JazzZeitung top 20 2017

JazzZeitung.de: Top 20-Beiträge in 2017

Ein kleiner Rückblick auf das jahr 2017. Was waren die am häufigsten abgerufenen Beiträge aus diesem Jahr. Unsere Liste: Pat Metheny 2017 auf Welttournee Born To Be Blue: ein Chet-Baker-Film im Kino TV-Tipp: Der Preis der Anna-Lena Schnabel (3sat) – und ein medienpolitisches Ärgernis Konzertierte Verantwortungslosigkeit: Der NDR und der ECHO Jazz 2017 Früher war alles besser!? Und das nächste große Ding? Der streitbare Musiker und Forscher – Zum Tod von Ekkehard Jost ECM Records beginnt mit Streaming Zum Tod von Geri Allen Die Finalisten des BMW Welt Jazz Award 2017: Renaud Garcia-Fons und Eva Kruse Regelmäßige Erneuerung des Jazz durch seine Kritik Thelonious Monk – Les Liaisons Dangereuses 1960 (Sam Records) Musikalische Hermeneutik, praktisch – Jazzfest Berlin 2017 (Sonntag) Der Jazz-Präsident und die Jazzgeschichte Schmunzeln, tänzeln und eine Currysauce – Jazzfest Berlin 2017 – (Samstag) Nebensonnen, Sonnenschein – Jazzfest …

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Peter Cudek (b) beim Spiel vor dem Film. Foto: Juan Martin Koch
Peter Cudek (b) beim Spiel vor dem Film. Foto: © Juan Martin Koch

Elflands ewige Gärten: „Metropolis“ mit Live-Musik von Trio Elf beim Heimspiel-Filmfest in Regensburg

Auf ihrer CD „746“ von 2008 spielen Trio Elf eine ziemlich starke Coverversion des Kraftwerk-Songs „Mensch-Maschine“. Dass Gerwin Eisenhauer, Walter Lang und Peter Cudek nun beim Regensburger Heimspiel-Festival die Live-Musik zu Fritz Langs Epoche machendem Film „Metropolis“ übernahmen, auf den Kraftwerk sich 30 Jahre vorher mit ihrem Album bezogen hatten, ergab also irgendwie Sinn. Auch andere Trio-Elf-Nummern hätten wie die Faust aufs Auge gepasst – „Hammer Baby Hammer“ zum Beispiel – doch dem Film einfach ein Best-Of-Programm zu unterlegen, so einfach machten es sich Trio Elf natürlich nicht. Das Augenzwinkern, den ersten Auftritt marschierender Arbeiter mit einer leicht hinkenden Version des „Man-Machine“-Grooves zu untermalen, ließ Eisenhauer sich dann aber doch nicht nehmen. Ansonsten blieb es, von kurzen Andeutungen abgesehen, bei lediglich einem Song aus dem eigenen Repertoire, der ausführlicher zum Einsatz kam: Das herrlich melodiöse „Elfland“ vom gleichnamigen Album umriss …

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Gourmet-Drummer Max Andrzjewski. Foto: Petra Basche

Bildergalerie: das Bayerische Jazzweekend 2017

Vergangenes Wochenende erlebte Regensburg die 36. Ausgabe seines legendären Festivals Bayerisches Jazzweekend. Etwa 100 Bands bespielten den historischen Kern der Stadt mit Dixieland, Blues, Swing, Modern und Free Jazz. Die Fotografin Petra Basche ließ sich von der widrigen Witterung nicht abschrecken, sondern von dem lebendigen Treiben auf den diversen  Bühnen faszinieren. Das Ergebnis ihrer Bildrecherchen spiegelt unsere aktuelle Weekend-Galerie wider. Mehr Informationen zum 36. Bayerischen Jazzweekend in den Kritiken von Juan Martin Koch und Michael Scheiner in der Mittelbayerischen Zeitung. Merken

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jazzahead in Bremen: Wenn das Showcase zum Erlebnis wird

Das Abschlusswochenende der Jazzahead begann mit kulturpolitischen Diskussionen: Musiker und Musikerinnen sprachen über das Thema Gleichberechtigung im Jazz, Vertreter von Goethe-Institut, Initiative Musik und dem neugegründeten Musikfond e.V. stellten ihre Förderprogramme vor. In Conference-Sälen und bei den Ausstellern herrschte reges Treiben. Sobald aber die Showcase-Konzerte begannen, gab es für das Messepublikum – bestehend aus Bookern, Agenten, Label-Chefs, Musikerkollegen sowie vielen interessierten Jazz-Liebhabern – kein Halten mehr: Um einen Platz  in einem der Showcasekonzerte zu bekommen, musste man sich sputen. Die Showcase-Reihe „European Jazz Meeting“ bot 2017 eine Mischung aus guter Unterhaltung und Konzerten auf Weltniveau – hier muss beispielhaft beispielhaft das Projekt „A Novel of Anomaly“ von Schaerer, Biondini, Kalima und Niggli genant werden. Die vier verbanden Können, Konzept und Improvisationslust auf einmalige Art und Weise. Meisterhaft Konzertantes gab es auf der „German Jazz Expo“, etwa mit dem Lorenz Kellhuber …

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+++ jazzahead! 2017 – Showcase-Programm komplett +++

Die vier international besetzten Jurys, die das Showcase-Programm der jazzahead! auswählen, hatten einmal mehr die Qual der Wahl: Für das Showcase-Festival reichten insgesamt 547 Bands aus 55 Ländern ihre Bewerbungen ein. 40 Bands aus 19 Ländern schafften es letztendlich in die offizielle Jury-Auswahl 2017. Die Bands präsentieren sich an drei Tagen und Abenden auf den Bühnen der Fachmesse jazzahead!, die vom 27.-30. April 2017 in Bremen stattfindet. Am 27. April startet das Showcase-Programm traditionell mit der Nacht für das Partnerland der jazzahead! 2017: Finnland. In der Finnish Night zeigen acht Bands ein Kaleidoskop der Jazzszene aus dem hohen Norden. „Die Bands bilden die Vielseitigkeit der finnischen Jazzszene, die aktuell in einer besonders spannenden und kraftvollen Phase ist, umfassend ab“, sagt einer, der die Szene wie kaum ein anderer kennt, Mikkomatti Aro, Künstlerischer Leiter des Pori Jazz Festival und Mitglied der …

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Das TRIO ELF aus Regensburg und München gewinnt den Bremer Jazzpreis

Im voll besetzten Bremer Schlachthof wurde vergangenen Samstag der diesjährige Gewinner des Bremer Jazzpreises gekürt. In einem wunderbaren Finalkonzert mit drei tollen Bands konnte sich das TRIO ELF mit einem fulminanten Auftritt durchsetzen. Die überglücklichen Gewinner, die es zuerst gar nicht fassen konnten, können mit den 10.000 Euro Preisgeld in der Tasche ihre nächsten Projekte gelassen angehen. Mit am Start im Finale waren Niels Klein -Tubes & Wires und die Bremer Lokalmatadorin Johanna Borchers mit ihrer Band. Alle drei Formationen spielten auf einem enorm hohen Niveau. Ein sympathisches Publikum würdigte die Künstler mit begeistertem Beifall. „Was für ein toller Abend!“ – war am Ende der mehrfach gehörte Kommentar von Besuchern. Feiern mit dem TRIO ELF Sonntag, 2. Oktober: Regensburg Samstag, 8. Oktober: Offenberg/Neuhausen, Donnerstag, 24. November: schon wieder Regensburg Samstag, 18. März 2017: Wörth an der Donau Freitag, 7. April …

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Die Stadt pulsiert: Eindrücke vom Bayerischen Jazzweekend Regensburg 2015

Von Juan Martin Koch –  Man konnte Matthias Schriefl seine schlechte Laune nicht verdenken. Da entfesselte er im Duo mit der Vokalakrobatin Tamara Lukasheva ukrainisch-alpenländischen Irrsinn mit Methode, doch im Kellergewölbe eines Irish Pub in der Regensburger Altstadt ließen sich einige Stammgäste davon keineswegs in ihrer Konversation stören… Schriefl erging sich daraufhin in manch galgenhumoriger Publikumsbeschimpfung, bis hin zur Androhung, seine Ansagen würden sämtlich im Bayerischen Jazzinstitut archiviert. Überzeugender war der Wahnsinnstrompeter aber dann, wenn er seinen Ärger in der Loopstation aufstaute, um ihm dann mittels eines schaurig-schönen Schredder-Grooves Luft zu machen.   Die Stimme als Instrument Mehr Glück hatte Tamara Lukasheva beim Auftritt ihres Quartetts im „Leeren Beutel“, also dort, wo sonst auch der Jazzclub Regensburg seine Konzerte veranstaltet. Aufmerksam lauschte der Saal ihrem mit Tempo- und Athmosphärewechseln oft mehrfach ineinander verschachtelten, mal textgebundenen, mal in himmelstürmende Vokalisen sich …

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40 Jahre Enja – Jubiläumskonzerte in München

Das Münchner Label Enja Records feiert im Oktober, November und Dezember sein 40-Jähriges Jubiläum mit einer Reihe von Konzerten. Die Konzerte finden in Kooperation mit dem Münchner Jazzclub Unterfahrt statt. Highlights dürften die Konzerte der „Alten Herren“ Dusko Goykovich (24.10.), der gleichzeitig seinen 80. Geburtstag feiert,  und Lee Konitz sein, der mit Minsarah nach München kommt (3.11.). Ebenfalls mit dabei: Angelika Niescier Trio, Anke Helfrich Trio, Lisa Wahlandt, Trio ELF, Susi Hyldgaard Trio, Pascal Schumacher Quartet, Malcolm Braff Trio und zum Abschluss im Dezember Jenny Evans mit Trio. Beim Galakonzert am 20. Oktober 2011 im Gasteig (Carl-Orff-Saal) sind dann das italienische Brass-Ensemble La Banda & Renaud García-Fons für die Musik zuständig.   Links: Karten für das Konzert im Carl-Orff-Saal Jazzclub Unterfahrt Enja Records

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