Präludium hinter den Kulissen. Foto: Hufner

Jazzfest Berlin 2016 fragt: „Wie offen, gleichberechtigt und divers ist der Jazz heute wirklich?“

Präludium zum Jazzfest Berlin 2016: Diskussion und Programmvorstellung mit Musik am Dienstag, 18. Oktober um 19.00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele. Liveübertragung der Diskussion zum Thema via Facebook und Periscope. Musik von und mit Eve Risser, Alexander von Schlippenbach und Axel Dörner. Eintritt frei.


Ist die freieste der Musikformen auch verbunden mit einer liberalen und durchlässigen Arbeitspraxis und -kultur? Dieser Frage stellt sich ein Panel, das beim Presse- und Publikumsgespräch mit Musik am 18. Oktober im Haus der Berliner Festspiele zum Jazzfest Berlin 2016 stattfindet – eine herzliche Einladung dazu:

Es begrüßt Sie der Intendant der Berliner Festspiele Thomas Oberender. Der künstlerische Leiter Richard Williams wird im Gespräch mit dem Jazzredakteur Ulf Drechsel (rbb Kulturradio) als Vertreter des ARD-Gremiums das Programm des Jazzfest Berlin 2016 vorstellen. Künstler*innen des Festivals und Autor*innen des diesjährigen Festivalmagazins werden sich sowohl mit Musikbeiträgen als auch mit der Beteiligung am Panel einbringen.

MUSIK

Eve Risser spielt Piano solo und wird beim Jazzfest Berlin 2016 mit ihrem White Desert Orchestra die Musik ihres dann im November neu veröffentlichten Albums erstmals live on stage am 6. November präsentieren.

Alexander von Schlippenbach feiert beim Festival am 4. November das 50-jährige Jubiläum des Globe Unity Orchestra und gibt zusammen mit dem Trompeter Axel Dörner beim Pressegespräch einen Vorgeschmack darauf.

Präludium hinter den Kulissen. Foto: Hufner
Präludium hinter den Kulissen. Foto: Hufner

PANEL

Die „Gläserne Decke / Glass Ceiling“– Einbildung oder Realität?
Wie offen, gleichberechtigt und divers ist der Jazz heute wirklich?

  • Franziska Buhre (freie Journalistin)
  • Lucia Cadotsch (Sängerin)
  • Nadin Deventer (Jazzfest Berlin) – Moderation
  • Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)
  • Nikolaus Neuser (Trompeter, 1. Vorsitzender IG Jazz)

Glass ceiling lässt sich als wirkmächtige Karriererestriktion beschreiben, die subtil und kaum messbar den Weg von Frauen in das gehobene Management verhindert.“ CHRISTIANE FUNKEN

Im erweiterten Sinne benennt der Begriff „gläserne Decke“ auch die eingeschränkten Aufstiegschancen von ethnischen Minderheiten oder bekennenden Homosexuellen. Seit den 1980er-Jahren sind dazu zahlreiche soziologische und wirtschaftswissenschaftliche Studien erschienen. Die am 28. Juni 2016 von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters vorgestellte Studie „Frauen in Kultur und Medien“ des deutschen Kulturrates belegt dieses Phänomen auch für den Kultur- und Medienbereich. Weitere Ausgangspunkte für das Panel sind das beim Jazzinstitut Darmstadt im Jahr 2015 veranstaltete Jazzforum „Gender and Identity in Jazz“ sowie die im März 2016 veröffentlichte Jazzstudie 2016.

Zum Pressegespräch erscheint das Magazin zum Jazzfest Berlin 2016, in dem unter anderem Wolfram Knauer einen Essay über die fragwürdige Männlichkeitsästhetik des Jazz verfasst hat und Franziska Buhre ein Porträt der Musikerin Matana Roberts zeichnet sowie in einem weiteren Artikel die Spezifika der Berliner Jazzszene beschreibt. Nikolaus Neuser beteiligt sich am Panel als Vorsitzender der IG-Jazz in Berlin und tritt im Rahmen des Jazzfest Berlin zusammen mit Matana Roberts am 1. November auf. Die Sängerin Lucia Cadotsch wird am 5. November mit ihrem Trio beim Festival zu erleben sein. Sie stammt aus der Schweiz, hat in Kopenhagen studiert, lebt jetzt in Berlin und kann von ihren Erfahrungen aus dem Musikerinnen-Alltag berichten.

LIVE

Die Diskussion wird auf der Jazzfest Berlin Facebook Seite sowie auf Periscope live gestreamt und später in Auszügen auf dem BLOG der Berliner Festspiele erscheinen. Eintritt frei.

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