+++Michael Keul in Weiden+++Martin Auer in Freising+++

Jazzzirkel Weiden präsentiert: Klavier und Vibraphon mit JPEK Mainstream JPEK Mainstream, das sind Tizian Jost (Vibraphon), Bernhard Pichl (Piano), Rudi Engel (Bass) und Michael Keul  am Drumset. Die Besetzung dieses Ensembles wird Jazzkenner an das legendäre MODERN JAZZ QUARTET erinnern, das seit den 50er Jahren Jahrzehnte hinweg zum Maßstab für hochästhetischen, kammermusikalischen Jazz wurde. So hatte der Schlagzeuger Michael Keul die Idee, diese legendäre Formation mit der reizvollen, eher seltenen Kombination von Klavier und Vibraphon, musikalisch wieder auferstehen zu lassen. Am Freitag, 14. Dezember 2018, 20:00 Uhr, gibt es im BISTROT PARIS in Weiden Bearbeitungen von bekannten Standards in einem neuen rhythmischen Gewand sowie mitreißende Eigenkompositionen zu hören. www.jazz-zirkel-weiden.de www.tizian-jost.de www.bernhardpichl.com www.michaelkeuldrums.de   JazzTime Freising präsentiert: Das Martin Auer Quintett Am Freitag den 7. Februar gastiert, auf Einladung von 3klang e.V., in der Reihe JazzTime Freising, das Martin Auer Quintett in der …

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Mehr Frauen, mehr Europa: Der Jazzclub Regensburg meldet sich mit einem stilistisch vielseitigen und regional geprägten Programm zurück

Weiblich, europäisch, jung. Es sind Merkmale, die wie ein gesellschaftliches oder politisches Statement erscheinen. Tatsächlich vermitteln sie einen ersten Eindruck vom Herbstprogramm des Jazzclub Regensburg. Von den bislang rund 15 Konzerten, die bis Dezember den Leeren Beutel mit cool swingenden und soulig heißen Klängen füllen, wird fast die Hälfte von Musikerinnen geleitet oder mitbestimmt. Mit den großartigen Stimmen von TokTokTok, der Sängerin Tokunbo und Malia (22. November) sind darunter gleich zwei Künstlerinnen, die es geschafft haben, ein eigenes künstlerisches Profil zu entwickeln und damit ein breites Publikum ansprechen. Mit Bassistin Eva Kruse (11. Oktober) und den beiden Saxophonistinnen Nicole Johänntgen (23. Oktober) und Stephanie Lottermoser (29. November) gehören dazu auch ausgezeichnete Instrumentalistinnen. Denn, um niemanden etwas vorzumachen, noch immer sind es vorwiegend Stimmen, Sängerinnen wie Steffie Denk und die Britin Zoe Francis, die das weibliche Bild im Jazz prägen. Der …

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Lyambiko mit Band im Jazzclub Leerer beutel. Foto: Michael Scheiner

Lyambiko im Jazzclub Regensburg: Relaxte Swingsongs über die Liebe

An den Flügel gelehnt, sang sie als Zugabe „Mütterlein“. Ohne Mikro, nur mit der Kraft ihrer wandlungsfähigen Stimme. Freilich nicht in der deutschen Originalversion von Fred Rauch und Gerhard Winkler, sondern in der englischen Interpretation „Answer Me (My Love)“ von Carl Sigman. Damit landete der große Nat King Cole 1954 einen veritablen Hit. Für Lyambiko wurde der alte Popsong zum stärksten Moment des Abends. Bei ihrem umjubelten Auftritt beim Jazzclub im Leeren Beutel brachte die schmale Sängerin mit dieser unverstärkt, aber hingebungsvoll gesungenen Schnulze noch einmal alles an Ausdruckskraft und emotionalen Nuancen zum Vorschein, was in ihr steckt. Großartig auch, wie die vierköpfige Band sich bei dem swingenden Evergreen zurücknahm und dem ihrer Frontfrau Raum zur Entfaltung ließ. Es war ein entspanntes und unterhaltsames Konzert mit einer spürbar motivierten Band, die Lust hatte zu spielen. Und mit einer gut gelaunten …

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Das Martin Auer Quintett mit dem JJO im Dresdner Jazzclub Tonne

Martin Auer im Quintett mit Florian Trübsbach an den Reeds, dem Bassisten Andreas Kurz, Bastian Jütte am Schlagzeug und dem Pianisten Rolf Langhals unter Leitung des Trompeters im „Sommercamp“ mit dem Jugend-Jazzorchester Sachsen. Ein Woche lang probte und musizierte das JJO zusammen gemeinsam mit dem Quintett, um dann durch die Städte Colditz, Dresden, Leipzig und Bad Elster zu touren und ein abendfüllendes Programm zu präsentieren. Die Arrangements stammen von den Mitgliedern des Auer Quintetts. Gemeinsam mit dem Quintett und abwechselnd Florian Trübsbach sowie Martin Auer am Pult präsentierte sich das JJO in bester Spiellaune. Der Dresdner Jazzclub Tonne, im August normalerweise noch in der Sommerpause, öffnete seine Pforten. Mit guter Stimmung und tosendem Applaus dankte das zahlreich erschienene Publikum für die Aufführung des „Martin-Auer-Quintett trifft JJO“. Originals der Quintett Musiker wie „Computerhead“, „The Streamdreamer“, „Watsoning“ oder das von Jütte komponierte, …

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Angelika Niescier – Florian Weber Quintet. Angelika Niescier. Foto: Petra Basche

Jazzfest Berlin 2016 (3) – Unter Groovekillern: Spielen und kaputtspielen

Eigentlich eine Domäne des europäischen Jazz, das Kaputtspielen – ganz aus den späten 68ern heraus. So wie vorgestern beim Globe Unity Orchestra. Man kann die Dinge aber auch anders kaputtspielen: entweder wegen Überforderung oder durch ein aneinander vorbeispielen. Wird ja schon keiner merken – bei Profis oder gar Superstars der Szene gelingt doch sowieso immer alles. Nein! Dafür ist Platz für andere da. So war der erste Act des Abends im Haus der Berliner Festspiele einer der Höhepunkte des Festivals bislang! [Alle Fotos: Petra Basche] Robust, ökonomisch, fluffig! Das Angelika Niescier und Florian Weber Quintet Das Quintet um Angelika Niescier (as) und Florian Weber (p) beherrscht sich selbst und beherrscht das Metier. Mit „And Over“ betitelten sie ihr erstes Stück: Eine famose Komposition, bei der die Musikerinnen jeweils ihre Linien durchführen, wenig doppeln – im Gegenteil, tatsächlich ihre Wege einzeln …

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