Festival jazzopen Stuttgart eröffnet mit Verleihung der German Jazz Trophy 2019 an Dee Dee Bridgewater

Stuttgart. Über 50 Acts in elf Tagen auf fünf Bühnen. Nach der 25-jährigen Jubiläumsfeier im Juli letzten Jahres präsentieren die jazzopen Stuttgart vom 4. bis 14. Juli 2019 erneut ein vielfältiges Programm, in dem Jazz trotz allem Popstarrummel noch immer die DNA darstellt. Der Veranstalter Opus rechnet Pop-timistisch mit einem Besucherrekord von über 50.000. Auf der jazzopen-Hauptbühne im Ehrenhof des Neuen Schlosses treten Bob Dylan, Sting –„My Songs und Jamie Cullum & LP auf. Im Vorprogramm stehen Rickie Lee Jones, José James und das Moka Efti Orchestra feat. Severija auf der Schlossplatz-Bühne. Auf der zweiten Hauptbühne im Innenhof des Alten Schlosses präsentiert das Festival Mnozil Brass –„Gold“, Bobby McFerrin –„Gimme 5“ Chilly Gonzales & Kaiser Quartett sowie Chick Corea –„My Spanish Heart“. Als Festival-Auftakt ist erneut die Verleihung der German Jazz Trophy im SpardaWelt Eventcenter geplant  – dieses Jahr wird die Auszeichnung an die US-amerikanische Sängerin Dee Dee Bridgewater verliehen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert sowie mit einer Statue des Stuttgarter Bildhauers Otto Hajek. Er wird verliehen von der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg, der neuen musikzeitung und JazzZeitung.de Aus der …

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Nach Folk-Jazz kommt der elektronische Folk: Sophie Hunger kreiert stellare Sounds aus Electropolis

Moleküle hört sich natürlich besser an, als Entrümpelung. Bevor Sophie Hunger aber daran gegangen ist, ihr neues Album „Molecules“ aufzunehmen, hat sie ganz viel entrümpelt. Vielleicht entrümpeln müssen, denn bei der Schweizerin hatte man schon bislang den Eindruck, sie lässt Bekanntes gern zurück und setzt sich neu zusammen. Das Unerwartete, Überraschende, manchmal auch Ungewöhnliche als konzeptioneller Gegenentwurf zum Vorhersehbaren. Nach dem erfolgreichen, folkig-jazzigen „Supermoon“ unternimmt sie mit ihrem sechsten Studioalbum einen besonders gründlichen Schnitt. Ohne Wehmut hat sie herkömmliche Instrumente über Bord geworfen und dafür Synthesizer, Drumcomputer und digitale Klänge in ihre Musik geholt. „Minimal electronic folk“ bezeichnet sie die pochenden Grooves und coolen Klänge, aus welchen sich ihre bildhaft-lyrischen Songs zusammensetzen. Erstmals singt sie zudem ausschließlich auf Englisch, lässt die anderen Sprachen hinter sich. „Ich wusste immer, dass es mit dem Sprachenmix nicht ganz koscher ist“, begründet sie ein wenig fadenscheinig ihre Entscheidung für den internationalen Markt. Nicht zuletzt ist „Molecules“ ihr persönlichstes Album. Denn neben den politischen Minen, die überall explodieren, ist auch ihre eigene Welt auseinander geflogen. Eine Welt in Aufruhr. Dieser rückt Hunger mit oft scharfkantig assoziativer Sprache, eigenwilligen Gedankenketten und …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 27.08. bis 02.09.2018

Ein kleiner Blick in die Jazzwoche 35 im Radio. Ab jetzt mit dem ARD Radiofestival 2018. Wochentags von 23:35 bis 00:00 auf hr2-kultur | MDR Kultur | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR2 KulturRadio | SWR 2 | WDR 3. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz 27.08.2018 17:50 bis 18:00 | SWR 2 SWR2 Jazz vor Sechs – Galt MacDermot: Ain’t got no – I got life,  Hair (Musical, 1967) 19:04 bis 20:00 | hr2-kultur Hörbar: Musik grenzenlos 19:35 bis 20:00 | MDR Kultur MDR KULTUR – Jazz Lounge: Silje Nergaard, …

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CD-Rezension: Hudson

„Hudson“ – so der Titel des neuen, auf dem Label Motéma erschienen Albums, das auf den ersten Blick profan und unscheinbar wirkt, bis man auf die Besetzungsliste der Formation schaut: Eine Erntedankfestbesetzung mit Jack DeJohnette, John Scofield, John Medeski und Larry Grenadier. Was die vier dann auf dem Album soundtechnisch anstellen ist schier unglaublich. Gleich das erste Stück, eine tiefgründige Gemeinschaftskomposition, groovt, schnarrt und lässt aufhorchen, was dann im Weiteren folgt. Nämlich ein gelungener Mix aus Eigenkompositionen und Titeln von Bob Dylan, Joni Mitchell, Jimi Hendrix, The Band und Bruce Hornsby/DeJohnette. Das Ganze ist damit eine hochkomplexe Mischung aus Jazz, Rock und Popmusik, die sich die vier Musiker vorgenommen haben und in unvergleichlicher Weise aufarbeiten. Da zeigt die erste Garde des Jazz jungen Cats, wo soundtechnisch der Hammer hängt, wie man Pop- oder Rockstandards mit Verve spielt, diese ihre innerste Seite offenbaren, immer fresh, am Puls der Zeit und eindrucksvoll interpretiert. John Scofield spielt fein und nuanciert, da kommen Erinnerungen an frühe Alben wie „Shinola“ oder „Out Of The Light“ auf, Medeski zaubert auf seinen Tasteninstrumenten einen geradlinigen, pulsierenden Fusionsound, ohne dabei irgendwie angestaubt zu …

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Eve Risser’s White Desert Orchestra @ Jazzfest Berlin. Foto: Petra Basche

Jazzfest Berlin 2016 (4) – Fegefeuer, Turbine und das/der Rauschende

Bisher war das Jazzfest Berlin 2016 eher „naja“. Der letzte Abend brachte die Wendung, es war Stimmung im Saal, es wurde auch mal gebuht. Irgendwer im Publikum durfte lautstark behaupten: „Das ist doch kein Jazz“. Emotionen! Die Antwort darauf kann nur lauten: Wenn man Jazz nur an den Namen, nicht aber an der Musik festmacht, dann habe der Jazz sich eben selbst kannibalisiert. Aber nehmen wir die Aussage als Frage auf: Was ist Jazz? Der Abend im Haus der Berliner Festspiele lieferte drei Antworten. Fegefeuer des Einfachen Julia Holter & Strings Julia Holters Musik lässt sich sicher ganz einfach und trivial beschreiben als Singer/Songwriter-Show mit ihr selbst an Stimme und Keyboard (immer schön leicht in den Songstrukturen freundlich singend), einer Rhythmusgruppe, einem Saxophon und einem Streichtrio (!). Holter hat darauf Arrangements gesetzt, die einfach perfekt waren, in Tonsatz und Timing. Man wird vergebens nach dem virtuosen Solo suchen, denn das gab es nicht. Kammermusik als ArtPop, so wie man es vielleicht verbinden mag mit der brodelnden Zeit der 80er und 90er Jahre, als die Genres ineinandergriffen und Bernd Leukert im Hessischen Rundfunk seine „Avantgarderobe“ lancierte. …

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I got rhythm. Kunst und Jazz von 1920 bis heute

Menschen mit umgehangenen Audio-Guides, die durch ein Museum laufen, sind heute wirklich nichts Außergewöhnliches. Aber was ist das für eine Ausstellung, in der die Menschen dabei lächeln, mit Kopf und Hüfte wippen und andere Besucher zum Tanz auffordern? So geschehen und gesehen in der großen Sonderausstellung „I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920“ im Kunstmuseum Stuttgart und noch möglich bis zum 16. März 2016. Die Ausstellung untersucht die vielfältigen Wechselwirkungen von Jazz und Bildender Kunst. Vom Futurismus bis zur Gegenwart reicht die Who’s Who-Liste der bildenden Künstler, die Jazzfans waren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Jazz die Zukunft der Musik und zugleich das erste weltweite Pop-Phänomen. Anhand spektakulärer Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen zeigt die große Sonderausstellung „I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920“, dass der Jazz in den letzten einhundert Jahren und bis in die Gegenwart hinein ein internationaler Impulsgeber war. Eine umfassendere Schau zur Wechselbeziehung zwischen bildender Kunst und Jazz hat es bislang in Deutschland nicht gegeben. Die Ausstellung ist der Höhepunkt zum 10-jährigen Jubiläum des Kunstmuseum Stuttgart, das unter dem Thema „Kunst & Musik“ steht. Innerhalb kürzester …

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Jazzfest Berlin 2015: Berliner Festspiele veröffentlichen Programm, Kartenverlosung

Das Jazzfest Berlin 2015 präsentiert mit dem neuen künstlerischen Leiter Richard Williams vom 5. bis 8. November über 120 Musiker/-innen aus 5 Kontinenten. Das Festivalprogramm ist jetzt online und der Kartenvorverkauf startet. Wir verlosen in Kooperation mit dem Jazzfest 2×2 Karten für Freitag, den 06.11.15, 20:00 Uhr, Haus der Berliner Festspiele – Große Bühne – The Keith Tippett Octet „The Nine Dances Of Patrick O’Gonogon” & Miguel Zenón Quartet  „Identities Are Changeable“. Bitte schicken Sie bis 20. Oktober eine Mail an gaisa@jazzzeitung.de mit dem Betreff „Jazzfest Berlin“ und unter Angabe Ihrer Postadresse. Das folgende Interview mit Richard Williams führte Ralf Dombrowski und wird auch in der kommenden Print-Ausgabe der neuen musikzeitung 10-15 zu lesen sein. Richard Williams versucht sein Glück. Und er hat gute Voraussetzungen. Hierzulande kennt man den 68-jährigen Briten kaum, auch wenn er Bücher über Miles Davis oder Bob Dylan geschrieben hat und den angesehenen Insider-Blog thebluemoment.com betreibt. Außerdem startet er mit neuem, verjüngtem Team in die Zukunft der Berliner Jazztage. Viel Freiheit also für ein Festival mit großer Tradition.  neue musikzeitung: Herr Williams, wie wurden sie in Deutschland empfangen? Richard Williams: Ich verstehe die Leute gut, die …

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Bakken und Waits – geht das?

Die Mischung ist erst einmal gewöhnungsbedürftig: die melancholisch-schmutzigen Songs des großen Tom Waits, begleitet vom cleanen Sound der hr-Bigband und gesungen von Norwegens Glamour-Star Rebekka Bakken. Doch es funktioniert (meistens), so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten. Die Idee zu dieser Produktion, die Ende Mai auf CD bei Universal erschienen ist, hatte der Bigband-Arrangeur und –Dirigent Jörg Achim Keller. „La Bakken“ wäre selber nie darauf gekommen: „Tom Waits ist so einzigartig“, sagt die Sängerin, „ich wäre nie auf die Idee gekommen, seine Stücke zu interpretieren. „ Trotzdem willigte sie ein und suchte zusammen mit Schäfer 16 geeignete Songs aus, die anschließend passend arrangiert wurden. Der Vokalistin ließ er dabei viel Raum: „Ich war völlig frei“, stellt Rebekka Bakken weiterhin fest, „auf die Musik und meine eigenen Assoziationen und Gefühle zu reagieren.“ Live zu erleben war dieses Projekt bereits 2013, jetzt liegt die Aufnahme auf CD vor. Natürlich muss man sich erst einmal an die klare Stimmer der Norwegerin, die so fast gar nichts mit den rauen Tönen des Waits-Interpretationen zu tun hat, gewöhnen. Fans beider Künstler werden trotzdem oft ihre Freude an „Little …

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