„Majestätisches“ Orchester im Doppelkegel

Der schwedische Gitarrist Carl Mörner Ringström trat mit seinem Majestic Orchester (William Larsson an den Keyboards, Paul Hinz am Bass und Daniel Johansson am Schlagzeug) beim BMW Welt Jazz Award auf. Thomas Krebs fotografierte den virtuosen Auftritt im Doppelkegel für die JazzZeitung. Eine ausführliche Konzertkritik von Ssirus W. Pakzad hier.

Weiterlesen

Emperor Norton’s Hunch – Die Geschichte von Lu Watters

Jazz-Kolumnist Joe Viera hat für uns den anglo-amerikanischen Büchermarkt im Blick. John Buchanans „Emperor Norton‘s Hunch – The Story of Lu Watters“ (Hambledon Productions Pty Ltd., Middle Dural/Australien, 160 S., 1996) darf in keinem gut sortierten Jazz-Bücherregal fehlen. Es erzählt die Geschichte des Jazz-Musikers Lu Watters, der die Yerba Buena Jazz Band gründete, mit vielen Fotos und einer Diskographie. Von Joe Viera – Lu Watters – geb. am 19.12.1911 in Santa Cruz (Nord-Kalifornien) zeigte schon früh Interesse an Musik. In San Francisco, wohin die Familie 1925 gezogen war, spielte er Trompete in der High School Band. Nach dem High School-Abschluß arbeitete er als Schiffsmusiker und ging dann mit einem   Musikstipendium an die University of San Francisco. Daneben wieder Tätigkeit als Musiker, was ihn schließlich veranlasste, sein Studium aufzugeben. Von 1930-35 war er Mitglied des Lofner-Harris Orchesters, das sich an der Westküste einen Namen machte. Er wollte allerdings lieber älteren Jazz spielen – vor allem die Kollektivimprovisationen der Bläser hatten es ihm angetan. 1936 gründete er in San Francisco seine erste eigene Band, ein Quintett, und 1938 für ein längeres Engagement im Sweets Ballroom in Oakland …

Weiterlesen

Musikpreis der Landeshauptstadt München 2015 an Dusko Goykovich

Der Stadtrat der Landeshauptstadt München hat in seiner heutigen Kulturausschuss- Sitzung das Votum der Jury bestätigt, den mit 10.000 Euro dotierten Musikpreis der Landeshauptstadt München 2015 an Dusko Goykovich zu vergeben. Der Musikpreis wird alle drei Jahre verliehen. Ausgezeichnet wird eine herausragende Gesamtleistung im Bereich Musik bzw. eine Persönlichkeit, die der Musikstadt München Geltung und Ansehen verschafft. Wir zitieren aus der Jurybegründung: Seit 1968 lebt der Trompeter Dusko Goykovich in München und entwickelte sich über die Jahre zu einer Autorität des europäischen und internationalen Jazz. Obwohl als Mensch so bescheiden, dass man ihn kaum über sich oder seine Kunst reden hört, sind seine musikalische Urteilskraft und gestalterische Präzision längst legendär. Stilistisch selbst ein Kind der gemäßigten swingboppenden Moderne, beschäftigte er sich neben dem klassischen Jazz-Repertoire ausführlich mit der Verknüpfung von improvisierender Musik und den Klangtraditionen des Balkans. Während der vergangenen Jahrzehnte wirkte Goykovich vor allem im europäischen Raum und in Japan. Er gilt als Souverän aller Spielklassen, dem es bei aller Virtuosität und musikalischer Kompetenz trotzdem niemals wichtig war, als der Weltstar gefeiert zu werden, der er eigentlich ist. Und er ist lässt es sich …

Weiterlesen

Jazz im Düsseldorfer Goethe-Museum

Von Dietrich Schlegel – Eine erfolgreiche originelle Konzertreihe Das Goethe-Institut schickt viele, nicht zuletzt auch junge deutsche Jazzmusiker durch die ganze Welt. In örtlich bescheidenerem Rahmen, aber weitaus intensiver mit dem Namen des Dichterfürsten verbunden, präsentiert sich seit vergangenem Jahr eine Jazzkonzert-Reihe in Düsseldorf, in dem Mitte des 18. Jahrhunderts vom Kölner Kurfürsten Karl Theodor errichteten Jagdschloss Jägerhof. In dessen prachtvollen Räumen befindet sich die umfangreichste private Goethe-Sammlung Deutschlands, eine Stiftung des Verlegerpaares Anton und Katharina Kippenberg. Barbara Steingießer, angesehene Kultur- und Jazzjournalistin, überdies promovierte Literaturwissenschaftlerin, hatte die Idee, in diesem von etablierter Kultur geprägten Ambiente zeitgenössischen Jazz erklingen zu lassen. Der Direktor des Goethe-Museums Düsseldorf, Prof. Dr. Christof Wingertszahn, war sofort begeistert. Seitdem machen Poster mit dem Schattenriss eines Saxophon spielenden Goethe – auch das eine Idee Steingießers – auf die Jazzkonzerte im Jägerhof in der Jacobistraße aufmerksam. Den viel versprechenden Auftakt im Mai des vergangenen Jahres bestritt der israelische, in Düsseldorf lebende Pianist Omer Klein, mit Haggai Cohen Milo (b) und Amir Bresler (dr). Im November folgte Triosence: Bernhard Schüler (p), Ingo Senst (b) und Stephan Emig (dr). Am letzten Donnerstag dann schien …

Weiterlesen

News: New York in München +++ moers festival Programm +++ 41. Freiberger Jazztage

New York im Bayerischen Hof Im Frühjahr 2015 findet eine Konzertreihe unter dem Motto „New York im Bayerischen Hof“ statt und bringt amerikanischen Jazz-Flair in die Landeshauptstadt Bayerns. Das Programm ist prominent besetzt und schreitet auch Genres wie Flamenco und Trance Blues ab. Montag, 23.03.15: Billy Cobham Band. Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr Dienstag, 14.04.15: Ben Williams Band. Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr Mittwoch, 22.04.15: Rita Marcotulli & Luciano Biondini. Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr Sonntag, 03.05.15: Las Migas. Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr Dienstag, 12.05.15: Renaud Garcia Fons Quartet. Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr Mitwoch, 03.06.15: Otis Taylo & Contraband. Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr Tickets gibt’s bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.muenchenticket.de und www.eventim.de. Außerdem gibt es die Möglichkeit Tickets zu gewinnen. Bei Interesse schicken Sie ein Mail mit dem Betreff „New York im Bayerischen Hof“ und unter Angabe Ihres Wunschtermins und Ihrer Adresse an gaisa@jazzzeitung.de. Programm des moers festival bekanntgegeben Das moers festival, das bereits zum zweiten Mal in der umgebauten Tennishalle stattfindet, hat sein Programm bekanntgegeben. Hier finden Sie eine Übersicht über das Hauptprogramm: …

Weiterlesen

Ein Guru an der Hammond-Orgel in der Unterfahrt

In über 50 Jahren hat er an über 70 Alben mitgewirkt, er spielte mit dem „Who is Who“ des Jazz, des Blues, des R&Bs. Die Rede ist von Lonnie Smith, der mit seiner legendären Hammond B3-Orgel und mit Jonathan Kreisberg (g) sowie Joe Dyson (dr) in der Münchner Unterfahrt zu Gast war. Von der Jazzpresse wird der Organist immer wieder als einer der kreativsten Köpfe an seinem Instrument gefeiert. Ralf Dombrowski fotografierte den Auftritt für die JazzZeitung.

Weiterlesen

Manu Codjia Trio bei den BMW Welt Jazz Awards

Gestern spielte der französische Gitarrist Manu Codjia mit seinem Trio im Doppelkegel der BMW Welt. Dabei überzeugte er zusammen mit Bassist Jérôme Regard und Schlagzeuger Philippe Garcia mit und präsentierte ein „Potpourri“ aus gecoverten Hits der letzten drei Jahrzente. Thomas J. Krebs war vor Ort und liefert einige Impressionen des Auftritts. Lesen Sie eine ausführliche Konzertkritik von Ssirus W. Pakzad auf nmz.de  

Weiterlesen

News: Jazzpreis für Magnus Mehl +++ 20 Jahre „Bingen swingt“ +++ Jazz in der DDR

Jazz-Preis Baden-Württemberg geht an Magnus Mehl Der Jazz-Preis des Landes Baden-Württemberg 2015 geht an den Saxophonisten Magnus Mehl. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird noch vor den Sommerferien in Stuttgart im Rahmen eines Preisträgerkonzerts mit Magnus Mehl (Saxophon) und der Zweitplatzierten Judith Goldbach (Kontrabass) verliehen. Es ist bereits die 31. Vergabe des Preises. Der Vorsitzende der Jury, Bernd Konrad, begründete die Entscheidung mit den Worten: „Der Alt-Saxophonist Magnus Mehl beherrscht sein Instrument in Technik und Ideenreichtum meisterhaft. In seinen Kompositionen versteht er es, interessante Klangkombinationen zu schaffen und diese in sein Spiel zu integrieren. Ihm ist daher der baden-württembergische Jazzpreis des Jahres 2015 zuzusprechen“. Mit verschiedenen Ensembles gewann Magnus Mehl bereits Preise bei international renommierten Jazzwettbewerben und gastierte mehrfach in Kooperation mit dem Goethe Institut auf Festivals in Osteuropa. 2007 gründete er zusammen mit seinem Bruder das „Ferenc und Magnus Mehl Quartett“ (kurz FUMMQ). 2011 wurde er Bandleader des „Mehl Consortium“, das ein Jahr später die CD „City Views“ veröffentlichte, mit dem Pianisten und Landesjazzpreisträger von 2010, Rainer Böhm, dem Trompeter Axel Schlosser, Ferenc Mehl am Schlagzeug und dem Posaunisten Felix Fromm.  Weitere Informationen: http://mwk.badenwuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/magnus-mehl-ist-jazz-preistraeger-2015/. Bingen …

Weiterlesen

News: BMW Welt März-Matineen +++ Franz Koglmann Personale +++ Ausstellung „Faces – Traces“

Die März Matineen des BMW Welt Jazz Awards Im Rahmen des BMW Welt Jazz Awards unter dem Motto „Playing my Guitar“ finden im März die letzten beiden der sechs kostenfreien Sonntagsmatineen im Doppelkegel der BMW Welt statt. Am 8. März stellt das „Manu Codjia Trio“ sein Können unter Beweis. Mit 14 Jahren begann der Gründer des Trios, Emmanuel Codjia, seine Musikerlaufbahn. Von seinen vier seit 2007 veröffentlichten Alben weist besonders „Covers“ einen verstärkt jazzrockigen Klang auf. Die auf diesem Album zu hörenden Musiker, Jérôme Regard (Bass) und Philippe Garcia (Schlagzeug), begleiten ihn nun zum Auftritt im Rahmen des BMW Welt Jazz Award nach München. Das „Carl Mörner Ringström Majestic Orchestra“ spielt bei der letzten Matinee am 15. März 2015 um den Einzug ins Finale. Die musikalischen Anfänge von Carl Mörner Ringström liegen ursprünglich im Hard Rock. Er besticht vor allem durch seine virtuose Technik, mit der er Gitarristen wie Allan Holdsworth oder Kurt Rosenwinkel in Nichts nachsteht. Nach dem Gewinn des Jugend Jazz Festivals 2004 in Schweden reiste der heute in Dänemark lebende Carl Mörner Ringström mehrfach in die USA und begab sich dort auf …

Weiterlesen

Die Melancholie des Altsaxofons

Von Mathias Bäumel – CD »The Present« von Viktor Tóths Arura Trio erschienen Das frühere ländliche Ungarn. Wer etwa 1977 auf dem Bahnhof der Kleinstadt Kiskunhalas ankam, konnte nicht selten noch die Fiaker-artigen Pferdekutschen sehen, die auf dem Vorplatz stehend auf Passagiere ins Innere des Städtchens warteten; Taxis, alte Skodas oder Moskwitschs, begannen sich erst langsam durchzusetzen. Viele Leute holten sich damals noch ihr Mittagessen aus Selbstbedienungskneipen in tragbaren Blechgeschirr-Einsätzen nach Hause und in der Csarda am Salzteich dudelte, wenn nicht abends eine Zigeunerkapelle spielte, die Stimme Apollónia Kovács’ aus den Gaststättenlautsprechern. Als zu jener Zeit in Kiskunhalas Viktor Tóth geboren wurde, konnte keiner ahnen, dass dreißig Jahre später aus dem Knaben der vielleicht künstlerisch potenteste, anfangs auch wildeste und auf Europas Freejazz-Szene gefragteste Altsaxofonist Ungarns werden würde. Im zarten Alter von Dreißig mischte der mittlerweile in Budapest wohnende Junge im Trio mit Drummer Hamid Drake und dem ebenso jungen Bassisten Mátyás Szandai die Szene mit kompromisslosem Trio-Freejazz auf (CD »Climbing with Mountains«, BMC Records). Zwei Jahre später, im selben Trio mit Drake und Szandai, ergänzt um einige andere Musiker, erweitert Tóth sein Ausdruckspektrum mit …

Weiterlesen