Miriam und Dexter

Für die Ewigkeit – Abschied von der Schweizer Jazz-Diva Miriam Klein

Jazz für die Ewigkeit Das Herz der Basler Sängerin Miriam Klein, die mit Jazzgrößen wie Dexter Gordon, Roy Eldridge, Mal Waldron, Slide Hampton, Kenny Clarke, Billy Cobham, George Mraz und Sir Roland Hanna zusammenarbeitete, hat am 02. Oktober 2026 im Alter von 89 Jahren in ihrer Heimatstadt Basel, im Kreise ihrer geliebten und liebenden Familie, aufgehört zu schlagen. Miriam Klein ist in der Jazzgeschichte eine absolute Ausnahmeerscheinung. Keine andere europäische Sängerin arbeitete in vergleichbarem Umfang mit den Größen des amerikanischen Jazz zusammen und fand international eine ähnliche Anerkennung.  In einer sowohl künstlerisch als auch geschäftlich von Männern dominierten Industrie behauptete sie sich ohne professionelle Vertretung als eigenständige Musikerin und Unternehmerin in eigener Sache. Gleichzeitig zog sie vier Kinder groß, für die sie über weite Strecken allein verantwortlich war. Ohne Management, ohne Konzertagentur – von Computer, Internet und iPhone ganz zu schweigen – gelang es ihr, eine internationale Karriere aufzubauen. Ihre Engagements organisierte sie am Esszimmertisch des Einfamilienhauses der Familie am Basler Sonnenweg. Sie verhandelte mit Veranstaltern, buchte ihre Konzerte und kümmerte sich um sämtliche organisatorischen Belange ihrer Karriere. Werbung Damit vollbrachte sie nicht nur künstlerisch, …

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Abdullah Ibrahim: Melodien-Magier und Freiheitskämpfer – ein Nachruf

(Von Oliver Hochkeppel) Wer einmal in einem Konzert von Abdullah Ibrahim war, weiß um die besondere Stimmung, die dort immer herrschte. Eine ganz eigene Art der Ergriffenheit, ein spirituelles Beben durchzog die Säle. Was da passierte, hat Ibrahim einmal selbst sehr schön beschrieben, aus der Musikersicht: „Das Universum fließt dann durch einen. Tiere spüren lange vorher, dass ein Erdbeben kommt. Wir haben diese Gabe längst verloren, aber die Musik gibt sie uns hin und wieder zurück.“ Ibrahim gehörte nie zu den großen Virtuosen unter den Jazzpianisten. Er schuf seine Magie mit anderen, ganz einfachen Mitteln. Ein typisches Beispiel dafür ist das Stück „Maraba Blue“. Ganz leise, langsam, aus dem Nichts kommend spielt das Klavier ein paar Töne, die einen Rhythmus vorgeben. Ebenso sacht legt sich dann eine einfache Melodie darüber – auch nur mit ein paar Akkorden, die dann umspielt werden. Wie bei den meisten seiner Stücke mischt sich eine leise Melancholie mit einer warmen, optimistischen Grundstimmung. Das ist es, was seine Musik so berührend machte. Werbung Zwischen Perkussion, Kapstadt und Schweiz Vereinten haben sich darin die kulturellen Erfahrungen wie die musikalischen Welten, in denen …

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