Jazz Sommer im Bayerischen Hof – mit Verlosung: gewinnen Sie eine Übernachtung!

Von Oliver Hochkeppel. Man kann es Innegrit Volkhardt, der Chefin des Hotels Bayerischer Hof, und ihrer Programm-Macherin Katarina Ehmki nicht hoch genug anrechnen, dass sie das einzige kontinuierliche Jazzfestival Münchens stemmen. Doch war der ohne einen Cent Subventionen in Eigenregie veranstaltete „Jazz Sommer“ beim Spagat zwischen Zug- und Aussagekraft zuletzt im Bewährten erstarrt. Entsprechende Mahnungen scheint man sich zu Herzen genommen zu haben, denn das  Programm für die nächste Ausgabe vom 16. bis 20. Juli liest sich vielversprechend. Den Auftakt bestreitet Gitarrengott Al Di Meola, der zwar auf den ersten Blick auch ein alter Recke ist, aber nach einer persönlichen Krise wieder die Kurve bekommen hat: Sein aktuelles Beatles-Programm ist durchaus innovativ, alleine schon durch das Arrangement mit sechs Streichern neben der Rhythmusgruppe. Auch die portugiesische Vokal-Akrobatin Maria João ist mit ihren aktuellen Weltmusik-Interpretationen auf der Höhe der Zeit – ihr letztes München-Gasstpiel war noch ein Unterfahrt-Special. Als traditionelle Anlaufstelle der Münchner Salsa-Gemeinde muss der Bayerische Hof beim Jazz Sommer den Latin Jazz in Ehren halten. Für die große Sause am Donnerstag, 17. Juli, im Festsaal hat man diesmal Oscar D‘Léon verpflichtet, den mehrfachen Grammy-Gewinner …

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Gewinner des 6. Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreises ist das englische Elliot Galvin Trio

Über vier Stunden hat es gedauert und der Gewinner des 6. Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis stand fest: Das englische Elliot Galvin Trio. Alle fünf Teilnehmer des Finales haben für große Begeisterung beim Publikum gesorgt. Zum Auftakt des diesjährigen Wettbewerbs zeigte das Münchner Trio Levantino, dass musikalisches Können nicht allein vom Alter abhängt. Die Youngsters präsentierten mit viel Gefühl ihre wunderbare Mischung aus Jazz, Gipsy, Swing der dreißiger Jahre und modernen Grooves und eroberten die Herzen der Zuschauer im Sturm. Gefolgt wurde Levantino von der dänischen Formation Elliott. Die drei jungen Herren schafften es im Handumdrehen, auf der Bühne musikalische Filmsequenzen entstehen zu lassen. Mit wärmenden Tönen und sanften Harmonien erschufen sie Klangskulpturen, die ihren skandinavischen Einfluss nicht leugnen können. Jeweils 20 Minuten spielten die Bands, nach jedem Set zog sich die Jury zurück, um erste Eindrücke wirken zu lassen und die Ohren für die nächste Band zu klären. Als dritter Teilnehmer des Finales trat das Elliot Galvin Trio an, dessen Pianist auch Namensgeber der englischen Band ist. Stilistisch breit aufgestellt scheuten sie sich nicht, auch Pop-Elemente und Experimentelles aufzunehmen, zu überraschen und dann wieder Bekanntes in …

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Weihnachts-CDs Folge 3: Quadro Nuevo

Sie haben’s schon wieder getan. Quadro Nuevo, das enorm erfolgreiche Quartett um Mulo Francel (sax, kl…), Andreas Hinterseher (akk, bandoneon, vibr…), D.D. Lowka (b, perc) und die Harfenistin Evelyn Huber legen dieses Jahr ihre zweite Weihnachts-CD unter dem schlichten Titel „Bethlehem“ vor (GLM, Fine Music FM 184-2). „Musik, die nahe am Urgedanken der Weihnacht ist: Die Ankunft einer neuen Zeit, die Licht und Wärme ins Dunkel bringt. Die Idee: Nächstenliebe wird zur Melodie“ wollen die vier mit Unterstützung der Gäste Joscho Stephan an der Gitarre und Chris Gall am Piano auf’s Tapet bringen, und das gelingt ihnen wie immer souverän und meisterlich unangestrengt. Und sie haben auch wieder wenig Bekanntes ans Licht gebracht, beziehungsweise neu für ihr umfangreiches Instrumentarium neu arrangiert, wie etwa das jiddische Lied „Shtil di Nakht is oygesternt“ oder „There is no rose of such virtue“, das auch schon Sting für sich entdeckt hat. Das rauscht schon fast meditativ dahin, wenn Hubers Harfenklänge mit dem Akkordeon das „Schiff, das geladen hat“, auf dem Meer beobachten oder Andreas Hinterseher am Anfang von „Jul, jul, stralande jul“ ganz allein seine Akkordentasten bedient. Aber auch …

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Die Jutta Hipp-Story, nacherzählt von Dietrich Schlegel

[Dieser Text ist in der Printausgabe 4-13 erschienen.] Am 7. April jährte sich zum zehnten Mal der Todestag der Jazzpianistin Jutta Hipp – Anlass für die Saxophonistin Ilona Haberkamp, „Europe’s first lady of Jazz“ und „first white European woman on Blue Note“ mit einer ungewöhnlichen CD zu würdigen. „Cool is Hipp is Cool“, im Februar aufgenommen, von Laika Records produziert und im Mai veröffentlicht, wurde zu einer gelungenen Hommage an eine singuläre Musikerin und Künstlerin, die in der Geschichte des deutschen und europäischen Jazz der Nachkriegszeit einen wichtigen Platz einnahm, nicht zuletzt als für lange Jahre einzige Instrumentalistin in der Männerwelt des Jazz. Unvergessen sind ihre umjubelten Auftritte auf den Frankfurter Jazz-Festivals von 1953 bis 55. Die junge attraktive Frau, in Leipzig geboren und aufgewachsen, 1946 in den Westen geflüchtet, war ein Star. Auch der einflussreiche amerikanische Jazzkritiker Leonard Feather war von ihr beeindruckt, als er sie bei einem Auftritt mit ihrem Quintett in einem Jazzclub in Duisburg ausfindig gemacht hatte. Er lud sie nach New York ein, wo sie Ende 1955 eintraf, monatelang auf ihre Spielerlaubnis warten musste, aber dann ein von Feather vermitteltes …

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International Škoda Allstar Band auf Tour – November 2013

Im Herbst wird die International Škoda Allstar Band, bestehend aus international renommierten Jazzmusikern aus verschiedenen Ländern, zum 13. Mal auf Tournee durch Deutschland gehen. Besetzung: Ulrich Beckerhoff – Trompete / Deutschland Matthias Nadolny – Saxofon / Deutschland Peter O`Mara – Gitarre / Australien Glauco Venier – Piano / Italien Ingo Senst – Bass / Deutschland Bruno Castellucci – Schlagzeug / Belgien als Gast: Sónnica Yepes – Gesang / Spanien Termine 22.11. Jazzschmiede, Düsseldorf 23.11. Lindenhof „Da Paolo“, Braunschweig 24.11. Kito, Bremen 25.11. Kukuc, Ottersberg 27.11. Schloss Landestrost, Neustadt am Rübenberge 28.11. Tuchfabrik, Trier 29.11. Kulturfabrik Becker + Funck, Düren

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NDR-Bericht zur Esbjörn-Svensson-Hommage bei JazzBaltica

Am Wochenende ist in Salzau JazzBaltica 2011 zu Ende gegangen, das diesmal mit dem Motto „piano, piano – remembering Esbjörn“ eine Hommage an den vor drei Jahren verstorbenen Pianisten und Komponisten Esbjörn Svensson beinhaltete. Der NDR hat in seinem „Kultur Journal“ einen Kurzbericht gesendet mit Interview-Einblendungen, in denen Protagonisten des Esbjörn-Tribute-Konzerts Pat Metheny, Nils Landgren und Magnus Öström zu Wort kommen. In der Mediathek des NDR ist der Videobeitrag abrufbar. Bezeichnenderweise unter dem Titel „Pat Metheny bei JazzBaltica“… Links: JazzBaltica NDR KulturJournal

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Eldar the Kid

Er ist einsam, aber schneller. Der aktuelle Revolverheld des Jazzpianos heißt Eldar Djangirov und kommt aus Kirgisistan, einem wilden Berg- und Steppenland. Es ist kein Zufall, dass Eldar meist allein auftritt: Seine Partner erlagen seinen Tonsalven und blieben irgendwo zwischen Schnee und Steppe auf halber Strecke liegen. Es heißt, sein Vater sei Ingenieur, die Mutter Musikwissenschaftlerin, ihr gemeinsames Projekt ist Eldar, die Klaviermaschine. Schnellschütze Eldar the Kid lebt jetzt in Kansas City, wo tödliche Pistolen- und Musikerduelle eine lange Tradition haben. Thomas Gottschalk will den 24-jährigen Tasten-Shooter allerdings für eine seiner letzten „Wetten-dass“-Sendungen nach Deutschland holen – er weiß nur noch nicht, ob als Stargast oder als Wettkandidat. Schafft Eldar 1.000 Töne in 10 Sekunden? Die Wette gilt.

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Jazz im Rundfunk – Episode I: Der BR

Der Jazz beim Bayerischen Rundfunk hat eine lange Geschichte und reicht bis zur Zeit zurück, als man noch als Radio München unter der Ägide der Amerikaner sendete – Mitternacht in München hieß die berühmteste Sendung mit Jazz in dieser Zeit. Als Redakteure in der Abteilung „Leichte Musik“, zu der der Jazz im BR bis heute gehört, arbeiteten nach dem Krieg u.a. Jimmy Jungermann, Werner Götze, Ado Schlier, Peter Machac und Joe Kienemann. Jazz im BR-Hörfunk Die heutige Hauptsendung Jazztime (tägl. um 23.05 Uhr) hat ihren Platz beim Sender BR-Klassik. Neben den festen Redakteuren Roland Spiegel und Beate Sampson (u.a. Jazz aus Nürnberg) moderieren auch die Jazzjournalisten Ssirus Pakzad, Marcus Woelfle und Ralf Dombrowski regelmäßige Sendungen. Außerdem seit 2003 fest dabei: Bassist Henning Sieverts, wobei man sich bei ihm fragt, wie er noch Zeit findet, um Sendungen zu fahren, nachdem er in gefühlt jeder Jazzband spielt, die in München und auch andernorts die Bühnen besetzt…

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