Irgendwas Essen. Foto: Hufner
Irgendwas Essen. Foto: Hufner

Die „LGBTQAI+“-Radiowoche vom 25.05.26 bis 31.05.26

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.

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Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung

mo – 25.05.2026


14.05 Uhr, Literatur am Feiertag +++ Ö1
„Brief vom Vater“ von Gabriele Kögl, mit Evamaria Salcher, Regie: Philip Scheiner (ORF 2026)

Am Beginn steht ein Suizid. Der Sohn der Erzählerin ist tot, in seiner Hand der Abschiedsbrief seines längst verstorbenen Vaters, der sich ebenfalls das Leben genommen hat. Der Sohn fand sich in dem Brief nicht erwähnt. Gabriele Kögl enthüllt in dem eindringlichen Monolog Schicht für Schicht eine Familiengeschichte, die von Kränkungen, Sprachlosigkeit und verdrängtem Schmerz gezeichnet und damit auch im echten Leben keine Ausnahme ist. Aus der Erinnerung an Ehe, Verlust und die verdunkelte Herkunft entwirft sie ein präzises Psychogramm über das Ungesagte und die zerstörerische Kraft familiärer Verletzungen, die über Generationen reichen. Wir bringen eine gekürzte Fassung des Romans.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: Holy Ghost! Albert Ayler 1966 in Lörrach

Von Julia Neupert. Die Sendung am Pfingstmontag (im biblischen Kalender der Tag, nachdem der Heilige Geist zur Menschheit gekommen) widmen wir der Musik von Albert Ayler. Der Saxofonist wird nämlich nicht nur oft mit einem Satz zitiert, in dem er sich selbst als Heiligen Geist des Jazz darstellt („Trane was the father. Pharoah was the son. I was the Holy Ghost“); auch eine seiner bekanntesten Kompositionen heißt „Holy Ghost“. Und er hat sie immer wieder live gespielt – so etwa bei einem sehr spirituell geprägten Konzert seines Quintetts am 7. November 1966 im süddeutschen Grenzstädtchen Lörrach.

22:05:00 +++ Ö1
Jet Lag All Stars Radio Show

23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Zeitreise mit Alexander Pehlemann – Der Magnetbanduntergrund der DDR

Gemeinsam mit Alexander Pehlemann tauchen wir in dieser Zeit-Ton Zeitreise in die Geschichte und die Musik des Magnetbanduntergrunds der DDR ein. Pehlemann wurde 1969 in Berlin-Lichtenberg geboren und wuchs in Greifswald auf, wo er 1993 das Magazin Zonic für „kulturelle Randstandsblicke und Involvierungsmomente“ gründete. Sein reiches Wissen über die ostdeutsche Underground-Szene der 1980er und 1990er Jahre bündelte er in den beiden Büchern „Spannung. Leistung. Widerstand. Mangnetbanduntergrund DDR 1979 – 1990“ und „Magnetizdat DDR“, in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Autorinnen und Autoren. Ein weiteres Buch, das er mitherausgegeben hat – „Power von der Eastside!“ – beschäftigt sich mit der Rolle des einflussreichen DDR-Jugendradios DT64. Außerdem sorgt Pehlemann als Kurator mehrerer Compilations und Ausstellungen und seit 2018 auch des Labels „Edition Iron Curtain Radio“ dafür, dass die so geschichtsträchtige Musik von damals auch noch in der Zukunft zu hören sein wird. Gestaltung: Susanna Niedermayr


di – 26.05.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.

21:00 – 22:00 UHR +++ SWR KULTUR
JetztMusik: Von Karten und Münzen – Das Patricia Brennan Septett beim Jazzfest Berlin 2025

Von Konrad Bott. Patricia Brennan ist in sehr kurzer Zeit zu einem Liebling der Jazz-Presse geworden. Tatsächlich hat die Musik der Vibrafonistin eine bemerkenswerte organische Qualität – komplex verzweigt, gleichzeitig körperlich, wie die neuronale Netze und Blutbahnen. Sie lässt sich von mathematischen Konzepten genau so gerne inspirieren wie von esoterischen, bringt Architektur zum Klingen und schwelgt in Kindheitserinnerungen aus Mexiko. Mit ihrem Septett, das sie für ihr energetisches Album „Breaking Stretch“ zusammengestellt hatte, ist sie 2025 beim Jazzfest Berlin aufgetreten.

23:03:00 +++ Ö1
Berliner Vokalensemble beim Osterfestival Tirol – The Present mit drei Uraufführungen in Hall in Tirol

Unter das zweifach lesbare Motto “un_endlich” hat Hannah Crepaz, die Leiterin von Musik Plus, ihre Ausgabe des Osterfestival Tirol 2026 gestellt. Wie immer vereint das Festival in Hall in Tirol und Innsbruck Alte und Neue Musik, Tanz, Theater und Lesungen. In insgesamt 21 Veranstaltungen wird versucht, das Thema des Jahres aus möglichst vielen Richtungen zu beleuchten. Neue Musik inspiriert von Passionsmusik bringt der Abend unter dem Titel “…bis an die Seele” am 27. März 2026. Das Vokalensemble The Present, das immer wieder alte und neue Musik verbindet, spielt drei Uraufführungen. Zwei stammen aus Tiroler Werkstatt: Günther Zechberger und Hannes Kerschbaumer bekamen dafür einen Kompositionsauftrag des Osterfestival Tirol. Dazu gesellt sich die US-amerikanische Komponistin und Bratschistin Catherine Lamb. Die Idee war: Ausgehend von Passionsmusik der Renaissance und des Barock – etwa von Werken von Giovanni Pierluigi da Palestrina und Giovanni Legrenzi – sich den Themen Verlust, Trauer und Hoffnung musikalisch anzunähern. Als Basismaterial standen acht Stimmen, Viola da Gamba, Violoncello und Orgelpositiv zur Verfügung. Gestaltung: Patricia Jilg


mi – 27.05.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin

Von Anja Buchmann. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen.


do – 28.05.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz and more

Von Martin Kersten. Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation – hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur.

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Zum 90. Geburtstag von Maki Ishii

Nachdem er mehrere Jahre in Berlin verbracht und das dortige kulturelle Klima in sich aufgesogen hatte, war es eine buddhistische Zeremonie in einem japanischen Tempel, die Maki Ishii dazu anregte, sich intensiver mit den Traditionen seiner Heimat zu befassen. Von nun an ging es dem Komponisten um eine Synthese der Musik Japans mit der westeuropäischen und amerikanischen Avantgarde. In den 1960er Jahren war dieser kulturübergreifende Ansatz noch etwas relativ Neues, und Maki Ishii war einer derjenigen, die für ein gleichberechtigtes Nebeneinander unterschiedlicher kultureller und künstlerischer Haltungen plädierten. In seinen Werken verbindet er japanisches Instrumentarium mit westlichen Kompositionstechniken oder lässt in ein klassisches Streichorchester die Klangfarben der traditionellen Musik Japans einfließen. Eine Sendung von Florian Heurich


fr – 29.05.2026


14:05:00 +++ Ö1
Trompeter Miles Davis mit seiner Band im Mai 1988 in Melbourne, Australien

Am 2. Mai 1988 gastierte Miles Davis mit seiner damaligen Band in der Melbourne Concert Hall (heute: Hamer Hall im Arts Centre Melbourne). Der nun exklusiv über die European Broadcasting Union zugänglich gemachte Mitschnitt, aufgenommen ursprünglich für das Format Jazztrack der Australian Broadcasting Corporation, führt mitten hinein in eine späte Schaffensphase des 1991 verstorbenen Trompeters: Miles Davis präsentiert sich hier als Künstler, der den Jazz in die Gegenwart stürzen lässt. An seiner Seite stehen Kenny Garrett (Altsaxofon, Flöte), Robert Irving III und Adam Holzman (Keyboards), Joseph McCreary Jr. alias Foley (Piccolo-Bass), Benny Rietveld (E-Bass) sowie die erst kürzlich, im Dezember 2025 von uns gegangene Marilyn Mazur (Percussion). Gemeinsam formt dieses Ensemble einen dichten, kraftvollen, elektrischen Bandsound, über dem Davis‘ Trompetenton mit unverminderter Autorität, Lakonie und suggestiver Kraft steht.

Dass dieser Mitschnitt aus Anlass des 100. Geburtstags von Miles Davis am 26. Mai 2026 und im 50. Jahr von Jazztrack von der Australian Broadcasting Corporation via EBU wieder zur Verfügung gestellt wird, ist ein Glücksfall: Er dokumentiert die ungebrochene Gegenwärtigkeit eines Musikers, der sich bis zuletzt jeder stilistischen Erstarrung entzieht. Da dürfen natürlich auch Stücke wie „Tutu“, Davis‘ Hommage an den südafrikanischen Erzbischof Desmond Tutu, und die vieldiskutierte Cover-Version des Cyndi-Lauper-Hits „Time After Time“ nicht fehlen.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.

23:03:00 +++ Ö1
Rückblick auf New Adits 2025 – Fordernde Klangwelten zwischen Exzentrik und Melancholie

Der kompromisslos programmierte vorletzte Tag des „New Adits Festivals“ 2025 steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe des Zeit-Ton extended: Vokalkünstlerin Audrey Chen entfesselte ihre Klangwelten: singend, sinnlich knurrend, brummend und krächzend, mit gutturalen Lauten, Höhen und (Un-)Tiefen. Blockflötistin Dora Donata Sammer demonstrierte den Reichtum ihrer Instrumentenfamilie und stellte alte Musik in den Kontrast zu Zeitgenössischem und Experimentellem. Unter den Händen des niederländischen Schlagzeugers Etienne Nillesen wurden anschließend Snaredrums zum Harmonieinstrument: Mit kreisenden Bewegungen erzeugte er eine verblüffende Fülle an Tonhöhen, Obertönen und Klangfarben und wies damit der Perkussion einen neuen Weg. Das Trio FRI3SER um den Pianisten Lucca Fries schloss den Festivalabend mit Jazz, Club- und avancierter Rockmusik ab – ein Ausschnitt aus diesem Programm steht am Ende der zweiten Zeit-Ton extended-Stunde zum New Adits Festival 2025.

Zum bereits 15. Mal bot das New Adits Festival im November 2025 aktuellen künstlerischen Positionen in Zeitgenössischer Musik, avanciertem Pop, in Clubmusik und interdisziplinärer Kunst ein Podium. Schau- und „Hör“-Platz des Festivals war einmal mehr die „Villa for Forest“, wo der historische Charme einer Stadtvilla mit einem außergewöhnlichen künstlerischen Konzept verschmilzt – so wie es den Kurator:innen Ingrid Schmoliner und Matthias Erian auch diesmal wieder gelungen ist, an vier Tagen ebendort gegenwärtige Musik und interdisziplinäre Kunstformen – zeitgenössisch wie experimentell – unikatär zu vereinen. Die Festivalbetreiber:innen möchten es dem Publikum mit ihrer kontrastreichen Programmgestaltung explizit „nicht einfach“ machen: „Denn beide Seiten wissen, dass beglückende Konzerterfahrungen nur mit einem fordernden Programm zu haben sind.“ Gestaltung: Christine Pleschberger


sa – 30.05.2026


14:05 bis 15:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
KlassikPlus – Musikfeature: Symphony on Fire – Displaced Music in Bayern

Im Mai 1948 kommt der junge Leonard Bernstein nach München. Er folgt einer Einladung des Bayerischen Staatsorchesters, doch viel wichtiger als das Akademiekonzert in der Landeshauptstadt ist ihm ein Besuch in den Displaced Persons Camps in Feldafing und Landsberg. Dort gibt er zwei Konzerte mit Holocaust-Überlebenden vor rund 10.000 Lagerinsassen. „Mein Herz hat geweint“, schrieb Bernstein später über diese Begegnungen. Das kleine Orchester hatte sich bereits kurz nach Kriegsende als „Jewish Ex-Concentration Camp Orchestra“ im Kloster St. Ottilien am Ammersee gegründet. Sein erstes Konzert gab es am 27. Mai 1945 vor ehemaligen Mithäftlingen und amerikanischen Besatzungssoldaten. In diesem sogenannten „Liberation Concert“ traten etwa die litauische Sängerin Henia Durmashkin und ihre Schwester Fania am Klavier auf. Dieses „Liberation concert“ war ein Zeichen der Hoffnung für traumatisierte Menschen, die vom NS-Terror zwar befreit waren, doch bis zur ersehnten Auswanderung in die USA oder nach Israel wiederum Jahre in umzäunten, bewachten Lagern – den sogenannten Displaced Persons Camps – verbringen mussten. In solchen „Wartesälen zur Emigration“ gab das Orchester bis zu seiner Auflösung im Frühjahr 1949 zahlreiche Konzerte, es spielte aber auch – stets in Häftlingskleidung mit gelbem Stern – im Nürnberger Opernhaus für Mitarbeiter des Kriegsverbrecher-Tribunals. Wie die Erinnerung an diese Menschen und ihr Schicksal heute gepflegt wird, in St. Ottilien, Landsberg und anderswo, darum geht es im Feature von Alexandra Maria Dielitz. Unter anderem unterhält sie sich mit Sonia Beker, der Tochter von Fania Durmashkin, die mit „Symphony on Fire“ ein bewegendes Buch über ihre Familie und die Kraft der Musik im Holocaust geschrieben hat. Eine Sendung von Alexandra Maria Dielitz

18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Cool Cat – Zum 100. Geburtstag von Russ Freeman

Von Hans-Jürgen Schaal. Der Pianist Russ Freeman (1926 – 2002) war einer der wichtigsten Impulsgeber des kalifornischen Cool Jazz. Für den Trompeter Chet Baker spielte er von 1953 bis 1956 nicht nur das Klavier, sondern war künstlerischer Leiter, Arrangeur, Komponist, Roadmanager und Kassenwart. Auch mit Art Pepper, Shelly Manne und anderen Westcoast-Musikern arbeitete Freeman viele Jahre zusammen. Als rhythmusbetonter Pianist wurde er zudem von vielen Bebop-Solisten engagiert. Freemans ambitionierte Komposition „The Wind“ von 1953, die er mit Chet Baker erstmals aufnahm, ist zu einem Jazz-Evergreen geworden.

19:05 bis 20:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: „Wo die Zeit stillsteht und das Herz Frieden findet“

Schön, bunt, wild, in mediterranem Flair, asiatisch inspiriert oder doch ein naturbelassener Bauerngarten? So vielfältig wie die Stile, in denen Outdoor-Fans ihren Garten anlegen können, sind auch die Musikstücke in dieser Stunde am Samstagabend. Die Myrte ist eine Pflanze aus dem Mittelmeerraum, ihre Blüten und Blätter duften aromatisch.Gleich einen ganzen Garten voller Myrten bringen die Musiker des Ensembles Aromates zum Blühen. Vom Wind verweht sind die Samen, von denen Sänger Piers Faccini mit Koraspieler Ballaké Sissoko erzählt. Mutter Erde beschenkt uns reich – davon berichten die beninisch-französische Sängerin Angélique Kidjo und die Italienerin Carmen Consoli. „In meinem Garten blühte blau der Rittersporn. Zwischen dem Unkraut …“ beginnt ein französischsprachiges Chanson des Liedermachers Reinhard Mey. Die aus Brasilien stammenden Brüder Sérgio & Odair Assad beschreiben mit Gitarrenklängen einen verlassenen Garten. Mit Liebe zum Detail kultiviert das Quintett um den Saxofonisten Till Martin den musikalischen Nährboden aus Klassik und Jazz, sie ziehen Nährstoffe aus der Folklore und kreieren eine Musik, die frische Luft atmet. BR Klassik lädt zu einem musikalischen Rundgang durch den Garten ein und wirft dabei ein Blick auf märchenhaft gestaltete Grünflächen, auf Singvögel und Rosen. Eine Sendung von Beatrix Gillmann

22:05:00 +++ Ö1
Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

Konzertempfehlungen für die kommende Woche, Buchbesprechungen, Kurznachrufe und aktuelle Meldungen.

23:03:30 +++ Ö1
Pianistin und Musikwissenschaftlerin Monika Herzig im Gespräch; die LGBTQAI+ Community im Jazz

Die deutsche Pianistin, Komponistin und Autorin Monika Herzig lebt seit 1988 in den USA. Sie promovierte in Musikpädagogik mit Nebenfach „Jazz Studies“ an der Indiana University Bloomington, wo sie drei Jahrzehnte lang lehrte. Seit dem Studienjahr 2022/’23 arbeitet Monika Herzig als Vizerektorin für Diversity & Internationales sowie als Hochschulprofessorin für Artistic Research an der JAM Music Lab- Privatuniversität in Wien.

Sie hat mehrere Alben mit ihrem Monika Herzig Acoustic Project vorgelegt und leitet das hochkarätige, ausschließlich aus Musikerinnen bestehende Jazzensemble Sheroes. Vor kurzem hat Herzig ihr neues Album „Transparent“ beim New Yorker Label Key of B Records veröffentlicht, das die Problematik der Transphobie musikalisch einfängt. Es ist eines ihrer wichtigsten Alben geworden – Monika Herzig ist Mutter eines Transgender-Kindes. Im Ö1 Jazznacht-Gespräch mit Marlene Schnedl wird sie darüber erzählen.

Ein weiteres Thema ist Herzigs Forschungsgebiet: Jazz & Gender. Zurzeit arbeitet sie am Projekt „New Standards: A Real Book of Compositions by Female European Jazz Composers“ im Rahmen des EU- Förderprogramms „Creative Europe“. Die ausgewählten Kompositionen werden 2027 vom deutschen Verlag Schott Music im Leadsheet-Format veröffentlicht, ähnlich der 2022 erschienenen Sammlung „New Standards: 101 Lead Sheets by Women Composers“ von Jazzschlagzeugerin Terri Lyne Carrington, Leiterin des „Berklee Institute of Jazz and Gender Justice“ in Boston.

Außerdem tauchen wir in dieser Ö1 Jazznacht in die Geschichte der LGBTQAI+ Community im Jazz ein, deren Anfänge weit zurückreichen, trotzdem vergleichsweise unbekannt ist. Mit Musiker:innen von Billie Holiday, Ma Rainey, Fred Hersch, der sich 1993 offen zu seiner Homosexualität bekannte und dafür von der sich als so offen und tolerant verstehenden Jazz-Community angefeindet wurde, bis zu Andy Bey, Gary Burton, Patricia Barber, Terri Lyne Carrington und Allison Miller. Mit einem Blick nach Deutschland, wo das Projekt „Queer Cheer – Community for ‚Jazz‘ & Improvised Music“ von Julia Kadel, Erik Leuthäuser, Laura Winkler und Friede Merz beim Deutschen Jazzpreis 2023 mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde.


so – 31.05.2026


00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); Pianistin und Musikwissenschaftlerin Monika Herzig im Gespräch; die LGBTQAI+ Community im Jazz

17:10:00 +++ Ö1
Skandalsongs, die Gemüter erhitzten und aus den Radioprogrammen verbannt wurden

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Das Landei und der große Apfel – Die Pianistin Yvonne Rogers

Von Konrad Bott. Aus dem hintersten ländlichen Winkel des US-Bundesstaats Maine ist Yvonne Rogers ausgezogen, um das Improvisieren zu lernen. Mittlerweile ist die Pianistin in New York zuhause und bei dem Who is Who der aufstrebenden Jazzmusikerinnen und -musiker sehr gefragt als Mitspielerin. Weil sie gefühlvoll begleiten und anderen Mut zum Strahlen machen kann, auch wenn sie den selbst oft suchen muss. Im Mai hat Yvonne jetzt ihr erstes Solo-Album herausgebracht. Ein mutiger Schritt und nicht die einzige Überraschung die ihre voneinander beeindruckend unabhängigen Finger in die Tasten zaubern.

23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen Gestaltung: Walter Weidringer

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