Jun 192017
 
+++news +++ 20 Jahre Vorstudium Jazz in Köln +++ Joe Zawinul-Gedenk-Konzert in Steyrermühl +++ "Ten Strings Duo" in Hürther +++

+++ Jubiläum: 20 Jahre Vorstudium Jazz in Köln +++ Ab September 2017 beginnt der einjährige Fortbildungskurs „Vorstudium Jazz“ der Offenen Jazzhaus Schule in Köln. Dieser Kurs wendet sich an Musiker, die an einer zielgerichteten, intensiven Ausbildung unter Anleitung profilierter Dozenten interessiert sind. Es eignet sich insbesondere zur direkten Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule. Die Teilnehmer können bereits vorhandenes Wissen vertiefen und auffrischen oder Neues in kompakter und systematischer Weise erlernen. Das „Vorstudium Jazz“ dient darüber hinaus als Kontaktbörse, bei der sich Musiker mit [… mehr]

Mrz 242017
 
ABGEHÖRT: Ralph Towner - My Foolish Heart   &   Bill Evans Trio - On A Monday Evening

Es gibt Aufnahmen, die prägen und begleiten einen ein ganzes Leben lang. Ralph Towners erstes ECM Soloalbum „Diary“ von 1973 ist -zumindest für mich- eine davon. Auch im Laufe der Jahre hat sie nichts an Frische verloren. Es folgten vier weitere beachtliche Soloaufnahmen von ihm:  „Solo Concert“, „Ana“, „Anthem“ und „Time Line“. In gewisser Weise stellen Towners Solowerke eine Art musikalische Bestandsaufnahme dar und ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Leben und seine Diskografie. Nun ist gerade das sechste Solo-Werk [… mehr]

Dez 192016
 
Brubeck for Two –  Die CD „IN YOUR OWN SWEET WAY“ von Sabine Kühlich und Laia Genc

Von Dietrich Schlegel – Eine der schönsten und originellsten CDs dieses Jahres ist zweifellos „IN YOUR OWN SWEET WAY – A Tribute To The Great Dave Brubeck“, ein Duo der Aachener Sängerin/ Saxophonistin Sabine Kühlich und der Kölner Pianistin Laia Genc (Double Moon Records). Gut Ding will Weile haben – das alte Sprichwort trifft haargenau den Werdegang und Reifeprozess, den dieses Album seit 2009 bis zum Release im Frühjahr durchschritten hat. Über den Verlauf gaben die beiden erfolgreichen und sympathischen Musikerinnen, die [… mehr]

Aug 292016
 
Vom Hot Club de France in die Sesamstraße – ein Nachruf auf Toots Thielemans

In Brüssel, wo Jean Thielemans am 29. April 1922 geboren wurde, spielte er als Kind zunächst Akkordeon im Café seiner Eltern. In den Jahren 1943 und 44 wechselte er zur Gitarre und spielte die Musik der Platten von Django Reinhardt und Stephane Grappelli nach. Doch sein Lieblingsinstrument blieb sein „Toy“, das Spielzeug: die Mundharmonika. Jetzt starb Thielemans am 22. August im Alter von 94 Jahren in Brüssel. Aus diesem Anlass publiziert www.jazzzeitung.de die Laudatio, die Andreas Kolb anlässlich der Verleihung der German [… mehr]

Jun 152016
 
Music To Feed The Soul - Anne Hartkamp legt zwei neue Alben vor: "Dear Bill" und "Songs & Dances"

Wer heute Anne Hartkamp hört, im Konzert oder auf CD, ihre Entwicklung zu einer unserer vielseitigsten und profiliertesten, immer authentischen Jazzvokalistinnen seit Jahren verfolgt, kann kaum glauben, dass ihr zu Beginn ihrer Karriere abgeraten wurde, Jazz zu singen. Ihre Stimme sei zu hell. Jazzsängerinnen hatten, in den Achtzigern, schwarz, dunkel, rauchig zu klingen. „Aber ich wollte diese Musik machen, ich habe dafür gebrannt!“ Noch heute schwingen Enttäuschung, aber eben auch Trotz und Entschlossenheit mit, wenn sie über jene Zeit spricht. „Ja, ich [… mehr]

Sep 222015
 
+++ News +++ Jazz Federation Hamburg präsentiert: Phronesis im Cascadas +++ Jazzclub Leipzig: Termine im Oktober +++ 23. Jazzfest Kassel +++

+++ Phronesis – Piano-Trio der internationalen Spitzenklasse im Cascadas +++ Brillanz, Einfallsreichtum und Dynamik, Individualismus, Kennerschaft und Konstanz kennzeichnen das internationale Piano-Trio Phronesis um den dänischen Kontrabassisten Jasper Hoiby, den schwedischen Schlagzeuger Anton Eger und den englischen Pianisten Ivo Neame. Diese aufregende Band gastiert am Freitag, 9. Oktober, im Rahmen der Konzertreihe der Jazz Federation Hamburg im Cascadas. Schon bald, nachdem sich das Trio Phronesis im Jahr 2005 zusammen gefunden hatte, hatte es sich in der quirligen Londoner Szene einen Ruf erspielt [… mehr]

Apr 102015
 
11 Millionen Facebook-Freunde sollt ihr sein

Eher durch einen Zufall und durch Langeweile durchforstete ich das Facebook-Universum, um ein Fan von Keith Jarrett zu werden. Der hat ja bald einen runden Geburtstag. Ich erinnerte mich an eine Sendereihe von Peter Rüedi aus den frühen 80er Jahren beim NDR, als der noch so etwas wie einen Kulturkanal hatte, der simpel NDR 3 hieß. Rüedi hatte in elf Folgen die musikalische Geschichte von Jarrett aufgezeichnet bis „Nude Ants“ mit dem verheißungsvollen Untertitel „Die Geometrie der Inspiration“. Das kam alles aufs [… mehr]

Nov 102014
 
Pianistische Entdeckung zwischen Orient und Okzident: Der aserbaidschanische Pianist Elchin Shirinov im Düsseldorfer Schauspielhaus

Von Stefan Pieper:   Als der aserbaidschanische Pianist Elchin Shirinov von der Bühne kam, hielt er einen Zettel mit Buchstabenkombinationen in der Hand. Es sind die notierten Akkordfolgen, die seine Mitmusiker als Leitfaden auf den Notenständern haben – das muss genügen, denn wahrer echter Jazz, lebt von der Improvisation. Und in dieser Hinsicht bot dieser Ausnahme-Tastenkünstler sowie seine aserbaidschanisch-britische Band im Düsseldorfer Schauspielhaus Weltklasse! Es kann kein Zufall sein, dass die Jazz-Szene von Baku zu den lebendigsten weltweit gezählt wird. Die Volksmusik des [… mehr]

Sep 152014
 
Dieser Eintrag ist Teil 10 von 15 Teilen der Serie: Improvisationen über Improvisation

Meine erstes Jazzalbum war „Portrait in Jazz“ des Pianisten Bill Evans. Vom Cover blickte mir ein adrett gekleideter Endzwanziger entgegen, mit Seitenscheitel, Intellektuellenbrille und traurigem Gesichtsausdruck. Das Album war fortan Dauergast in meinem CD-Spieler, und auch wenn mich die gesamte Aufnahme auf vielfältige Art faszinierte, so stach doch ein Stück besonders heraus: „When I Fall In Love“. Diese Klangfarben! Dieser Sound! Diese sensible Eleganz, die feine Melancholie in der Ausgestaltung von Melodie und Improvisation! Das Stück sprach direkt zu mir und war [… mehr]

Sep 012014
 
Dieser Eintrag ist Teil 9 von 15 Teilen der Serie: Improvisationen über Improvisation

Jerome Kerns „All the things you are“ ist ein Musikstück, das einem im Jazzkontext häufig begegnet – ein sogenannter Standard. Wie so viele Stücke aus dem Great American Songbook wurde es ursprünglich für ein Broadway-Musical („Very warm for May“, 1939) geschrieben. Das Musical war schnell vergessen, der Song aber erwies sich als Hit: die „Coverversionen“ von Tommy Dorsey (1939) und Frank Sinatra (1945) schafften es beide auf Platz eins der Hitparade (… wie ich dieses Wort liebe!). Die frühen Vokalversionen – wie [… mehr]