Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Aktuell bekommen wir nutzbare Informationen nur vom SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
08 Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 09.11.2026
19:30:00 +++ Ö1
Das US-Quartett Yeah No mit Chris Speed, Cuong Vu, Skúli Sverrisson und Jim Black beim Jazzfestival Saalfelden 2026
Am 23. August 2026 beschloss das New Yorker Quartett Yeah No die heurige Ausgabe des Jazzfestivals Saalfelden auf der Hauptbühne im Congress. Damit kehrten alte Bekannte in den Salzburger Pinzgau wieder, haben sich doch Saxofonist und Bandleader Chris Speed, Trompeter Cuong Vu, der aus Island stammende Bassist Skúli Sverrisson sowie Schlagzeuger Jim Black schon 1997 in New York City zusammengefunden. Und sind sie doch seither in den verschiedensten Konstellationen immer wieder in der Stadt am Steinernen Meer zu hören gewesen.
Yeah No tourte in den frühen 2000er Jahren durch die USA und Europa, damals entstanden auch weitere Alben wie „Emit“ (2000) und „Swell Henry“ (2004). Nach jahrelanger Pause hat Chris Speed das Ensemble nun reaktiviert, der konzeptionelle Ansatz ist im Wesentlichen derselbe geblieben, wie in Saalfelden zu hören war: In Speeds Kompositionen loteten die vier Musiker unbekümmert und lustvoll die Bereiche zwischen Jazz, osteuropäischen Volksmusik-Einflüssen, Rock und freiem Spiel aus, wobei die Besetzung ohne Harmonieinstrument nicht zufällig an jene von Ornette Colemans berühmtem Quartett der 1950er Jahre erinnert. Ein umjubelter Ausklang des starken Festival-Jahrgangs 2026 in Saalfelden!
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: „A Love Supreme“ – Die hr-Bigband und Isaiah Collier feiern John Coltrane
Von Karmen Mikovic. Auf seinen Alben geht es um Glauben, Überzeugungen, Weisheit und afroamerikanisches Kulturerbe: Der US-amerikanische Saxophonist Isaiah Collier (*1998) ist in vielerlei Hinsicht der perfekte Nachlassverwalter von John Coltrane. Sein zweites Album hat er 2020 aufgenommen, an Coltranes Geburtstag am 23. September, und das in jenem legendären Studio, in dem auch „A Love supreme“ entstanden war. Dessen Meisterwerk spielt Collier zusammen mit der hr-Bigband in Jim McNeelys Version, dazu aktuelle eigene Musik, großorchestral arrangiert von John Beasley.
23:03:00 +++ Ö1
Soundspacesculpture von Bernhard Leitner – Ein Ausstellungsrundgang mit Bernhard Leitner
Bereits in den 1960er Jahren verfolgte Bernhard Leitner (geboren 1938) den Wunsch Klang als Baumaterial für neue Räume einzusetzen. Raum ist für den Künstler nicht lediglich eine leere Hülle für diverse Gegenstände oder ein abstrakter Platz für Bewegungen. Raum ist für Leitner viel mehr ein pulsierendes Erfahrungsfeld, geschaffen durch die Bewegung von Tönen und modifiziert durch die Bewegung der Menschen, die den Raum durchwandern. Selbst erleben kann man dies derzeit in der Wiener Secession, die dem Architekten und Klangkunst-Pionier eine Ausstellung gewidmet hat. Bernhard Leitners Werk lässt uns Klang neu verstehen, so ein begleitender Text, „als mehr als nur akustisches Phänomen, als etwas, das sich räumlich, physisch und architektonisch entwickelt.“ Unter Verwendung von skulpturalen Formen, Lautsprecherkonstellationen und architektonischen Strukturen würde Leitner die klangliche Bewegung selbst zum Material der Komposition. „Wellen, die den Körper durchdringen, gegen ihn anbranden oder ihn umkreisen.“ Die Ausstellung „Soundspacesculpture“ ist auch ein Programmpunkt im Rahmen des soeben stattfindenden Festivals Wien Modern, in dessen Rahmen am 19. November ein Gespräch zwischen Bernhard Leitner und dem Kunsthistoriker Stefan Kraus statt. Gestaltung: Susanna Niedermayr
di – 10.11.2026
23:03:00 +++ Ö1
Francesca Verunelli bei den Salzburger Festspielen – Magnetisierende Klanggewebe der feinsten Übergänge in „La nuda voce“
In einer ereignisreichen Festspielsaison ging ein Detail in der Programmierung der Salzburger Festspiele fast unter: Alex Hiller, Leiter des Konzertprogramms, hat das Festival um einen zusätzlichen zeitgenössischen Schwerpunkt erweitert. Waren in den letzten Jahren vor allem Klassiker der Moderne im Fokus, gab es 2026 ein Porträt der italienischen Komponistin Francesca Verunelli.
In zwei Konzerten wurde eine Musiksprache vorgestellt, die mit feinsten Klang- und Intonationsabstufungen arbeitet. Im Mittelpunkt stand dabei die menschliche Stimme. „Es gibt keinen ursprünglicheren Klang als den der Stimme“, zitiert „Die Presse“ die Komponistin. In „La nuda voce“, dem Werk, das wir in dieser Sendung präsentieren, erschafft Verunelli in feinsten Übergängen zwischen Instrumental- und Vokalklängen Momente, in denen die beiden Sphären nicht mehr klar voneinander zu unterscheiden sind. „La nuda voce“ wurde vom Klangforum bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt. Die Salzburger Aufführung unter der Leitung von Emilio Pomàrico und mit den Sängerinnen Johanna Vargas, Sopran sowie Helēna Sorokina wurde von der Presse äußerst positiv rezensiert. So schrieb der Kurier: „Das Klanggewebe erfüllt den Saal (…), zieht in seinen Bann, entwickelt einen Sog, der magnetisiert.“ Die Tageszeitung „Die Presse“ hörte „bewegende Musik über den Anfang des Singens“. (Mitschnitt vom 12. August 2026, aufgenommen im Mozarteum Salzburg) Gestaltung: Philipp Weismann
mi – 11.11.2026
14:05:00 +++ Ö1
Der Pianist Thomas Quendler mit seinem Quintett im Studio 2 des Wiener RadioKulturhauses
Der Kärntner Pianist Thomas Quendler präsentiert mit seinen Mitstreitern, Kontrabassist Jakob Gönitzer und Schlagzeuger Andreas Reisenhofer, neue Kompositionen. Quendlers Musik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart und entwickelt dabei eine persönliche Klangsprache. Für das bei Quinton Records erscheinende Album „Continuum“ erweitert der Gewinner des Ö1 Jazzstipendiums 2025 sein Trio zum Quintett: Das Ensemble Thomas Quendler Motion schafft gemeinsam mit Gitarrist Johannes Mandl und Tenorsaxofonist Maximilian Glanz einen vielschichtigen Ensembleklang.
Alle Musiker haben über Jahre in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet und so ein großes Verständnis füreinander entwickelt. Neben eigenen Werken spielt Thomas Quendler bei der Ö1 Radiosession auch ausgewählte Standards aus dem Repertoire des Modern Jazz. Am 16. November wird Quendler (mit zwei weiteren Bands) bei einer Spezialausgabe der Ö1 Konzertreihe „5 Millionen Pesos“ im Großen Sendesaal des Wiener Radiokulturhauses zu sehen und zu hören sein.
Im ersten Teil dieser Ö1 Radiosession spricht Thomas Quendler anhand eigens ausgewählter und mitgebrachter Musik über seine musikalischen Einflüsse und Inspirationen.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin
Von Anja Buchmann. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: Außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zuhause ist. Nicht verpassen.
do – 12.11.2026
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz and more
Von Jürgen Schwab. Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation – hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur).
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: „Listening in 75 attempts“ – Das Soundarchiv des Goethe-Instituts
Den 75. Geburtstag des Goethe-Instituts feiert der Klangkünstler Emeka Ogboh nicht mit einer Retrospektive. Statt das Archiv der Kulturinstitution entlang einer linearen Zeitachse oder anhand ausgewählter Höhepunkte zu repräsentieren, begreift er das dokumentierte Material als ein verdichtetes Gefüge von Versuchen: Versuche zuzuhören, zusammenzuarbeiten, zu übersetzen, Versuche auf spezifische historische, kulturelle und politische Konstellationen zu antworten. Sie zeigen sich mit Klängen aus verschiedenen Jahrzehnten und Regionen in Strukturen von Gleichzeitigkeit, Überlagerung und Wiederholung. Eine Sendung von Emeka Ogboh
fr – 13.11.2026
14:05:00 +++ Ö1
Posaunistin und Sängerin Siya Makuzeni und ihre (Small) Big Band beim Festival der Jazzwerkstatt Bern 2025
Am 1. März 2025 wurde es in der Turnhalle des PROGR (Zentrum für Kulturproduktion) in Bern im Rahmen des Festivals der hiesigen Jazzwerkstatt spätnachts noch einmal „groß“: Die südafrikanische, aus Johannesburg stammende Posaunistin und Sängerin Siya Makuzeni trat mit ihrer neunköpfigen (Small) Big Band auf. Makuzeni hatte für die Jazzwerkstatt Bern eine Formation zusammengestellt, die bewusst zwischen Big-Band-Klangfülle und musikalischer Beweglichkeit eines kleinen Ensembles angesiedelt war. Makuzeni selbst stand dabei gleich mehrfach im Zentrum: mit der Posaune, ihrer unverwechselbaren Stimme sowie als Komponistin und Arrangeurin. Auch die Besetzung versprach einen Klangkörper jenseits klassischer Big-Band-Konventionen: Erklangen hier doch Alt- und Tenorsaxofon, Trompete, Piano, Vibrafon, Bass, Perkussion, Schlagzeug, Posaune und Stimme.
Makuzeni verband eigene Kompositionen mit Arrangements südafrikanischer Jazzstandards und brachte dabei unterschiedliche musikalische Erfahrungen miteinander ins Gespräch. Das von ihr formulierte Anliegen, „musikalisches Networking und sozialen Zusammenhalt auf globaler Ebene sichtbar zu machen“ (nachzulesen auf der Website der Jazzwerkstatt Bern, Festivalprogramm 2025), fand in dieser internationalen Besetzung seine unmittelbare Entsprechung: Musiker und Musikerinnen aus Südafrika, der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Italien begegneten sich in einem gemeinsamen Klangraum.
23:03:00 +++ Ö1
30 Jahre Ensemble Plus – Drei Jahrzehnte Aufbruch, Abenteuer und die Reise ins Unbekannte
1996 wurde das Ensemble Plus von Andreas Ticozzi mit Musiker:innen aus dem Symphonieorchester Vorarlberg gegründet. Unzählige Uraufführungen, Kompositionsaufträge und Konzerte bei internationalen Festivals gab es seit damals. Der Klangkörper spricht “…von einer Geschichte, die nie nur rückwärts schaut – sondern immer wieder den nächsten Klang sucht.”
Seit dem Jahr 2006 ist Guy Speyers der künstlerische Leiter des Ensemble Plus. Zum 30-Jahr-Jubiläum wurde nun eine CD veröffentlicht mit einem der Lieblingswerke der Ensemblemitglieder: “Solstices” von Georg Friedrich Haas. Diese Komposition und zudem noch “Die Walrus” von Gerald Futscher wurden beim Geburtstagskonzert präsentiert. (Aufgenommen am 2. Oktober 2026 im Funkhaus Dornbirn) Gestaltung: Stefan Höfel
sa – 14.11.2026
18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Me and My Music – Dumama
Von Fanny Opitz. In unserer Sendereihe „Me and My Music“ stellen sich Musiker*innen in einer Wort-Musik-Collage selbst vor: Sie erzählen über ihren Werdegang, über die Beziehung zu ihrem Instrument, über Vorbilder, über Inspirationen oder das, was sie künstlerisch momentan besonders interessiert. Heute im klingenden Selbstporträt: Die in Berlin lebende, südafrikanische Komponistin, Sängerin und Klangpoetin Dumama.
23:03:30 +++ Ö1
Musikjournalist Samir Köck über sein Buch „Talk To Me – Stars im Gespräch“
Zu Gast in der Reihe „Kennerinnen & Komplizen – Jazzmenschen im Gespräch“ ist der Wiener Musikjournalist Samir Köck. Vor kurzem hat der für die Tageszeitung „Die Presse“ tägige Interviewer, Plattensammler und DJ das „Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst“ der Republik Österreich erhalten. Im Gespräch mit Christian Bakonyi wird Samir Köck seinen journalistischen Zugang zum Jazz erläutern und über seine Gespräche mit Musikerinnen und Musikern erzählen, die er im soeben erschienenen Buch „Talk To Me – Stars im Gespräch“ beim Milena Verlag veröffentlicht hat.
Außerdem: Musik des Wiener Jazzkomponisten und Orchesterleiters Johannes Fehring, der am 14. November 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.
so – 15.11.2026
00:05:00 +++ Ö1
Musikjournalist Samir Köck über sein Buch „Talk To Me – Stars im Gespräch“
Zu Gast in der Reihe „Kennerinnen & Komplizen – Jazzmenschen im Gespräch“ ist der Wiener Musikjournalist Samir Köck. Vor kurzem hat der für die Tageszeitung „Die Presse“ tägige Interviewer, Plattensammler und DJ das „Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst“ der Republik Österreich erhalten. Im Gespräch mit Christian Bakonyi wird Samir Köck seinen journalistischen Zugang zum Jazz erläutern und über seine Gespräche mit Musikerinnen und Musikern erzählen, die er im soeben erschienenen Buch „Talk To Me – Stars im Gespräch“ beim Milena Verlag veröffentlicht hat.
Außerdem: Musik des Wiener Jazzkomponisten und Orchesterleiters Johannes Fehring, der am 14. November 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.
19:17 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big Time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!
Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Sonic Wilderness Vol. 100
Von Julia Neupert. Diese Reihe unternimmt Expeditionen in Randgebiete und Zwischenwelten des Jazz: Improv, Electronica, Klangkunst, Noise, Ambient oder Rock – hier kommen Neuveröffentlichungen und Entdeckungen zu Gehör, die sonst on air kaum zu haben sind. Abenteuerliche Klänge für abenteuerlustige Ohren.
23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen
Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Astrid Schwarz
