News: +++ Johänntgen gewinnt Kunstpreis +++ jazzahead! Line-Up ist final +++ Hürth Jahresprogramm +++

+++ Nicole Johänntgen: Kunstpreis des Saarlandes geht zum ersten mal an Jazzmusikerin +++

Nicole Johänntgen wurde der Kunstpreis des Saarlandes verliehen. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird seit 1959 alle zwei Jahre in wechselnden Sparten (Musik, Literatur und Bildende Kunst) verliehen. Laut Saarländischem Rundfunk habe die Jazz-Saxophonistin die Jury mit ihrer großen Experimentierfreudigkeit einstimmig für sich gewinnen können.

Nicole Johänntgen lässt sich nach eigenen Angaben auch von Vogelgesang inspirieren. Foto: Pressefoto.

Die Auszeichnung von Nicole Johänntgen ist gleich eine doppelte Premiere: Einerseits ist es das erste Mal im Bereich Musik, dass die Jury des Preises eine Frau ausgewählt hat, andererseits ist in der mehr als sechzigjährigen Geschichte noch nie ein*e Künstler*in aus dem Jazz prämiert worden.

Die Alt- und Sopransaxofonistin ist auf steter Suche nach authentischen Quellen der kulturellen Vielseitigkeit des Jazz und unternimmt dafür viele musikalische Bildungsreisen. Außerdem organisiert sie in ihrer Wahlheimat Zürich alle zwei Jahre den SOFIA-Workshop („Support Of Female Improvising Artists“), um andere Frauen auf ihrem Weg im Jazz-Business zu unterstützen.

Weitere Informationen unter: www.nicolejohaenntgen.com

+++ jazzahead!-Line-Up ist final +++

Die vier Jurys der jazzahead! haben sich auf ein Showcase-Programm für 2023 geeinigt. Wie die letzten Jahre auch, ist das Programm nach grober Herkunft der Acts sortiert, deren 30- bis 45-minütigen Kurzkonzerte parallel zum Messebetrieb in der Messehalle 7 und dem Kulturzentrum Schlachthof stattfinden.

Eines von mehreren Groß-Ensembles der jazzahead! 2023: Das Andromeda Mega Express Orchestra aus Deutschland. Foto: M3B GmbH/Arnaud Ele

Das Programm ist aufgeteilt in die eingeladenen Acts (Daniel Erdmanns “Thérapie de couple” (FR); Felix Schlarmanns “Treehouse” (NL); Ingrid Laubrocks “Lilith” (US); Kalnein & Helling Unit “ALPINE AIR” (AT)), die „European Showcases“, „Overseas Showcases“ und „German Jazz Expo“. Uli Beckerhoff und Peter Schulze (künstlerische Leitung jazzahead!) bemerken eine Besonderheit dieses Jahres: „Es haben sich viele Großensembles beworben“ drei davon [Andromeda Mega Express Orchestra; LIUN + The Science Fiction Orchestra; Gina Schwarz & Multiphonics 8] hätten es alleine in der German Jazz Expo in die Shortlist geschafft – „und dabei sind alle sehr unterschiedlich, zwischen sehr freien Arrangements und sehr genauen Orchestrierungen.“

Hervorheben möchten die Veranstalter außerdem den Australier Josh Meader und sein Trio sowie die auf Kuba geborene singende Cellistin ANA CARLA MAZA, die eine Musik mit tiefen Verbindungen zum kubanischen Jazz mitbringt. Originelle Highlights seien außerdem die Formation „Schntzl“ aus Belgien,  die norwegische Band LILJA mit Rock-Einflüssen oder das französische Duo „No Sax No Clar“ – „die sind von der Art des Zusammenspiels unfassbar gut“, so Beckerhoff.

Die jazzahead! findet vom 27. bis 29. April in Bremen statt. Genaue Informationen zu den Showcases finden sich unter www.jazzahead.de.

+++ Jazzclub Hürth: Jahresprogramm ist öffentlich +++

Die Mitglieder des Hürther Jazzclubs haben sich für 2023 wieder viel vorgenommen. Die Förderung junger Musikerinnen und Musiker steht dabei weiter im Vordergrund. Die Vielfalt des Jazz soll noch mehr Besucher in den Jazzkeller locken und weitere Menschen vom Jazz begeistern.

Das große Highlight soll die neue Ausgabe der Hürther Jazznacht werden, die am 14. Oktober stattfindet. Erneut wird das Konzept auf einer zentralen Bühne präsentiert, die im Römersaal des Hürther Bürgerhauses aufgebaut wird. Das Programm widmet sich diesmal dem Facettenreichtum eines Instrumentes, das wie kein anderes für den Jazz steht: das Saxofon.

Twana Rhodes singt auch 2023 wieder in Hürth. Am 5. August im Open-Air Programm. Foto: Wolf Peter Steinheiser.

Beim Konzert des Kämmerling-Quartetts, das am 16. Juni im Jazzkeller stattfinden wird, bietet sich die Möglichkeit, Jazz-Fremden den Einstieg in das Genre zu erleichtern. Das durch lange Jahre zusammengewachsene Ensemble spielt neben Eigenkompositionen und Standards aus dem Great American Songbook auch Klassik oder sogar das eine oder andere Volkslied, das sie dann einer kleinen Jazzkur unterziehen.

2023 gibt es auch wieder ein Freiluftprogramm des Jazzclubs. Auf dem Jazz Yard, dem Hof hinter dem Gebäude in dem sich auch der Jazzkeller befindet, macht die Brass Band „Dr. Donner“ am 21. Juli den Auftakt der Open-Air-Saison. Mit einem Konzert des Antigua Quartetts feat. Frederick Köster (24. August) nimmt der Jazzclub außerdem am Open-Air-Programm des Kulturbiergartens am Bürgerhaus teil.

Weitere Konzerte und Informationen unter: www.jazzclub-huerth.de

 

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