kreye über das Genre der Jazzfilme. Alles ist Jazz!


Datum: Do 15. bis So. 18.3.2018 (Programm siehe unten)

Joe Dyson, Wolfgang Schmid, Dr. Lonny Smith und Michael Stückl vor dem Jazzclub. Foto: Thomas J. Krebs

Programm:

Festival Jazzclub Unterfahrt – Celebrating 40 Years of Finest Jazz

Do. 15.3.2018

20:30 Uhr Einstein: Hadar Noiberg & Chano Dominguez Duo

21:00 Uhr Unterfahrt: Makiko Hirabayashi Trio

21:45 Uhr Einstein: Jazzrausch Bigband

23:00 Uhr Unterfahrt: Münchner Musikkritiker machen Musik

 

Do. 15.3.2018 19:00 Uhr Celebrating 40 Years of Finest Jazz

Vor 40 Jahren im Jahr 1978 wurde aus einer Eisenbahnerkneipe am Haidenauplatz der Jazzclub Unterfahrt. Vor 20 Jahren zog der Club in die Keller in der Einsteinstraße. Heute ist er eine der bedeutendsten Spielstätten für zeitgenössischen Jazz in Europa. Wir freuen uns, mit Ihnen ein viertägiges Jubiläumsfestival mit Musiker*innen der lokalen und internationalen Szene zu begehen.

 

Do. 15.3.2018 20:30 Uhr Hadar Noiberg & Chano Dominguez Duo

Hadar Noiberg (fl), Chano Dominguez (p)

Starke Rhythmen und innige Melodien. Heute stellen der spanische Pianist Chano Dominguez und die israelische Flötistin Hadar Noiberg in der Unterfahrt ihr neues Duoprojekt vor. Progressiv geprägt von den musikalischen Traditionen ihrer Heimatländer, verschmelzen die beiden Elemente aus Blues, Latin, Klezmer und Jazz zu einem eigenen musikalischen Kosmos.

 

Do. 15.3.2018 21:00 Uhr Makiko Hirabayashi Trio

Makiko Hirabayashi (p), Klavs Hovman (b), Marilyn Mazur (dr, perc)

Im Trio um Makiko Hirabayashi fügen sich drei starke Charaktere zu einem genialen Ganzen: Da ist die begnadete japanische Pianistin Makiko Hirabayashi, in deren Spiel Elemente aus Klassik und Jazz, Fernost und Nordic Folk verschmelzen. An ihrer Seite brilliert neben Bassist Klavs Hovman die Percussionistin Marilyn Mazur, einst Sidewoman von Miles Davis und Jan Gabarek.

 

Do. 15.3.2018 21:45 Uhr Jazzrausch Bigband

Die Münchner Jazzrausch Bigband versteht es als weltweit erste Resident Bigband eines international renommierten Technoclubs wie kaum ein anderes Ensemble, den Kosmos zügelloser Kreativität mit den Ansprüchen eines urbanen Nachtlebens zu vereinen. Ob zu Hause im Harry Klein oder in der Philharmonie, ob auf dem Jazzfestival St. Moritz oder im Lincoln Center NYC.

 

Do. 15.3.2018 23:00 Uhr Münchner Musikkritiker

Roland Spiegel (g, voc), Ulrich Möller-Arnsberg (viol), Ulrich Habersetzer (as), Ralf Dombrowski (g, mel, p), Oliver Hochkeppel (keys), Klaus von Seckendorff (p), Wolfgang Schmid (b, Ltg.), Roland HH Biswurm (perc), Andreas Florek (dr), Carolin Roth (voc, ukulele)

MMMM = Münchner Musikkritiker machen Musik. Überraschend frisch, locker und mit einem Augenzwinkern. Ein buntes Programm aus der Jazzgeschichte, von Gospel bis Funk today, unter musikalischer Leitung von Bassvirtuose Wolfgang Schmid. Anwesende Musiker und Gäste dürfen Kritiken schreiben, die dann natürlich unzensiert veröffentlicht werden.

 

Fr. 16.3.2018

18:30 Uhr Einstein: Jazzfilm ‘Blue Note: A Story of Modern Jazz’ von Julian Benedikt

19:30 & 22:15 Uhr Einstein: Leo Betzl Trio (Eintritt frei)

21:20 Uhr Unterfahrt: Oregon

23:15 Uhr Unterfahrt: Shinya Fukumori Trio

 

Fr. 16.3.2018 19:00 Uhr Celebrating 40 Years of Finest Jazz

An unserem zweiten Jubiläumsabend ist der Bayerische Rundfunk live dabei. Den Abend läutet das Leo Betzl Trio mit zwei Programmen im Einstein Kultur ein. Im Club spielt das legendäre Ensemble Oregon und zum Ausklang des Abends präsentiert das Shinya Fukumori Trio sein ECM CD-Release.

 

Fr. 16.3.2018 18:30 Jazzfilmnacht ‘Blue Note: A Story of Modern Jazz’

Seit 1939 ist Blue Notes Records der Inbegriff für Jazzmusik. Der Film von Regisseur Julian Benedikt erzählt die Geschichte des New Yorker Plattenlabels. Dessen Gründer, die zwei deutschen Emigranten Alfred Lion und Francis Wolff, fanden im Jazz eine neue Heimat und nahmen die Musik damals praktisch unbekannter, heute legendärer Künstler auf, darunter Bud Powell, Thelonious Monk, Art Blakey, Horace Silver, Sonny Rollings, Hank Mobely, Ornette Coleman, Lou Donaldsen, Freddie Hubbard, Herbie Hancock, Joe Henderson und Tony William.

 

Fr. 16.3.2018 19:30 & 22:15 Uhr Leo Betzl Trio

Leo Betzl (p), Maximilian Hirning (b), Sebastian Wolfgruber (dr)

Eine neue Generation Münchner Jazzmusiker geht international genreübergreifende Wege. Eine der Speerspitzen ist das Trio mit Pianist Leo Betzl, Bassist Maximilian Hirning und Drummer Sebastian Wolfgruber. Die Drei beeindrucken mit spielerischer Empathie, Virtuosität und Energie und zeigen Facetten des Modern Jazz, inklusive sphärischen Klängen, tighten Grooves und filigranem Swing.

 

Fr. 16.3.2018 21:20 Uhr Oregon BR Jazzclub Live

Ralph Towner (g), Paul McCandless (oboe, ss), Paolino Dalla Porta (b), Mark Walker (perc, dr)

„Leidenschaftlich, luftig, poetisch, raffiniert, sanft, evokativ“, Oregons 30. Album ‘Lantern’ schafft einen Kosmos aus Unität, Kohärenz und expressiver Freiheit. Mal avantgardistisch und fantastisch, mal konventionell und verspielt, mal swingend und flott, mal sweet and Latin und manchmal einfach nur ergreifend. Gespeist aus immer frischen Musikquellen von Jazz, Kammermusik, Weltmusik bis zu Neuer Improvisationsmusik.

 

Fr. 16.3.2018 23:15 Uhr Shinya Fukumori Trio BR Jazzclub Live

Matthieu Bordenave (ts, cl), Walter Lang (p), Shinya Fukumori (dr)

Mit einem ganz eigenen lyrischen Sound kommt das ECM-Debüt dieses Trios mit japanischen, französischen und deutschen Wurzeln daher. Schlagzeuger, Bandleader und Komponist Shinya Fukumori ist in mehrfacher Hinsicht ein einfallsreicher Musiker: Seine Aufmerksamkeit gilt den Klangfarben, den Details und dem Raum – Qualitäten, die sein Spiel auszeichnen und sich im Farbspektrum seiner freischwebenden Balladen wiederfinden.

 

 

Sa. 17.3.2018

18:00 Uhr Einstein: Jazzfilmnacht ‘Play Your Own Thing – Eine Geschichte des Europäischen Jazz’ von Julian Benedikt

19:30 Uhr Einstein: Filmgespräch mit Regisseur Julian Benedikt & Andrian Kreye (SZ)

19:30 & 21:45 Uhr Einstein: Jakob Manz Project (Eintritt frei)

20:30 Uhr Unterfahrt: Dauner & Dauner

22:00 Uhr Unterfahrt: China Moses / Ashley Henry Duo

 

Sa. 17.3.2018 19:00 Uhr Celebrating 40 Years of Finest Jazz

An unserem dritten Jubiläumsabend präsentieren wir Ihnen im Einstein heute bei freiem Eintritt den jungen Saxophonisten Jakob Manz. Das Clubticket in der Unterfahrt gilt für die beiden Konzerte mit Dauner // Dauner und dem China Moses & Ashley Henry Duo.

 

Sa. 17.3.2018 18:00 Uhr Jazzfilmnacht ‘Play Your Own Thing – Eine Geschichte des Europäischen Jazz’

John Coltrane, Miles Davis und Charlie Parker stehen für das große amerikanische Zeitalter des Jazz. Aber wer kennt Miroslav Vitous, Pierre Michelot, Krzysztof Komeda, Palle Mikkelborg, Tomasz Stanko oder René Urtregger? Wie viele ihrer europäischen Zeitgenossen packte sie nach dem zweiten Weltkrieg der Jazz. Dieser Film von Julian Benedikt ist eine Reise zu den Ursprüngen und Anfängen, Kämpfen und Wandlungen des Jazz in Europa und dessen langem und zum Teil kämpferischem Weg der Emanzipation.

 

Sa. 17.3.2018 19:30 & 21:45 Uhr Jakob Manz Project

Jakob Manz (as), Hannes Stollsteimer (p), Frieder Klein (b), Paul Albrecht (dr)

The Jakob Manz Project ist eine Formation blutjunger hochbegabter Jazzmusiker. Inspiriert von Miles Davis, Herbie Hancock & Co., kreiert der erst 16-jährige Jakob Manz am Altsaxophon mit Hannes Stollsteimer am Piano, Frieder Klein am Bass und Paul Albrecht an den Drums einen ganz eigenen Sound, zwischen Modern Jazz, Funk und Soul, energiegeladen und lebendig, mit Spielwitz, impulsiver Leidenschaft und voller Überzeugung.

 

Sa. 17.3.2018 20:30 Uhr Dauner // Dauner

Wolfgang Dauner (p), Flo Dauner (dr)

Dauner // Dauner, das sind Wolfgang und Florian Dauner, Vater und Sohn. Der Senior ist einer der Geburtshelfer einer eigenständigen europäischen Jazzentwicklung und Pionier des elektronischen Avantgarde-Jazz, der Junior seit 25 Jahren ständiger Schlagzeuger der Fantastischen Vier. Live im Duo feiern sie die Variabilität ihrer Einflüsse: Explizite Jazzstücke stehen neben indischen Ragas und Elementen zeitgenössischer U- und E-Musik.

 

Sa. 17.3.2018 22:00 Uhr China Moses & Ashley Henry Duo

China Moses (voc), Ashley Henry (p)

Im Duo mit dem Pianisten Ashley Henry spielt die Tochter der Jazzlegende Dee Dee Bridgewater heute Eigenkompositionen aus ihrem neuen Album ‘Nightintales’ Mit warmer, erstaunlich wandelbarer Altstimme ließ die „Erzählerin der Nacht“ bei einer Albumrelease schon letztes Jahr in der Unterfahrt Figuren und Orte im Kopf des Zuhörers Gestalt annehmen. In intimer Duobesetzung formt sie heute Bilder und Stimmungen, und Standpunkte.

 

 

So. 18.3.2018

18:30 Uhr Einstein: Jazzfilmnacht ‘Eberhard Weber – Rebell am Bass’ von Julian Benedikt

19:30 & 21:15 Uhr Einstein: Pericopes+1 (Eintritt frei)

20:30 Uhr Unterfahrt: Klaus Doldinger Quartett

22:00 Uhr Unterfahrt: Myra Melford ‘Snowy Egret’

 

So. 18.3.2018 19:00 Uhr Celebrating 40 Years of Finest Jazz

Der letzte und vierte Jubiläumsabend bietet noch einmal alle Kontraste über drei Generationen. Junge Wilde mit Periscope+1 im Einstein bei freiem Eintritt. Und in der Unterfahrt präsentiert sich der immer jung bleibende Klaus Doldinger mit seinem Quartett, gefolgt von Pianistin Myra Melford mit einem grandios besetzten Quintett.

 

So. 18.3.2018 18:30 Jazzfilmnacht ‘Eberhard Weber – Rebell am Bass’

Das Leben ist Musik und die Musik ist das Leben. Dieser Film von Julian Benedikt erzählt die des Bassisten Eberhard Weber, der nach einem Schlaganfall statt aufzugeben das Bassspiel revolutioniert und die Rolle dieses widerspenstigen Instruments neu definiert. Wo für andere Menschen das Spiel des Lebens vorbei ist, beginnt für Weber eine neue Herausforderung.

 

So. 18.3.2018 19:30 & 21:15 Uhr Pericopes+1

Emiliano Vernizzi (sax), Alessandro Sgobbio (p), Nick Wight (dr)

Das junge Trio Pericopes+1 ist ein musikalisch-kreatives Projekt, das zwischen Parma, New York und Paris geboren wurde. Ursprünglich als Piano-Sax-Duo gegründet und 2015 zum Trio mit Drums erweitert, gehören Pericopes+1 „definitiv einer neuen Generation an, die nichts verwirft, aber alles dekonstruiert und verschiebt, fast wie auf Portraits von Picasso order Bacon“ (JAZZ’N’MORE, Jürg Solothurnmann).

 

So. 18.3.2018 20:30 Uhr Klaus Doldinger Quartett

Klaus Doldinger (sax), Christian Elsässer (p), Patrick Scales (b), Christian Lettner (dr)

Man kennt ihn und vor allem seine Musik, auch wenn man sich dessen manchmal gar nicht bewusst ist. Ob es die berühmte Tatortmelodie ist, Soundtracks zu den Blockbustern ‘Das Boot’ oder ‘Die unendliche Geschichte’ oder einige seiner mittlerweile 35 Passport-Alben. Mit über 80 Jahren blickt er auf 63 Jahre Bühnenkarriere zurück und schenkt immer wieder neue Impulse. Doldinger ist der erste deutsche Jazzmusiker, der im wahrsten Sinne spielerisch zu internationaler Anerkennung fand. Wir von der Unterfahrt freuen uns sehr, mit ihm erneut in einen runden Geburtstag hineinzufeiern.

 

So. 18.3.2018 22:00 Uhr Myra Melford ‘Snowy Egret’

Ron Miles (cornet), Liberty Ellman (g), Stomu Takeishi (b), Myra Melford (p), Gerald Cleaver (dr)

„A crafty original whose playing is filled with muscle, brains and poetic spark“, nennt das New Yorker Magazin TimeOut die Pianistin und Komponistin Myra Melford, die heute mit Ihrem Projekt ‘Snowy Egret’ in der Unterfahrt gastiert. „Her work is both ambitious and accessible, full of bright, intense rhythms and complex harmonies“, so die New York Times über ihre Musik, welche mit Idiomen von Blues bis Jazz und Latin spielt, aber niemals imitiert.

 

 

 

Ort: Jazzclub Unterfahrt & Einstein Kultur

Eintritt: im Vorverkauf 25,00-35,00 Euro Tageskarte für drei Konzerte
Reservierung via 089 41902945 oder info@unterfahrt.de

Vorverkauf via http://www.unterfahrt.de/index.php?action=concertsvvk

Anfahrt: U4/U5 Max-Weber-Platz Tram 15, 16, 19, 25, Bus 190, 191

 

Veranstaltungen auf Facebook:

http://www.facebook.com/unterfahrt.jazzclub/events

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