Das legendäre Redman „Moodswing“ Quartett in der 2. Runde

Redman-Mehldau-McBride-Blade: Round again Nonesuch 075597921069 Vor über 26 Jahren formierte sich um den Saxophonisten Joshua Redman ein Quartett, das die Jazzszene seinerzeit komplett aufmischte. Vier „young lions“, Joshua Redman, Brad Mehldau am Piano, Bassist Christan McBride sowie Schlagzeuger Brian Blade fanden zusammen, spielten den mittlerweile legendären Jazzklassiker „Moodswing“ ein und gehören inzwischen zu den federführenden Jazzmusikern unserer Zeit. Zeit für eine neue Runde? Ja – endlich! Wobei, so richtig aus den Augen verloren haben sich die Bandmitglieder in all den Jahren nicht wirklich. Joshua Redman und Brad Mehldau spielten gemeinsam im Duo. Brian Blade ist u.a. bei „Still Dreaming“ mit an Bord (nach wie vor Redmans erste Wahl unter den Drummern) und spielt beispielsweise zusammen mit Christian McBride bei Brad Mehldau oder Chick Corea im Trio. Bei all den Verpflichtungen fehlte die Zeit, alle mal wieder unter einen Hut zu bringen. Nun ist es in der Tat interessant zu hören, wie diese Besetzung nach all den Jahren klingt. Gleich beim Opener „Unterdertow“ geht es melodisch und improvisatorisch vertrackt zur Sache. Hoch inspiriert, nie oberflächlich, spielt sich das Quartett in einen selten da gewesenen Rausch mit …

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Neues aus der Kölner Subway Kitchen

Von Dietrich Schlegel. In einem eher finsteren Teil der Aachener Straße in Köln geht es im Haus Nr. 82 eine steile Treppe hinunter in den mehr als fünfzig Jahre bestehenden Club „Subway“, einst neben Disco-Betrieb auch ein viel frequentierter Jazz-Hotspot mit legendären Konzerten deutscher und internationaler Bands und Stars. Lange Jahre war in den eher engen Kellerräumen kein Jazz mehr zu hören – bis 2013 eine Gruppe von befreundeten Jazzmusikern auf der Suche nach einer geeigneten Spielstätte für zeitgenössischen Big Band Jazz die absolut schalldichten Gemäuer entdeckten. Seitdem präsentiert dort das Subway Jazz Orchestra SJO/CGN jeden zweiten Mittwoch im Monat „handgemachte Big Band Musik“. Die Band versteht sich als Musikerkollektiv, dessen Mitglieder sich aus gemeinsamen Jahren im Bundesjazzorchester, der Kölner Musikhochschule oder diversen Bands kennen. Mittlerweile sind alle in der höchst lebendigen Kölner Jazzszene zu Hause. Wenn auch immer wieder interessante Gäste aus der nationalen und internationalen Szene mit oder vor der Band auftreten, so werden die Konzerte als Projekte doch vorwiegend von Komponisten und Arrangeuren aus den eigenen Reihen gestaltet. Produktive Szene Die Kreativität der Subway Jazzer erschöpft sich natürlich nicht in der Arbeit …

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news+++hr-Sinfonieorchester setzt Stage@Seven bis Ende Juni fort+++Bundesbigbandarchiv in neuem Look+++Edumusica Summermasterclasses im August+++

Ruth Reinhardt und Simon Oslender auf der „Stage@Seven“ Bis einschließlich Freitag, 26. Juni, setzen das hr-Sinfonieorchester und die hr-Bigband ihre erfolgreiche Livestream-Reihe „Stage@Seven“ fort. In der kommenden Woche erklingen unter der Leitung von Ruth Reinhardt berühmte Werke wie die „Kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart und die „Holberg-Suite“ von Edvard Grieg, aber auch das Cellokonzert von Robert Schumann und das Oboenkonzert von Bohuslav Martinu. Die hr-Bigband hat sich den jungen Hammondorgel-Virtuosen Simon Oslender eingeladen und präsentiert groovige Stücke aus der Feder von Ray Charles und Co. Soul-Jazz, Rhythm ’n‘ Blues und Boogaloo verspricht der Dienstagabend mit der hr-Bigband, die einen der sogenannten „Rising Stars“ der deutschen Jazzszene trifft: Simon Oslender. Dank seines außergewöhnlichen Talents ist der 21-Jährige bereits festes Mitglied der Wolfgang Haffner Band und spielt in der neuen Formation von Saxofonist Bill Evans, den Spykillers. Auf der „Stage@Seven“ trifft er jetzt die hr-Bigband unter der Leitung von Jörg Achim Keller. Zuvor ist hr-Solo-Cellist Peter-Philipp Staemmler in Schumanns Cellokonzert zu erleben und am Freitag zudem Solo-Oboist José Luis García Vegara im selten gespielten Oboenkonzert von Bohuslav Martinu. Die nächsten Konzerte bei „Stage@Seven“: Montag bis Freitag, …

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+++News: +++Hannah Weiss und Vincent Rein als Local Heroes in der Unterfahrt+++Bewerben für den Jungen Münchner Jazzpreis+++

+++Local Heroes: Die Jazz-Streams aus München+++ „Local Heroes Live“  ist eine Live-Stream-Serie des Münchener Jazzclub Unterfahrt. Die Tipps der JazzZeitung.de im Folgenden:   Local Heroes Live #12 + 13 Abschlusskonzerte des Jazz-Instituts der Hochschule für Musik und Theater München Freitag, 12.06.2020 20.00 Uhr: Ganzenmüller’s Bed & Breakbeat Besetzung: Julian Hesse (tp), Philipp Schiepek (git), Svetlana Marinchenko (p), Thomas Ganzenmüller (b), Valentin Renner (dr) Auf dem eingespielten swingend-swaggenden Drum & Bass-Bett der Marke Renner/Ganzenmüller dürfen sich drei funkelnde Sternchen der Münchner Jazzszene die solistischen Kissen um die Ohren hauen. Umbaupause – In der Pause zeigt Unterfahrt-TV Interviews mit den Prüflingen und Claus Reichstaller, Leiter des Jazz-Instituts an der Hochschule für Musik und Theater München, die vor den Konzerten aufgezeichnet haben. Die Interviews führt Ralf Dombrowski (SZ). 21.30 Uhr: Vincent Rein Trio Besetzung: Marina Schlagintweit (p), Vincent Rein (b),  Valentin Renner(dr) Die Musik des österreichischen Bassisten lehnt sich an seine Vorbilder wie E.S.T., Robert Glasper, Kendrick Scott etc. an und versucht vor allem eine Geschichte zu erzählen. Vincent Rein studiert, zunächst E- und später auch Kontrabass, seit 2014 an der Musikhochschule in München. Es gibt einen Livestream: …

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20.000 Euro für bayerische Jazzprogramme: Freistaat weitet Förderung aus

Gerade hat die Corona-Pandemie das Musikleben in Bayern und weltweit plattgemacht, da bringen Meldungen wie die folgende einen Hoffnungsschimmer: Der Freistaat weitet seine Jazzförderung aus: Mit dem kommenden Jahr 2021 soll die Prämierung von Jazzprogrammen als ergänzender Baustein zur bereits bestehenden „Jazzfestivalförderung“ mit einem Volumen in Höhe von 20.000 Euro an den Start gehen. Dies gab das Bayerische Staatsministerium, für Wissenschaft und Kunst am 1. Juni bekannt. An der Erweiterung des Jazzförderprogramms waren neben dem Bayerischen Kunstministerium und dem BMR das Bayerische Jazzinstitut und der Bayerische Jazzverband beteiligt. Die Prämierung ist ein weiterer Schritt, um den Jazz im Freistaat noch sicht- und hörbarer zu machen, heißt es von Seiten Ministeriums. Jazzförderung in Bayern bestand nach Jahren des Aufbruchs Ende der 90er für allzu lange Zeit aus einem etwas abgenutztem Dreiklang, der – musikalisch ausgedrückt – nirgendwo mehr hinzuführen schien: dem Landesjugendjazzorchester in Marktoberdorf, dem vom Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen getragenen Jazzinstitut in Regensburg und der Förderung sogenannter Jazz-Leuchttürme wie dem Jazzfestival Burghausen oder dem Kemptener Jazzfrühling.  Nach vielfältigen Anregungen aus der Jazz-Szene beschloss man – was die Jazz-Festivalförderung anging – im Staatsministerium für Kunst …

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Aufruf an Politik und Musikwirtschaft – schnelle Hilfe auch für Jazzmusiker*innen!

In Kürze werden die Corona-Hilfszahlungen aus Bundesmitteln starten. Die Union Deutscher Jazzmusiker hat in einer Pressemitteilung  auf  einige besonders wichtige Punkte hingewiesen, die die JazzZeitung.de hier im Wortlaut wiedergibt: Alle Bereiche der Musikwirtschaft müssen bei der Nothilfe aus Bundesmitteln Berücksichtigung finden – wie so oft müssen wir aber eindringlich darauf hinweisen, dass die einzelnen Künstler*innen, egal welchen Genres, dabei nicht ins Hintertreffen geraten dürfen. Deshalb unsere Bitte an alle: Bitte setzen Sie sich/setzt Euch dafür ein, dass auch Jazzmusiker*innen, die zu großen Teilen ohnehin schon in prekären Verhältnissen leben, durch diese Krise nicht in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet werden. Musiker*innen benötigen zunächst einen schnellen Ausgleich der unmittelbaren Verdienstausfälle. Nach den Daten der Jazzstudie 2016 kann davon ausgegangen werden, dass für bis zu 70% der Jazzmusiker*innen mit einem Betrag von mindestens 1.000 Euro/Monat kurzfristige Liquidität gewährleistet werden kann. Natürlich gibt es auch in der Jazzszene Musiker*innen, die deutlich mehr verdienen und entsprechend größere Ausfälle haben. Eine abgesagte Tournee etwa kann schnell den Verlust eines ganzen Jahreseinkommens bedeuten. In Einzelfällen sollten also auch höhere Hilfszahlungen beantragt werden können. Langfristig entstehende Folge-Einnahmenausfälle durch ausbleibende CD-Verkäufe, GEMA-Vergütungen und vieles mehr sowie Einbußen durch ausbleibende Folgeengagements sollten von Anfang an mitgedacht werden. Zu den Verdienstausfällen …

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feel.jazz Festival bringt frischen Wind in Hamburgs Jazzszene

Am 24. & 25. Januar 2020 findet das feel.jazz Festival Volume IV erstmals im Hamburger Hafenklang statt. Das Festival möchte Jazz auf allen Sinnesebenen erfahrbar machen und gemeinsam mit den BesucherInnen neue Wege der Rezeption erkunden. Dank des Umzugs in den Hafenklang gibt es mehr Platz für Musik und Experimente. An beiden Abenden startet man mit einem Jazz-Workshop in das Festivalprogramm. Musikalisch  geht  es  über  tanzbare  Klänge  im  akustischen  Gewand und  experimentelle Soundlandschaften, über Funk und Breakbeats bis hin zu traditionellem Jazz. Auch im Jahr 2020 will das Festival Jazzmusik in einem ungewöhnlichen Rahmen, weit weg von jeglichen Klischees präsentieren. Um Jazz anders spürbar zu machen, werden akustische Erlebnisse  durch weitere Sinnesreize ergänzt. Neu in diesem Jahr sind die Liegekonzerte, die Freitag und Samstag den Abend im Goldenen Salon eröffnen. Bristophone (Freitag) und Tocha & Loop (Samstag) nehmen das Publikum mit auf eine Reise in neue Jazz-Sphären. Nach den Konzerten begleiten DJ-Sets das Publikum durch die Nacht. Für weitere Sinnesreize sorgen Tanzperformances und Live Visuals. Auch hier präsentiert sich  die  junge  Hamburger  Szene  aus  verschiedensten  Kunstsparten.  Und  auch  die Zuschauer*innen selbst dürfen kreativ werden: Ob …

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The Melody At Night – der BMW Welt Jazz Award geht Anfang 2020 in die nächste Runde

Zana Koval, Leiterin Marketing und Vertrieb der BMW Welt, im Gespräch über den neu gestalteten  Jazzpreis Seit 2009 gibt es den BMW Welt Jazz Award – eine ambitionierte Konzertserie im Format eines Wettbewerbs. Elf Jahre lang wand sich an sechs Sonntagen im Jahr morgens um zehn eine lange Besucherschlange quer durch die BMW Welt zum Konzertsaal im  Doppelkegel – und nur die Frühaufsteher fanden Einlass. Der BMW Welt Jazz Award ist ohne Frage ein Erfolgsmodell geworden und in der BMW Welt weiß man um den Wert guter Modellpflege. Pflege heißt heute Marketing und dafür ist seit zwei Jahren Zana Koval als Leiterin Marketing BMW Welt zuständig. Das Motto 2020 „The Melody At Night“ verkündete Finanzvorstand Dr. Nicolas Peter bereits beim Finale am 4. Mai – jetzt steht die neue Serie von sechs Konzerten in Clubatmosphäre jeweils an einem Dienstagabend fest. Die Künstler und Termine finden Sie in einer Übersicht unten. Was sich hinter diesem Motto verbirgt und welche Veränderungen ins Haus stehen, lesen Sie im folgenden Interview mit Marketingchefin Zana Koval. JazzZeitung: Frau Koval, der BMW Welt Jazz Award ist ein Erfolgsmodell. Kann man das …

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Eine ungewöhnliche Big Band – das Fuchsthone Orchestra

Von Dietrich Schlegel – Es hat sich zusammengefunden, was längst zusammengehört: Die Saxophonistinnen Christina Fuchs und Caroline Thon haben ihre Erfahrungen mit großorchestralem Jazz gebündelt zu einer neuen Big Band – das Fuchsthone Orchestra, das mit ersten Konzerten in Köln, Dortmund, Wuppertal und Aachen begeisterte. Ungewöhnlich ist allein schon die kooperative Leitung der Band durch zwei Musikerinnen. Und ungewöhnlich ist, was sie mit dieser Band bereits geschaffen – und möglicherweise noch vorhaben. Die beiden in Köln lebenden, mehrfach ausgezeichneten Jazzmusikerinnen kennen sich seit langem. Beide haben  neben ihrer instrumentalen und solistischen Arbeit immer auch kleinere und großorchestrale Formationen geleitet – Christina unter anderen das No Tango Quartett und das Duo KontraSax sowie das von ihr 1994 mitbegründete, bis 2009 bestehende United Women’s Orchestra. Caroline war vor allem mit dem Quintett Patchwork , von 2009 bis 2019  mit ihrem Thoneline Orchestra und letztlich auch mit dem  international besetzten und preisgekrönten Ensemble EURASIANS UNITY erfolgreich. Ihren Big Bands, die – und das war der eigentliche Sinn ihrer Gründung – ausschließlich Kompositionen und Arrangements ihrer Chefinnen spielten, widmeten Christina Fuchs und Caroline Thon in jenen Jahren all ihre …

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+++News:+++Jazz & Talk-Konzert am 2. Dezember im Gasteig ist Nat King Cole gewidmet+++Januar Highlights im Stuttgarter Jazzclub BIX+++

+++Unforgettable+++ Nat King Cole gilt als einer der größten Entertainer, Sänger und Pianisten des Jazz – in diesem Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Das nächste Jazz & Talk-Konzert am 2. Dezember im Gasteig ist ihm gewidmet. Eintritt frei Denkt man an Nat King Cole, fällt einem zuerst der gefühlvolle Sänger mit der samtenen Stimme und der Interpret schöner Songs wie „Mona Lisa“ und „When I fall in love“ ein. Doch Nat King Cole war auch als Pianist stilbildend und darüber hinaus ein Trendsetter seiner Zeit. Mit seinem Nat King Cole Trio war er bereits Ende der 1930er Jahre so etwas wie die Blaupause des später so populären Formats des Piano Trios. Ikonen des Jazzpianos wie George Shearing, Oscar Peterson oder Errol Garner nennen ihn ein prägendes Vorbild. Worin liegt Coles Bedeutung für den Jazz und warum wird er gerade unter Musikern so verehrt? Dieser Frage gehen die Jazzmusiker und Professoren Andreas Kissenbeck und Michael Keul gemeinsam mit Studierenden des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) bei der nächsten Ausgabe von „Jazz & Talk“ nach. Am 2. Dezember um 19 …

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