Jazz-Festival „Sparks & Vision“ feiert Premiere

Heute vor einem Monat war Heiligabend – auf ein ganz besonderes Geschenk warten wir aber noch immer. Öffnen, bzw. eröffnen wird es am Freitag von Julia Hülsmann (piano) im Stadttheater Regensburg. Und sie legt gleich noch ein Geschenk oben drauf: das Debut von „Heaven Steps to Seven“, ihrem neuen Septett um nationale wie internationale Größen (Eva Klesse, drums; Stephan Braun, cello; Marc Muellbauer, bass; vocals: Lisa Bassenge, Aline Frazao [Ago] und Mia Knop Jacobsen [Dk]).

Das dürfen Jazzfans und solche, die es noch werden, am Freitag den 27. Januar um 19:00 Uhr im Theater Regensburg miterleben. Dann startet Regensburgs erstes internationales Jazz-FestivalSparks & Visions“. Freitag, Samstag (ab 19:00 Uhr) und Sonntag (ab 18:00 Uhr) werden jeweils drei internationale Acts das Theater mit ihren Sounds füllen.

Eröffnet mit „Heaven Steps to Seven“: die Deutscher Jazzpreisträgerin Julia Hülsmann. Foto: Peter Hundert

Den Anschluss an Julia Hülsmann macht „Juniper“: Mit ihren finnischen Landsleuten präsentiert die Saxophonistin Linda Frederiksson ebenso atmosphärischen wie treibenden Nu Jazz. Der Freitag endet mit dem britisch-schwedischen Trio ENEMY, dessen Pianist Kit Downes für die klangliche Vielfalt ihres rhythmisch anspruchsvollen Modern Jazz sowohl den Flügel als auch die Hammond-Orgel bedienen wird.

„Jazz“ im weitesten Sinn

„Für mich hat Jazz ein unerschöpfliches Potenzial im Finden von Anknüpfungspunkten verschiedenster Stilrichtungen. Um das zu zeigen, setze ich im Programm auf Vielfalt“, sagt Veranstalterin und künstlerische Leiterin Anastasia Wolkenstein (hier im Interview mit Jazzzeitung.de). Dementsprechend nimmt das Trio von Elina Duni das Publikum vom Samstag mit ihrer Stimme auf eine Reise durch albanische Folklore und skandinavischem Jazz. Die Programmmitte vom 28. Januar wird hingegen ungarisch: „Santa Diver“ bedienen Jazz, World und Rock – besonderes Merkmal des Trios ist ihr elektrisch verzierter Geigenklang. Wer sich nicht vorstellen kann, wie eine Mischung aus Funk und Drum&Bass klingen mag, kann sich die nötige Inspiration anschließend bei Kamaal Williams’ Trio holen. Dafür gibt es aber keine Garantie: Das gesamte Set der Briten ist improvisiert.

„A Novel of Anomaly“ schließt das Programm. Foto: Gregor Hohenberg

Am Sonntag zeigt die Ungarin Veronika Harcsa ab 18:00 Uhr, mit Debussy-Interpretationen ihres Trios, dass auch „klassisch“ einsortierte Musik durchaus in einem Jazz-Konzert Platz hat. Nicht den Abschluss des Abends, aber den ihrer Debut-Release-Tour begeht das Benjamin Lackner Quartett: das Album „Last Decade“ ist eine melancholische Reflektion Lackners jüngerer Vergangenheit. Den Schlusspunkt hinter das „Sparks & Visions“-Festival-Überraschungspaket setzt „A Noval of Anomaly“ um „Hildegard lernt fliegen“-Gesangskünstler Andreas Schaerer.

Bereits am Samstag, den 04. Februar 2023, sendet BR-Klassik zwischen 18:05 und 22:00 Uhr Mitschnitte des Festivals.

Mehr Informationen zu Festival, Programm und Tickets unter: sparks-and-visions.com


Beitragsfoto: Pawel Sosnowsk

close

Der tägliche
JazzZeitung.de-Newsletter!

Tragen Sie sich ein, um täglich per Mail über Neuigkeiten von JazzZeitung.de informiert zu sein.

DSGVO-Abfrage *

Wir senden keinen Spam! Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.