Norma Winstone mit „Descansado“ am 18. Februar im Landsberger Stadttheater

Am kommenden Sonntag um 19:00 gastiert die Sängerin und Lyrikerin Norma Winstone mit ihrem Trio, erweitert um den Perkussionisten Helge Andreas Norbakken, im Landsberger Stadttheater. Im Gepäck dabei hat sie ihre neue CD „Descansado – Songs For Films“. In der Besetzung mit Glauco Venier am Piano und Klaus Gesing (Bassklarinette & Sopransaxophon) ist es ihr mittlerweile fünftes Album. Die letzten drei Aufnahmen in dieser einzigartigen Trio-Besetzung sind bei ECM erschienen und bei der aktuellen ECM Aufnahme hat sie ihre Formation um Mario Brunello am Cello und den Perkussionisten Helge Andreas Norbakken verstärkt. Winstone interpretiert mit ihrem Programm „Descansado“ Filmmusiken legendärer Komponisten wie Nino Rota, Ennio Morricone oder Michel Legrand. Man kennt die Melodien der Themen von Il Postino, Taxi Driver, Lisbon Story oder Vivre Sa Vie. Was die Musik bei Norma Winstone letztlich auszeichnet sind die Arrangements in ihrer Handschrift …

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CD-Rezension und Konzert-Tipp: Chris Gall Trio – Cosmic Playground

„Cosmic Playgrund”, die neue Trio CD des Pianisten Chris Gall, ist auf eine besondere Weise eine „family affair”, begleitet am Schlagzeug von seinem jüngeren Bruder Peter Gall (der bereits an den ersten Vorgängeralben mitbeteiligt war) und dem Münchner Ausnahmebassisten Henning Sieverts. Die drei kennen sich seit Jahren, musizieren und arbeiten immer wieder in unterschiedlichsten Besetzungen erfolgreich zusammen. Mit der neuen Aufnahme gelingt Gall etwas, das beim ersten Hören leicht und unbeschwert klingt, es im Nachgang aber in sich hat. Ob Nina Simones „Sea Line Woman“, Lennon/ McCartneys „Across The Universe“ oder die übrigen für diese Aufnahme komponierten Stücke: Chris Gall geht sein aktuelles Trio-Album musikalisch unkonventionell aber gleichzeitig vollkommen balanciert an. Absolut fresh und melodiebetont, wie man es bislang von ihm kennt, schert er sich nicht um Genrereinheit eines Jazzalbums, sondern spielt hochemotional und gleichzeitig harmonisch pointiert. Das Trio musiziert …

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Zum Tod von Coco Schumann – in seiner Autobiografie geblättert

Der Berliner Jazzmusiker, Gitarrist, Schlagzeuger, Bandleader und Komponist Coco Schumann ist am  28. Januar 2018 in einem Berliner Krankenhaus im Alter von 93 Jahren gestorben. Dies teilte seine Plattenfirma Trikont (München) heute mit. Heinz Jacob „Coco“ Schumann wurde am 14. Mai 1924 in Berlin geboren. Seine Mutter  Hedwig war Jüdin, sein Vater Alfred wuchs in einer christlichen Familie auf. Im März 1943 wurde Coco Schumann wegen des Nichtragens des „Judensterns“, des Spielens nichtarischer Musik und wegen Verführung „arischer“ Frauen denunziert und verhaftet. Sein Vater Alfred verhinderte, dass er wie vorgesehen ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurde. Stattdessen kam er in das Ghetto Theresienstadt. Dass er dort bei den „Ghetto – Swingers“ Schlagzeug und später Gitarre spielen konnte, rettete ihm das Leben. Nach jahrzehntelangem Schweigen sprach Schumann im Jahre 1997 in seiner Autobiografie  „Coco Schumann, Der Ghetto-Swinger. Eine Jazzlegende erzählt“ über sein …

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CD-Rezension: Till Brönner & Dieter Ilg: Nightfall

Till Brönner und Dieter Ilg im Duo, diese Konstellation konnten bis dato nur wenige Zuhörer in sporadischen Konzerten erleben. Nun war die Zeit reif für einen Tonträger – und damit geht für so manchen Jazzfan ein Traum in Erfüllung. Die Rede ist von „Nightfall“, der brandneuen, bei OKeh/Sony Music erschienenen, CD von Till Brönner und Dieter Ilg. Was sich bereits in den letzten Jahren bei vereinzelten, gemeinsamen Auftritten ankündigte, findet in der vorliegenden Aufnahme ihren Niederschlag. Eine musikalische Konstellation, die überfällig war: Freunde, Kollegen, Jazzstars, wie auch immer… beide Musiker kennen sich, schätzen einander und haben, trotz der eigentlich gegensätzlichen Instrumente, eine gemeinsame musikalische Geisteshaltung. Der Klangkosmos von Trompete/Flügelhorn und akustischem Bass wurde von beiden grundlegend analysiert, erprobt und entsprechend ausgelotet. Das Ergebnis der beiden Protagonisten ist schließlich ein klanglich harmonisches Meisterwerk, das von der ersten bis zur letzten Minute …

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Marius Nesets „Circle of Chimes“ in der Unterfahrt

„Before the storm“ – so betitelt Thomas J. Krebs seine Fotostrecke, die er während der Proben des Marius Neset Quintetts aufgenommen hat. Ungestüm und kraftvoll war dann auch das vom Publikum bejubelte Konzert im Jazzclub Unterfahrt, bei der die Band ihr aktuelles, beim Label ACT, veröffentlichtes Album „Circle of Chimes“ vorstellte. Das Miteinander der Musiker, eine relaxte Stimmung, Jokes, Ausprobieren und den Sound im Club checken – eine ganz eigene Stimmung, die letztlich alles über die Musiker selbst, die Band und ihr Zusammenspiel sagt. Es gehört Vertrauen und gleichzeitig Zurückhaltung dazu Musiker zu bewegen, sich bei den Proben fotografieren zu lassen. Ohne Absprache vorab geht hier natürlich nichts, und die Kunst sich im Hintergrund zu halten, eröffnet dann immer wieder neue Perspektiven – stimmungsmäßig wie fotografisch … eben „before the storm“. Fotos & Text: Thomas J. Krebs  

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Craig Taborn Quartett: „Daylight Ghosts“ live in der Unterfahrt

Ein ganz besonderes Konzert, mit einer diesmal speziellen, sehr persönlichen Fotostrecke, die ausschließlich Aufnahmen vom Soundcheck umfasst. Das Quartett um den Pianisten Craig Taborn, mit Chris Lightcap am Bass, dem Drummer David King und Chris Speed an Saxophon & Klarinette spielten in der Münchner Unterfahrt mit inspiriertem Drive und boten eine hochkomplexe Mischung aus abstrakten, unterschwelligen Sounds, die sich letztlich dann harmonisch, mit feinfühligem, intelligenten Rhythmusspiel auflösten. Sagenhafte Kompositionen, die da aufgefahren wurden, unkonventionell und frisch: „Daylight Ghosts“ – Nomen est Omen. Schnörkellos und unprätentiös offenbarte sich die Band dem Publikum, und führte mit ihrem Spiel den Jazz in neue Sphären. Glücklich, wer mit dabei sein konnte! Die gleichnamige CD ist bei ECM Records erschienen. Text & Fotos: Thomas J. Krebs

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Ebersberger Jazz Festival EBE 17 mit Künstlern von fern und nah

Mit Ebe Jazz 15 ging es vor zwei Jahren los. Jetzt folgte die zweite Auflage des kleinen aber feinen Ebersberger Jazzfestivals, das mit einer Mischung aus den abendlichen Konzerten, einer Jazz-Messe und einem Frühschoppen am Sonntagvormittag, einem Jazzkonzert für Kinder am Sonntagnachmittag, einem Crossover-Konzert (Jazz-Klassik) und diversen After Hours- und Late-Night-Projekten alle Altersgruppen zwischen 5 und 95 Jahren ansprechen will. Die Momentaufnahmen von Thomas J. Krebs spiegeln viel von der musikalischen Spannung und dem hohen künstlerischen Niveau der  internationale Protagonisten wider. „Alles in allem“, schreibt uns der Fotograf, „eine wunderbare, relaxte, inspirierte Stimmung.“ Alle Fotos: Thomas J. Krebs  

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CHARLIE AND HIS ORCHESTRA: Swing Heil! Ein szenisches Konzert im Bürgerhaus Unterföhring

Der tragikomischen Story einer offiziellen Jazzband im dritten Reich haben sich die Autoren Oliver Hochkeppel und Peter Wortmann angenommen und daraus ein abendfüllendes Programm im Bürgerhaus Unterföhring gestaltet. Zusammen mit Heinz Dauhrer und dem „WINE AND ROSES SWING ORCHESTRA“ mit Pete York am Schlagzeug, wurden die illustren Stücke von „Charlie and his Orchestra“ gespielt. Akribisch haben dafür Michael Keul, Matthias Bublath, Bernhard Ulrich sowie Heinz Dauhrer die Originalstücke abgehört, zu Papier gebracht und für ihre Band arrangiert. Zwischen den Stücken eingeflochten sind szenische Texte, eindrucksvoll und mit Esprit vorgetragen von April Hailer und Maximilian Höcherl. Zum historischen Hintergrund: Jazz im Dienst der NS-Propaganda. Nach dem „endgültigen Verbot des Niggerjazz“ im Dritten Reich 1935 war den Nazis, vornehmlich Josef Goebbels, für die Propaganda im Ausland allerdings jedes Mittel recht. So wurde im Auftrag des Reichspropagandaministers mitten im Krieg eine Jazzband rekrutiert, …

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CD-Rezension: Dieter Ilg mit B-A-C-H

Dieter Ilg hat sich mittlerweile einen Platz in der ersten Riege der Bassisten gesichert – national wie international. Unabhängig von seiner kontinuierlichen spielerischen Vielseitigkeit, angefangen bei Marc Copland , Roberto di Gioia oder Mike Manieri, im Duo mit Charlie Mariano oder Till Brönner, erkundet Ilg seit 2009 im Trio mit Rainer Böhm am Piano sowie dem Schlagzeuger Patrice Héral Harmonik, Strukturen und Rhythmik klassischer Komponisten, die er mit seinem Trio jazztechnisch unter die Lupe nimmt. Anders als die seinerzeit im „Third Stream“ üblichen, zum Teil musikalisch abgehobenen, Experimente oder swingende Klassik-Varianten eines Jacques Loussier, nimmt sich Ilg mit seinem Trio ausgewählte Kompositionen und deren Werke vor, analysiert sie und bereitet diese fast visionär auf. Angefangen mit Verdis „Otello“, von der es eine Studio- und eine Live-Version gibt, folgte Wagners „Parsifal“, danach widmete er sich den Werken Beethovens (nomen est omen: …

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Mocca Band mit Mulo Francel (sax, cl), David Gazarov (p), Sven Faller (b), Robert Kainar (dr). Foto: Thomas J. Krebs

Quadro Nuevo, Cafe del Mundo und andere Kombinationen: Mulo Francel bespielt drei Mal in Folge die Unterfahrt

Am 5., 6. und 7. September bespielte Mulo Francel  mit seinen Freunden die Bühne des Münchner Jazzclubs Unterfahrt. Mit dabei Quadro Nuevo, Cafe del Mundo und andere Kombinationen. Fotograf Thomas J. Krebs war Gast beim Pre-Release Concert ‘Mocca Swing’ (Erscheinungsdatum: 27.10.2017). Seine Impressionen zeigt die JazzZeitung.de in dieser Galerie. Mulo Francel ist Saxophonist und Weltenbummler. Darüber hinaus bekannt als kreativer Wirbelwind des Ensembles Quadro Nuevo. Seit vielen Jahren bereist der mehrfache ECHO-Preisträger und GERMAN Jazz Award Winner spielend die Länder dieser Erde. Von Bayern über den Balkan bis Buenos Aires. Seine Musik nährt sich von den Begegnungen mit den Menschen, ihren Kulturen, ihren Mythen: die spontane Improvisationskraft des Jazz, hypnotisierende oriental Grooves, Melodien eines fast schon verklungenen Italiens, Tango und karibische Lebensfreude. Sein brandneues, bei ACT erschienenes Album ‘Mocca Swing’ atmet Francels 30-jährige Erfahrung als World Music-Künstler und Komponist voller …

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