Laura Block verstärkt UDJ-Geschäftsstelle im Bereich Gleichstellung von Frauen im Jazz

Gleichstellung von Frauen im Jazz ist aktuell eines der wichtigsten Themen, für die sich die Union Deutscher Jazzmusiker e.V. (UDJ) als „Sprachrohr der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker in Deutschland“ einsetzt. Zum Jahresbeginn 2019 hat das Team der Geschäftsstelle in Berlin nun Verstärkung bekommen: Die promovierte Sozialwissenschaftlerin Laura Block ist seit Januar bei der UDJ als Projektleiterin für den Themenbereich Gleichstellung zuständig. In dieser Funktion betreut sie unter anderem eine von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien maßgeblich finanzierte wissenschaftliche Nachauswertung der Jazzstudie 2016 unter Aspekten der Geschlechtergerechtigkeit. Darüber hinaus unterstützt sie den Vorstand und die Mitglieder in allen weiteren Anliegen rund um das Thema Gleichstellung. „Es ist wichtig, dass die UDJ bei Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit im Jazz deutliche Zeichen setzt. Innerhalb der Jazz- und Kulturszene, aber auch gesamtgesellschaftlich spüren wir einen großen Aufbruchswillen“, sagte Laura Block. „Ich freue mich, die Themen gemeinsam mit der UDJ weiter voran zu bringen und zu einer emanzipatorischen und solidarischen Geschlechtergerechtigkeit beizutragen – im Jazz und darüber hinaus.“ Im Oktober 2018 veröffentlichte die UDJ eine „Gemeinsame Erklärung für die Gleichstellung von Frauen im Jazz“, der sich mehr als 450 Institutionen und …

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Die jazzahead! Fachmesse 2019 gestaltet ihren German Market komplett neu

Die jazzahead! geht vom 25.-28. April in die 14. Runde. Im Zentrum steht dieses Jahr der Jazz in und aus Deutschland und die Bemühungen der Messe und ihrer Partner, insbesondere der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ), diesen zu mehr Sichtbarkeit im internationalen Kontext zu verhelfen. „Seit dem Jahr 2012 bündeln wir alle Maßnahmen“, so Projektleiterin Sybille Kornitschky, „die zur besseren Vernetzung der Szene innerhalb und außerhalb Deutschlands dienen, unter dem Label German Jazz Expo.“ Zu dieser zählt der sogenannte German Market als zentraler Messestand. Dieser soll all jenen eine Anlaufstelle sein, die nicht mit eigener Standpräsenz vor Ort sind wie beispielsweise Baden-Württemberg, Niedersachsen oder Hamburg. Der Gemeinschaftsstand bietet die Möglichkeit, sich bestmöglich zu präsentieren und ansprechbar zu sein für die nationalen und internationalen Marktvertreter/-innen. Im Jahr 2018 waren das laut Messe rund 3.500 registrierte Fachteilnehmer/-innen aus 61 Nationen. „Um in diesen Bemühungen weiter voranzukommen“, teilte Kornitschky im Vorfeld der 14. jazzahead! mit, „nehmen wir eine Neuordnung des deutschen Gemeinschaftsstandes „German Market“ auf der jazzahead! Fachmesse vor. Die UDJ wird als unsere Kooperationspartnerin dabei eine tragende wie inhaltliche Rolle übernehmen. Gemeinsam werben wir für eine aktive(re) Beteiligung …

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Nach Erklärungsveröffentlichung: Jazzmusiker/-innen setzen Maßnahmen zur Gleichstellung um

Jetzt sollen auch Taten folgen: Nach der öffentlichen Erklärung zur Gleichstellung der Frauen im Jazz, die die Union Deutscher Jazzmusiker/-innen vergangene Woche im Rahmen ihres 24. Jazzforums vorgestellt hatten, konkretisierten die jungen Jazzmusikerinnen und -musiker nun die beabsichtigten Maßnahmen für eine Gleichberechtigung der Geschlechter. Neben der Aufklärung und der Sensiblisierung für das Thema forderten sie verschiedene Veränderungen, darunter etwa die Anpassung der Modalitäten beim Deutschen JazzPreis, ein neues Programm der „UDJ-Frauenkollegin“ sowie die faire Zusammensetzung von Gremien. Weitere Schritte sollen in den kommenden Monaten erarbeitet und verhandelt werden. Bereits rund 80 Menschen und Institutionen hatten den Vorstoß vorunterzeichnet, mittlerweile schlossen sich insgesamt mehr als 250 Personen und Einrichtungen der Erklärung an.   Im Folgenden zitiert die JazzZeitung aus der Pressemitteilung der Union Deutscher Jazzmusiker/-innen vom 16. Oktober 2018: Ein besonderes Zeichen will die UDJ mit einer Änderung der Modalitäten beim Deutschen Jazzpreis, dem Albert-Mangelsdorff-Preis setzen: Die Vergabe des Preises wird zukünftig durch eine paritätisch zwischen Frauen und Männern besetzte Jury erfolgen. Darüber hinaus wird bei der Auswahl der Preisträger/-innen ein Wechsel zwischen Frauen und Männern festgeschrieben. Damit soll Chancengleichheit hergestellt und die Repräsentanz von Frauen …

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Erklärung zur Gleichstellung von Frauen im Jazz ruft zur Mitzeichnung auf

Anlässlich ihres 24. Jazzforums, das am 11. und 12. Oktober 2018 im Kulturzentrum Pavillon in Hannover stattfindet,  hat die Union Deutscher Jazz-Musiker/-innen gemeinsam mit zahlreichen Erstunterzeichner/-innen die „Gemeinsame Erklärung zur Gleichstellung von Frauen im Jazz“ veröffentlicht. Wie es in der vierseitigen Erklärung heißt, ist die Jazzszene Deutschlands „nach wie vor maßgeblich von Männern geprägt. Frauen machen laut der Jazzstudie 2016 nur ein Fünftel der Jazzmusiker/-innen in Deutschland aus.“ Obwohl mehr Mädchen als Jungen an Musikschulen Unterricht nehmen, finden weniger Frauen anschließend in Bands und Ensembles; auch bei weiterer Professionalisierung etwa als Dozent/in nimmt der Anteil der Frauen ab. Um diese Umstände zu ändern, fordert die Erklärung für eine Gleichstellung der Frauen im Jazz nicht nur die Sensiblisierung für das Thema, sondern steht im Weiteren für eine geschlechtergerechte Sprache ein. Außerdem verlangt die Darlegung „eine geschlechterbewusste Unterrichtspädagogik in der musikalischen Bildung“ sowie Kopplung öffentlicher Geldmittel an eine angemesse Beteiligung von Frauen. Überdies sollen Frauen bewusst bei der Vergabe von Ämtern und Funktionär/-innentätigkeiten berücksichtig werden, wozu auf Quotenregelungen gedrängt wird. Die von rund 80 Personen und Institutionen unterzeichnete Erklärung soll zum Abschluss des UDJ-Jazzforums am 12. Oktober …

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Jazz im Radio

Die Jazz-Radio-Woche vom 16.10. bis 22.10.2017

Ein subjektiver Blick in die Jazzkalenderwoche 42 im Radio. Unter anderem feiert Dizzy Gillespie seinen 100. Geburtstag, an Geri Allen erinnert Karl Lippegaus. Ansonsten: Jazz Meets India bei den Donaueschinger Musiktagen 1967, Sängerin Sarah Vaughan, Anna-Lena Schnabel & Florian Weber, Orchester Kurt Edelhagen, Shirley Horn, Tony Allen, Shabaka Hutchings, Johannes Ludwig, WDR3 Jazzfest Gütersloh 2017, 28. Schaffhauser Jazzfestival 2017, Anouar Brahem, 25. Django Reinhardt Memorial Augsburg 2017, Donaueschinger Musiktage – LIVE, Lindy Huppertsberg/Classic Affairs. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz 16.10.2017 22:04 bis 00:00 | WDR 3 WDR 3 Jazz & World: Young Sassy – Die Anfänge der …

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Jazz-Kompositionen zu Feminismus und Diversität Konzertabend am 25. April in Berlin

Anders lässt es sich nicht sagen: Der Jazz ist noch immer eine Männerdomäne und könnte weitaus vielfältiger sein. Daher gibt das Jazz-Institut Berlin seinen Nachwuchskomponistinnen beim Konzertabend „Planet 9“ am 25. April 2017 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Dr. Frank-Walter Steinmeier, gezielt eine Bühne. Auf Initiative von Mia Knop Jacobsen und Olga Amelchenko, Studentinnen am Jazz-Institut Berlin, und unter der künstlerischen Leitung von Julia Hülsmann, Professorin für Komposition, entwickelten 14 Studentinnen der UdK Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin seit Mai vergangenen Jahres ihre Kompositionen. Die CD „Planet 9“ erscheint Anfang April in der Reihe „jazz_betont“ bei dem Label der UdK Berlin. Vor Beginn der kompositorischen Arbeit setzten sich die Studentinnen intensiv mit den Themen Feminismus, Diversität und speziell mit der Rolle von Frauen im Jazz auseinander.  In Studienfächern wie Jazz und Komposition sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert, wie die an der Universität Hildesheim verfasste „jazzstudie2016“ deutlich zeigt. Der Projektname spielt auf Neuentdeckungen und die Erweiterung von Wissenssystemen an. So wie unser Sonnensystem jüngst um einen Planeten reicher wurde, gibt es auch in der Jazzszene noch viel zu entdecken: „Planet 9“ setzt ein …

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Notizen eines Kritikers.

Vermutungen über Musikkritik, Qualität, Quote und die Psychologie des Musiklebens

Nicht nur in der nmz gab es vor kurzem ein interessantes Dossier zum Thema Frauenquote, auch beim Jazzfest Berlin ging es um Gleichbehandlung von Menschen – als Menschen. Angeblich gut die Hälfte der in Berlin vertretenen Gruppen standen unter weiblicher Leitung. Ich habe es nicht nachgezählt, aber an Tag 2 und 3 war die Verteilung bei der Hauptveranstaltung unmissverständlich und dominant männlich. Darüber soll jetzt gar nichts gesagt werden. Es ist nur ein Anlass über den seltsamen Zusammenhang von Quote, Qualität und damit Kriterien der Musikkritik im Allgemeinen nachzudenken. Und zwar nicht als „Kritik“ der Kritik – es ist in diesem Zusammenhang schon so viele publiziert worden, ganze Tagungsbände – sondern, um den ganz normalen Zuhörern, die immer auch Kritiker sind, darzulegen, welche Funktion Kritik überhaupt haben kann und warum Kritiker auch nur Menschen sind. Quote ./. Qualität Aufschlussreich war eher die eigentlich gutgemeinte Idee, man stelle Frauen jetzt nicht besonders in den Vordergrund, der Quote wegen, sondern weil es um die Qualität gehe. Und da seien Frauen und Männer nicht zu differenzieren, sondern selbstverständlich gleich „gut“. Man nehme nur das wahr, was zähle, die …

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Angelika Niescier – Florian Weber Quintet. Angelika Niescier. Foto: Petra Basche

Jazzfest Berlin 2016 (3) – Unter Groovekillern: Spielen und kaputtspielen

Eigentlich eine Domäne des europäischen Jazz, das Kaputtspielen – ganz aus den späten 68ern heraus. So wie vorgestern beim Globe Unity Orchestra. Man kann die Dinge aber auch anders kaputtspielen: entweder wegen Überforderung oder durch ein aneinander vorbeispielen. Wird ja schon keiner merken – bei Profis oder gar Superstars der Szene gelingt doch sowieso immer alles. Nein! Dafür ist Platz für andere da. So war der erste Act des Abends im Haus der Berliner Festspiele einer der Höhepunkte des Festivals bislang! [Alle Fotos: Petra Basche] Robust, ökonomisch, fluffig! Das Angelika Niescier und Florian Weber Quintet Das Quintet um Angelika Niescier (as) und Florian Weber (p) beherrscht sich selbst und beherrscht das Metier. Mit „And Over“ betitelten sie ihr erstes Stück: Eine famose Komposition, bei der die Musikerinnen jeweils ihre Linien durchführen, wenig doppeln – im Gegenteil, tatsächlich ihre Wege einzeln komponiert verfolgen, ja geradezu polyphon. Virtuose Soli bei allen Instrumentalisten, ein groovender Bass (Eric Revis) und ein wunderbar ökonomischer Schlagzeuger (Gerald Cleaver), der mit wenig Aufwand ein Maximum an Wirkung erzielt. Großartig! Toll schon das Doppelsolo von Florian Weber und Ralph Alessi, entspannt, leicht, präzise. …

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Crowdfunding-Kampagne zum Buch „10 Jahre WOMEN IN JAZZ“ gestartet

2015 feierte das Internationale Jazzfestival WOMEN IN JAZZ Halle/Saale sein 10. Jubiläum. Diesen Anlass nutzte Festivalfotograf Rüdiger Schestag, der das Festival WOMEN IN JAZZ schon seit der ersten Ausgabe fotografisch begleitet, um einen hochwertigen Bildband über die internationale weibliche Jazzszene zu konzipieren. Im Fokus stehen die Künstlerinnen, die in den vergangenen zehn Jahren beim Festival WOMEN IN JAZZ zu Gast waren, darunter Jazzgrößen wie Hiromi Uehara, Simphiwe Dana, Makiko Hirabayash, Julia Hülsmann, Candy Dulfer, Marylin Mazur, Ayse Tütüncü, Caroline Thon, Paula Morelenbaum, China Moses, Catherine Russell, Jane Monheit und Sidsel Endresen. Der Stuttgarter Fotograf Rüdiger Schestag präsentiert in seinem Hochglanz-Bildband nicht nur Fotos vom Auftritt der Künstlerinnen, sondern auch spannende Einblicke in den Backstage-Bereich sowie ausdrucksstarke Portraitfotos. Das Buch ist ca. 250 Seiten stark und 30×30 cm groß. Mit dem Projekt ist nicht nur eine fotografische Chronik des Festivals WOMEN IN JAZZ entstanden, es bildet auch die aktuelle internationale weibliche Jazzszene ab. Damit leistet es einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Frauen im Jazz. Um dieses Projekt zu finanzieren, hat Rüdiger Schestag in Kooperation mit dem Festival WOMEN IN JAZZ eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. …

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Die vielen Talente der Jutta Hipp – eine umfangreiche Dokumentation gibt Auskunft

Von Dietrich Schlegel. Gleich zu Beginn sei es gesagt: „The Life And Art Of Jutta Hipp – Hipp is cool“ ist eine verlegerische und jazzhistorische Großtat des Musikproduzenten Micha Gottschalk und der Jazzmusikerin und Musikpädagogin Ilona Haberkamp. Ganz wesentlich war auch der Jazzhistoriker Gerhard Evertz, Verfasser eines Buches über „Jutta Hipp – ihr Leben & Wirken“, an Recherche und Dokumentation beteiligt. Eine stabile Box im 12“ Format alter LPs enthält ein schwergewichtiges, reich bebildertes Buch voller informativer Texte und Dokumente, ein Beispiel hoher Buchkunst, noch beeindruckender als Gottschalks 2014 in ähnlicher Aufmachung erschienene Text- und Musikdokumentation „mood records cologne Gigi Campi: Jazz in West Germany 1954 – 1956 – The First Independent Modern Jazz Label in Europa“. So wurde dieses Gesamtkunstwerk zu einer bibliophilen Hommage auf Jutta Hipp, die am 4. Februar 1925 in Leipzig geborene und am 7. April 2003 in Queens/N. Y. gestorbene einst als „First Lady of European Jazz“ gefeierte Pianistin, die über Jahre in Europa auch die einzige Jazzmusikerin an einem Instrument war. Sonst gab es nur Sängerinnen. In diesem Jahr wäre sie 90 Jahre alt geworden. Der Inhalt dieser Box …

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