Jazz im Radio

Die Jazz-Radio-Woche vom 10.10. bis 15.10.2017

Ein subjektiver Blick in die Jazzwoche im Radio. Schwerpunkt ist selbstverständlich Thelonious Monks 100. Geburtstag. Weiters gibt es zum Beispiel: Michel Camilo & Tomatito, Babette Michel, Porträt der Saxofonistin und Komponistin Angelika Niescier, Emile Parisien Quartet und das Trio Idioma, John Patitucci, Pianoduo Iana mit Christine Wodrascka und Betty Hovette, Christian Sands, Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2016, Die Kunst des Trompeters Lester Bowie, Nik Bärtsch’s Ronin & hr-Bigband, cond. & arr. by Jim McNeely, Jazzfest Berlin 2016. Alle Angaben ohne Gewähr.


Jazz im Radio (Fernsehen)


10.10.2017


20:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 Spezial (bis 2.00 Uhr) – Round About Monk
Zum 100. Geburtstag des Jazz-Genies Thelonious Monk. Am Mikrofon: Günther Huesmann

Thelonious Monk gilt neben Duke Ellington als der bedeutendste und einflussreichste Komponist der improvisierten Musik. Er war Jazz-Revolutionär, Piano-Innovator und Mitbegründer des Modern Jazz in einem. Das Besondere an Monks Werk: die ungeheure Breite seiner Wirkung.

Am Tag seines 100. Geburtstages feiern wir Thelonious Monk mit seinen größten Aufnahmen, darunter Diamanten aus dem SWR-Archiv wie das seltene Konzert in Essen 1961 und die erst kürzlich wiederentdeckten Aufnahmen zum Nouvelle-Vague-Film „Les Liaisons Dangereuses“von Roger Vadim. Wir erfahren wie Monks unsterbliche Ballade „Round Midnight“ zu einem Klassiker wurde. In einer Lesung hören wir Julio Cortázars köstliche Schilderung eines Konzertabends von Thelonious Monk. Außerdem zeigen wir, wie fundamental Monks Musik in den Sounds von Improvisatoren des 21. Jahrhunderts nachwirkt. „Obwohl Monks Musik als Jazz kategorisiert wird, transzendiert sie die Begrenzungen von Kategorien.“, meint der Produzent Hal Willner.

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Michel Camilo & Tomatito

Michel Camilo, Piano – Tomatito, Gitarre. Aufnahme vom 9.5.2017 beim Klavier-Festival Ruhr aus der Philharmonie in Essen. Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt

Michel Camilo ist einer der populärsten Pianisten des Latin Jazz, Tomatito der zur Zeit gefragteste Gitarrist des Flamenco. Gemeinsam erkunden sie in hitzigen Dialogen die musikalischen Landschaften der Karibik und Andalusiens. Das Spiel des in der Dominikanischen Republik geborenen Camilo vermittelt Feuer, Leidenschaft und einen ansteckenden Optimismus. Eine ungemein rhythmische Spielweise erklärt sein Selbstverständnis, ein „Klavier spielender Perkussionist“ zu sein. Camilos langjähriger spanischer Duo-Partner heißt eigentlich Jose Fernandez Torres, genannt wird er aber „Tomatito“, „kleine Tomate“; und die ist – wie könnte es anders sein – der Sohn von „El Tomate“, ebenfalls Flamenco-Gitarrist: eine Familie, die den Ruf der andalusischen Hafenstadt Almería als eine der Flamenco-Hochburgen mitgeprägt hat. Beim Klavier-Festival Ruhr boten Michel Camilo und Tomatito virtuose Instrumentaldialoge, aber auch Balladen, die die romantische Seele der Beiden spiegeln.

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World: Misterioso. Zum 100. Geburtstag von Thelonious Monk

Karsten Mützelfeldt

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: Piano and straight – Zum 100. Geburtstag des Pianisten Thelonious Monk

Monk-Stücke in spannenden Versionen anderer Jazzkünstler. Moderation und Auswahl: Henning Sieverts

Jazz im Radio
Jazz im Radio

11.10.2017


00:05 bis 02:00 | SWR 2
SWR2 Spezial: Round About Monk – Zum 100. Geburtstag des Jazz-Genies Thelonious Monk

seit 20.03 Uhr. Am Mikrofon: Günther Huesmann

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Classic Sounds in Jazz: Profound blue

Mit Musik von Thelonious Monk, June Tabor, Wolfgang Muthspiel und anderen. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World: Babette Michel

Polnische Klangwelten. Folk und Kammerjazz mit den Bands Kroke, Sutari und Trebunie Tutki


12.10.2017


21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: Risikospiel – Ein Porträt der Saxofonistin und Komponistin Angelika Niescier

Von Odilo Clausnitzer. „Das Wichtigste in der Musik ist es, immer auf der Suche zu bleiben“, sagt Angelika Niescier. Die Altsaxofonistin ist eine der profiliertesten Stimmen der deutschen Jazzszene. Mit ihrem festen Quartett ,sublim‘ hat Niescier seit 2002 drei vielbeachtete CDs vorgelegt. Inzwischen sind zahlreiche andere ihrer Projekte auf Tonträger dokumentiert, darunter ein Trio mit dem italienischen Akkordeonisten Simone Zanchini und eines mit dem isländischen Gitarristen Hilmar Jensson. Zuletzt erhielt Niescier für ihre mit dem Pianisten Florian Weber realisierte deutsch-amerikanische Produktion ,NYC 5′ euphorische Kritiken. 2012 rief sie nach New Yorker Vorbild das erfolgreiche Kölner Winterjazz-Festival ins Leben. Als Komponistin schrieb sie auch großangelegte Werke für Chor und Orchester. Ihr quirliges Saxofonspiel gehört zu den Sounds im deutschen Jazz, die beim Hören sofort persönlich zuzuordnen sind. Ihre vielen Projekte geht sie mit dem unbedingten Ethos an, nie einfach in der künstlerischen Wohlfühlzone zu verharren.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz Session: Formenreichtum Das Emile Parisien Quartet und das Trio Idioma beim 5. Mainzer Jazzgespräch

Am Mikrofon: Thomas Loewner. „Die Mainzer Jazzgespräche sollen die Theorie im Dialog mit der Praxis fördern“, meinte Sebastian Sternal, Leiter der Abteilung Jazz und Populäre Musik an der Mainzer Hochschule für Musik, anlässlich der Gründung dieser Gesprächs- und Konzertreihe im Jahr 2015. In den Gesprächsrunden ging es seither um Themen wie Jazzforschung, Genderfragen oder die Bedeutung von Raum und Körperlichkeit im Jazz, jeweils abgerundet durch Konzerte ausgewählter Bands und Solisten. Beim 5. Mainzer Jazzgespräch am 16. Mai 2017 diskutierten Hans-Jürgen Linke, freier Autor und Kurator aus Gießen, sowie Claudius Valk, Saxofonist und gerade als Professor an die Uni Mainz berufen, über die aktuelle Situation und Zukunft des Jazz. Für den musikalischen Rahmen des Gesprächs sorgte das Mainzer Klaviertrio Idioma. Im Anschluss folgte ein Auftritt des Émile Parisien Quartetts. Der Saxofonist aus Paris gehört zu den führenden Vertretern der aktuellen französischen Jazz-Szene. Sein variantenreiches Spiel und die intuitive Interaktion mit seiner Band zogen das Mainzer Publikum in ihren Bann.


13.10.2017


22:30 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World: Oh, Mr. Bassman! (2) – Das riesige Spektrum des John Patitucci

Michael Rüsenberg

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: Polychromatisch: Das Pianoduo Iana mit Christine Wodrascka und Betty Hovette

Von Anne Montaron. In der Sphäre der klassischen Kammermusik ist das Klavierduo eine etablierte Ensembleform. Aber im Jazz? In der improvisierten Musik? Eher die Ausnahme. Das französische „Duo Iana“ mit den Pianistinnen Christine Wodrascka und Betty Hovette ist so eine Ausnahme. Mit unterschiedlichen Einflüssen, aber einem gemeinsamen Interesse an dem Zusammenführen verschiedener Klangwelten, wollen sie im Duo an der organischen Verschmelzung ihrer Instrumente und musikalischen Identitäten arbeiten. Bevor sie am kommenden Wochenende bei den diesjährigen Donaueschinger Musiktagen erstmals in Deutschland auftreten werden, gibt diese Sendung einen Einblick in das Schaffen der beiden Künstlerinnen.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: BR Jazzclub – Der 28-jährige Shooting-Star des Jazzpiano Christian Sands live in der „Unterfahrt“

Christian Sands, Klavier; Yasushi Nakamura; Kontrabass; Marcus Baylor, Schlagzeug. Moderation: Ulrich Habersetzer


14.10.2017


19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
Live Jazz: AZIZA: Holland / Potter / Loueke / Harland | 47. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2016

AZIZA: Holland / Potter / Loueke / Harland || Dave Holland, b | Chris Potter, ts, ss | Lionel Loueke, g | Eric Harland, dr | 47. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2016, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 2016 | Am Mikrofon: Claus Gnichwitz

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazztime: High Spirit – Die Kunst des Trompeters Lester Bowie

Von Gerd Filtgen. Wenn er die Bühne betrat, war ein weißer Kittel sein bevorzugtes Outfit. Sobald Lester Bowie (1941 – 1999) zur Trompete oder dem Flügelhorn griff und darauf die ersten Töne erklangen, konnte man sicher sein, dass darin Verweise auf die Jazzgeschichte mitschwangen, ebenso wie mitunter auch die Musik anderer Kulturen. Der Mitinitiator des Art Of Ensemble Of Chicago verstand sich ausgezeichnet darauf, seine abenteuerlichen Improvisationen mit besonderen Effekten anzureichern. Dazu gehörten die in hoher Trompetenlage kreierten Motivfolgen mit überraschenden Wendungen, oder eingängige Phrasen mit rauen Klängen zu verfremden. Außer den zahlreichen Aufnahmen mit dem Art Ensemble Of Chicago realisierte Lester Bowie spannende Sideman-Aktivitäten und hatte mit eigenen Bands wie Brass Fantasy und New York Organ Ensemble beachtlichen Erfolg.


15.10.2017


19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
hr-Bigband: Konzerte und Produktionen u.a. mit: Nik Bärtsch’s Ronin & hr-Bigband, cond. & arr. by Jim McNeely, Jazzfest Berlin 2016

Konzerte und Produktionen u.a. mit: Nik Bärtsch’s Ronin & hr-Bigband, cond. & arr. by Jim McNeely, Jazzfest Berlin 2016, Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne, November 2016, Teil 1

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