Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner
Jazz im Radio Foto: Martin Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 14.02.22–20.02.2022

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 7. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Andere tolle Sendungen im Radio finden Sie in der Radiowoche im Bad Blog Of Musick.


mo – 14.02.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:30:00 | Ö1
On stage: Avi Avital und Omer Klein beim Jazzfestival Leibnitz 2021

Es war einer der Höhepunkte des Jazzfestivals Leibnitz im letzten Jahr: Der vor allem in klassischen Gefilden tätige israelische Mandolinenmeister Avi Avital und sein Landsmann, der Jazz-Pianist Omer Klein, trafen sich am 2. Oktober 2021 im Hugo-Wolf -Saal des Kulturzentrums Leibnitz zum lustvollen Dialog: Orientalischer Kammer-Jazz der virtuosen, eingängigen, espritvollen und publikumswirksamen Sorte wurde gegeben, mit der Bearbeitung von vier Sätzen aus Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 2 in d-Moll für Violine solo, BWV 1004, als zentralem Werk. Das Auditorium reagierte begeistert und mit Standing Ovations.

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: 1. Zonser Komponistinnen-Festival – Tolle Frauen in der Musik

„Tolle Frauen in der Musik“: Der Förderverein Kreismuseum Zons feiert Komponistinnen mit einem Festival.

Vor über 20 Jahren war eine Sendung in WDR 3 über Komponistinnen des 18. Jahrhunderts der Anlass für den Förderverein Kreismuseum Zons, sich intensive Gedanken über die männliche Dominanz unter den Musikschaffenden zu machen. Er reagierte mit einer Konzertreihe und veranstaltet seit 2012 einmal jährlich ein Konzert, in dem ausschließlich Werke von Komponistinnen auf dem Programm stehen. Bisher wurden über 30 Werke von Komponistinnen, deren Geburtsdatum zwischen 1665 und 1983 liegt, gespielt. Zum zehnjährigen Bestehen der Reihe haben sich die Veranstalter:innen etwas Besonderes ausgedacht und in einem Festival mit fünf Konzerten zehn Komponistinnen der letzten 400 Jahre vorgestellt. Dabei reicht die musikalische Spannweite vom Barock bis zur zeitgenössischen Jazzimprovisation.

Rebecca Clarke: Lieder für Sopran und Klavier | Sofia Gubaidulina: In Croce für Violoncello und Akkordeon | Rebecca Clarke: Morpheus für Viola und Klavier | Pauline Viardot-García: 3 Lieder auf Texte von Eduard Mörike | Adriana Hölszky: High Way for One für Akkordeon | Rebecca Clarke: Two Pieces für Viola und Violoncello | Amy Marcy Cheney Beach: 3 Lieder, op. 21

Anna Herbst, Sopran; Dorothy Gemmeke, Klavier; Alexander Kiss, Viola; Cosima Streich, Violoncello; Krisztián Palágyi, Akkordeon. Aufnahme aus dem Kreismuseum

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Der geheime Garten des Jazz

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. Heute mit: hr-Bigband/Jim McNeely feat. Chris Potter: Rituals | Janning Trumann 4: Roots & Riots | Double Beater Quartet: Tribal Error

22.33 – 23.30 Uhr | NDR Kultur
PLAY JAZZ! Magazin – Am Mikrofon: Michael Laages

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazztoday

Cello & Violin News: Aktuelle Produktionen der Geigerin Fabiana Striffler sowie der Cellisten Vincent Courtois, Gaspar Claus und Fried Dähn. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts

23.30 – 24.00 Uhr | NDR Kultur
ROUND MIDNIGHT  Esperanza Spalding: Auf der Suche nach heilenden Kräften der Musik

Am Mikrofon: Marlene Küster


di – 15.02.2022


01:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur
Tonart: Jazz

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

20:05 bis 21:00 | SWR 2
SWR2 Jazz Session: Homezone – Jazz in Südwest. Der Schlagzeuger Erwin Ditzner

Von Ulrich Kriest. Die monatliche Sendereihe „Homezone“ führt regelmäßig an die vielen verschiedenen Orte, an denen der Jazz im Südwesten zu Hause ist. Neben Konzertaufnahmen aus unserem Archiv und aktuellen Studioproduktionen gibt es immer auch einen thematischen Schwerpunkt. In dieser „Homezone“-Ausgabe“ ist der Ludwigshafener Schlagzeuger Erwin Ditzner zu Gast.

21:05 bis 22:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: {Schnittmenge} – Lieblingsstücke der Neue-Musik-Szene, quer durch alle Genres

Studiogast: Ricardo Eizirik, brasilianischer Komponist. Moderation: Leonie Reineke. Von franko-flämischer Vokalpolyphonie bis Free Jazz, von japanischer Noise Music bis Polit-Hiphop, von balinesischen Tranceklängen bis Glitch: Alles Alte und Neue hat seinen Platz in der Gegenwart – nicht nur im gigantischen Gedächtnis des Internets, sondern auch in den Köpfen einzelner Individuen. Vor allem Akteure der Neuen Musik haben oft einen bemerkenswert viel- und abseitigen Musikgeschmack, der in alle Richtungen weist. Die JetztMusik-Reihe {Schnittmenge} ist ein Ort für solche raffinierten Geschmacksexplosionen: In kommentierten Playlists stellen Künstler*innen ihre Entdeckungen vor.

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Im Geiste des Modern Jazz Quartet

Dell/Lillinger/Westergaard & Bob Degen: Christopher Dell, Vibrafon; Jonas Westergaard, Kontrabass; Christian Lillinger, Schlagzeug; Bob Degen, Klavier. Aufnahme vom 2.9.2021 beim Jazzfest Bonn aus dem Pantheon

Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt. Seine Musik vereint formale Komplexität und sprühende Energie: Das vor zehn Jahren gegründete Trio aus Christopher Dell, Jonas Westergaard und Christian Lillinger gilt als herausragende Avantgarde-Combo des deutschen Jazz. Für ihren Auftritt im Rahmen des Jazzfests Bonn 2021 trafen die drei überraschend auf den 77-jährigen Pianisten Bob Degen. Der in Deutschland lebende Amerikaner hat sich vor allem in der Frankfurter Szene um Albert Mangelsdorff und Heinz Sauer einen Namen gemacht und steht für eine in der Tradition verwurzelte, aber offene Spielweise. Beim Auftritt im Bonner Pantheon warfen sich die Musiker die improvisatorischen Bälle nur so zu. Mit Klavier und Vibrafon ergaben sich bereits auf der klanglichen Ebene Bezüge zum Modern Jazz Quartet. Und mit einem Stück verbeugten sich die vier auch explizit vor der legendären Combo und ihren Experimenten mit dem „Third Stream“, der Verbindung von Jazz und moderner Klassik.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Jazz Grooves

Die ganze Welt des Jazz. Bekannte Namen, Newcomer und spannende Entdeckungen, Höhepunkte aus der Jazzgeschichte, besondere Jazzereignisse und Tipps zum Konzertgeschehen der Region.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Niklas Wandt

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz and More: An den Rändern des Jazz

Am Mikrofon: Timo Kurth. Heute mit: Damian Marhulets: Constellation Machine | Tunnel & Meadow: I | Moritz Anthes: Von einem der viele

22.33 – 23.30 Uhr | NDR Kultur
PLAY JAZZ! Konzert Monk & Mondrian (Teil 1) Am Mikrofon: Claudia Hartmann

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: News & Roots – Das kanadische Swing-Schwergewicht Oscar Peterson (1925-2007)

Henning Sieverts erinnert an den unerreichten Pianisten in zeitlos guten Aufnahmen aus den 60er und 70er Jahren, u.a. mit Ben Webster, Ella Fitzgerald, Clark Terry, Bill Henderson, Ray Brown, Ed Thigpen, Joe Pass und Nils Henning Orsted Pedersen.

23.30 – 24.00 Uhr | NDR Kultur
ROUND MIDNIGHT  Aufgelegt: Best Of Anouar Brahem
Am Mikrofon: Thomas Haak


mi – 16.02.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Classic Sounds in Jazz: „Goldberg, Regentage und kleine Melodien“

Jazz mit Aufnahmen von Camille Bertault, Miles Davis, Keith Jarrett und anderen. Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

21:05 bis 22:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: „Ich spiele für meinen Seelenfrieden“ – Der Kontrabassist Robert Landfermann

Von Michael Rüsenberg. Gerade ist er von einer Tour mit Musikern aus dem Umfeld des Star-Pianisten Brad Mehldau zurückgekehrt; ein deutliches Zeichen, dass Robert Landfermann, 39, auch international geschätzt wird. In Deutschland sind sein Ton, sein Timing und seine Intonation auch jenseits des Pablo Held Trios (SWR Jazzpreis 2014) vielerorts präsent. Seit 2019 hat er außerdem eine Professur für Kontrabass und Ensemblespiel an der Musikhochschule Mannheim.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Manuela Krause

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazzfacts: What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt

22.33 – 23.30 Uhr | NDR Kultur
PLAY JAZZ! Magazin –
Am Mikrofon: Michael Laages

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz aus Nürnberg: Mostly Vocal

„Standard Time“ – unvergängliche Songs der Jazzgeschichte in aktuellen Aufnahmen mit Samara Joy, Fay Claassen & David Linx, Camille Bertault u.a. Moderation und Auswahl: Beate Sampson

23.30 – 24.00 Uhr | NDR Kultur
ROUND MIDNIGHT 

Jazz on Film: Im Jazzdienst Ihrer Majestät – wie Jazz zur coolen Agentenmusik wurde Am Mikrofon: Henry Altmann


do – 17.02.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: JazzFacts Fragebogen: Sebastian Gramss

Am Mikrofon: Thomas Loewner. Egal ob als Solo-Künstler oder als Leiter der Bassmasse, eines 50-köpfigen Kontrabass-Orchesters – Sebastian Gramss sucht unermüdlich nach Wegen, das Ausdrucksspektrum seines Instruments zu erweitern. Der Kölner Musiker und Hochschullehrer ist nicht nur ein akribischer Klangforscher, sondern auch als Bandleader und Organisator von Projekten äußerst umtriebig. Sein Nonett States Of Play experimentiert mit Übergängen zwischen akustischen und elektronischen Klängen; sein Trio Slowfox begibt sich auf die Suche nach einer „melodischen Avantgarde“ ohne Scheu vor Schönklang, sein Ensemble Hard Boiled Wonderland führt eine bunte Collage aus Musik und Text auf, mit der sich Gramss bewusst gesellschaftspolitisch positionieren will. Viel Stoff also für diese Ausgabe des Gesprächs-Formats „JazzFacts Fragebogen”.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Jazzland NRW

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Daniella Baumeister. Heute mit: Lariza: Weave | Jun Miyake: Whispered Garden | Markus Burger: The Vienna Sessions

22.33 – 23.30 Uhr | NDR Kultur
PLAY JAZZ! NDR Bigband Monk & Mondrian (Teil 2)

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: All that Jazz

Als eine Hälfte des Duos „Albatrosh“ wurde der Pianist und Komponist Eyolf Dale über die Grenzen Norwegens hinaus bekannt. Doch der bald 37jährige machte auch unter eigenem Namen Karriere. Seine Solo-Alben – im Alleingang, im Trio oder mit größerer Besetzung eingespielt – wurden international euphorisch besprochen. Die Stärken des an der Musikhochschule Oslo tätigen Professors: das Geschichtenerzählen und das Entwerfen atmosphärischer Klangbilder.. Moderation und Auswahl: Ssirus W. Pakzad

23.30 – 24.00 Uhr | NDR Kultur
ROUND MIDNIGHT: In Monk’s Mood. Alexander von Schlippenbachs unheimliche Liebe zur Musik von Thelonious Monk
Am Mikrofon: Bert Noglik


fr – 18.02.2022


14:05:00 | Ö1
In Concert: Gabriele Fava Group und Roberta Baldizzone White Quartet

Zwei Konzerte von Parma Jazz Frontiere 2019 hat Ö1 bereits vergangenen Oktober zu Gehör gebracht, mit zwei weiteren komplettiert In Concert nun die Highlights dieses innovativen Festivals in der norditalienischen Stadt Parma. Am 7. November 2019 gastierte in der Casa della Musica die Group des Saxofonisten Gabriele Fava, mit Tommaso Parmigiani (E-Gitarre), Giancarlo Patris (Kontrabass) und Marcello Canuti (Schlagzeug). In seinem Zyklus „I Can See the Darkness Fall“ thematisiert Fava die Urängste der Menschen vor der Dunkelheit und ihren Dämonen, die sich einst auch im weitverbreiteten Aberglauben der bäuerlichen Bevölkerung Italiens manifestierten.

Abstrakter und auch freier im improvisatorischen Spiel ist hingegen die Musik von Pianistin Roberta Baldizzone, in deren White Quartet ebenfalls Saxofonist Gabriele Fava und Schlagzeuger Marcello Canuti mitwirken, während an der E-Gitarre Ricardo Costa zu hören ist. Unter dem programmatischen Titel „Changing Textures“ erforschten die vier am 16. November 2019 musikalische Spannungsveränderungen und Kontraste im Wechsel verschiedener Klangtexturen.

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

21:30:00 | Ö1
Spielräume-Nachtausgabe: 1+2 = unendlich. Unvergessliche Begegnungen aus allen Richtungen.

Manchmal tut es gut, Rückschau zu halten, und zwar nicht allein: „Duets: Re-working the Catalogue“ nannte Van Morrison sein 2013 erschienenes Album, auf dem er sich mit Mavis Staples, Natalie Cole und andren zusammen tat. Anlässe, sich gleichsam ein Mikrophon zu teilen, gibt es in Hülle und Fülle. Das Ergebnis muss freilich nicht das halten, was die Formation verspricht.

Aber es gibt genug Beispiele, die zeigen, wie´s funktioniert, egal in welchem Genre, und das ist der Ausgangspunkt für diese Spielräume-Nachtausgabe, in der Singer Songwriter Ernst Molden und Moderator Albert Hosp ihre Favourites zum Thema mitbringen: 1969 bereits war die erwähnte Mavis Staples an der Seite von Mahalia Jackson zu erleben. Zehn Jahre später sahen sich André Heller und Helmut Qualtinger tief in die Augen, um Wien als „Taschenfeitl“ zu besingen.

Chick Corea und Herbie Hancock gelang 1978 eine unvergessliche Version von „Someday my prince will come“. Bluessänger Taj Mahal und der Kora-Star Toumani Diabate aus Mali erzählten auf „Koulanjan“ im Jahr 1999 vom Musiktransport zwischen Westafrika und der Neuen Welt. 2003 sangen Johnny Cash und Nick Cave „Cindy“.

1+1 bezeichnet hier aber nicht allein die Begegnung zweier Individuen. Es war z.B. auch ein außerordentlich lohnendes Treffen, als sich die Folk-Diva June Tabor mit den Haudegen der Oyster Band zusammentat. Das war 2011.

Und sogar die aufs erste etwas hypertroph wirkende Begegnung der Amsterdam Klezmer Band mit der ungarischen Familienmusik Söndörgö brachte anno 2018 ganz zauberhafte Momente auf die Bühne.

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Milestones – Jazzklassiker: Die Revolution der Leichtigkeit: Stan Getz und die Bossa Nova

„Jazz Samba“ (1962), „Jazz Samba Encore“ (1963), „Getz/Gilberto“ (1963). Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer. 1962 war für den amerikanischen Saxofonisten Stan Getz das Jahr, in dem alles anders wurde. Zusammen mit dem Gitarristen Charlie Byrd hatte er im Februar die Platte „Jazz Samba“ mit eigenen Interpretationen brasilianischer Bossa Nova-Stücke aufgenommen. Sie wurde zu einem Sensationserfolg und brachte Getz viel Ruhm und Geld ein. Ihr einschmeichelnder und tänzelnder Sound löste in den USA eine neue musikalische Modewelle aus. Auch dem brasilianischen Komponisten Antonio Carlos Jobim, Schöpfer von Themen wie „Desafinado“ und „Girl From Ipanema“, brachte „Jazz Samba“ in den USA den Durchbruch. Getz blieb dem Bossa-Sound mit seinen nächsten vier Platten treu – darunter die berühmt gewordene Kooperation mit João und Astrud Gilberto, die bis dahin kommerziell erfolgreichste Produktion der Jazzgeschichte.

22:30 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Jazz-Neuerscheinungen

22.33 – 23.30 Uhr | NDR Kultur
PLAY JAZZ! Magazin –
Am Mikrofon: Michael Laages

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz auf Reisen – Junger Sound aus dem kreativen Moloch New York

Das Quartett des Tenorsaxofonisten Noah Preminger. Aufnahme vom 22. Oktober 2021 beim Birdland Radio Jazz Festival in Neuburg an der Donau. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

23.30 – 24.00 Uhr | NDR Kultur
ROUND MIDNIGHT: Lee Morgan
Am Mikrofon: Sarah Seidel


sa – 19.02.2022


00:05:00 | Ö1
(Fortsetzung). 1+2 = unendlich. Unvergessliche Begegnungen aus allen Richtungen.

Spielräume-Nachtausgabe: 1+2 = unendlich. Unvergessliche Begegnungen aus allen Richtungen.

Manchmal tut es gut, Rückschau zu halten, und zwar nicht allein: „Duets: Re-working the Catalogue“ nannte Van Morrison sein 2013 erschienenes Album, auf dem er sich mit Mavis Staples, Natalie Cole und andren zusammen tat. Anlässe, sich gleichsam ein Mikrophon zu teilen, gibt es in Hülle und Fülle. Das Ergebnis muss freilich nicht das halten, was die Formation verspricht.

Aber es gibt genug Beispiele, die zeigen, wie´s funktioniert, egal in welchem Genre, und das ist der Ausgangspunkt für diese Spielräume-Nachtausgabe, in der Singer Songwriter Ernst Molden und Moderator Albert Hosp ihre Favourites zum Thema mitbringen: 1969 bereits war die erwähnte Mavis Staples an der Seite von Mahalia Jackson zu erleben. Zehn Jahre später sahen sich André Heller und Helmut Qualtinger tief in die Augen, um Wien als „Taschenfeitl“ zu besingen.

Chick Corea und Herbie Hancock gelang 1978 eine unvergessliche Version von „Someday my prince will come“. Bluessänger Taj Mahal und der Kora-Star Toumani Diabate aus Mali erzählten auf „Koulanjan“ im Jahr 1999 vom Musiktransport zwischen Westafrika und der Neuen Welt. 2003 sangen Johnny Cash und Nick Cave „Cindy“.

1+1 bezeichnet hier aber nicht allein die Begegnung zweier Individuen. Es war z.B. auch ein außerordentlich lohnendes Treffen, als sich die Folk-Diva June Tabor mit den Haudegen der Oyster Band zusammentat. Das war 2011.

Und sogar die aufs erste etwas hypertroph wirkende Begegnung der Amsterdam Klezmer Band mit der ungarischen Familienmusik Söndörgö brachte anno 2018 ganz zauberhafte Momente auf die Bühne.

00:05 bis 03:00 | Deutschlandfunk Kultur
Lange Nacht: Round Midnight – Eine Lange Nacht des Jazzpianisten Thelonious Monk

Von Karl Lippegaus. Regie: der Autor. (Wdh. v. 14./15.10.2017). Für den Jazzmusiker Thelonious Monk (1917-1982) gab es keine Routine. Jedes Konzert und jede Studioaufnahme waren Reisen ins Unbekannte. Der Pianist aus Rocky Mount, North Carolina, hatte seine ureigenen Vorstellungen von dem, was musikalisch richtig oder falsch war. Das Meiste hatte er selbst geschrieben, nur selten interpretierte er fremde Stücke, sein großes Idol hieß Duke Ellington. In den 40er-Jahren war Monk an der Entwicklung eines neuen Jazzstils beteiligt, den man Bebop nannte. Seinem exzentrischen Verhalten und den vielen Geschichten, die über ihn kursierten, verdankte er den Ehrentitel „Hohepriester des Bop“. Er war der erste schwarze Jazzmusiker, der eine Titelstory im Time Magazin bekam. Sein Meisterschüler John Coltrane sagte, er habe von Monk „auf jede Weise viel gelernt – durch die Sinne, theoretisch, technisch“. Mit ständig wechselnden Kopfbedeckungen – von der Persianermütze bis zu Fez und ghanaischem Strohhut, gut bestückt mit Sonnenbrille und schweren Ringen an den Fingern – vollführte er Tänze vor dem Klavier. Die Art, wie er redete, korrespondierte mit seinen Melodien – alles machte ihm zum Inbegriff eines Hipsters. Seine große Hymne wurde „Round Midnight“. Sein Image als Exzentriker verdeckte jedoch den Blick auf sein soziales Engagement und das Rätsel seines Leidens. Die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte der an einer bipolaren Störung schwer erkrankte Pianist in fast völliger Abgeschiedenheit bei seiner Freundin und Mäzenin Pannonica de Koenigswarter, der berühmten „Jazz Baroness“, die zusammen mit seiner Frau Nellie für Halt in seinem Leben sorgte. Zwischen Exil und Konzession mussten viele afroamerikanische Jazzkünstler wählen. Monk gelang es, seinen Platz in einer radikal veränderten Musikwelt zu verteidigen.

17:05 bis 17:55 | Bayern 2
Jazz & Politik: Politisches Feuilleton

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

18:05 bis 19:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazz und mehr: „Begehren, beneiden, betrinken …“

Eine kleine musikalische Promenade um die Todsünden. Aufnahmen mit Marianne Faithfull, Karin Hammar, Joe Henderson, Judy Winter und anderen. Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

19:00 bis 20:00 | hr2-kultur
Live Jazz: Aki Takase’s Trio TAMA | Leibnitz International Jazz Festival, Österreich, Oktober 2021

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. Aki Takase’s Trio TAMA | Aki Takase, p, voc | Jan Roder, b | Oliver Steidle, dr | Leibnitz International Jazz Festival, Kulturzentrum Leibnitz, Hugo-Wolf-Saal, Österreich, Oktober 2021

20:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: KLAENG Festival

Das Kölner KLAENG Kollektiv besteht nicht nur zum Großteil aus WDR Jazzpreisträgern, die Musiker haben sich auch einen Namen als Festivalveranstalter gemacht.

Die regionale mit der internationalen Szene verbinden und dabei (Genre-)Grenzen überwinden. Das ist das Ziel des jährlich stattfindenden Kölner KLAENG Festivals. Die sieben Musiker des KLAENG Kollektivs bieten dabei Künstlerinnen und Künstler eine Bühne, die sie, wie sie selbst sagen, gerne mal live sehen würden. So entsteht ein persönliches, handverlesenes wie vielfältiges Festivalprogramm, von dem wir Ausschnitte in WDR 3 Konzert präsentieren. . Aufnahmen aus dem Kölner Stadtgarten

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazztime: Exzellent – The Complete Louis Armstrong Columbia And RCA Victor Studio Sessions 1946 – 1966

Von Günther Huesmann. Eine Seltenheit in der Louis-Armstrong-Diskografie. Weil der Produzent George Avakian die Bänder mitlaufen ließ, kriegen wir alles mit: Wie Louis Armstrong im Studio arbeitete – umsichtig, konstruktiv, kritisch. Und so zwei ikonische Alben entstanden: „Louis Armstrong Plays W.C. Handy“ und „Satch Plays Fats“. In bisher unveröffentlichten Proben- und Alternate Takes erlebt man durch die glänzend editierte 7-CD-Box „The Complete Louis Armstrong Columbia And RCA Victor Studio Sessions 1946 – 1966“ einen Satchmo so nah wie nie zuvor – und auf einem Höhepunkt seiner Kunst.

23:25:00 | Ö1
Die Ö1 Jazznacht: Vincent Pongrácz im Studio, Susan Wolf im Wiener RadioKulturhaus

Der Klarinettist, Saxofonist, Komponist und Bandleader Vincent Pongrácz stellt im Gespräch mit Christian Bakonyi seine neuen Werke vor. Zum einen das Vinyl-Album „Uya“ seines Synestethic Octet, zum anderen die ebenfalls 2021 erschienene, zweite LP des Soloprojekts Synesthetic Ivo, bei dem Pongrácz nahezu die komplette Instrumentierung inklusive der Rap-Vocals allein übernimmt.

Der Ö1-Konzertmitschnitt dieser Jazznacht stammt aus dem Studio 3 des Wiener RadioKulturhauses, aufgenommen am 18. Oktober 2021 in der Blues-Reihe „Stormy Monday“. Da begeisterte die als Tirol stammende, heute in Dänemark lebende Singer/Songwriterin und Gitarristin Susan Wolf mit ihrem Programm „I Have Visions“, das ihren künstlerischen Neubeginn nach mehreren Jahren Bühnenabstinenz thematisiert.


so – 20.02.2022


00:05:00 | Ö1
(Fortsetzung) Vincent Pongrácz im Studio, Susan Wolf im Wiener RadioKulturhaus

Die Ö1 Jazznacht: Vincent Pongrácz im Studio, Susan Wolf im Wiener RadioKulturhaus

Der Klarinettist, Saxofonist, Komponist und Bandleader Vincent Pongrácz stellt im Gespräch mit Christian Bakonyi seine neuen Werke vor. Zum einen das Vinyl-Album „Uya“ seines Synestethic Octet, zum anderen die ebenfalls 2021 erschienene, zweite LP des Soloprojekts Synesthetic Ivo, bei dem Pongrácz nahezu die komplette Instrumentierung inklusive der Rap-Vocals allein übernimmt.

Der Ö1-Konzertmitschnitt dieser Jazznacht stammt aus dem Studio 3 des Wiener RadioKulturhauses, aufgenommen am 18. Oktober 2021 in der Blues-Reihe „Stormy Monday“. Da begeisterte die als Tirol stammende, heute in Dänemark lebende Singer/Songwriterin und Gitarristin Susan Wolf mit ihrem Programm „I Have Visions“, das ihren künstlerischen Neubeginn nach mehreren Jahren Bühnenabstinenz thematisiert.

17:10:00 | Ö1
Spielräume Spezial: Die elektrisierende elektrifizierte Tanzmusik von Mauritius und Réunion

In ihrer Faszination für „neue alte Sounds“ haben europäische DJs in den vergangenen Dekaden erstaunlich viel wertvolle Forschungsarbeit geleistet im Aufspüren und Katalogisieren von historischen, oft sehr lokal begrenzten Strömungen und Entwicklungen der Popularmusik in aller Welt, die bei der akademischen Musikethnologie bisweilen (noch) recht wenig Beachtung fanden. Auch auf der Inselgruppe der Maskarenen im indischen Ozean haben regionale Tanzmoden, der Einfluss von Rock’n’Roll und Soul auf traditionelle Stile und ein aufblühender lokaler Plattenmarkt in den 1970er Jahren faszinierende Tanzmusik auf Basis der Stile Séga und Maloya entstehen lassen.

Highlights dieser elektrisierenden elektrifizierten Sounds hat das französische DJ-Duo Konsole & Natty Hô 2015 und 2017 in den zwei wunderbaren Compilations „Soul Sok Séga (Séga Sounds From Mauritius 1973-1979)“ und „Oté Maloya (The Birth Of Electric Maloya On Réunion Island 1975-1986)“ für das englische Label Strut Records zusammengestellt.

19:16 bis 20:00 | SWR 2
SWR2 Jazz: Geschichte eines Jazz-Standards (37): Jitterbug Waltz

Von Hans-Jürgen Schaal. Dieses „Spätwerk“ von Fats Waller war einer der ersten Walzer der Jazzgeschichte. Genauer gesagt jongliert das Stück mit einem Walzertakt und einer Boogie-Woogie-Figur – „a lovely waltz that’s played in syncopation“, wie es in einem der Songtexte heißt, die dafür geschrieben wurden. Wallers Song-Idee besitzt einen fast grotesken Humor, hat aber zugleich auch diesen konstruktiven, abstrakten Charakter. Deshalb inspiriert der kleine Boogie-Wal

19:34:00 | Ö1
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession: Das Michi Ruzitschka Trio im Studio 2 des Wiener Funkhauses

Der oberösterreichische Gitarrist Michi Ruzitschka hat nach seinem Jazzgitarre-Studium am damaligen Brucknerkonservatorium in Linz sowie anschließenden Lehrjahren am Berklee College of Music in Boston 17 Jahre lang in São Paulo in Brasilien gelebt und sich dort ausführlich mit der dort „handelsüblichen“ siebensaitigen Konzertgitarre beschäftigt.

Seine profunde Kenntnis der lateinamerikanischen Musik im Allgemeinen und der brasilianischen Musik im Besonderen spiegelt sich in den Eigenkompositionen wider, die Ruzitschka heute gemeinsam mit dem brasilianischen Pianisten und Keyboarder Fagner Wesley und dem Schlagzeuger und Perkussionisten Bernhard Schimpelsberger im Studio 2 des Wiener Funkhauses präsentieren wird.

20:55:00 | Ö1
Ö1 Kunstsonntag: Milestones: Emily Remler: „Firefly“ (1981)

Im Alter von 23 Jahren taucht die US-amerikanische Gitarristin Emily Remler erstmals in der Jazzszene auf. In ihrem Portfolio finden sich zu diesem Zeitpunkt das Debüt-Album „Firefly“, Auftritte auf renommierten Jazzfestivals und Lob von etablierten Gitarren-Kollegen wie Herb Ellis.

„Firefly“ steht am Beginn einer Jazz-Laufbahn, die von großer Anerkennung innerhalb der Szene und steter Weiterentwicklung, aber auch von vielen persönlichen Rückschlägen geprägt ist. Neben dem Karriere-Startpunkt der virtuosen, im Jahr 1990 viel zu früh verstorbenen Gitarristin stellt „Firefly“ auch schlicht ein Bop-Schmankerl dar, eingespielt von Remler mit Hank Jones (Klavier), Bob Maize (Bass) und Jake Hanna (Schlagzeug). Die Tracklist enthält neben zwei Eigenkompositionen von Emily Remler Stücke u. a. von Duke Ellington, Horace Silver und ihrem vielleicht wichtigsten Einflussfaktor, Gitarrist Wes Montgomery. Ein vergessener Meilenstein der Jazzgitarren-Geschichte, für die Ö1 Milestones von Xavier Plus wieder aus dem Regal geholt.

 

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