Liberté, Egalité, Virtuosité: das 32. Jazzfestival Südtirol mit Frankreich-Schwerpunkt

Ein Bericht aus Südtirol – von Oliver Hochkeppel, Fotos von Ralf Dombrowski: Dass es im Laufe der vergangenen Jahre nicht nur wegen seiner besonderen Spielorte, sondern auch programmatisch eines der außergewöhnlichsten und spannendsten Festivals geworden ist, belegte die 32. Ausgabe des Südtirol Jazzfestivals gleich mit den beiden Auftaktveranstaltungen am vergangenen Wochenende. Zunächst hatte der Wunderakkordeonist Vincent Peirani – mittlerweile beim Münchner Label ACT unter Vertrag und nicht nur als frisch gebackener „Jazz Victoires“ Sieger vielleicht der im Moment herausragende junge französische Jazzer – eine „Carte Blanche“ für „Une Nuit Francaise“ erhalten. Basis des Abends war Peiranis aktuelles „Living Being“ Quintett mit Sopransaxofonist Emile Parisien, E-Bassist Julien Herne, Schlagzeuger Yoann Serra und Tony Paeleman am Fender Rhodes. Mit Parisien – den Peirani „meinen Bruder“ nennt und der soeben gleichfalls bei den Jazz Victoires erfolgreich war – verbindet ihn eine langjährige persönliche wie künstlerische Freundschaft, unlängst ist ihr Duo-Album „Belle Epoque“ bei ACT erschienen. Es verwunderte daher nicht, dass diese Kombinationen nahezu miteinander verschmolzen, dass Peirani seine einmaligen Fähigkeiten, nahezu jedes andere Instrument auf dem Akkordeon erklingen zu lassen, problemlos jeden Einfall improvisatorisch begleiten zu können und …

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Quartett aus Augsburg gewinnt ersten LAG-Jazzpreis

Erstmals ist im Rahmen des Kemptener Jazzfrühlings – der heuer zum 30. Mal stattgefunden hat – der Hansjürg Hensler Wettbewerb durchgeführt worden. Für das Finale im Stadttheater vom Kempten waren vier Bands aus einem Bewerberkreis von 20 Jazzensembles ausgewählt worden. Nach einer spannenden Konzertsession, an der sich jede Finalisten-Band 30 Minuten lang vorstellen konnte, hat das Quartett „Jilman Zilman“ des Augsburger Schlagzeugers Tilman Herpichböhm den LAG-Jazzpreis gewonnen. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz in Bayern e.V. (LAG Jazz) ausgelobte Preis umfasst eine komplett fertig organisierte Tournee durch Jazzclubs und kleinere Konzertsäle Bayerns im Herbst. Ermöglicht haben die Tour Mitglieder der LAG Jazz in Bayern mit ihrem tollen Netzwerk. Den zweiten und dritten Preis, 1500 und 1000 Euro, erspielten sich das Quartett des 21-jährigen Jan Prax aus Nürnberg und das „Henrika Entzian Quartett“ um Bassistin Henrika Entzian. Das viertplazierte junge Klaviertrio „Boert“ kehrte ohne Preis nach Hause. Zu den wenigen, strikt eingehaltenen Bedingungen für den Wettbewerb gehörten eine Altersgrenze (30 Jahre) und die Herkunft mindestens eines der Mitglieder jeder Band aus Bayern. Nicht zu beneiden war die Jury für ihre Aufgabe. „Wir haben lange und heftig diskutiert. …

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Gewinner des 6. Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreises ist das englische Elliot Galvin Trio

Über vier Stunden hat es gedauert und der Gewinner des 6. Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis stand fest: Das englische Elliot Galvin Trio. Alle fünf Teilnehmer des Finales haben für große Begeisterung beim Publikum gesorgt. Zum Auftakt des diesjährigen Wettbewerbs zeigte das Münchner Trio Levantino, dass musikalisches Können nicht allein vom Alter abhängt. Die Youngsters präsentierten mit viel Gefühl ihre wunderbare Mischung aus Jazz, Gipsy, Swing der dreißiger Jahre und modernen Grooves und eroberten die Herzen der Zuschauer im Sturm. Gefolgt wurde Levantino von der dänischen Formation Elliott. Die drei jungen Herren schafften es im Handumdrehen, auf der Bühne musikalische Filmsequenzen entstehen zu lassen. Mit wärmenden Tönen und sanften Harmonien erschufen sie Klangskulpturen, die ihren skandinavischen Einfluss nicht leugnen können. Jeweils 20 Minuten spielten die Bands, nach jedem Set zog sich die Jury zurück, um erste Eindrücke wirken zu lassen und die Ohren für die nächste Band zu klären. Als dritter Teilnehmer des Finales trat das Elliot Galvin Trio an, dessen Pianist auch Namensgeber der englischen Band ist. Stilistisch breit aufgestellt scheuten sie sich nicht, auch Pop-Elemente und Experimentelles aufzunehmen, zu überraschen und dann wieder Bekanntes in …

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Fotogalerie: „Be My Guest“ im Café Rinaldo

Fortsetzung unserer kleinen Reihe mit Fotos von Ralf Dombrowski, dessen Ausstellung in der Münchner Unterfahrt gestern eröffnet wurde. Heute Impressionen aus der von Stefan Noelle ins Leben gerufenen Veranstaltungsreih „Be My Guest“ – mit Kellerkonzerten in persönlichem Rahmen im Souterrain des Café Rigoletto in München. Am 14. Januar kombinierten Stefan Noelle (drums) zusammen mit Christian Ludwig Mayer (p) und Hugo Siegmeth (sax, fl, cl) 5.000 Jahre alte Skalen aus der Sumerer-Zeit mit dem Piano-Blues aus Harlem. Mehr dazu unter http://www.ackermannbogen-ev.de/projektgruppen/projektgruppe-kultur/jazzreihe.html Werbung  

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