54.000 Freunde sollt ihr sein.
54.000 Freunde sollt ihr sein. Screenshot 2015

11 Millionen Facebook-Freunde sollt ihr sein

Eher durch einen Zufall und durch Langeweile durchforstete ich das Facebook-Universum, um ein Fan von Keith Jarrett zu werden. Der hat ja bald einen runden Geburtstag. Ich erinnerte mich an eine Sendereihe von Peter Rüedi aus den frühen 80er Jahren beim NDR, als der noch so etwas wie einen Kulturkanal hatte, der simpel NDR 3 hieß. Rüedi hatte in elf Folgen die musikalische Geschichte von Jarrett aufgezeichnet bis „Nude Ants“ mit dem verheißungsvollen Untertitel „Die Geometrie der Inspiration“. Das kam alles aufs eigene Magnetband und verschwand beim letzten Umzug leider. Das sei nur erwähnt, weil jetzt ja Wolfgang Sandner eine Biographie aufgelegt hat, die ganz gut gehypt wird. Rüedi war damals jedenfalls dicht dran und das Medium Rundfunk eine schöne Sache. Aber so bin ich bei Jarrett auf Facebook gelandet und sah mit konfrontiert damit, dass der ja über 90.000 Fans hat. Wow! Nach Fanwerdung per Klick wurden einem weitere mögliche potentielle Jazzmusiker angezeigt, deren Fan man werden könne. Chick Corea zum Beispiel. Dass dieser dann weit über 300.000 Fans hatte machte mich stutzig und so suchte ich nach dem Facebook-Jazz-Star – erst unter Pianisten, …

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Gedenkkonzert zum 2. Todestag von Leo von Knobelsdorff

Vor zwei Jahren starb in Erftstadt der legendäre Kölner Boogie-Pianist Leo von Knobelsdorff. Zu seinem Gedenken  findet am Samstag, den 21. Februar 2015, 20.15 Uhr, in der Aula der Gottfried-Kinkel-Realschule an der Jahnstraße in Liblar ein Konzert statt. Veranstaltet wird es vom Kulturhaus Erftstadt, Szene 93 und Jazzin‘ Erftstadt. Die Schirmherrschaft übernahm Bürgermeister Volker Erner. Axel Zwingenberger und Knobelsdorffs letzter Schüler Stefan Ulbricht am Piano, Moritz Schlömer an den Drums und Thomas Aufermamm, Vocals, erinnern mit diesem Konzert an den großen Musiker. Den Erlös erhält die Erftstädter Flüchtlingshilfe. Moderieren wird das Konzert Philipp Wasmund. Im Vorraum wird es eine Ausstellung des Musikarchivs Köln mit Stücken aus Knobelsdorffs Nachlass geben. Eintrittskarten für das Konzert gibt es im Erftstädter Buchhandel für 12, ermäßigt 8 Euro, sowie unter www.szene93.de und unter Tel. 0 22 35/92 28 34. Und hier ein Artikel aus unserem Archiv von Dietrich Schlegel zum Tod von Leo von Knobelsdorff (JazzZeitung Ausgabe 2/2013) Ein Denkmal gesetzt Zum Tode des Boogie Woogie-Pianisten Leo von Knobelsdorff Er war eine legendäre Musikergestalt weit über Köln und das Rheinland hinaus, und er war auf seine unverwechselbare Art auch ein Original …

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Jazz im Musikinstrumenten-Museum Berlin – die Konzertreihe 2015 steht fest

Seit 2006 gibt es in Berlin in Kooperation mit dem Komponistenverband Berlin eine Konzertreihe für modernen Jazz im Musikinstrumenten-Museum, kurz JAZZ IM MIM. Jeden letzten Donnerstag eines Monats findet ein kostenloses Konzert statt. Die Programmgestaltung liegt in den Händen Hannes Zerbe. JAZZ IM MIM möchte dem steigenden Bedarf an Auftrittsmöglichkeiten für Jazzensembles Rechnung tragen. Das Engagement des Komponistenverbands Berlin erklärt sich aus der Struktur des Verbandes, in dem von der Neuen Musik bis zur Popmusik die unterschiedlichsten Genres vertreten sind. Seit 2010 klingt das Jahr mit einem Jahresendspecial aus.  Jetzt wurde das Programm für die erste Halbjahr 2015 vorgestellt: Donnerstag, 29.01.2015 – JEAN QUADRAT Johannes Böhmer, Trompete; Johannes Ludwig, Saxophon; Philip Czarnecki, Gitarre; Max Leiss, Kontrabass; Julian Fau, Schlagzeug. Die Band gründete sich auf der Südafrika-Tour des Bundesjazzorchesters 2009. Die Mitglieder sind Preisträger des Internationalen Jazzwettbewerbs Startbahn Jazz 2011 Straubing und haben im Oktober 2011 ihre zweite CD bei Peter Fuldas Label11 veröffentlicht, wobei der Bayerische Rundfunk das Release-Konzert im Jazzstudio Nürnberg mitschnitt. Die Jazz-Zeitung (Beilage der NMZ) sah in Jean Quadrat „die beste Band des Bayerischen Jazzweekends 2011“ und die Moosburger Zeitung meint: „Quintett …

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Neues aus Burghausen: Nachwuchspreis und Sonder-Vorverkauf

Mit knapp 70 Einsendungen aus 30 Ländern hat der 7. Europäische Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis weitere Länder erreicht. Die europaweit offene Ausschreibung (geographisch gesehen) für die Preisverleihung im nächsten Jahr fand begeisterten Anklang. Dieses Mal standen vor allem Länder aus dem Osten, wie Kroatien, Rumänien, Litauen, Ungarn und Polen auf der Bewerberliste. Auch Staaten, die hierzulande eher seltener mit Jazz in Zusammenhang gebracht werden, wie Montenegro und Kasachstan sind mit von der Partie. Auffällig auch: nahezu ein Drittel der Bands ist multinational, zum Teil auch außereuropäisch besetzt – ein Phänomen, das sicherlich auch den „Zeitgeist“ in Sachen Jazz mitbestimmt. Nun stehen die vier Juroren der hochkarätig besetzten Jury vor einer spannenden Herausforderung, denn bis Mitte Dezember sollen die fünf Finalisten bekannt gegeben werden. Alle fünf werden als Auftakt zur 46. Internationalen Jazzwoche Burghausen am 17. März 2015 im Stadtsaal Burghausen um den mit 10.000 Euro dotierten Preis spielen. Wir können gespannt sein! Ein Blick hinter die Kulissen: Roland Spiegel und Reinhard Köchl, zwei Jury-Mitglieder zum Jazzpreis Burghausen 2015: „Wieder einmal zeigt sich, wie hoch das Niveau junger Jazzmusiker aus Europa ist. Erfreulich ist auch, dass es eine …

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Das gibt’s nur einmal: das Birdland Neuburg

Jazzclubs gibt es einige in Deutschland, vor allem natürlich in den mittleren und den Großstädten. Warum ist einer der berühmtesten und angesehensten dann mitten in der bayerischen Provinz, im kleinen Barockstädtchen Neuburg an der Donau angesiedelt? – Alles begann bereits im Jahr 1958, als der spätere Gründer der Jazzwoche Burghausen, Helmut Viertel eine Ausbildung zum Gerichtsvollzieher in Neuburg machte. Er hatte interessante Jazzplatten, die damals noch schwer erhältlich waren und hörte sie zusammen mit Manfred Rehm. Aus Liebe zum Jazz gründeten sie den Club, der aber erst ab 1985 richtig auf Kurs gelangte. Viertel war inzwischen nach Burghausen versetzt worden, und Rehm veranstaltete in verschiedenen Gaststätten regelmäßig Konzerte. 1991 zog man in die jetzigen Räumlichkeiten, ein Kellergewölbe unter der Hofapotheke: ein Ambiente, das Seinesgleichen in Deutschland und Europa sucht. Sponsor Fritz von Philipp erklärt sich den Erfolg folgendermaßen: „Ich merk’s immer an der Reaktion der Musiker, die sind so etwas gar nicht mehr gewöhnt. Hier ist der Club super, das Publikum super und das Umfeld bestens. Die Gastronomie steht nicht im Vordergrund, nichts klappert, man kann sich auf die Musik konzentrieren. Das ist phantastisch.“ (Text …

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Bayerisches Jazzweekend 2014 – Teil I (Galerie)

So ein Wochenende kann schon sehr lang sein. Und wenn man aus Kleinmachnow angefahren kommt, wird es kürzer und kürzer. Bei den vielen Veranstaltungen, die so ein Weekend zieren, ist es dann nicht so einfach, irgendwo ein Plätzchen zu finden, an dem es einen auch wirklich festhält. Garant dafür ist in der Regel ein Platz, an dem der Rundfunk mitschneidet: Also das Thon-Dittmer Palais. Hier gaben sich denn auch die Musiker die Mikros in die Hand.Die JazzZeitung wird meines Wissens einen Artikel zur Veranstaltung in der nächsten Ausgabe  bringen. Hier zunächst ein paar Eindrücke von der famosen Pepa. Mehr Fotos dann später beim HuPe-Kollektiv. Very Kühn Jazz Quartett Zwischenbemerkung Das Weekend kommt ein bisschen in die Tage, scheint es. Es gibt da schon viel musikalischen Leerlauf auf der einen Seite und doch einige Dauerbrenner, die aber auch nicht mehr so wirklich brennen. Wie beim manchem Witz, den man nicht immer wiederholen muss. Das Weekend sagt von sich selbst, es sei ein Fest, kein Festival. Man weiß nicht, wie man es deuten darf. Straßenfest mit Musikern im gleichen Zuge wie die Cocktails oder Würstl, die Nudelpfanne …

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5 Fragen an: Dombert’s Urban Jazz – Konzert im Studio 2 des BR

„Bühne frei im Studio 2“ heißt es wieder am 26. März im Bayerischen Rundfunk. Dombert’s Urban Jazz spielen in der Besetzung Andreas Dombert, Gitarre und Komposition; Peter Sandner, Electronics; Lutz Häfner, Saxophon; Henning Sieverts, Bass; Matthias Meusel, Schlagzeug und Ralf Oberleitner, Videokünstler ab 20 Uhr. Anlässlich dieses Events veröffentlichen wir hier unser Kurzinterview mit Andreas Dombert von  Klaus Hübner aus der Printausgabe 4-13: Jazz ist seinem Wesen nach urban. New York, Chicago, Bonn. Dort, in der ehemaligen Bundeshauptstadt eröffnete Dombert’s Urban Jazz im vergangenen Jahr das Jazzfest Bonn mit einem allseits beachteten Auftritt. Fotoimpressionen im Booklet des zweiten Tonträgers „16/8“ spiegeln diesen Gig wieder. Inhaltlich-musikalisch ruht die Band sich nicht auf vergangenen Lobeshymnen aus sondern schreitet mit selbstbewusst gewölbter Brust ins nächste Kapitel individuellen Tuns hinein. JazzZeitung: Welche Bedeutung hatte der erste Tonträger in der Reihe „Jazz-thing Next Generation“ für Dombert’s Urban Jazz? Andreas Dombert: Es war der Start für die Suche danach, wie wir elektronische Instrumente improvisatorisch in den Jazz einbauen können. Computer und Synthesizer wollen wir als normales Jazzinstrument behandeln. Das macht bei uns der „Dorsch“, der richtig Peter Sandner heißt. Vor vielen …

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Kultur erwünscht?

„Liebe Regensburger, kämpft um eure freie Kultur!“ heißt es in einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks. Leider geschieht das kulturelle Ausbluten der Stadt nicht Abrupt, sondern schleichend, schon seit Jahren. Und hat mehr Gründe als ein paar böse Regionalpolitiker. Am 28. Februar wurde im Bayerischen Rundfunk ein Beitrag (hier anschauen) zum Thema Kultur in Regensburg ausgestrahlt, welcher zur Zeit bei facebook die Runde macht. In dem siebenminütigen Clip „Regensburg: Kultur muss draußen bleiben?“ geht es um Gentrifizierung, das Verbot von Kulturveranstaltungen durch das Ordnungsamt und die Schließung studentischer Kneipen und Kulturstätten. In einer emotionalen Szene wird der Betreiber des Ostentorkinos, welches in einem Jahr schließen muss, mit Tränen in den Augen gezeigt. Es heißt, Regensburg habe eine schöne Altstadt. „Doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig.“ „Die junge Kultur hält die Stadt lebendig.“ Und schließlich: „Liebe Regensburger, kämpft um eure freie Kultur!“ Natürlich ist das alles relativ schade. Jedoch wäre es falsch, die Gründe für das kulturelle Ausbluten der Stadt ausschließlich bei bösen Reichen, korrupten Regionalpolitikern und fiesen Spießbürgern zu suchen. Tatsächlich gibt es im Hinblick auf junge Kultur viel mehr Probleme als es dem Regensburger …

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Wechsel an der Spitze: ein Interview mit Gebhard Ullmann, dem neuen UDJ-Vorsitzenden

Als einen emotionalen Menschen, der „auch und gerne aneckt, stets aber das Machbare im Blick hat“, bezeichnet sich Gebhard Ullmann selbst. Der 56-Jährige ist vielfach ausgezeichneter, international renommierter Saxophonist, Bassklarinettist, Flötist, Komponist und seit November 2013 neuer Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker. JazzZeitung: „Jazz ist, was wir draus machen – musikalisch aber auch politisch und gesellschaftlich!“ Dieser Satz stammt von dir. Engagierst Du Dich deshalb jetzt in der UDJ in erster Reihe? Gebhard Ullmann: Ich bin früh in die UDJ eingetreten, weil ich das wichtig fand. Dann habe ich mich in der sich neu organisierenden Berliner Szene der 80er sehr engagiert. Angesichts der aktuellen Entwicklungen finde ich die UDJ noch viel wichtiger. Ich will mitgestalten und möchte dies allen anderen auch ans Herz legen: Jammern hilft nicht! JazzZeitung: Zunächst warst Du also politisch sehr aktiv, hast Dich aber dann auf die Musik konzentriert, nun „back to politics“ – wie kommts? Ullmann: Ich wollte mich um meine Musik kümmern, „das kann ich auch alleine“ war für eine Weile das Credo. Jetzt möchte ich etwas zurückgeben. Sicher war ich nach dem Engagement der 80er auch enttäuscht, interessanterweise …

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Das 44. Deutsche Jazzfestival auf arte live web miterleben

Folgende Pressemitteilung erreichte uns heute vom Hessichen Rundfunk: Morgen fällt der Startschuss für das 44. Deutsche Jazzfestival in Frankfurt am Main (24.-26- Oktober). Der Hessische Rundfunk überträgt dieses Festival im Netz auf arte live web, sodass jeder – mit nur einem Klick – eintauchen kann in Sound, Stimmung und Story desFestivals: jazzfestival.arte.tv – egal ob Sie sich aus Berlin, Köln oder München reinschalten – ob mit den Kumpels, mit der Familie, den Clubmitgliedern oder der Band – ob Sie Kopfhörer aufhaben oder die Anlage aufdrehen: Seien Sie einfach mit dem Herzen dabei. Und wenn Sie vom Jazzfestival genauso begeistert sind wie wir, dann teilen Sie den Link und embedden Sie unseren Livestream in Ihre Webseite. Wir übertragen jedes einzelne Konzert des Jazzfestivals. Aber darüber hinaus sammeln wir Backstage-Interviews mit den Künstlern und andere mitteilungswürdige Ereignisse ein. Denn auch die wollen wir teilen – mit Ihnen, mit allen Musikliebenden, mit der ganzen Welt: Und zwar online auf http://jazzfestival.arte.tv und in den sozialen Netzwerken (#jazzff13). Wir möchten insbesondere Sie, als bekennender Jazz-Fan, dazu einladen, an diesem Event teilzunehmen. Und nicht nur das, wir würden uns freuen, wenn Sie …

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