Dombrowski mit Mitchell unter den besten Jazzbildern 2019

Ein Mann, der stets seine Kamera für die Jazzzeitung bereithält. Ralf Dombrowski ist schon seit Längerem als hochgeschätzter Fotograf für die Redaktion der Jazzzeitung aktiv. Das Team freut sich umso mehr, dass Ralf Dombrowski es mit seiner Fotografie von Roscoe Mitchell auf dem Jazzfest Berlin 2018 unter die Top 30 der besten Jazzbilder des Jahres 2019 von Jazz World Photo geschafft hat. Damit ist er als einziger deutscher Fotograf im Finale. Die Redaktion der Jazzzeitung drückt die Daumen! Die Fotos der Finalisten wurden bereits auf Facebook unter folgendem Link veröffentlicht. Beitragsbild: Ralf Dombrowski. Foto: TJ Krebs  

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Spielend leichtes Bariton: Céline Bonacina beim BMW Welt Jazz Award 2019 in München

Die zierlich Céline Bonacina spielte bei der Münchener Konzertserie „Saxophone Worlds“ – der 11. Ausgabe des BMW Welt Jazz Award – das Baritonsaxophon. Es sieht in ihren Händen noch größer aus, als es sowieso schon ist. Doch wenn die ersten Töne erklingen – mächtig, tief, druckvoll oder auch im hohen Register als überblasene Obertöne – dann werden Größenverhältnisse obsolet: Bonacina ist eine Weltmeisterin ihres Instruments, und das brachte sie auch beim Award–Konzert vergangenen Sonntag im Doppelkegel der BMW Welt zusammen mit ihrer hochkarätig besetzten Band zum Ausdruck. Neben dem latin-claves-sicheren Pianisten Leonardo Montana gehört dieser Formation der kanadische Bassist Chris Jennings an, der schon viele Größen der internationalen Jazzszene begleitete. Der israelische Schlagzeuger und Perkussionist Asaf Sirkis gilt als Meister innovativen Drummings auf seinem von ihm entwickelten Drumset, das hauptsächlich aus Rahmentrommeln verschiedener Größen besteht. Die beiden Fotografen Thomas J. Krebs …

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Richtig beliebt: Maciej Obara Quartett eröffnet BMW Welt Jazz Award 2019

„Unloved“ hieß das Programm, das Altsaxophonist Maciej Obara am vergangenen Sonntag in den den Doppelzylinder der BMW Welt in  München mitbrachte.  Nach gut zwei Stunden hoch energetischem Spiel seines polnisch-norwegischen Quartetts waren die vier Musiker beim Publikum das krasse Gegenteil von „unloved“, nämlich extrem beliebt. „Unloved“ ist ein Song des Komponisten und Pianisten Krzysztof Komeda, dem Spiritus Rector des modernen Jazz in Polen, der ihn einst für den gleichnamigen Film von Janusz Nasfeter komponiert hatte. Er war das einzige Stück des Jazzvormittags, das nicht von Bandleader Maciej Obara  stammte. Im Zentrum der sinfonisch-opulenten Kollektiv-Improvisationen stand stets das lyrisch-kraftvolle Saxophon von Maciej Obara, der seine vier Mitmusiker sicher durch die Klippen komplexester Rhythmen und Harmonien führte. Seinem virtuosen Spiel standen sein Landsmann Dominik Wania am Klavier sowie die beiden Norweger Ole Morten Vagan am Bass und Gard Nilssen am Schlagzeug um …

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Jazz News. Foto: Hufner

+++News: +++Die Finalisten des Nachwuchs-Jazzpreises der Jazzwoche Burghausen 2019+++Jetzt Anträge zur nächste APPLAUS-Förderrunde stellen+++

Nachwuchspreis Burghausen Es  ist ein wichtiges Signal, das die Macher der 50. Internationalen Jazzwoche Burghausen  (26. bis 31. März 2019) mit Ihrer diesjährigen Programmgestaltung aussenden: Erstmals  wird die Jazzwoche von der Jugend eröffnet und auch das letzte Konzert des Musikfestivals werden in Burghausen  ausgezeichnete  Nachwuchs- künstler bestreiten. „Wir gehen mit der Zeit und möch- ten den vielen hochkarätigen Nachwuchs-Jazzern Raum geben“,sagt der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Jazz Burghausen e.V. Herbert Rißel. Bereits zum 11. Mal richtet die IG  Jazz  gemeinsam mit  der Stadt Burghausen  den Europäischen  Nachwuchs-Jazzpreis aus bei dem sich die fünf Finalisten in einem immer voll besetzten Stadtsaal ein Battle der Musikkunst liefern. Am 26. März 2019 sind also die jungen Musiker diejenigen, die die Jazzwoche eigentlich  eröffnen.  Jede Band hat wie gewohnt 20 Minuten Zeit, um die hoch- karätige Jury zu überzeugen. Von Anfang an sind in …

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Chris Minh Doky (b). Foto: Ralf Dombrowski
Chris Minh Doky (b). Foto: Ralf Dombrowski

Chris Minh Doky und der Neue Nordische Jazz

Ralf Dombrowski war mit seiner Kamera dabei, als Chris Minh Doky in der Vorweihnachtswoche in München gastierte. In der Unterfahrt spielte der in Kopenhagen geborene Sohn einer Dänin und eines Vietnamesen  mit dem „New Nordic Trio“ Musik, die deutlich auf seine musikalische Heimat verweist. Beim BMW Welt Jazz Award 2017 demonstrierte Chris Minh Doky mit dem Pianisten Peter Rosendahl und dem Schlagzeuger Jonas Johansen bereits eindrucksvoll, wie der Norden tönen kann. Ein erstes Album des „New Nordic Trio“ setzte sich noch mit der Natur Skandinaviens, mit den endlosen Weiten, den Mythen auseinander. Das neue Werk des Dreiers befasst sich eher mit den Menschen, die in den höheren Regionen Europas leben – kurz: mit der nordischen Seele.  

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Zwei Gigs zum Geburtstag: E-Bassist Wolfgang Schmid wird 70

Zu fortgeschrittener Stunde erzählt Wolfgang Schmid manchmal Geschichten aus seinem Musikerleben. Zum Beispiel die aus Australien, als er mit Passport, der damals bekanntesten deutschen Jazzband, unterwegs war und eines Abends eine junge Bluesband im Vorprogramm rockte. Der Gitarrist hatte eine Schuluniform an, kurze Hose, ein Ränzel auf dem Rücken. Der Sound war schlicht, aber wirkungsvoll und sollte später so richtig berühmt werden. Die Anekdote passt gut zu Schmid. Denn auch wenn er seit vielen Jahren als E-Bassist in Deutschland einer von denen ist, die den Ton angeben, überlässt er es trotzdem den anderen, berühmt zu werden. Denn Schmid liebt es zu spielen, groovt wie kaum ein anderer im Land, hat Bands wie Wolfhound, Kick, Paradox oder The Hang und Projekte wie Superdrumming, Manaus oder Rap-Sody losgetreten, geleitet, geprägt. Aber es geht ihm eben nicht um die Oberfläche der Außenwirkung, sondern …

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+++ News +++ Göttinger Jazzfestival stellt Programm vor +++ Dusko Gojkovic im Musiksalon Dießen +++ Zweimal 30-jähriges Jublium: Das BujazzO und LJJO Hamburg in der Elbphilharmonie +++ Kunsthaus Michel empfängt Flötist Fernando Fracassi +++

+++ Göttinger Jazzfestival stellt Programm vor +++ Auch in seiner 41. Auflage präsentiert das Göttinger Jazzfestival vom 10. bis 18. November 2018 internationale Künstler sowie zahlreiche Bands der lokalen Szene, die das Publikum über eine Woche an diversen Spielstätten wie Deutsches Theater, Altes Rathaus und Literarisches Zentrum unterhalten. Unter anderem nach den Auftritten des Rainbow Trios um Gitarristin Susan Weinert, des Alexandra Lehmler Trios und von Eva Kruse am Bass gipfelt das Musikfest in einem dicht bespielten Wochenende. Auf der großen Bühen eröffnet das Living-Being-Quintett rund um den französischen Akkordeonisten Vincent Peirani den Freitagabend, gefolgt vom Trio der Berliner Pianistin Julia Kadel. Zu späterer Stunde gibt sich die funkige Jazzrock-Band von Bass-Urgestein Stanley Clarke (Titelbild) die Ehre. Tags darauf stellt die amerikanische Pianistin Myra Melford ihr Projekt „Snowy Egret“ vor, bevor Gitarrenlegende Al Di Meola am Samstagabend auf der großen …

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Impressionen: Matthias Gmelin Sextett feat. Joe Chambers bei der Munich Jazz Summer Week

Das Matthias Gmelin Sextett zeigt sich mit gleich fünf Auftritten (28. August bis 1. September) in der Münchner Unterfahrt besonders spielfreudig. Das Ensemble rund um Drummer Gmelin kollaboriert im Rahmen der Konzertreihe mit Jazz-Urgestein Joe Chambers, der bereits für so Große wie Miles Davis, Bobby Hutcherson und Charles Mingus trommelte. Pianist Emanuel Ruffler reist für die Munich Jazz Summer Week von seiner Wahlheimat New York in seine Geburtsstadt. Langjährige Freundschaften zu Gmelin verbinden außerdem Jason Seizer am Tenorsaxophon und Bassist Marc Abrams, der an verschiedenen Konservatorien in Italien unterrichtet. Komplementiert wird die Formation vom peruanischen Diony Varìas Astudillo (Percussion), der in einer Familie von Tänzern und Theaterschaffenden aufwuchs. Innerhalb der Gigs stellt Mastermind Gmelin auch einige Werke seiner neuen Platte „Vibes Waltz“ vor. Ralf Dombrowski hielt die Eindrücke für uns fotografisch fest.  

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Bildergalerie: Molvaer, Shakespeare, Dunbar, Aarset und Delay mit „Nordub“

Nils Petter Molvaer (tp), Robbie Shakespeare (b), Sly Dunbar (dr), Eivind Aarset (g), Vladislav Delay (electronics) und ihr Projekt „Nordub“ in der Münchner Unterfahrt: Dub the Reggae. Die Jamaikaner Sly + Robbie tummeln sich schon seit den frühen 70er-Jahren in diversen Reggaebands. Als Rhythmusgruppe ihrer Band Black Uhuru erhielten sie 1985 den ersten Grammy Award, der je für ein Reggaealbum vergeben wurde. 1999 gewannen sie ihren zweiten Grammy für ihr Duoalbum ‘Friends’. Als Produzentenduo sind Sly & Robbie bekannt für ihre Innovationsfreude: Sie kombinieren Dancehall, Hip-Hop, Jazz, Reggae, Soul und viele andere Einflüsse. Sie haben für Paul McCartney, Britney Spears oder No Doubt Hits produziert und mit Bob Dylan, Sting, Serge Gainsbourg und Sean Paul zusammengearbeitet. Nun erschaffen sie gemeinsam mit dem Norweger Nils Petter Molvaer eine einzigartige Klangwelt, die von farbenreichen, elegischen Sounds des norwegischen Jazz bis zu den energiegeladenen …

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