Fachmesse jazzahead! startet 2021 online – man hofft aber auch auf Konzerte vor Publikum

Die 15. jazzahead!, die Jubiläumsausgabe der größten Jazz-Fachmesse der Welt, sollte ursprünglich von Donnerstag bis Sonntag, 23. bis 26. April 2020, in den Hallen 6 und 7 der MESSE BREMEN stattfinden, das begleitende Festival von Freitag bis Sonntag, 17. bis 26. April 2020. Die gesamte Veranstaltung wurde wegen der Corona-Pandemie kurz vor dem Start abgesagt.


Wer sich auf 2021 vertröstest hat, kann sich zwar darüber freuen, dass die jazzahead! 2021 wieder zurück ist. Er oder sie muss aber damit leben, dass die Fachmesse nur digital stattfinden wird. Unter dem Motto „Close together from afar“ wollen die Veranstalter große Teile der 15. Jazz-Fachmesse von Donnerstag bis Sonntag, 29. April bis 2. Mai 2021, virtuell umsetzen. Dies betrifft in erster Linie die Messe und das Fachprogramm. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den Austausch innerhalb der internationalen Szene und den Teilnehmenden trotz Pandemie unter den bestmöglichen professionellen Bedingungen online stattfinden zu lassen“, sagt Projektleiterin Sybille Kornitschky von der MESSE BREMEN. „Dazu gehören unter anderem digitale Networking-Möglichkeiten sowie Panels und Workshops mit spannenden Inhalten, die für die internationale Szene von Aktualität und Bedeutung sind.“ Zudem sollen Aussteller die Möglichkeit bekommen, eigene Sessions digital anzubieten.

Showcase-Festival 2021 findet statt – Partnerland Kanada setzt ein weiteres Jahr aus

Die ursprünglich für 2020 geplante Showcase-Auswahl übertragen Kornitschky und ihr Team ins Jahr 2021. Das Partnerland Kanada dagegen verschiebt seine Teilnahme auf 2022. Grund ist unter anderem das Reiseverbot der kanadischen Regierung für ihre Staatsbürger in europäische Länder. Mit der Absage des Partnerlandes für 2021 fallen auch die Eröffnung des Festivals im Theater Bremen, das Galakonzert in der Glocke sowie Teile des weiteren Kulturprogramms rund um Kanada aus. So wird auch die Auswahl der Canadian Night auf 2022 verschoben. Trotzdem: Jazz-Fans können im Rahmen der digitalen jazzahead! auf ein paar Überraschungen aus Kanada gespannt sein. Auch die CLUBNIGHT soll in einem neuen Gewand erscheinen. Wie das aussehen, wird zeitnah kommuniziert.

Showcase-Festival wird live in Bremen produziert

Soweit wie möglich werden die Showcase-Konzerte im April in Bremen live für den digitalen Stream produziert. Wo dies nicht möglich ist, sucht die jazzahead! zusammen mit den 32 Bands aus Deutschland, Europa und Übersee nach Alternativen. „Wir planen mit maximaler Flexibilität und lassen uns sogar ein analoges Fenster offen“, so Kornitschky. „Sollte im April Publikumsverkehr wieder erlaubt sein, werden wir den Zugang zu den Konzerten kurzfristig ermöglichen und Tickets anbieten.“ Den Live-Stream wird es zunächst nur für registrierte Fachbesucher geben. Für die breite Öffentlichkeit stehen die Showcase-Konzerte dann zeitversetzt zur Verfügung.

Interessierte können sich für die digitale Veranstaltung ab Mitte Januar über die Homepage www.jazzahead.de registrieren.

Beitragsbild: Als gutes Vorzeichen auf das Partnerlandjahr Kanada und mit großer Spielfreude präsentierte sich der Bassist Nicolas Bédard vom Emie R Roussel Trio aus Québec auf der jazzahead! 2019 im Rahmen der Overseas Night. Pandemiebedingt wird das Partnerland Kanada nun erst im Jahr 2022 bei der jazzahead! groß aufspielen. Foto: Thomas Koch/jazzahead

 

 

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