+++News+++ Musik-Verbände kritisieren Reduzierung des Etats für den APPLAUS+++ UDJ sieht ECHO JAZZ-Neuauflage als Chance+++

Musik-Verbände warnen vor Reduzierung des Etats für den Spielstättenprogrammpreis APPLAUS Anlässlich des Starts der Antragsphase beim APPLAUS kritisieren die Bundeskonferenz Jazz und LiveKomm gemeinsam mit weiteren Partnern die drohende Halbierung des Budgets des Spielstättenprogrammpreises. Konnten im vergangenen Jahr noch 86 Clubs und Veranstaltungsreihen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro werden, ist im Haushaltentwurf 2018 nur noch die Hälfte der Gelder vorgesehen. Es stehe der wichtige Schwung auf dem Spiel, mit dem in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland die Landschaft der Musik-Clubs belebt wurde. An den vielen prämierten Orten hochwertiger Live-Musik aus den bisherigen Jahren des Preises, sind die positiven Effekte des APPLAUS unübersehbar. Durch ein höheres Budget könnten mehr preiswürdige Programme mit höheren Preisgeldern ausgezeichnet werden. Folglich könne es nicht nur mehr ausgezeichnete Spielstätten geben, die den Preis überaus verdient hatten, sondern könnten diese auch zusätzliche Konzerte mit höheren Gagen für die Musiker*innen durchführen. Als gemeinsamer Preis für Jazz, Rock und Pop ist APPLAUS ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zum Teil sehr unterschiedlicher Musikgenres und Szenen. Er würdigt die herausragende kulturelle Leistung der kleinen Spielstätten des Jazz, Rock und Pop, stärkt sie strukturell und lässt …

Weiterlesen

Bewerbungsphase für APPLAUS Musikpreis startet

APPLAUS (Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten) würdigt zum sechsten Mal bundesweit kulturell herausragende Livemusikprogramme. Die Bewerbungsphase startet am 14. Mai und läuft bis 22. Juni 2018. Mit dem Musikpreis  werden Clubbetreiber und Veranstalter für ihre herausragenden Livemusikprogramme von Pop bis Jazz gewürdigt. Der Förderpreis soll mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Kulturorte und Livemusikprogramme  ̶ verbunden mit einer konkreten finanziellen Förderung̶    schaffen. Bewerben können sich Clubbetreiber und Veranstalter aus allen Genres der Popularmusik, wie zum Beispiel Rock, HipHop, elektronischer Musik, experimenteller Popmusik oder eben auch Jazz. Kulturell herausragende Livemusikprogramme zeichnen sich beispielweise durch qualitativ anspruchsvolle, trendsetzende und kreative Konzertangebote aus. Die Auszeichnungen gliedern sich in drei Kategorien: Spielstätten mit regelmäßig mehreren Livemusikveranstaltungen in der Woche im Jahr 2017 Spielstätten mit durchschnittlich einer Livemusikveranstaltung pro Woche im Jahr 2017 Spielstätten sowie Veranstalter, die im Rahmen fester Programmreihen mindestens 10 Livemusikveranstaltungen im Jahr 2017 Außerdem gibt es in diesem Jahr kategorieübergreifend weitere Auszeichnungen für das bestes „Programm im ländlichen Raum“ und „Gleichstellung“. APPLAUS ist der höchstdotierte Bundesmusikpreis. Die mit der Auszeichnung verbundenen Förderprämien, in einer Gesamthöhe von circa 870.000 Euro sollen die Clubbetreiber und Veranstalter in ihrer Arbeit unterstützen …

Weiterlesen
jazz_news. Motiv. Foto: Hufner

Bundeskonferenz Jazz beglückwünscht APPLAUS-Gewinner 2017

Die Bundeskonferenz Jazz beglückwünscht die 86 Clubs und Veranstaltungsreihen, die am 25. Oktober bei der Preisverleihung im Alten Schlachthof in Dresden mit insgesamt 1,8 Millionen Euro Preisgeld von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem Spielstättenprogrammpreis APPLAUS, dem höchstdotierten Bundesmusikpreis, ausgezeichnet werden. „Unser Dank geht an die vielen mutigen Programmmacher*innen, die jenseits kommerzieller Interessen hochwertige und innovative Künstler*innen und Bands engagieren“, erklärt Kornelia Vossebein, BK Jazz Vertreterin in der Steuerungsgruppe APPLAUS. „Dazu benötigen sie weiterhin finanzielle Unterstützung und Anerkennung, sowohl der Kommunen als auch der Länder und des Bundes.  Großartig also, dass exakt im fünften Jahr des APPLAUS die zur Verfügung stehenden Bundesmittel mehr als verdoppelt wurden. Dadurch konnten noch mehr preiswürdige Programme mit höheren Preisgeldern ausgezeichnet werden. APPLAUS ist inzwischen unverzichtbar für die bundesweite Spielstättenlandschaft, ein langfristiger Ausbau der Mittel daher mehr als wünschenswert.“ Die BK Jazz ist Initiator und Partner des Preises (APPLAUS = Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten), der seit 2013 jährlich vergeben wird, um kulturell herausragende Livemusikprogramme zu fördern, die maßgeblich zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutschland beitragen. Im fünften Jahr seines Bestehens konnten die Preisgelder des Programmpreises mehr als verdoppelt werden und damit auch deutlich mehr …

Weiterlesen

+++ news +++ Bayreuther Jazz-November +++ Jazzwoche Hannover +++ Göttinger Jazzfestival +++

+++ Bayreuther Jazz-November +++ Der Bayreuther Jazz-November präsentiert sich in seinem elften Jahr vom 9. bis 12. November musikalisch noch breiter aufgestellt. Das mehrfach ausgezeichnete Jazzforum (Kulturpreis 2017 der Stadt Bayreuth, Spielstättenprogrammpreis bzw. APPLAUS 2013, 2014 und 2016) zündet als Veranstalter die nächste Stufe für das Herzensprojekt Bayreuther Jazz-November. Beinahe könnte man ihn „Allstar-Jazz-November“ nennen, wenn da nicht die Spätkonzerte wären mit spannenden jungen Projekten. Wenn an den Festivaltagen um 20 Uhr die Jazzgrößen Makiko Hirabayashi, Marilyn Mazur, Rolf Kühn, Jasper van‘t Hof, Tony Lakatos, Wolfgang Haffner oder Christopher Dell auf der Bühne im Becher stehen, machen sich die jungen Wilden schon mal warm: Mario Rom im Glashaus oder die fulminante Jazzrausch Bigband und die meistgehörte deutsche Jazz-Soul-Stimme Pat Appleton im Lamperium. In Kooperation mit den Kulturfreunden Bayreuth kommt sogar ein ganzes Orchester auf die Bühne des Zentrum, um mit dem David Gazarov Trio und der Sängerin Fola Dada den Sonntag Nachmittag mit dem Great American Songbook zu versüßen. In den Werkstätten der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne gibt es einen Workshop für Kinder mit Percussion am halbfertigen Flügel. Und zusammen mit Kino ist Programm e.V. …

Weiterlesen

Feuriger Gypsy-Swing im prasselnden Regen

Außergewöhnliche Band um den Gitarristen Helmut Nieberle lässt beim Konzert im Regensburger Thon-Dittmer-Palais die Musik Django Reinhardts und Stephane Grappellis aufleben  Es ist eines der ungewöhnlichsten Konzerte des Jahres gewesen – musikalisch, aber auch von den Umständen her. Soviel kann man schon jetzt über das Tribute-Konzert für  Django Reinhardt und Stephane Grappelli im Hof des Thon-Dittmer-Palais beim Palazzo-Festival sagen. Pünktlich zur Pause meldete sich eine Regenfront mit dem ersten Schauer, der mit ein paar Unterbrechungen gegen Ende in einen ordentlichen Dauerregen übergegangen war. Eingehüllt in blaue und transparente Plastikfolien, harrte das Publikum bis zur Zugabe und „einer weiteren Überraschung“ unverdrossen auf den längst feuchtnassen Stühlen aus. Während strömender Regen auf die Regencapes und Zeltdächer prasselte und damit ein zusätzliches Klangspektrum eröffnete, nahmen hinter der sechsköpfigen Band auf der Bühne sechs weitere junge Gitarristen auf bereitstehenden Stühlen Platz. Allesamt Schüler Helmut Nieberles, der das fantastische Konzert in dieser außergewöhnlichen Besetzung auf die Beine gestellt hat, spielten sie eine beschwingte Version von Reinhardts „Minor Swing“ in A-Moll, das dieser 1937 mit Grappelli geschrieben und mit dem „Quintet of the Hot Club of France“ veröffentlicht hat. Bei der …

Weiterlesen

Das Martin Auer Quintett mit dem JJO im Dresdner Jazzclub Tonne

Martin Auer im Quintett mit Florian Trübsbach an den Reeds, dem Bassisten Andreas Kurz, Bastian Jütte am Schlagzeug und dem Pianisten Rolf Langhals unter Leitung des Trompeters im „Sommercamp“ mit dem Jugend-Jazzorchester Sachsen. Ein Woche lang probte und musizierte das JJO zusammen gemeinsam mit dem Quintett, um dann durch die Städte Colditz, Dresden, Leipzig und Bad Elster zu touren und ein abendfüllendes Programm zu präsentieren. Die Arrangements stammen von den Mitgliedern des Auer Quintetts. Gemeinsam mit dem Quintett und abwechselnd Florian Trübsbach sowie Martin Auer am Pult präsentierte sich das JJO in bester Spiellaune. Der Dresdner Jazzclub Tonne, im August normalerweise noch in der Sommerpause, öffnete seine Pforten. Mit guter Stimmung und tosendem Applaus dankte das zahlreich erschienene Publikum für die Aufführung des „Martin-Auer-Quintett trifft JJO“. Originals der Quintett Musiker wie „Computerhead“, „The Streamdreamer“, „Watsoning“ oder das von Jütte komponierte, vertrackte „Four on & Of Five“ wurden einfach klasse gespielt und auch die Soli der JJO-Mitglieder ließen aufhören: ja, es gibt sie, die jungen Talente – bleibt zu hoffen, dass sie dabei bleiben und ihre Spiellaune weiter ausleben. Die Arrangements passten für das JJO wie …

Weiterlesen

+++news +++ 20 Jahre Vorstudium Jazz in Köln +++ Joe Zawinul-Gedenk-Konzert in Steyrermühl +++ „Ten Strings Duo“ in Hürther +++

+++ Jubiläum: 20 Jahre Vorstudium Jazz in Köln +++ Ab September 2017 beginnt der einjährige Fortbildungskurs „Vorstudium Jazz“ der Offenen Jazzhaus Schule in Köln. Dieser Kurs wendet sich an Musiker, die an einer zielgerichteten, intensiven Ausbildung unter Anleitung profilierter Dozenten interessiert sind. Es eignet sich insbesondere zur direkten Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule. Die Teilnehmer können bereits vorhandenes Wissen vertiefen und auffrischen oder Neues in kompakter und systematischer Weise erlernen. Das „Vorstudium Jazz“ dient darüber hinaus als Kontaktbörse, bei der sich Musiker mit ähnlichen Zielen finden. Die Kursleitung hat André Nendza. Weitere Informationen unter http://www.jazzhausschule.de/j3/angebot/vorstudium-jazz oder telefonisch unter: 0221/13 05 65-25   +++ „HEAVY WEATHER“ in the spirit of Joe Zawinul – ein Abend auf der Museumshalbinsel in Steyrermühl +++ 2017 jährt sich der Todestag der Jazz-Legende Joe Zawinul zum zehnten Mal. Im Österreichischen Papiermachermuseum Laakirchen – Steyrermühl gedenkt man dem Weltstar am 8. Juli 2017 mit einem Konzert am Tag nach seinem Geburtstag (Beginn: 19.30 Uhr). Der virtuose norwegische Bassist Per Mathisen hat dafür eine Band der Extraklasse zusammengestellt. Gespielt werden Stücke von Zawinul, Jaco Pastorius und Wayne Shorter sowie von Per Mathisen, dessen Kompositionen eine Hommage …

Weiterlesen
Ron Cherian (1). Foto: Rainer Witzel

BITTE KEINE COLA! Mein nachträglicher Tagebucheintrag in Erinnerung an MOORE, ROGER MOORE

Köln 2001, ein ruhiger Dienstag Abend, vielleicht auch ein Mittwoch oder sogar ein geschäftiger Donnerstag, eigentlich nicht weiter wichtig. Der junge Jazzpianist, Student der HfM Köln im zweiten Semester, sucht die Töne und nebenbei auch sich selbst. Im GLASHAUS, dem Restaurant des Hyatt Regency, wirft er an diesem Abend mit Noten. Der Anzug, eigens dafür besorgt, sitzt. Auswendig läuft’s noch nicht so gut, also liegt lässig das REAL BOOK vor ihm, der Kanon der wahren Jazzsongs. Wäre er Klassikstudent, so würde die ausnotierte „Auswahl leichter bis mittelschwerer Jazzstücke“ aufrecht auf dem Pult stehen, erste Raste. Und er müsste diese ausschweifenden, federnden Handbewegungen machen, die seine frühere Klavierlehrerin schon immer affektiert fand. Sie hatte ihn für seine nüchterneren, rhythmischen Gesten gelobt. Weiter hinten, über den Rhein, gibt sich der Dom kitschig vor dem untergehenden Feuerball. Klingt nach James Bond? Später mehr. Nur so nebenbei: Manche Scheiben im GLASHAUS müssten dringend mal wieder geputzt werden. Alles eine Frage des Sonnenstandes. Eine Melodie, ein paar kryptische Akkordsymbole ohne jede Norm, eine Seite pro Song, spiralgebunden, das muss für die Gage reichen. Für die Kreativität allemal. Es gibt 50 …

Weiterlesen

+++ JazzTime Freising: Das Andy Kurz Trio +++ Die besten Spielstätten gesucht: Bewerbungsphase für „APPLAUS“ startet am 29. Mai 2017 +++

+++ JazzTime Freising: Das Andy Kurz Trio +++ In der Reihe JazzTime Freising lädt der Freisinger Kulturverein 3klang e.V. alle Jazz-Begeisterten am Donnerstag den 1.Juni um 20 Uhr zu einem Abend mit dem Andy Kurz Trio in das Sainerhaus, Freising, Obere Domberggasse 15 ein. Zusammen mit Bastian Jütte (drums) und Tizian Jost (piano) präsentiert der Münchner Bassist Andy Kurz einen Abend mit swingendem Jazz und Bossa Nova. Karten für diesen Jazz-Leckerbissen gibt es im Vorverkauf zu € 12.-/erm. € 8.- bei der Touristen-Information, Freising. An der Abendkasse kosten die Karten € 15.-/erm. € 11.-. Weitere Auskünfte bei 3klang e.V. unter der Nummer 08161/532878 und im Internet unter www.3klangev.de +++ Bewerbungsphase für „APPLAUS – Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“ startet am 29. Mai 2017 +++ Mit dem Musikpreis „APPLAUS – Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“ würdigt Kulturstaatsministerin Monika Grütters Clubbetreiber* und Veranstalter für ihre herausragenden Livemusikprogramme. Mit ihren Konzerten prägen und bereichern diese unser Kulturleben, sowohl in den Metropolen als auch im ländlichen Raum. Der Förderpreis verbindet konkrete finanzielle Unterstützung für die Programmmacher mit mehr öffentlicher Aufmerksamkeit für ihre Konzertangebote. Die Preisgelder werden für die fünfte …

Weiterlesen

Tourabstecher: Fred Frith begeisterte in Regensburg

„Ich freu mich, wir freuen uns aaauf. Fred Frith!“ In seiner Aufregung über den Tourschlenker, den der Musiker mit dem legendären Ruf für einen Auftritt beim Jazzclub Regensburg genutzt hat, vergisst Clubchef Winfried Freisleben ganz, dass da noch zwei andere Musiker mit auf der Bühne stehen. Mit kurzem Nicken nimmt der Gitarrist den Platz neben dem Flügel ein und stellt mit einer gemurmelten Begrüßung „Mister Jason Hoopes on bass“ und „on drums, Mister Jordan Glenn“ vor. Solide englische Höflichkeit, die dem in Kalifornien lebenden und lehrenden Musiker in den legereren USA unberufen nicht abhanden gekommen ist. Hoopes und Glenn, beide Abgänger des renommierten Mills College in Oakland, sind gut eine Generation jünger als Frith. Zwei Tage zuvor feierte der seinen 68. Geburtstag. Bemerkbar macht sich das gelegentlich, wenn Frith in Soundtüfteleien und Gefrickel vertieft, spürbar abgeklärter wirkt, während der schwarzgelockte Bassist wie unter Strom wuchtige rhythmische Breitseiten abfeuert, vertrackt kontrastiert, immer wieder aufs Tempo drückt. Dennoch ist die gemeinsame Haltung, aus dem Moment heraus eine von Stil- und Genregrenzen befreite, nach vielen Seiten offene Musik zu kreieren, auch bei musikalischen Sticheleien durchwegs spürbar. Transportiert werden …

Weiterlesen