Preis für deutschen Jazzjournalismus an Wolf Kampmann

Preisträger Wolf Kampmann fotografiert von Kay Michalak.
Preisträger Wolf Kampmann fotografiert von Kay Michalak.

Zum dritten Mal wurde der Preis für deutschen Jazzjournalismus auf der Musikfachmesse jazzahead! in Bremen verliehen. Diesjähriger Preisträger ist Wolf Kampmann.


Die diesjährige Jury bestand aus dem vorherigen Preisträger Ralf Dombrowski, dem Musiker Nils Wogram und Spiegel-Redakteur Hans Hielscher und begründete ihre Wahl wie folgt: .„Der Berliner Journalist Wolf Kampmann ist ein in jeder Hinsicht freier Autor. Wortgewaltig, analytisch präzise und meinungsstark prägt er seit einem Vierteljahrhundert die Berichterstattung über Musik mit Fachgebiet Jazz, aber auch in Nachbardisziplinen von Rock bis zeitgenössischer Avantgarde. Das Spektrum seiner Wirkungsfelder reicht von Fachmagazinen wie Jazzthing, Jazzthetik oder Eclipsed über die Arbeit als Herausgeber etwa des Reclam Jazzlexikons bis hin zur Lehrtätigkeit am Jazz-Institut Berlin. Kampmanns Credo ist die Offenheit des aufmerksamen Intellekts, seine Leidenschaft die Kunst, die Menschlichkeit generiert. Damit gehört er zu den Autoren, die dem Journalismus wie auch dem Jazz helfen, auf oberstem Niveau zu agieren.“

Wolf Kampmann, 1962 in Zwickau geboren, arbeitet seit 1990 als freier Autor und Journalist für verschiedene Zeitungen und Musik-Zeitschriften sowie für Rundfunk-Sender. „Es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit Musik auseinanderzusetzen. Mir ist es stets wichtig, nicht nur zu kommentieren, sondern mich einzumischen und die Musik in den Kontext des Lebens zu stellen. Dafür den Preis für deutschen Jazzjournalismus zu erhalten, macht mich stolz und ist mir eine Verpflichtung für die Zukunft.“ sagt Kampmann über die Auszeichnung. Und weiter: „Wir Journalisten müssen uns immer bewusst sein, mit unserer Arbeit in der zweiten Reihe zu stehen. Unsere Meinung ist immer nur eine von vielen. Es ist aber ungemein ermutigend, für diese Arbeit auch einmal in den Vordergrund gestellt zu werden.“

Der Preis für deutschen Jazzjournalismus ist zentrales Element der strukturellen Förderung von deutschem Jazz, so die Veranstalter der weltgrößten Jazzmusikfachmesse in Bremen. Es ist eine explizite Aufforderung, Ehrung und Motivation, Berichterstattung über Jazz in deutschen Medien zu stimulieren. Gestiftet wird der mit 5.000 € dotierte Preis erneut von der Dr. E. A. Langner-Stiftung aus Hamburg.

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