Zwei Festivals läuten den Juni ein: Events in Berlin und Salzburg

Sopransaxophonist Emile Parisien spielt auf der Jazzdor. Foto: Sylvain Gripoix

Den Anfang macht am 31. Mai Berlin mit dem Festival Jazzdor im Kesselhaus.


Und es feiert Geburtstag: Zehn Jahre deutsch-französische Musikabenteuer! Auch die Jubiläums-Ausgabe bleibt dem Festival-Credo treu: Zu hören gibt es wieder einige Premieren deutsch-französischer Projekte und das Neueste aus der französischen Jazzszene. Ganz in der Tradition von Jazzdor steht die Premiere des Duos von Joachim Kühn und dem jungen Sopransaxofonisten Émile Parisien. Der Schlagzeuger Dejan Terzic  stellt sein neues, mit Bojan Z., Matt Penman und Chris Speed besetztes, internationales Quartett AXIOM vor. Die Vitalität des französischen Jazz zeigt sich unter anderem bei den Auftritten des neuen Quartetts des Geigers  Dominique Pifarély, Sylvain Rifflet, Naïssam Jalal & Rhythms of Resistence und der Band Electric Vocuhila.

Am Anfang im Jahre 2007 stand die Idee, der vielfältigen Jazzszene Frankreichs eine Plattform in Deutschland zu geben. Mittlerweile hat sich das Festival zur wichtigsten Drehscheibe für Jazz aus Frankreich etabliert.

Das Festival präsentiert alljährlich deutschfranzösische, teilweise vom Festival initiierte, Bandprojekte, wie z.B. das Duo von Nils Wogram und Bojan Z., die inzwischen ihr erstes gemeinsames Album aufgenommen haben. Seit zwei Jahren gibt es mit Jazzdor Series auch ein eigenes Label, auf dem bereits drei Alben erschienen sind.

Es gibt also viele Gründe zu Feiern. Und kein Geburtstag ohne Party: Die großartigen Musiker von Le Bal des Faux Frères bitten am Freitag 3. Juni zum Tanz bis in den Morgen.

Salzburg zieht dann am 2. Juni nach, mit dem internationalen Pianofestival im Odeion.

Bis zum 4. Juni findet – in der Reihe „klangschaf(f)t“ – ein internationales Piano-Festival im Odeïon Salzburg statt.

Fred Hersch. Foto: Martin Zeman

Unter dem Titel „Remembering John Taylor“ gedenken nationale und internationale Größen des Jazz-Pianos dem Mitte 2015 verstorbenen Briten, der eigentlich im Rahmen dieses Festivals hätte auftreten und erstmals gemeinsam mit seinem amerikanischen Kollegen Fred Hersch spielen hätte sollen.

Eröffnet wird das Piano-Festival mit „3 Flügel – 6 Hände“. Es spielen Martin Reiter, Martin Gasselsberger und Lukas Kletzander einen Abend in Erinnerung an John Taylor.

Fred Hersch spielt am 3. Juni gemeinsam mit seinem Trio am 4. Juni begeben sich Bernd Lhotzky und Louis Mazetier auf einen musikalischen Drahtseilakt.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.