Aki Takase erhält den Jazzpreis Berlin 2018

Das Kulturradio vom rbb und die Kulturverwaltung des Berliner Senats zeichnen die Pianistin Aki Takase mit dem Jazzpreis Berlin 2018 aus. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bei einem öffentlichen Konzert am Dienstag, 26. Juni 2018, ab 20.00 Uhr, im Kleinen Sendesaal des rbb verliehen. Die 1948 in Japan geborene Pianistin, Aki Takase, erlebte ihren internationalen Durchbruch 1981 beim Jazzfest Berlin. 1987 verlegte die Musikerin ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin, wo sie die Szene seither mit internationaler Ausstrahlung maßgeblich mitgestaltet. Freiheit und Form seien für Aki Takase keine Gegensätze, sondern miteinander verwobene Ebenen ihrer Musik, heißt es in der Begründung der Jury. Zudem besteche ihre Musik durch Humor – jenseits jeglicher Effekthascherei. Im Preisträgerkonzert spielt Aki Takase solistisch, im Duo mit dem Bassklarinettisten Rudi Mahall und präsentiert Ausschnitte aus einem gemeinsamen Programm mit Yoko Tawada (Autorin). Tawada ist eine in …

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Jin Jim mit „Weiße Schatten“

Das Alte Pfandhaus in Köln. Pre-Release Konzert für die zweite CD der Band Jin Jim. Der Soundcheck beginnt mit einem wahren Gewitter von Schlagzeug, Kontrabass und E-Gitarre. Wie soll sich da der Flötist Daniel Manrique-Smith als Frontman der Band durchsetzen, fragt sich besorgt der Ohren- und Augenzeuge, der nicht zuletzt wegen dieses Solisten gekommen ist. Doch wie er sich durchsetzt, das zeigt er bald, nachdem die üblichen Abstimmungen mit dem Tontechniker geregelt wurden. Er zeigt es dann ausführlich im Opener des Konzerts, zugleich das erste Stück auch der neuen CD „Weiße Schatten“ der seit vier, fünf Jahren Aufsehen erregenden und in der Tat aufregenden Band „Jin Jim“. Ein wildes Entrée hat der Bassist Ben Tai Trawinski da für sich, den Schlagzeuger Nico Stallmann und den Gitarristen Johann May zusammengerührt. Und oh Wunder, sie sind unüberhörbar, die Flötentöne, Triller, langgezogene Melodiebögen, …

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Die Kunst der Improvisation gewinnt: Der BMW Welt Jazz Award 2018 geht an das Leo Betzl Trio

  Der zehnte BMW Welt Jazz Award fand nach einem außergewöhnlichen Abschlusskonzert seinen Sieger: Das Trio LBT, bestehend aus Pianist Leo Betzl, Schlagzeuger Sebastian Wolfgruber und Bassist Maximilian Hirning setzte sich am Samstagabend gegen das Duo BartolomeyBittmann – progressive strings vienna durch. Den Hauptpreis überreichte Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW Group, gemeinsam mit dem Kulturreferenten der Landeshauptstadt München, Hans-Georg Küppers. „Jazz moves“ lautete das diesjährige Jubiläumsmotto, das in den sechs kostenfreien Matineen im Frühjahr interpretiert wurde. Auch das ausverkaufte Auditorium der BMW Welt zeugte von der Faszination für die unterschiedlichen Arten tanzbarer Jazzmusik. LBT, die ihr Trio vor drei Jahren gründeten, als sie noch Studenten an der Hochschule für Musik und Theater in München waren, begeisterten mit ihrer Spielart des „Techno Jazz“. Die Fachjury urteilte: „Wir haben zwei Bands gehört, die ihren traditionellen Besetzungen völlig neue Klangwelten eröffnen. …

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+++News+++ Musik-Verbände kritisieren Reduzierung des Etats für den APPLAUS+++ UDJ sieht ECHO JAZZ-Neuauflage als Chance+++

Musik-Verbände warnen vor Reduzierung des Etats für den Spielstättenprogrammpreis APPLAUS Anlässlich des Starts der Antragsphase beim APPLAUS kritisieren die Bundeskonferenz Jazz und LiveKomm gemeinsam mit weiteren Partnern die drohende Halbierung des Budgets des Spielstättenprogrammpreises. Konnten im vergangenen Jahr noch 86 Clubs und Veranstaltungsreihen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro werden, ist im Haushaltentwurf 2018 nur noch die Hälfte der Gelder vorgesehen. Es stehe der wichtige Schwung auf dem Spiel, mit dem in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland die Landschaft der Musik-Clubs belebt wurde. An den vielen prämierten Orten hochwertiger Live-Musik aus den bisherigen Jahren des Preises, sind die positiven Effekte des APPLAUS unübersehbar. Durch ein höheres Budget könnten mehr preiswürdige Programme mit höheren Preisgeldern ausgezeichnet werden. Folglich könne es nicht nur mehr ausgezeichnete Spielstätten geben, die den Preis überaus verdient hatten, sondern könnten diese auch zusätzliche Konzerte mit höheren Gagen …

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Menzels Schwester Emilie im Schlaf. Um 1848, Öl auf Papier, aif Leinwand, 46,8 × 60 cm Adolf Friedrich Erdmann von Menzel. Hamburg, Kunsthalle

Kein ECHO weit und breit – Roter Teppich wird eingerollt

Wenn man einmal bedenkt, welche Wellen der Film zu Anna-Lena Schnabel im letzten Oktober geschlagen hat, als sie und die ECHO-Jazz-Verleihung ins Zentrum mehr oder minder starker Diskussionen rückten, kann man als Außenstehender schon etwas verwundert darüber sein, dass der aktuelle ECHO-Skandal so gut wie keinen „öffentlichen“ Widerhall findet im Jazz-Biotop (zwei [vier] Meldungen von Anke Helfrich und Sebastian Sternal gibt es da*). Ist das nun nur Ignoranz? Oder der Haltung geschuldet, dass man sich sagen mag, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun? Bei den Leuten aus dem ECHO-Klassik gab es ja doch zahlreiche Wortmeldungen. Von Christian Thielemann über Daniel Barenboim bis zu Igor Levit. Der ECHO war plötzlich irgendwie „beschädigt“. Erst jetzt? Unter den Jazzerinnen gab es auch nicht wenige, die das Treiben kritisch beäugten. Und nun? Nicht einmal die Meldung, dass man den nächsten ECHO-Jazz …

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BartolomeyBittmann als Band Nummer 6 beim BMW Welt Jazz Award 2018

Das letzte Konzert des diesjährigen BMW Welt Jazz Awards „JAZZ MOVES“ bestritt das Duo BartolomeyBittmann. Cellist Matthias Bartolomey und Geiger und Gitarrist Klemens Bittmann griffen schwer und traumwandlerisch sicher in die Saiten ihrer jahrhundertealten Instrumente, einem David Tecchler Cello aus dem Jahr 1727 sowie einer Antonius Thir Violine von 1766. Ähnlich virtuos wie seine Geige beherrschte Bittmann das Spiel auf einer sogenannten Mandola,  2004 speziell für ihn angefertigt von dem Instrumentenbauer Markus Kirschmayr. Kompromisslos spielten sie, was das Zeug hielt –  eng aufeinander abgestimmt, miteinander verwoben, betont lustvoll und mit immensem Drive. Das Duo begeisterte sowohl mit fetzigen als auch ruhigen Kompositionen – faszinierend anzusehen, wie die beiden Musiker aufeinander eingingen und im gemeinsamen Spiel aufeinander reagierten und agierten. Man darf nun gespannt sein, wen die Jury für das Finale nominieren wird, und wie das Publikum für seinen Preis abstimmen …

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Swiss Jazz Award für Franco Ambrosetti

Franco Ambrosetti erhält den Swiss Jazz Award 2018. Die Fachjury des Swiss Jazz Award entschied sich, bei der 12. Vergabe dieser Auszeichnung den Preis 2018 an den Tessiner Jazzmusiker für sein Lebenswerk zu verleihen. Die Übergabe an Franco Ambrosetti wird am 24. Juni 2018 im Rahmen des Festivals JazzAscona erfolgen. Der 76-jährige Tessiner Trompeter und Flügelhornist Franco Ambrosetti hat europäische Jazzgeschichte geschrieben und wird gerne als «Grandseigneur des Schweizer Hardbop» bezeichnet. Der studierte Ökonom und musikalische Autodidakt begann bereits mit 20 Jahren, in Mailänder Jazzclubs sowie im «Africana» in Zürich professionell aufzutreten, erspielte sich 1966 am Internationalen Jazzpreis in Wien den 1. Platz und musizierte im Verlauf seiner Karriere mit der obersten Liga des internationalen Jazz. Dazu gehörten neben Dexter Gordon, Cannonball Adderley  und Joe Henderson auch die Schweizer Kollegen Daniel Humair und George Gruntz sowie Jazzgrössen aus Italien wie …

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SWR Jazzpreis 2018 für Saxofonist Sebastian Gille

Der Saxofonist Sebastian Gille erhält den je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und vom Südwestrundfunk gestifteten SWR Jazzpreis 2018. Die Auszeichnung wird ihm am 15. Oktober 2018 beim Internationalen Festival „Enjoy Jazz“ in Ludwigshafen überreicht. Im Preisträgerkonzert wird Sebastian Gille mit seinem Quartett (Elias Stemeseder, Klavier; Robert Landfermann, Kontrabass und Jim Black, Schlagzeug) auftreten. Ebenfalls nominiert für den SWR Jazzpreis waren der Vokalist Theo Bleckmann und die Harfenistin Kathrin Pechlof. Die Begründung der Jury: „Mit Sebastian Gille gewinnt in diesem Jahr ein Musiker den SWR Jazzpreis, der dem Jazz eine neue richtungsweisende Saxofonsprache hinzufügt. Sebastian Gille hat eine ganz eigene Kunst darin entwickelt, den Saxofon-Sound spontan zu wandeln und mit vielfältigen Farben und Emotionen aufzuladen. Ihm gelingen Improvisationen von großer melodischer Kraft und rhythmischer Dringlichkeit. Besondere Interaktionsfreude hat er in Kollaborationen mit dem Schlagzeuger Jim Black, dem Kontrabassisten Robert Landfermann, dem …

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+++News+++Programm des ELBJAZZ 2018 ist nun vollständig+++JazzBaltica 2018+++

+++Programm des ELBJAZZ 2018 ist nun vollständig+++ Das musikalische Programm des ELBJAZZ 2018 ist vollständig: Mehr als 50 Konzerte am 1. und 2. Juni 2018 – plus drei weitere, die es bereits einen Tag zuvor, am 31. Mai., im Großen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg zu erleben gibt – prägen 2018 das Festival. Die Spieltage, an denen die Künstler auftreten werden, stehen nun ebenfalls fest. Neun Neubestätigungen komplettieren den Spielplan. Darunter der 1969 in Schweden geborene und unter anderem in Detroit aufgewachsene Magnum Coltrane Price, der seinen ersten Plattenvertrag bereits mit 19 Jahren in der Tasche hatte. Außerhalb von Skandinavien vor allem als Bassist der Nils Landgren Funk Unit bekannt, kommt er zum ELBJAZZ mit seiner eigenen Band, bei der er nicht nur in die Basssaiten, sondern auch zum Mikrofon greift. Ergänzen wird das Programm auch Laura Perrudin. Die Französin …

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Alexander Bühl ist Jazz-Preisträger des Landes Baden-Württemberg – Bernd Konrad erhält Jazz-Ehrenpreis

Alexander Bühl ist Landesjazzpreisträger 2018 Der Saxophonist Alexander Bühl ist Jazz-Preisträger des Landes Baden-Württemberg 2018. „Alexander Bühl, der von John Coltrane, aber auch von Lester Young und Stan Getz beeinflusst ist, gehört mittlerweile zu den wichtigsten neuen Tenorsaxophonisten in Deutschland“, sagte die baden-württembergische Kunststaatssekretärin Petra Olschowski bei der Bekanntgabe des Preisträgers. „Er ist ein erfindungsreicher Saxophonist mit glänzender Technik und melodischem Einfallsreichtum. Er vereinigt vielfältige Einflüsse in seinem persönlichen Stil, die ihn – gepaart mit Geschmacksicherheit, dramatischem Gespür sowie einer perlenden Leichtigkeit – zu einer spannenden jungen Musikerpersönlichkeit machen. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Bernd Konrad stellte fest: „Der Saxophonist und Komponist Alexander Bühl ist ein Musiker, der in vielfältigen Formationen arbeitet. In kleinen Besetzungen sowie in Big-Bands gelingt es dem Saxophonisten, durch packende Improvisationen und durch interessante, spannende Kompositionen das Publikum und die Fachwelt zu begeistern“. Bereits vor …

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