Das Trio „Escape Argot“ im Jazzclub Unterfahrt

Da wird sich so manch einer im Nachhinein ärgern, diesen fantastischen Gig verpasst zu haben. Die Schweiz zu Gast im Münchner Jazzclub Unterfahrt: der Schlagzeuger Christoph Steiner („Hildegard lernt fliegen“) entwickelt mit dem Trio „Escape Argot“ zusammen mit Pianist Florian Favre und Christoph Grab am Saxophon eine eigene Klangsprache. Favre übernimmt dabei zusätzlich zum Piano an seinem Moog Subsequent 37 Basslines, während Grab und Steiner mit ihm auf direktem Weg Improvisationen realisieren. Durch ihr starkes, homogenes Zusammenspiel erzeugt „Escape Argot“ einen ganz speziellen Sound, der musikalische Gegensätze vereint, traumwandlerisch groovt, bestimmt ist von lyrischen Themen bis hin zu beseelten, ungezügelten Improvisationen, die pointiert zum Ursprung der Kompositionen zurückfinden und so den Hörer gefangen nehmen. Ein Zusammenspiel unter Gleichberechtigten. Mit Florian Favre, der parallel mit seinem eigenen Piano-Trio unterwegs ist, bewegt sich Christoph Grab mit seiner langjährig bewährten Formation RAW VISION …

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Ghost Note in der Münchner Unterfahrt: „Tearing down the Club!“

„Don’t Stop The Music“, otherwise we will „Burning Down the House“ – passende Zitate, die man dem Publikum an diesem Abend in der Unterfahrt durchaus zugetraut hätte! Zum Glück liegt der Jazzclub Unterfahrt im Kellergeschoss und hat kein Dach – das nämlich wäre nach dem Ghost Note-Gig am vergangenen Wochenende komplett weggeflogen. Die Snarky Puppy Rhythmn Masterminds, Percussionist Nate Werth und Drummer Robert Sput Searight, haben an dem Abend mit Ghost Note für furiose Stimmung gesorgt. Dwayne Thomas Jr., aka Mono Neon, Prince letzter Bassplayer, sorgte für tiefe, scheppernde Groovelines, Sylvester Onyejiaka und Jonathan Mones an den Reeds arbeiteten sich an ihren Instrumenten ab, Vaughn Henry spielte an den Keyboards alles an die Wand und Gitarrist Peter Knudsen sorgte mit der ihm eigenen Coolness für inspirierte Gitarrenriffs. Trotz Reisestress und kaum Schlaf für die Band, die am Morgen nach einem …

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Zwei Gigs zum Geburtstag: E-Bassist Wolfgang Schmid wird 70

Zu fortgeschrittener Stunde erzählt Wolfgang Schmid manchmal Geschichten aus seinem Musikerleben. Zum Beispiel die aus Australien, als er mit Passport, der damals bekanntesten deutschen Jazzband, unterwegs war und eines Abends eine junge Bluesband im Vorprogramm rockte. Der Gitarrist hatte eine Schuluniform an, kurze Hose, ein Ränzel auf dem Rücken. Der Sound war schlicht, aber wirkungsvoll und sollte später so richtig berühmt werden. Die Anekdote passt gut zu Schmid. Denn auch wenn er seit vielen Jahren als E-Bassist in Deutschland einer von denen ist, die den Ton angeben, überlässt er es trotzdem den anderen, berühmt zu werden. Denn Schmid liebt es zu spielen, groovt wie kaum ein anderer im Land, hat Bands wie Wolfhound, Kick, Paradox oder The Hang und Projekte wie Superdrumming, Manaus oder Rap-Sody losgetreten, geleitet, geprägt. Aber es geht ihm eben nicht um die Oberfläche der Außenwirkung, sondern …

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BMW Welt Young Artist Jazz Award 2018: Preisträger Martin Brugger feiert mit seinem Quintett „Fazer“ in der Unterfahrt

Jung, tanzversessen und dennoch auch neugierig auf guten alten Jazz – im Falle des Quintetts Fazer von Bassist Martin Brugger natürlich guten modernen Jazz: So kann man das Publikum in der Unterfahrt charakterisieren, das die ehrwürdige Münchener Jazz-Spielstätte vergangenen Freitag bis auf den letzten Platz füllte. Martin Brugger, der Bassist und Komponist, der schon mit Indie-Musik erfolgreich war, der Film- und Werbemusik komponiert und unter dem Namen Occupanther auch Elektro macht, hatte sein junges Club-Publikum mit in die Unterfahrt gebracht. Anlass waren jedoch nicht Occupanther und elektronische Musik, sondern ein Preisträgerkonzert: Brugger hatte im Sommer den mit 3.000 Euro dotierten BMW Welt Young Artist Jazz Award erhalten – und zusätzlich zwei Gigs, einen in der Unterfahrt und einen bei den Jazztagen Leipzig im Leipziger Kunstkraftwerk am Samstag, den 13.10., im Doppelkonzert mit Michael Wollny, Leafcutter John und Alex Nowitz. Der …

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Impressionen: Matthias Gmelin Sextett feat. Joe Chambers bei der Munich Jazz Summer Week

Das Matthias Gmelin Sextett zeigt sich mit gleich fünf Auftritten (28. August bis 1. September) in der Münchner Unterfahrt besonders spielfreudig. Das Ensemble rund um Drummer Gmelin kollaboriert im Rahmen der Konzertreihe mit Jazz-Urgestein Joe Chambers, der bereits für so Große wie Miles Davis, Bobby Hutcherson und Charles Mingus trommelte. Pianist Emanuel Ruffler reist für die Munich Jazz Summer Week von seiner Wahlheimat New York in seine Geburtsstadt. Langjährige Freundschaften zu Gmelin verbinden außerdem Jason Seizer am Tenorsaxophon und Bassist Marc Abrams, der an verschiedenen Konservatorien in Italien unterrichtet. Komplementiert wird die Formation vom peruanischen Diony Varìas Astudillo (Percussion), der in einer Familie von Tänzern und Theaterschaffenden aufwuchs. Innerhalb der Gigs stellt Mastermind Gmelin auch einige Werke seiner neuen Platte „Vibes Waltz“ vor. Ralf Dombrowski hielt die Eindrücke für uns fotografisch fest.  

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Fotostrecke: Guido May „Groove Extravaganza“ feat. Pee Wee Ellis bei der Munich Jazz Summer Week

Guido May feierte bei der Munich Jazz Summer Week seinen 50. Geburtstag! Dafür trommelte der international gefragte Schlagzeuger aus Bad Reichenhall am 24. und 25. August im Müncher Jazzclub Unterfahrt seine Formation „Groove Extravaganza“ zusammen. Deren Altsaxophonist James Morton spielte bereits mit Fred Wesley und The Herbaliser, während Tony Remy (Gitarre) mit Annie Lennox und Incognito tourte. Komplemeniert wurde die Kombo von Pianist Jason Rebello, der als Sideman von Sting bekannt wurde, und Pee Wee Ellis am Tenorsaxophon. Thomas J. Krebs war für uns in München dabei.   Backstage feierte das Geburtstagskind weiter:

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Fotogalerie: Cornelius Claudio Kreusch „Black Mud Sound“ feat. Bobby Watson bei der Munich Jazz Summer Week

An gleich fünf Tagen, vom 14. bis 18. August, trat im Rahmen der Munich Jazz Summer Week das Afro-Jazz-Quartett rund um Pianisten Cornelius Claudio Kreusch auf. Im Müncher Jazzclub Unterfahrt wurde der Komponist von seinen langjährigen Weggefährten Zaf Zapha (Bass) und Maxime Zampieri (Schlagzeug) unterstützt; Gast-Saxophonist Bobby Watson rundete das Ensemble ab. Der 65-Jährige ist bekannt als Leader der Band Horizon und des 29th Street Saxophone Quartet sowie der Tailor-Made BigBand. Mit dem Projekt „Black Mud Sound“ tourt Kreusch anlässlich der Wiederveröffentlichung seines gleichnamigen Albums aus dem Jahr 1994. Damals hatte er mit den Saxophonklängen von Kenny Garrett kooperiert. Thomas J. Krebs hielt die Eindrücke aus München für uns fotografisch fest.  

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 27.08. bis 02.09.2018

Ein kleiner Blick in die Jazzwoche 35 im Radio. Ab jetzt mit dem ARD Radiofestival 2018. Wochentags von 23:35 bis 00:00 auf hr2-kultur | MDR Kultur | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR2 KulturRadio | SWR 2 | WDR 3. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz …

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Fotogalerie: Das Geoff Goodman Quartet in der Unterfahrt

Geoff Goodman (g), Till Martin (ts), Tizian Jost (p), Shinya Fukumori (dr) spielten am 21. Juni im Münchner Jazzclubb Unterfahrt Musik von Bill Evans und Thelonious Monk. Ohne Bassisten oder Bassistin erzeugte das Quartett einen interessanten Klangraum. Ralf Dombrowski hat das Konzert des Geoff Goodman Quartets fotografisch festgehalten:

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