Jazz in die Schule bringen – eine Fragebogenaktion des Netzwerk Jazz Hessen

In der jüngsten Generation ein Interesse für Jazz zu schaffen, das hat sich das Netzwerk Jazz in Hessen auf die Fahnen geschrieben. Anfang Dezember 2016 hat es ein Netzwerktreffen zum Thema „Vierte Stunde: ,Jazz’ – Wie sich Jazz in die Schule bringen lässt …“ veranstaltet. Ein Ergebnis dieser Veranstaltung war der Plan, eine Übersicht über diejenigen Musiker/innen in Hessen zu erstellen, die punktuell oder regelmäßig Schulprojekte durchführen (oder gar hauptamtlich an einer Grund- oder weiterführenden Schule aktiv sind).  Ziel ist es dabei, einen Überblick über den Erfahrungsstand auf diesem Gebiet zu erhalten, schulische Aktionen bei Bedarf bündeln und Fortbildungs- bzw. Fördermaßnahmen besser koordinieren zu können. Für die Erhebung solcher Aktivitäten hat das hessische Netzwerk einen Online-Fragebogen erstellt. Die Antworten werden im Netzwerk Jazz in Hessen und im Jazzinstitut Darmstadt ausgewertet; daraus resultierende Aktivitäten voraussichtlich bei einem späteren Netzwerktreffen thematisiert. Der Direktlink zum …

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Präludium hinter den Kulissen. Foto: Hufner

Jazzfest Berlin 2016 fragt: „Wie offen, gleichberechtigt und divers ist der Jazz heute wirklich?“

Präludium zum Jazzfest Berlin 2016: Diskussion und Programmvorstellung mit Musik am Dienstag, 18. Oktober um 19.00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele. Liveübertragung der Diskussion zum Thema via Facebook und Periscope. Musik von und mit Eve Risser, Alexander von Schlippenbach und Axel Dörner. Eintritt frei. Ist die freieste der Musikformen auch verbunden mit einer liberalen und durchlässigen Arbeitspraxis und -kultur? Dieser Frage stellt sich ein Panel, das beim Presse- und Publikumsgespräch mit Musik am 18. Oktober im Haus der Berliner Festspiele zum Jazzfest Berlin 2016 stattfindet – eine herzliche Einladung dazu: Es begrüßt Sie der Intendant der Berliner Festspiele Thomas Oberender. Der künstlerische Leiter Richard Williams wird im Gespräch mit dem Jazzredakteur Ulf Drechsel (rbb Kulturradio) als Vertreter des ARD-Gremiums das Programm des Jazzfest Berlin 2016 vorstellen. Künstler*innen des Festivals und Autor*innen des diesjährigen Festivalmagazins werden sich sowohl mit Musikbeiträgen …

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Leidenschaftlich kreativ – schlecht bezahlt!

Neue jazzstudie2016 zeigt: Der Mut zur Improvisation wird mit nur 1.000 Euro monatlich belohnt Jazz leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag in der Kunst sowie im Bereich der kulturellen Bildung und doch bleiben die Künstlerinnen und Künstler schmerzlich unterbezahlt. Ihr durch musikalische Arbeit erzieltes Jahreseinkommen liegt bei durchschnittlich 12.500 Euro. Erkenntnisse wie diese liefert jetzt eine großangelegte Studie, die erstmals empirische Daten zu der aktuellen Lebens- und Arbeitssituation professioneller Jazzmusikerinnen und -musiker verfügbar und für die breite Öffentlichkeit nachvollziehbar macht. Als Grundlage diente eine Online-Befragung mit über 2.000 Teilnehmern. Auftraggeber der von dem Kulturwissenschaftler Thomas Renz vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim verfassten Studie waren das Darmstädter Jazzinstitut, die Union Deutscher Jazzmusiker und die Interessengemeinschaft Jazz Berlin. Bei der Vorstellung der Studie in Berlin sah auch Siegmund Ehrmann, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, Handlungsbedarf: „Mit …

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Wie der Jazz nach Deutschland kam: ein Filmprojekt

Die Filmemacher Andreas Heinrich und Reinhard Kungel von rk-film arbeiten an einem Dokumentarfilm über Anfang und Verbreitung des Jazz in Deutschland. Einen ersten Eindruck vermittelt ihr Trailer, der auf folgender Internet-Seite frei zugänglich ist: http://jazz2germany.de In der Finanzierung ihres Projektes gehen die Filmemacher neue Wege. Gemeinsam mit der Internetplattform Startnext versucht man den schwierigen Marktbedingungen im Dokumentarfilm zu trotzen: mittels Crowdfunding. http://startnext.com/entering-germany Jazz- und Filmliebhaber haben hierbei die Möglichkeit, das Filmvorhaben direkt und sofort finanziell zu unterstützten. Optional winken verschiedene „Dankeschöns“ als Gegenwert – ganz abgesehen vom ideellen Wert, dieses Projekt mitrealisiert zu haben. ENTERING GERMANY – WIE DER JAZZ NACH DEUTSCHLAND KAM Ein Filmprojekt von Reinhard Kungel und Andreas Heinrich Kein Dokumentarfilm hat bisher umfassend die Geschichte des deutschen Jazz erzählt. Reinhard Kungel möchte dies ändern und arbeitet seit sieben Jahren mit seiner Produktionsfirma rk-film an der Realisierung von …

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In Bayern steppt der Bär: Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ 2015

„Da kann man einfach frei spielen.“, erklärte die 12-jährige Nadine Bohmann aus Wertingen auf die Frage, was sie am Jazz so mag. Sie war eine der 300 jungen MusikerInnen aus ganz Bayern die am Wochenende beim Landeswettbewerb Jugend jazzt Bayern für Jazzorchester mit Vorentscheid Bayern zur Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jugendjazzorchester und dem Bayerischer Orchesterwettbewerb, Kat. E für Jazzorchester in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf teilgenommen hat. 17 Big Bands und Jazzorchester zeigten, was die bayerische Jazzszene so zu bieten hat. „In Bayern steppt der Bär, was den Jazz angeht.“, resümierte Jurymitglied Anne Czichowsky aus Baden-Württemberg und lag da ganz auf einer Linie mit ihren Kollegen Eberhard Budziat, Axel Prasuhn, Harald Rüschenbaum, Stefan Sigg und Thomas Zoller. Nicht nur das hohe Niveau (7mal wurde das Prädikat „hervorragend“, 6mal „sehr gut“ und 4mal „gut“ vergeben), auch die vielen jungen Bands mit einem …

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Audience Development (14) – weiterführende Literatur

Hier noch ein kleiner Nachtrag zu meiner Audience Development-Blogserie – eine Leseliste für alle, die das Thema gerne noch weiter verfolgen möchten. Ein wesentlicher Teil meiner Ressourcen zu dieser Reihe entstammt einer Katalogsuche mit dem Stichwort Audience Development im Jazzinstitut Darmstadt. Gerade die zahlreichen Artikel älteren Jahrgangs sind leider nur dort im Archiv zu finden, können aber gegen kleine Gebühr nicht nur vor Ort kopiert, sondern auch per mail in digitalisierter Form bestellt werden. Viele der jüngeren Artikel (nach 2000) sind, wie könnte es anders sein, im Internet jederzeit kostenlos abrufbar. In diesen Fällen ist der Link beigefügt. Auffällig ist die ungleiche zeitliche Verteilung der Quellen: War das Thema „Jazzpublikum“ in der zweiten Hälfte der 1950er und der ersten Hälfte der 1960er offenbar von großer Aktualität, verschwand es anschließend lange Jahre in der Versenkung, bis ihm Dollase/Rüsenberg/Stollenwerk 1978 erstmals ein …

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Die Stadt pulsiert: Eindrücke vom Bayerischen Jazzweekend Regensburg 2015

Von Juan Martin Koch –  Man konnte Matthias Schriefl seine schlechte Laune nicht verdenken. Da entfesselte er im Duo mit der Vokalakrobatin Tamara Lukasheva ukrainisch-alpenländischen Irrsinn mit Methode, doch im Kellergewölbe eines Irish Pub in der Regensburger Altstadt ließen sich einige Stammgäste davon keineswegs in ihrer Konversation stören… Schriefl erging sich daraufhin in manch galgenhumoriger Publikumsbeschimpfung, bis hin zur Androhung, seine Ansagen würden sämtlich im Bayerischen Jazzinstitut archiviert. Überzeugender war der Wahnsinnstrompeter aber dann, wenn er seinen Ärger in der Loopstation aufstaute, um ihm dann mittels eines schaurig-schönen Schredder-Grooves Luft zu machen.   Die Stimme als Instrument Mehr Glück hatte Tamara Lukasheva beim Auftritt ihres Quartetts im „Leeren Beutel“, also dort, wo sonst auch der Jazzclub Regensburg seine Konzerte veranstaltet. Aufmerksam lauschte der Saal ihrem mit Tempo- und Athmosphärewechseln oft mehrfach ineinander verschachtelten, mal textgebundenen, mal in himmelstürmende Vokalisen sich …

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+++News +++ Gender-Workshop +++ Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis +++ Travejazz Festival Lübeck +++

+++ Jetzt anmelden! – Jazz-Ensemble-Workshops in Frankfurt vom 2. bis 4. Oktober 2015 +++ mit Gina Schwarz (A), bass / Stephanie Wagner (D), flute / Esther Bächlin (CH) piano, Konzert PLAYGROUND 5. Oktober 2015 -Im Rahmen des 14. Darmstädter Jazzforums (01. – 04.10.2015) zum Thema „Gender und Identität im Jazz“ bieten das Frauen Musik Büro, Waggong e.V. Frankfurt und das Jazzinstitut Darmstadt Jazz-Ensembleworkshops mit Gina Schwarz, Stephanie Wagner und Esther Bächlin in den Räumen der Kulturwerkstatt Germaniastraße an. Die 3 Jazzmusikerinnen lernten sich auf der letzten Frauen Musik Woche als Dozentinnen kennen und beschlossen, ein gemeinsames Bandprojekt zu starten. Nun ist es soweit, im Oktober können wir sie mit einem Konzert live und bei den Workshops in Frankfurt erleben. Freitag, 02.10., 17 – 21 Uhr | Samstag/Sonntag, 03./04.10., 12 – 18 Uhr, Kosten: 130 Euro, erm. 100 Euro, Anmeldung über Waggong: …

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Familienfest: das 34. Bayerische Jazzweekend im Juli

Von Ursula Gaisa – Von Donnerstag, den 9. bis 12. Juli 2015 findet im Gewerbepark Regensburg und auf elf Bühnen in der historischen Altstadt des Welterbe zum 34. Mal das Bayerische Jazzweekend statt. Heute, am 30. Juni, lud das Kulturamt der Stadt Regensburg zu einem Pressegespräch ein. Rund 95 Veranstaltungen – 90 Konzerten und 5 Sessions – können die Besucher des „Familienfestes des Jazz“ kostenlos genießen. Die stilistische Bandbreite reicht von Blues, Swing, Fusionjazz oder Popjazz bis hin zu so ausgefallenen Events wie „Livelooping mit Didgeridoo“ (Analogue Birds), „Improvisationstanz um die Drehorgel (De Strawanza) und „Saitenstarkem Kaffeehausjazz“ (Barcarole), so Weekend-Intendantin Sylke Merbold vom Bayerischen Jazzinstitut, das inzwischen nicht mehr unter der Trägerschaft der LAG Jazz in Bayern, sondern der Bayerischen Sing- und Musikschulen (VBSM) steht (die neue musikzeitung berichtete). 22-mal musste die ehrenamtliche Jury – bestehend aus „Studenten, Rentnern, Musikern …

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Jazzstudie 2015 gestartet

Heute startet die Online-Befragung im Rahmen der Studie zu Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jazzmusiker/-innen in Deutschland, die vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ausgerichtet wird. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Jazzmusikerinnen und -musiker, die in Deutschland leben und/oder arbeiten. Immer wieder wird die ökonomische Situation von Jazzmusiker/-innen als prekär beschrieben, tatsächlich aber fehlen aussagekräftige Zahlen – die letzte ausführliche Studie stammt aus den 1970er Jahren. Für die Gestaltung einer sinnvollen und nachhaltigen Politik, die die Belange von Musikschaffenden im Allgemeinen und Jazzmusiker/-innen im Besonderen berücksichtigt, bedarf es jedoch aktueller Daten, um Vorschläge für Verbesserungen mit Fakten unterfüttern zu können. Die Beantwortung des Fragebogens dauert circa 20 Minuten. Sämtliche Daten werden natürlich anonym behandelt. Die Teilnahme an der Befragung ist bis zum 30. Juni 2015 möglich. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse der Studie, einschließlich einer Bewertung der Zahlen, vorliegen …

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