Jazz im Musikinstrumenten-Museum Berlin – die Konzertreihe 2015 steht fest

Seit 2006 gibt es in Berlin in Kooperation mit dem Komponistenverband Berlin eine Konzertreihe für modernen Jazz im Musikinstrumenten-Museum, kurz JAZZ IM MIM. Jeden letzten Donnerstag eines Monats findet ein kostenloses Konzert statt. Die Programmgestaltung liegt in den Händen Hannes Zerbe. jazzfuerweb_small
JAZZ IM MIM möchte dem steigenden Bedarf an Auftrittsmöglichkeiten für Jazzensembles Rechnung tragen. Das Engagement des Komponistenverbands Berlin erklärt sich aus der Struktur des Verbandes, in dem von der Neuen Musik bis zur Popmusik die unterschiedlichsten Genres vertreten sind. Seit 2010 klingt das Jahr mit einem Jahresendspecial aus.  Jetzt wurde das Programm für die erste Halbjahr 2015 vorgestellt:

Donnerstag, 29.01.2015 – JEAN QUADRAT


Johannes Böhmer, Trompete; Johannes Ludwig, Saxophon; Philip Czarnecki, Gitarre; Max Leiss, Kontrabass; Julian Fau, Schlagzeug. Die Band gründete sich auf der Südafrika-Tour des Bundesjazzorchesters 2009. Die Mitglieder sind Preisträger des Internationalen Jazzwettbewerbs Startbahn Jazz 2011 Straubing und haben im Oktober 2011 ihre zweite CD bei Peter Fuldas Label11 veröffentlicht, wobei der Bayerische Rundfunk das Release-Konzert im Jazzstudio Nürnberg mitschnitt. Die Jazz-Zeitung (Beilage der NMZ) sah in Jean Quadrat „die beste Band des Bayerischen Jazzweekends 2011“ und die Moosburger Zeitung meint: „Quintett Jean Quadrat zeigt im Jazz-Club Hirsch Beeindruckendes!“

Donnerstag, 26.02.2015 – ANNA KALUZA TRIO

Anna Kaluza, Altsaxophon; Niko Meinhold, Piano; Jan Roder, Kontrabass. Ästhetisch sieht sich das Berliner Trio in der europäi­schen sowie amerika-nischen Tradition verwurzelt. So gibt es in seiner Musik Passagen, die an Alban Berg, Olivier Messiaen, Györgi Ligeti oder auch an Jimmy Giuffre erinnern. Die Musik des Trios basiert auf unmittelbarem Klang, blitz-schneller Reaktion und Kommuni­kation. Das schafft eine Spannung, die auch den Zuhörer mitreißt. Die Musik wird im Moment komponiert, entsteht mit dem Publikum zusammen und wird so zum Spiel der Aufmerksamkeit.

Donnerstag, 26.03.2015 – DUO HARTMANN – BRUNN

Hans Hartmann, 12-saitiger Chapmanstick-Bass; Andreas Brunn, 7-saitige Gitarre. Hartmann & Brunn spielen eine Form von eigenständigem europäischen Jazz, die Einflüsse von Musik aus aller Welt aufnimmt: Walzer, Tango und – in letzter Zeit immer intensiver – Musik vom Balkan. In der Komplexität des Spiels, den bisweilen freien Improvisationen sowie der Art des Umgangs mit dem Material werden Anklänge an modernen Jazz, aber auch an klassische Musik hörbar. Der unnachahmliche Sound des zwölfsaitigen Chapmanstick entsteht beidhändig getappt. Dadurch erhält Hans Hartmann die Möglichkeit, auf einem einzigen Saiteninstrument zwei Linien gleichzeitig zu spielen, vergleichbar der Spielweise auf dem Klavier. Dazu kommt eine Vielzahl von Klangmöglichkeiten, etwa eine getragene Melodie über einen funky gespielten Bass oder enge harmonische Cluster zu einem gleichzeitig mit dem Bogen gestrichenen Bordun zu spielen.

Donnerstag, 30.04.2015 – DAMIR BACIKIN BAND

Damir Bacikin, Trompete, Komposition; Hannes Daerr, Tenorsaxophon, Bassklarinette; Ferdinand Hendrich, Posaune; Julius Heise, elektrisches und akustisches  Vibraphon; Noriaki Hosoya, elektrischer und akustischer Bass; Tom Dayan, Schlagzeug. Die ersten Ideen zu seiner 2013 bei Unit Records veröf­fentlichten CD Graduation Day kamen Damir Bacikin bereits vor 13 Jahren, als er noch im serbischen Novi Sad wohnte. Auch in den Jahren, als er sich zum klassischen Trompeter ausbilden ließ und dabei Konservatorien und Orchester in Serbien und Deutschland besuchte, ließen ihn die Stücke nicht los. Er brachte die Musik von Graduation Day aus dem Balkan mit nach Berlin und verfeinerte seine musikalische Vision. Er arbeitete mit vielen bekannten Größen aus der Klassik- wie auch der Jazzszene. In seinem Ensemble Damir Out Loud konnte er Musiker aus 5 verschiedenen Ländern vereinen.

Donnerstag, 28.05.2015 – MARIA BAPTIST + STREICHQUARTETT

Maria Baptist, Piano, Komposition; Stephanie Appelhans, Violine; Sebastian Caspar, Violine; Julia Lindner, Viola; Stephan Buchmiller, Violoncello. Mit ihrer zeitlos-schönen Musik für Piano und Streich­quartett vollbringt Maria Baptist die Verschmelzung von Kammermusik mit modernem Jazz. Anklänge an  Bartók, Bach, Schostakowitsch oder Gil Evans finden sich in Baptists Kompositionen, »deren individuelle Handschrift stets unverkennbar ist« (rbb).

Donnerstag, 25.06.2015 – DUO SCHLIPPENBACH – TAKASE

Alexander von Schlippenbach, Piano; Aki Takase, Piano. Das Duo besteht seit über 20 Jahren, ist bei zahlrei­chen internationalen Festivals aufgetreten, hat für das Goethe-Institut weltweit Tourneen unternommen und diverse Tonträger für FMP sowie INTAKT Records produziert.  In letzter Zeit haben sich die beiden immer mehr auf das vierhändige Spiel auf einem Instrument spezia­lisiert, wobei die spezifischen Möglichkeiten dieser Musizierweise immer tiefer ausgelotet und weiter­entwickelt werden.  Aki Takase und Alex von Schlippenbach spielen solo und vierhändig eigene Kompositionen, Jazzklassiker, Konzeptstücke und Improvisationen.

http://www.sim.spk-berlin.de/

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