(Text und Fotos: Robert Fischer) Der britische Schriftsteller Nick Hornby berichtet in seinem Buch „31 Songs“, wie er im Jahr 1975 die damals schwer angesagte Rockband Led Zeppelin in einem Konzert im Londoner Earls Court hörte. Während einer der zahlreichen Instrumentalsoli sei er mal eben rausgegangen, die Earls Court Road hinunter, habe ein Pint Bier getrunken und eine Partie Poolbillard gespielt – doch als er zurückkam, sei das Solo noch immer nicht zu Ende gewesen. Ganz so schlimm war es bei der Jan Garbarek Group in der Münchner Isarphilharmonie nicht. Aber fast. Oder genauer: anders. Denn während die von Nick Hornby geschmähten, in Wahrheit für ihre Zeit und ihr Genre ungewöhnlich innovativen Soli der Musiker von Led Zeppelin oft den (von Hornby also bei einem Pint Bier verpassten) Höhepunkt ihrer Shows markierten, haben die der Jan Garbarek Group nur eines mit den britischen Luftschiffern der Siebzigerjahre gemein: Sie sind (nicht manchmal, sondern leider immer) zu lang. Was schade ist, denn sie könn(t)en das ja auch anders (besser). Werbung We always solo and we never solo Möglich, dass die Jan Garbarek Group an diesem Montag, den 26.10.2026, …
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