50 Jahre Jazzwoche Burghausen – „it has lines in its face“

„Gute Musik ist immer aktuell, schlechte nie“ – getreu diesem Zitat von Festivalorganisator und Macher Joe Viera fand dieses Jahr die 50. Jazzwoche Burghausen statt. Mit einem engagierten, interessanten Programm und Höhepunkten, die so manchen Jazz- und Musikfan noch lange schwärmen lassen wird. Jazzwoche Burghausen, das ist mehr als nur ein Festival, denn überall ist Musik: die ganze Stadt swingt, in der Fußgängerzone der Altstadt, vor dem Rathaus oder Cafés und last not least natürlich in der Wackerhalle, dem Stadtsaal oder dem traditionsreichen Jazzkeller. Das alles kombiniert mit einer begleitenden Ausstellung im Haus der Fotografie, einer neuen Bronzeplatte für Roy Hargrove – Langeweile oder Müßiggang kommen da zu keinem Zeitpunkt auf – man muss das Festival konzeptionell als Ganzes betrachten. Internationale Stars und Größen wie Ramon Valle, Al di Meola, Terri Lyne Carrington gemeinsam mit Diane Reeves, Angelique Kidjo und Lizz Wright oder Sly & Robbie feat. Nils Petter Molvaer gaben sich dieses Jahr die Klinke in die Hand, um namentlich nur ein paar Highlights aufzuführen, die das Publikum anzogen und begeisterten. Insgesamt gab es in der Tat wenig musikalische Überraschungen, dafür jedoch jede Menge …

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2nd Classical & Beyond Festival in Ottobrunn: Kreuschbrothers feat. Giora Feidman & Bobby Watson

In den vergangenen zehn Jahren sind im Ottobrunner Wolf-Ferrari Haus im Rahmen der Ottobrunner Konzertreihe u.a. Stars und Legenden wie Joachim Kühn, Ralph Towner, John Scofield, Kenny Garrett, Aki Takase, Klaus Doldinger, Alfredo Perl, Pepe Romero, das Hilliard Ensemble, Tulio Peramo, Badi Assad, Eliot Fisk, Al di Meola, Joe Lovano, Dave Liebman oder Rabih Abou Khalil in Ottobrunn aufgetreten! Zu diesem Jubiläum haben die Brüder Johannes & Cornelius Kreusch, die mal im Hintergrund als Organisatoren, mal selbst auf der Bühne stehen, für das Rahmenprogramm des zweiten Classical & Beyond Festivals als „Star-Gäste“ niemand Geringeren eingeladen als die Klezmer-Legende Giora Feidman und den Saxophon-Giganten Bobby Watson. Den ersten Abend des Festivals bestritt Cornelius Kreusch – hoch inspiriert und virtuos – solo am Piano, gefolgt von Johannes Kreusch an der Gitarre im Duo mit dem mittlerweile 82-jährigen Klarinettisten Giora Feidman. Was sich während dieser Begegnung ereignete war mehr als nur faszinierend. Giora Feidman begann mit ultraleisen, aufmerkenden Tönen, die er seiner Klarinette entlockte, im Geiste des klassischen chassidischen Niggun, mit der wundervollen Melodie des hebräischen Volksliedes Hava Nagila. Es folgten Werke von Piazolla bis Schubert. Als Feidman schließlich …

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+++ News +++ Göttinger Jazzfestival stellt Programm vor +++ Dusko Gojkovic im Musiksalon Dießen +++ Zweimal 30-jähriges Jublium: Das BujazzO und LJJO Hamburg in der Elbphilharmonie +++ Kunsthaus Michel empfängt Flötist Fernando Fracassi +++

+++ Göttinger Jazzfestival stellt Programm vor +++ Auch in seiner 41. Auflage präsentiert das Göttinger Jazzfestival vom 10. bis 18. November 2018 internationale Künstler sowie zahlreiche Bands der lokalen Szene, die das Publikum über eine Woche an diversen Spielstätten wie Deutsches Theater, Altes Rathaus und Literarisches Zentrum unterhalten. Unter anderem nach den Auftritten des Rainbow Trios um Gitarristin Susan Weinert, des Alexandra Lehmler Trios und von Eva Kruse am Bass gipfelt das Musikfest in einem dicht bespielten Wochenende. Auf der großen Bühen eröffnet das Living-Being-Quintett rund um den französischen Akkordeonisten Vincent Peirani den Freitagabend, gefolgt vom Trio der Berliner Pianistin Julia Kadel. Zu späterer Stunde gibt sich die funkige Jazzrock-Band von Bass-Urgestein Stanley Clarke (Titelbild) die Ehre. Tags darauf stellt die amerikanische Pianistin Myra Melford ihr Projekt „Snowy Egret“ vor, bevor Gitarrenlegende Al Di Meola am Samstagabend auf der großen Bühne wie gewohnt Jazz, Rock und Weltmusik vermengt. Ab Mitternacht färbt die nur aus zwei Bläsern und Drums bestehende Formation Three Falls zusammen mit der deutsch-afrikanischen Sängerin Melane die Nacht. Zudem treten diverse regionale Jazz-Bands in den kleineren Locations wie Keller und Studio auf. Das …

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+++ News +++ Jazz und Wein-Festival Leibnitz +++ Jazz-Offensive-Essen spricht Kinder an +++ Al Di Meola beim 41. Göttinger Jazz-Festival+++

+++ Jazz und Wein-Festival Leibnitz +++ Vom 27. bis 30. September 2018 findet die sechste Auflage des Jazz und Wein-Festivals im österreichischen Leibnitz statt. Dabei präsentiert Jazztrompeter Wadada Leo Smith am Freitag seine neueste Aufnahme „Nawja“. Unterstützt wird das Improvisationstalent dabei von seinem Great Lakes Quartets aus der Avantgarde Chicagos. Außerdem rivalisieren am Samstagabend zwei afro-kubanische Jazzer am Klavier: Während Omar Sosa als einer der vielseitigen Jazzpianisten der Latinszene gilt, steht Marialy Pacheco nach ihrem Sieg beim renommierten Klavierwettbewerb des Montreux Jazz Festival noch in den Startlöchern.  Freunde von Steve Lacy dürfen sich zudem über das US-Ensemble The Whammies freuen, die die notorisch skurille Musik des verstorbenen Jazzers interpretieren. www.jazzfestivalleibnitz.at/   +++ JOE spricht Kinder an +++ Die Jazz-Offensive Essen (kurz: JOE) setzt sich für mehr Jazztöne auch im Kindesalter ein. Dafür laden die Veranstalter am 29. September 2018 alle Kinder ab vier Jahren ins Katakomben-Theater in Essen ein. Das spielerische Musizieren dreht sich dabei um die Themen Improvisation und experimentelle Musik sowie um die Produktion ungewöhnlicher Klänge. Neben den Nachwuchs-Musikern aus „Jazz for the People“ der Universität Folkwang ist auch Saxophonist Christian Ugurel mit …

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Gelbe Schuhe für Schweden: das Ystad Sweden Jazz Festival

Erfolg der Blue notes in Kurt Wallanders Revier: Beim 8. Ystad Sweden Jazz Festival sorgten Musiker wie Joshua Redman, Edmar Castaneda und Iiro Rantala für großen Erlebniswert – und Nicole Johänntgen präsentierte ein faszinierendes Frauen-Septett. Ein herrlicher Ort für ein Musikfestival: Man kann es nicht anders sagen. Gemütlich ist Ystad, dieser 19000-Einwohner-Ort an der schwedischen Südküste. Eine idyllische Altstadt, ein 750 Jahre altes Kloster, ein poetisch-altmodisches Theater von 1894, historische Innenhöfe wie den mit 500 Jahre altem Backstein-Fachwerk umgebenen Per Helsas Gard – und dann dieses Licht über dem Hafen, dieses gelbliche Schimmern, das bei schönem Wetter die Fassaden so berückend leuchten lässt. Da hält man sich gern auf, jedenfalls mindestens in der ersten Augustwoche, wenn besagte Schauplätze für ein Jazzfestival genutzt werden. Das nennt sich Ystad Sweden Jazz Festival und fand jetzt bereits zum achten Mal statt. Eine – für einen Ort dieser Größe – Riesenzahl von 48 Veranstaltungen an sechs Tagen und die Nutzung einer brandneuen, 1500 Plätze fassenden Handball-Halle fürs mit schwedischen Allstars bestückte Eröffnungskonzert sorgte für einen neuen Besucherrekord: 10 800 verkaufte Karten. Hochstimmung herrschte. Sechs Tage lang. Und auch ohne …

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Unikat auf der ostdeutschen Jazzlandschaft – 40 Jahre Jazzclub Tonne Dresden

Er gehört zu den angesehensten Jazzclubs in Deutschland, ist auf der internationalen Szene bestens bekannt, hatte im Oktober 2015 zum dritten Mal in Folge den renommierten Spielstättenprogrammpreis der Initiative Musik – der Fördereinrichtung für aktuelle Musik der Bundesregierung – erhalten: der Dresdner Jazzclub Tonne. Vor 40 Jahren, am 18. März 1977, wurde er – noch als »IG Jazz« – gegründet. Von Mathias Bäumel Heute wieder in den kultigen Kellerräumen des Kurländer Palais mitten im Stadtzentrum ansässig, bietet die Tonne durchschnittlich drei Live-Konzerte pro Woche mit Weltstars der Jazzszene, mit regionalen Größen und mit vielversprechenden Nachwuchsmusikern. Der Akzent liegt auf avanciertem Jazz mit kleiner Gastronomie, nicht, wie andernorts häufig, auf Kneipe mit Mainstreamjazz-Dudel-Beschallung. Angefangen hat alles vor vierzig Jahren – am 18. März 1977 gründeten Enthusiasten um den Jazzfan und Theatermenschen Frank W. Brauner die Interessengemeinschaft Jazz innerhalb der Kulturbund-Stadtorganisation Dresden. Jazz, vor allem der moderne, galt damals als klingendes Symbol für ein freies Leben als Individuum gemeinsam mit Gleichgesinnten, wurde häufig empfunden als Musik gegen Bürgerlichkeit und Gleichschaltung. Natürlich war diese Initiative Brauners nicht die erste in Dresden. Aber sie hatte – als einzige dieser …

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Geschichtsbewusst: Die 16. Jazztage Dresden widmen sich den lebenden Legenden

Der 16. Festivaljahrgang der Jazztage Dresden ist ganz dem Thema LIVING LEGENDS gewidmet und somit den Stars und Legenden des Jazz. Mit dabei sind einerseits Al Jarreau (Foto. (c) Yvonne Schmedemann), Stanley Clarke, Klaus Doldinger, Chris Barber und Al di Meola, die nach wie vor auf den Bühnen dieser Welt Maßstäbe für nachfolgende Musikergenerationen setzen. Andererseits bieten die Jazztage ein ebensolches Podium für Künstler aus den unterschiedlichsten Genres und Stilen und deren Auseinandersetzung mit großen Musikern der Vergangenheit. Diese reichen von den klassischen Meistern Mozart und Beethoven über Duke Ellington und George Gershwin bis hin zu Michael Jackson, Udo Jürgens und Prince. „Die Jazztage werden in diesem Jahr lebende Legenden nach Dresden bringen und lassen zeitlose Legenden in Jazz-Tributs musikalisch weiterleben“, fasst Kilian Forster, Intendant der Jazztage Dresden, zusammen. Zu den 68 Veranstaltungen vom 4. bis zum 13. November 2016 werden über 250 Künstler aus 35 Nationen an zehn Spielstätten erwartet. Das Programm, Tickets und weitere Infos unter: jazztage-dresden.de

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+++News+++Bass Night+++Jazzwoche Hannover+++24. Jazzfest Kassel

„Bass Night“: Vier Bassisten gastieren bei Jazzparty II am 5. November in Ingolstadt Mit den Gastspielen der Stanley Clarke Band, der Richard Bona Group, dem Renaud García-Fons und dem Dieter Ilg Trio ist die Jazzparty II im Rahmen der Ingolstädter Jazztage in diesem Jahr als „Bass Night“ überschrieben und findet am 5.11.16 im NH Ingolstadt statt. Wer Bass sagt, denkt an Stanley Clarke. Der aus Philadelphia stammende Musiker und Grammy-Preisträger gehört nicht nur zu den Pionieren des Fusion, er ist auch maßgeblich für die Emanzipation des Basses in der zeitgenössischen Musik verantwortlicht. Clarke arbeitete seit Karrierebeginn in den frühen 70er Jahren mit Künstlern wie Billy Cobham, George Duke, Jeff Beck und Herbie Hancock zusammen, war Mitglied der Band Return To Forever (u.a. Chick Corea, Al Di Meola) und spielte Solo-Alben wie „School Days“ ein. Gemeinsam mit seinen drei jungen Begleitern – darunter Wunder-Drummer Michael Mitchell – bringt er live regelmäßig technische Perfektion und überbordende Spielfreude auf einen Nenner. Das gilt auch für die Richard Bona Group. Die nach dem „Afrikanischen Sting“ benannte Formation verknüpft in ihren Klängen afrikanische Tradition mit Moderne; Jazz mit Latin, Rock …

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+++ News: +++ Mehrere Jazzevents klopfen an der Tür: Erding, Görlitz und im Spätherbst: Dresden +++

Einige Jazzevents klopfen nun an die Tür – beginnend am 25. Mai in Erding über Görlitz am 26. Mai bis nach Dresden, wo am 2. Juni der Kartenvorverkauf für die Dresdener Jazztage startet. Am Mittwoch geht es wieder los mit den Konzerten des Jazz Project Erding im renovierten und neu eröffneten HUNTER. Zu Beginn gleich eine Gruppe, die bei ihrem vorherigen Auftritt auf gleicher Bühne einen Erfolg feierte: Die charismatische Sängerin mit der wunderbaren Stimme Julia Schröter, begleitet von Jazzlegenden um den Posaunisten Werner Riedel. Manfred „General“ Hartlieb am Bass, Eduard Israelov (Piano) und der amerikanische Schlagzeuger bilden die Combo des Eröffnungskonzerts am Mittwoch, dem 25. Mai!     Der Beginn der Görlitzer Jazztage rückt näher – in den Straßen strahlen schon die Plakate. Ein Highlight der Jazztage Görlitz, die kolumbianische Band fatsO, ist inzwischen in Deutschland eingetroffen und hat am 1. Mai bereits einen umjubelten Auftritt beim Jazzfest in Bonn hingelegt. Ein weiteres Highlight der diesjährigen Jazztage ist Zoe Rahman aus Großbritannien. Auf jeden Fall einen Abstecher wert! Tickets gibt es auf der offiziellen Website.   Hauptprogramm der Jazztage Dresden steht – Vorverkaufsstart diesen Samstag! …

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Feinster Jazz in der Pfalz und in Bonn

Im Zeitraum vom 25. Juni bis 30. Juli 2016 findet das 20-jährige Jubiläum des Palatia Jazz Festivals an den schönsten historischen Spielstätten in der Weinpfalz statt. Internationale und deutsche Jazzensembles bieten ein aufregendes Musikprogramm und zum Einlass gibt es jeweils ein kleines Jazzkulinarium, bei welchem sich jeder Gast mit Wein und feinen Speisen auf die Konzertabende einstimmen kann. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Streichinstrumenten wie Kontrabass, E-Bass, Geige, Cello und vor allem die Gitarre in allen Varianten. Eröffnet wird das Festival von dem sechsköpfigen L’Orchestre des Contrebasses, was neben der improvisierten Musik auch noch alles auf und mit Kontrabässen getan werden kann, um ein fulminantes Konzert zu spielen. Neben dem Gitarristen Al Di Meola wird auch sein künstlerisches Vorbild und „Godfather of Guitar“, Larry Coryell erwartet. In der Klosterruine Limburg stellt der Jazzerneuerer und Trompeter Christian Scott aus den USA seine neue CD „Stretch Music“ vor, zugleich gefolgt von der japanischen Pianistin Hiromi Uehara mit ihrem Trio Project zu ihrer neuen CD „Spark“. Einige deutsche Künstler, wie der Pianist Franz von Chossy, die Funkband Mo’Blow, das Jazz-Trio Slowfox und die Band mit …

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