Newcomer des Monats: Donauwellenreiter

Messei_CD_CoverPassend zum Frühsommer schauen wir ins nachbarliche Österreich und stellen den perfekten Soundtrack für die Jahreszeit vor: die Donauwellenreiter. Das sind der Pianist Thomas Castaneda, der auch die meisten der Songs komponiert, Akkordeonist Nikola Zaric und die Sängerin und Violinistin Maria Craffonara. Formiert hat sich das Trio 2010, und nach eigenen Aussagen bewegen sie sich „frei zwischen Pop-Band, Kammerorchester und Jazz-Combo“. Ihr zweites Album, das im April bei Intuition erschienen ist, heißt schlicht „Messëi“. Auf ihrem Weg zu Auftritten in Rumänien beantworteten Maria und Thomas die Fragen von Ursula Gaisa.

 

JazzZeitung:  Ihr habt euch 2010 als Trio formiert, wie habt Ihr zueinander gefunden und warum der Name „Donauwellenreiter“?

Thomas: Das ist unsere Lieblingsfrage. Wir hatten damals alle Wörter der Welt durch ein Ausschlussverfahren ausgesiebt. Donauwellenreiter ist am Ende übrrig geblieben :-) Maria und ich haben uns zufällig kennengelernt. Sie wiederum kannte den damals erst 16-jährigen Niko. Da waren wir ein Trio.

JazzZeitung: Seid Ihr heimatverbunden?

Thomas: Wir sind derzeit in Wien, weil‘s da ganz gute Wellen gibt.

Maria: Heimatverbunden dort, wo wir herkommen? Schon irgendwie aber nicht romantisch oder so…

JazzZeitung: Eure neue, zweite CD „Messëi“ heißt es, sei geeignet für Freunde von Tango, Singer-Songwriter, Jazz, Folk, Balkanpop, Klezmer, Latin, Minimal…. Eine ganz schöne Bandbreite, was sagt Ihr selber dazu?

Thomas: Tja, stammt ja nicht von uns diese Empfehlung aber dahinter steckt vermutlich die Einschätzung dass es sich bei „Messëi“ um ein vielschichtiges Album handelt. Also Freunde von Tennis und Fußball grenzen wir keinesfalls aus.

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JazzZeitung: Was bedeutet der Titel der CD?

Maria: „Messëi“ ist der Titel eines für uns zentralen Songs auf dem Album und ist das ladinische Wort für „müssen“.  Ladinisch ist… – aber das würde jetzt zu weit führen.

JazzZeitung: Für wen macht Ihr Musik? Was inspiriert euch zu euren Eigenkompositionen?

Thomas: Wenn man das immer wüsste… die Frage stellt sich für einen selber nicht so sehr. Eigene Musik zu schreiben, gleicht mehr einem Drang, einem Muss. Natürlich freut es uns, dass immer mehr Leute zu den Konzerten kommen. Das ist auch für’s Finanzielle nicht ganz unwesentlich, beziehungsweise ist  auch eine Voraussetzung, um dem Schaffen richtig nachgehen zu können.

JazzZeitung: Habt Ihr auch noch einzeln andere Projekte am Start?

Maria: Ein paar Liebschaften gibt es schon.

Thomas: Ja, Liebschaften, die eine oder andere…
JazzZeitung: Gibt es noch ausstehende Tourtermine dieses Jahr?

Maria: Zurzeit sind wir in Rumänien unterwegs, später im Juni spielen wir ein Radio-Live-Konzert im Studio von Radio Belgrad. Im Sommer geht’s dann nach Kanada, in die Slowakei und nach Slowenien.

Im Herbst warten Portugal und Italien und im Dezember der Iran.

In Deutschland kann man uns heuer unter anderem noch beim Jazzfestival Freiburg (28. September) und bei „Jazz around the world“ (18. Dezember) bei München hören.

 www.donauwellenreiter.at

 

Reinhören unter https://www.youtube.com/watch?v=VBQ3Jxm3bXc