+++News+++ Musik-Verbände kritisieren Reduzierung des Etats für den APPLAUS+++ UDJ sieht ECHO JAZZ-Neuauflage als Chance+++

Musik-Verbände warnen vor Reduzierung des Etats für den Spielstättenprogrammpreis APPLAUS
Anlässlich des Starts der Antragsphase beim APPLAUS kritisieren die Bundeskonferenz Jazz und LiveKomm gemeinsam mit weiteren Partnern die drohende Halbierung des Budgets des Spielstättenprogrammpreises. Konnten im vergangenen Jahr noch 86 Clubs und Veranstaltungsreihen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro werden, ist im Haushaltentwurf 2018 nur noch die Hälfte der Gelder vorgesehen.


Es stehe der wichtige Schwung auf dem Spiel, mit dem in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland die Landschaft der Musik-Clubs belebt wurde. An den vielen prämierten Orten hochwertiger Live-Musik aus den bisherigen Jahren des Preises, sind die positiven Effekte des APPLAUS unübersehbar. Durch ein höheres Budget könnten mehr preiswürdige Programme mit höheren Preisgeldern ausgezeichnet werden. Folglich könne es nicht nur mehr ausgezeichnete Spielstätten geben, die den Preis überaus verdient hatten, sondern könnten diese auch zusätzliche Konzerte mit höheren Gagen für die Musiker*innen durchführen.

Als gemeinsamer Preis für Jazz, Rock und Pop ist APPLAUS ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zum Teil sehr unterschiedlicher Musikgenres und Szenen. Er würdigt die herausragende kulturelle Leistung der kleinen Spielstätten des Jazz, Rock und Pop, stärkt sie strukturell und lässt ihnen kommunal wie regional höhere Aufmerksamkeit zukommen.


Nach der Absage des diesjährigen ECHO JAZZ sieht die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) in einem Neustart des Preises eine große Chance

„Die geplante Neuausrichtung ist eine große Chance, eine erfolgreiche, auf Qualität ausgerichtete und von der Jazz-Szene akzeptierte Auszeichnung der Musikwirtschaft zu konzipieren, an dessen Entwicklung maßgeblich auch die Musikerinnen und Musiker beteiligt sein sollten.“, so Nikolaus Neuser, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker. Neuser verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der ECHO JAZZ bereits vor der aktuellen Diskussion um den Musikpreis ECHO, die wenig mit der Jazz-Version des Preises zu tun habe, wiederholt in der Kritik stand.

Die Union Deutscher Jazzmusiker wurde 1973 von renommierten Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene ins Leben gerufen und versteht sich als Sprachrohr der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker in Deutschland. Sie ist es auch, die in zweijährigem Turnus den „Albert-Mangelsdorff-Preis“ vergibt, der als „Deutscher Jazzpreis“ die wichtigste Auszeichnung für Jazz im deutschsprachigen Raum ist.

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Ein Kommentar

  1. es ist einfach unglaublich wie sich die jury von 2 daher gelaufene „sänger“ einen preis wie den echo kaputt machen läßt ! mann hätte ihnen einfach den preis wegen volksverhetzung entziehen sollen oder erst gar verleihen sollen.

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