„Women in Jazz“ Halle 2014

Das 9. Festival „Women in Jazz“ findet vom 1. bis 9. Februar 2014 in Halle (Saale) statt. Wichtige Innovationen im Jazz kamen in den vergangenen Jahren von außerhalb, von der eher Jazzabgewandten Seite der Welt. Das 9. Festival wird diesem Aspekt seine besondere Aufmerksamkeit widmen und zum Grenzgänger werden. Die ausgewählten Projekte sprechen die vielfarbige Sprache des Jazz, suchen aber auch abseits der Alltäglichkeit des Jazz nach neuen spannenden Herausforderungen. Im Mittelpunkt steht das Projekt „Jazz aus der eurasischen Mitte“ mit acht Künstler(inne)n aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die im Jazz bisher kaum mit einander in einen künstlerischen Austausch getreten sind. Der Jazz aus Europa sucht das gleichberechtigte künstlerische Miteinander mit unseren direkten Nachbarn im vorderasiatischen Raum und im Nahen Osten. Den Versuch einer Vervollständigung dieser Idee unternimmt das Festival mit jazzorientierten Künstlerinnen unmittelbar aus dem Nahen Osten – Achinoam Nini, genannt Noa, ist in Tel Aviv geboren, in der New Yorker Bronx jüdisch-orthodox erzogen, als 17-jährige nach Israel zurück gekehrt, hat sie sich zu einer der bekanntesten Sängerinnen in der Welt entwickelt. Die Posaunistin Reut Regev wuchs in Israel auf. Sie zog es nach New York. Hier integrierte …

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Hessischer Jazzpreis 2013 für Vitold Rek

Der Frankfurter Kontrabassist Vitold Rek erhält Hessischen Jazzpreis 2013. Das hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann Ende Oktober in Wiesbaden mitgeteilt. „Der aus Polen stammende Jazzmusiker und Komponist Vitold Rek gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den wichtigsten Protagonisten der Jazz-Szene in Frankfurt und genießt dabei auch international einen ausgezeichneten Ruf“, sagte sie zur Begründung der Auszeichnung. Rek sei als musikalischer Partner von vielen namhaften Musikerkollegen wie Charlie Mariano, Albert Mangelsdorff, Tomasz Stanko, John Tchicai, Karl Berger, Christof Lauer, Ralf Hübner, Heinz Sauer, Günter ‚Baby‘ Sommer, Bob Degen, dem HR-Jazzensemble und nicht zuletzt auch dem Saxophonisten Emil Mangelsdorff hoch geschätzt, dessen Quartett er seit vielen Jahren angehört. In seinen eigenen Besetzungen zwischen Solo und Quartett und insbesondere in seiner Band „East West Wind“ scheinen folkloristische Einflüsse aus seiner polnischen Heimat genauso durch wie die Beschäftigung mit Klezmer und der Musik anderer osteuropäischer Kulturen. Darüber hinaus arbeitet er regelmäßig mit deutschsprachigen Autoren in Projekten zusammen, die das gesprochene Wort mit seiner Solostimme verbinden. Reks Musizierstil wurde von der Fachpresse als „tongewaltig und gleichzeitig elegant und kammermusikalisch“ beschrieben. Plattenveröffentlichungen unter anderem mit Emil Mangelsdorff und Tomasz Stanko erhielten …

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Nils Wogram erhält Albert Mangelsdorff-Preis 2013

Bisher wurde der Albert-Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis) der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) für das Lebenswerk verliehen. Die personell völlig neu aufgestellte UDJ hat sich in diesem Jahr für eine Öffnung der Auswahlkriterien des Preises entschieden. Somit konnte die Jury den Posaunisten und Komponisten Nils Wogram gestern im Rahmen des Jazzfests Berlin als bis dato jüngsten Preisträger ehren. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der GEMA-Stiftung, dem Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes und der GVL gestiftet. Überreicht wurde der Preis erstmalig in Form einer Trophäe des Berliner Metallbaukünstlers Wolfgang Seidel von Julia Hülsmann, Vorsitzende der Union Deutscher Jazzmusiker. Die Laudatio hielt der Publizist Hans-Jürgen Linke, der die Arbeit des Preisträgers seit Jahren verfolgt:  „Nils Wogram steht mit beiden Beinen in der Jazzgeschichte, aber wie alle Posaunisten hat er seine Beine nicht nur zum Stehen und Geerdetsein. Er bewegt sich, und Jazzgeschichte ist für ihn immer eine Herausforderung zur Aneignung, die durchaus kompliziert ausfallen kann. In Root70 hat er gemeinsam mit Hayden Chisholm mikrotonale Spielweisen entwickelt, mit denen er sein eigenes Verständnis von Jazz auflädt. Vor einigen Jahren gab es zum Beispiel ein Album, das …

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Der BMW Welt Jazz Award 2014 – „Sense of Humour“

Der BMW Welt Jazz Award geht in seine sechste Saison: In insgesamt sechs kostenfreien Sonntagsmatineen von Januar bis März 2014 präsentieren sich international hochkarätige Ensembles im Doppelkegel der BMW Welt unter dem Motto „Sense of Humour“. Die Musiker stammen aus den USA, Norwegen, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Das große Finale um den mit 15.000 Euro dotierten Award findet am 3. Mai 2014 im Auditorium der BMW Welt statt. Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass Jazz verkopft, elitär und todernst sein muss. Jedoch spätestens seit der Jazz die Lust am genreübergreifenden Stilmix entdeckt hat, gibt es auch hier wieder Künstler, die die humoristische Seite der Musik betonen – ganz im Sinne von Horace Silvers letztem Album „Jazz has a Sense of Humor“ aus dem Jahr 1999, das für das diesjährige Motto des BMW Welt Jazz Award Pate stand. Maximilian Schöberl, Leiter BMW Group Konzernkommunikation und Politik: „Aufgrund seiner globalen Ausrichtung, dem Renommee der Ensembles, dem Know-how der Jury und der Begeisterung des Publikums wird der Award inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzt. Ich wünsche allen Besuchern auch 2014 wieder ganz besondere Erlebnisse.“ …

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XXL Jazz für eisige Wintertage in Burghausen

Frei nach dem Motto „Mit Pauken und Trompeten in’s neue Jazzjahr“ leiten die Winterkurse der Internationalen Jazz Akademie Burghausen das akademische Jahr 2014 bereits im Dezember ein. Vom 16.-19.12.2013 entleiht die Hochschule für Musik und Theater in München fünf ihrer exzellenten Jazz-Dozenten nach Burghausen: das Ausnahmetalent Axel Kühn am Saxophon, der Groove-Meister am Klavier und der Orgel Andreas Kissenbeck, der charakteristische Trompeter Claus Reichstaller, der Schlagzeuger „Mr Cool“ Michael Keul und der Allrounder-Bassist Henning Sieverts. Als Special Guest und besonderes Schmankerl komplettiert der US-amerikanische Jazztrompeter und -komponist Tim Hagans das erstklassige Team. Der mehrfach ausgezeichnete Musiker mit „lots of emotional breadth“ (Jim Macnie, Village Voice) spielte unter anderem mit Dexter Gordon, Randy Brecker, Peter Erskine und Dave Liebman, war Mitglied des Stan Kenton Orchestraund leitete die schwedische Norrbotten Big Band über 15 Jahre. Unter dieser hochprofessionellen Anleitung wird in gezielten Workshops Arrangement, Stilistik, Zusammenspiel, stilgerechtes Improvisieren, Dynamik und Programmgestaltung behandelt und an der individuellen Jazzsprache eines jeden Einzelnen gefeilt, um das musikalisch-künstlerische Profil der Jungstars zu schärfen. Für die Dauer der Winterakademie findet allabendlich im berühmten Jazzkeller des Burghauser Mautnerschloss‘, eine Jamsession für alle Beteiligten …

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Neues aus Moers

In Moers wird gebaut. Die Umbauten in der neue Festivalhalle haben begonnen. Aktuell wird noch nicht um- sondern nur zurückgebaut was langjährige Nutzung als Theater und Tennishalle übrig gelassen haben. Zum Umzug des Moers Festivals 2014 vom gewohnten Zelt in eine feste Halle haben wohl verschiedene Gründe geführt. Über die Jahre hatten sich die Kosten für die Bewachung des Geländes so stark erhöht, dass sogar Kürzungen bezüglich des Programms nötig waren um das stemmen zu können. Der jährliche Zuschuss durch die Stadt für das nächste Jahr wurde um 50% gekürzt, was Einsparungen beim Festivalprogramm erforderlich macht. Ob es dafür keinen anderen Posten gäbe sei dahingestellt. Ein weiterer Punkt ist die Akustik. Die kann natürlich in einem festen Bau mit geringerem Aufwand besser kontrolliert werden. Leisere Programmpunkte, die in einem Zelt keinen Sinn machen, sind jetzt im Bereich des Möglichen. Dass durch den Umzug weniger Gäste am Festival teilnehmen können und das bisherige Flair des Moers Festivals verloren gehen könnte ist klar. Reiner Michalke, der künstlerische Leiter des Festivals nennt das übrigens eine „schon fast historische Chance, das Festival neu erfinden zu können.“ Für den Umbau …

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Jazztage Dresden

Die Jazztage in Dresden stehen wieder vor der Tür: Am 8. November 2013 startet das längste Jazzfestival Mitteldeutschlands. Es hat im 13. Jahr seines Bestehens noch mehr zu bieten – noch mehr Bands, noch mehr Konzerte, noch mehr Spielstätten, noch mehr Jazz – als je zuvor. Unter dem Motto international – emotional – phänomenal, präsentiert das Festival über 100 Künstler in rund 30 Konzerten und Sessions an fünfzehn Spielstätten in der Landeshauptstadt und Umgebung. Das internationale Festival hat sich Jazz in seiner gesamten Vielfalt und Bandbreite mit Schwerpunkt Crossover verschrieben. Internationale Stars der Szene sowie junge aufstrebende Talente präsentieren hochkarätig das breite Spektrum des Jazz: Modern Jazz, Mainstream, Swing, Latin, Funk & Soul, Fusion und populären Jazz mit Ausflügen bis hin zu Rock, Pop, Beatbox und Klassik. Der Spagat zwischen Hochkultur und Clubkultur, zwischen passionierten Jazz- und Klassik-Fans und erlebnisoffenem Publikum von jung bis alt wird gewagt. In diesem Jahr wurde erstmals ein Gastland als Schwerpunkt ausgewählt: Den Zuschlag erhielt Österreich. Zu den Stargästen aus der Alpenrepublik zählen auch Mnozil Brass, ein Ensemble aus Virtuosen, das schon lange auf der Wunschliste der Veranstalter stand. Neu …

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Jazzclub Pfaffenhofen erhält Spielstättenprogrammpreis

Dem Jazzclub Pfaffenhofen wurde im September in Hamburg der Spielstättenprogrammpreis verliehen. Dieser Preis wird vergeben um Spielstätten und Veranstalter von Livemusikreihen zu würdigen, die 2012 ein kulturell herausragendes Livemusikprogramm im Bereich Rock, Pop und Jazz angeboten haben. Der Künstlerwerkstatt wurde der mit 5.000 Euro dotierte Preis in der Kategorie III verliehen. Mit Kategorie III werden die Veranstalter gewürdigt die mindestens zehn Veranstaltungen im Jahr auf die Beine stellen. Hauptaugenmerk des Spielstättenprogrammpreises liegt auf eher kleineren, deutschen Spielstätten, die zu weniger als 40 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Und mit demselben Elan geht es nun weiter: Unter dem Motto „Classical India meets Worldmusic“ spielen am 6. November 2013 EMBRYO & Gäste aus Indien: Deobrat Mishra & Prashant Mishra. Im Rahmen des JazzKorea Festival 2013 – Korean-German Jazz exchange! kommen am 6. Dezember 2013 mit dem Maria Kim Quartet und am 7. Dezember 2013 mit dem Kim Jeeseok Quartet hochkarätige Südkoreanische Jazzmusiker zum Jazzclub Pfaffenhofen. Der Eintritt ist frei.

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Drei Hammond Eggs und ein Amerikaner im Regensburger Jazzclub „Leerer Beutel“

Hammond Eggs, das sind Jermaine Landsberger an einer unaufhörlich  brodelnden Hammond-Orgel, Paulo Morello, der seine Gitarre cool und  kultiviert grooven lässt, sowie Christoph Huber hinger seinem präzise, knackig arbeitenden Schlagwerk. Gestern besuchte das Trio den Regensburger Jazzclub „Leerer Beutel“ gemeinsam mit dem amerikanischen Trompeter Randy Brecker. Das Quartett produzierte über die Länge von zwei Sets jede Menge authentische Blue Notes sowie rasenden Hardbop im Retro Stil. Neben alten und neuen Kompositionen von Brecker, Morello und Landsberger gefielen vor allem  auch die Stücke des Sintigitarristen Kosta Lukacs, die das Trio für ihre Formation arrangiert hatten. Mehr zum Trio in der aktuellen Jazzzeitung (Nr.5/2013) http://www.jazzzeitung.de/cms/digitale-ausgaben-der-jazzzeitung/

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Der Innovator – Albert-Mangelsdorff-Preis 2013 geht an Nils Wogram

Der Posaunist und Komponist Nils Wogram erhält den Albert-Mangelsdorff-Preis 2013 (Deutscher Jazzpreis). Der von GEMA-Stiftung, Deutschem Komponistenverbandes und GVL mit 15.000 Euro dotierte Preis wird von der Union Deutscher Jazzmusiker seit 1994 alle zwei Jahre an herausragende Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene verliehen. Die Verleihung findet am 3. November 2013 im Rahmen des Jazzfests Berlin statt, bei der die UDJ gleichzeitig ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Nils Wogram ist nicht nur der erste Posaunist der den Preis erhält, sondern auch der bisher jüngste Preisträger. Die Union Deutscher Jazzmusiker hatte die Kriterien der Preisverleihung erweitert, um „die hochspannenden aktuellen Entwicklungen des Jazz aus Deutschland“ noch besser berücksichtigen zu können. Die hochkarätige Jury hatte sich für Wogram, der heute als einer der wichtigsten Jazzmusiker Europas gilt, entschieden, weil er neben seiner technischen Brillanz und seiner großen Innovativität tief in der Jazzgeschichte verwurzelt sei. Er sei als Solist, Bandleader und Komponist ungemein produktiv, betreibt sein eigenes Plattenlabel und unterrichtet an der Hochschule Luzern. Auch über sein künstlerisches und pädagogisches Engagement hinaus, setze sich Nils Wogram für die Belange der Jazzszene ein. Wir werden bei der Verleihung live dabei sein und …

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