Digitale Akademie „Insight Out” der Deutschen Jazzunion – ein Interview mit Johanna Schneider und Jakob Fraisse

Unter dem Dach der Digitalen Akademie „Insight Out” bietet die Deutsche Jazzunion seit dem 13. Oktober 2021 digitale Workshops, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen zu Diversität, Nachhaltigkeit, Bildung und Professionalisierung für professionelle und angehende Jazzmusiker*innen an. Mit Blogbeiträgen und Veranstaltungshinweisen wird die JazzZeitung die beiden ersten Semester bis Mitte 2022 begleiten. Zehn Online-Veranstaltungen fanden inzwischen statt – Andreas Kolb sprach mit den DJU-Vertretern Johanna Schneider und Jakob Fraisse über das Projekt. JazzZeitung: Was war der Gründungsimpuls für die Digitale Akademie „Insight Out”? Welche Absichten verfolgen Sie mit dem Projekt? Johanna Schneider: Am Anfang stand die Idee, einen für alle und von überall zugänglichen Diskursraum für aktuelle Themen der professionellen Jazz-Szene zu schaffen. Die Verlagerung in den Onlinebereich stellt nicht erst seit Beginn der Pandemie ein zeitgemäßes Angebot dar: In einer digital zugänglichen Infrastruktur können aktuelle Themen wie Gender & Diversität oder Nachhaltigkeit im Jazz wie auch Fragestellungen aus dem Bereich der Professionalisierung für Jazzmusiker*innen barrierefrei verhandelt werden. Uns im Vorstand sind diese Themen wichtig. Als Berufs- und Interessenverband sind wir Teil einer Gesellschaft, die wir mitgestalten und in die wir ausstrahlen möchten. Auch im Jazz bestehen Barrieren …

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+++Jazzahead Festival 2022 „Endlich Kanada“ im April in Bremen+++50. Jubiläum des Moers-Festivals im Juni 2022 „Irgendwann ist immer morgen“+++Neuer Vorstand im Jazzbüro Hamburg+++

Jazzahead Festival 2022 im April in Bremen Vom 14. April bis 1. Mai findet das Festival „Jazzahead! 2022: Endlich Kanada“ erstmals als hybride Veranstaltung statt. Das Kooperationsprojekt findet in einem stadtweiten Musik- und Kulturprogramm seit 2006 in der MESSE BREMEN statt und gilt als weltgrößter Branchentreff der Jazz-Szene. Seit 10 Jahren stellt dieses Festival zusammen mit rund 60 Kooperationspartnern die Kulturszene eines jährlich wechselnden Partnerlandes und Bands aus aller Welt vor. Nach dem pandemiebedingten Ausfall 2020 und der digitalen Ausführung 2021 ist die Veranstaltung im kommenden Jahr hybrid zu erleben – als Liveprogramm und zur Mitverfolgung verschiedener Beiträge im Internet. Das Eröffnungskonzert der diesjährigen Veranstaltung am 14. April 2022 gibt die kanadische Künstlerin Erin Costelo im Theater am Goetheplatz. Die künstlerischen Leiter Uli Beckerhoff und Peter Schulze entschieden sich zum Galakonzert am 29. April ebenfalls für zwei Künstlerinnen: Die Pianistin, Sängerin und Songwriterin Laila Biali tritt bereits zum zweiten Mal auf die Jazzahead-Bühne. Ihre Musik steht in der Tradition verschiedener kanadischen Größen wie Diana Krall und Michael Bublé, aber auch Joni Mitchell oder Leonard Cohen. International bekannt ist auch die Sängerin, Songwriterin und Produzentin Malika …

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Streaming +++ King Georg +++ Green Days im Stadtgarten +++ Köln +++

+++ Das KING GEORG, Deutschlands erster digitaler Straight-Ahead-Jazzclub +++ (Pressemitteilung) Er gehörte schon immer zu den ersten Adressen, was Live-Musik angeht. Seit neuestem ist der Kölner Jazzclub KING GEORG obendrein zu den Vorreitern in Sachen digitales Musikangebot in Deutschland und sogar in ganz Europa avanciert. Gleich mehrere Live-Konzerte pro Woche treten als Streaming die Reise ins Netz an. Die Bandbreite reicht von weltweit gefragten Acts wie dem New Yorker „Emmet Cohen Trio“ bis zu „Young Talents“, eine Reihe, die Newcomern selbst in der Pandemie nicht nur eine Bühne, sondern auch eine Gage in den sonst so finanziell klammen Zeiten bietet. Verantwortlich fürs Programm ist Martin Sasse, der selbst zu den Ausnahme-Pianisten des Landes gehört und im KING regelmäßig am hauseigenen Steinway-Flügel sitzt. Für High End Konzert-Feeling in den Wohnzimmern sorgen ausgebildete Ton- und Videospezialisten. Woche für Woche produzieren sie aufwendige Konzert-Mitschnitte, die den höchsten technischen Ansprüchen von Musikliebhabern gerecht werden. Das ständig wachsende Archiv beinhaltet mittlerweile über 100 Konzerte, die über ein Abo-Modell zu einem schmalen Kurs abrufbar sind. Ob Tradition oder Innovation, klassische Moderne oder Avantgarde. Jazz ist ein spannender Austausch der Musiker untereinander …

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Achtsam scheitern mit Christin Henkel im TELEMILLA STREAM

Der TELEMILLA STREAM ist der Corona-Sender des Münchener  MILLA-Clubs.  Am 5. Februar 2021 um 20.00 Uhr präsentiert dort Christin Henkel vor laufender Kamera  Lieder und Geschichten aus ihrem neuesten Programm und Buch. Um was geht es bei dieser crossmusikalischen Lesung bzw. Henkels klavierkabarettistischem Chansonabend? Achtsamkeits-Meditation? Golden Milk? Waldbaden? Eigentlich sind Christin Henkel ja Großstadttrubel und ein leichter Damenschwips lieber, aber irgendetwas scheint dran zu sein am schönen, neuen #greenlifestyle. „Achtsam scheitern – Wie ich die Erde retten und dabei gut duften wollte“ heißt ihr neues Buch, in dem sie die urbane Esoteriker-Elite auf charmante Art und Weise einmal so richtig durch den Kurkuma-Latte zieht. Gemeinsam mit Demeter-Denis, Tantra-Torben und der kleinen Montessori-Mathilda macht sie sich auf in die schöne neue Ökowelt. Ein achtsamer Selbstversuch mit Pleiten, Pannen und der Erleuchtung. Die Henkel plant: „Die Erde rettet sich am besten frisch geduscht und einer ordentlichen Portion Heiterkeit“ – wer hier lustvollsten Sarkasmus vermutet, kann nicht falsch liegen. Karten können bis spätestens 19h am Veranstaltungsabend gekauft werden TELEMILLA STREAM Tickets gibt es unter www.milla-club.de zum Preis von ab € 8,70 **An Streaming-Abenden ist Telefon in der Milla …

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Winterjazz im Jahr 2014. Foto: Hufner

Tipp: ZEHN – winterjazz Köln 2021 am 8. und 9. Januar 2021

„winterjazz“ wurde von Angelika Niescier ins Leben gerufen und seit Januar 2012 als Musikfest in, aus, von und für Köln gefeiert – für Aficionados, Neugierige, treues und neues Publikum, von und für Kölner Musikerinnen und Musiker. Seitdem sind wir immer wieder von der Resonanz überwältigt, von Massen der Zuhörenden, die jedes Jahr in bester Laune in langen Schlangen gewartet, zugehört, applaudiert, miteinander geredet, gelacht, mit uns den Jahresanfang und die Musik gefeiert haben. Anfang 2021 ist noch vieles anders, gerade deswegen machen wir es ganz besonders: 10 Gäste aus europäischen Nachbarländern und quer aus der Republik sind für den 8. und 9. Januar eingeladen, ihre Musik mitzubringen und mit Kölner Musiker*innen im Livestream zu performen: Lucia Cadotsch, Jozef Dumoulin, Robert Lucaciu, Emilene Wopana Mudimu/Melane, Lucas Niggli, Mariá Portugal, Jelena Kuljić, Otis Sandsjö, Ignaz Schick und Gina Schwarz werden mit ihren Bands live aus dem Kölner Stadtgarten zu hören und sehen sein. Der Stream startet an beiden Tagen um 20:04 Uhr und kann über www.stadtgarten.de verfolgt werden. Tipp: Am Donnerstag, den 07.01. strahlt WDR 3 eine winterjazz-Sondersendung aus, zu der Gründerin Angelika Niescier für ein Live-Interview eingeladen ist. Die Sendung …

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Streaming-Tipp: Krawall de Cologne und Walter Oepen geben ein jazzig-literarisches Weihnachtskonzert

Nä, wat wor dat fröher schön, als mer noch Chressnaach fiere kunnt. Ävver in däm knöppeldecke Johr 2020 is eja nix wie et wor. Doch et gitt, däm leeve Godd sei et gedank, och Saache, die Corona nit kapoddkritt, un dozo gehöre de Musik un uns kölsche Sproch! Aus genau diesem Grund stehen auch Musik und Mundart im Zentrum der Veranstaltung „Kölsche Weihnacht“. Das literarische Konzert findet am 5. Dezember 2020 auf Einladung des Jazzclubs Hürth in der Reihe #HürthInside des Bürgerhauses statt. Der christnächtliche Abend wird live über die Social-Media-Kanäle (YouTube, Facebook, Twitter, Twitch) des Bürgerhauses gestreamt und ist somit kosten- und kontaktlos für alle Jazz-, Musik- und Kölsch-Freunde erlebbar. Jazzige Weihnachten op Kölsch Für den musikalischen Teil sorgt die Formation „Krawall de Cologne“, die in Hürth unter anderem schon mit einem Ostermann-Programm umjubelt wurde. Das Ensemble aus Jürgen Schockmann (Gitarre), Rolf Grommes (Schlagzeug) sowie Hans-Günther Adam an Keyboard und Pedalbass hat ein Programm mit jazzigen Weihnachtsliedern zusammengestellt, das nach Köln entführt, eine Stadt, die seit jeher eine besondere Beziehung zum Geburtsfest Jesu hat – nicht nur wegen der Reliquien der Heiligen Drei Könige …

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„Munich’s Finest“ – Jazz Organ Summit: Zwei Tage Festival im Jazzclub Unterfahrt

Die von Laurens Hammond in den 1930er Jahren erfundene Hammondorgel erfreute sich in den 1960er und 1970er Jahren der wohl größten Popularität, gerade im Jazz. Der Hammondklassiker, das Modell B-3 in Verbindung mit einem Leslie-Lautsprechersystem, ist klanglich bis heute einzigartig unverwechselbar und hat sich nach wie vor im Jazz, aber auch in der Blues-, Soul- und Popmusik etabliert. Man mag es kaum für möglich halten, aber München hat sich im Laufe der Jahre als heimliche Hammond-Orgel Hauptstadt gemausert. Auf Betreiben des SZ-Musikjournalisten Oliver Hochkeppel sollte das erste „Munich’s Finest“ – Jazz Organ Summit bereits diesem Sommer, als Teil des Eulenspiegel Flying Circus-Programms, Open Air über die Bühne gehen, musste dann aber leider wetterbegingt abgesagt werden. So gut so schlecht. Aber Rettung nahte: Michael Stückl von der Unterfahrt war sofort bereit das Festival im Club stattfinden zu lassen, allerdings auf zwei Abende verteilt, leider coronabedingt ohne Publikum. So fanden sich letzte Woche am Donnerstag und Freitag vier Münchner Hammond-Jazz-Masterminds im Jazzclub ein und brachten dort nicht nur die Drähte in den Orgeln, sondern vor allem die Tasten zum Glühen. In gewohnter Weise wurde das Festival online …

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BMW Welt Young Artist Jazz Award 2020: Preisträgerkonzert mit Philipp Schiepek im Jazzclub Unterfahrt

Vor fünf Jahren wurde der seit 2009 stattfindende BMW Welt Jazz Award um einen jährlichen Nachwuchspreis erweitert. Mit dem BMW Welt Young Artist Jazz Award fördern die BMW AG und die Stadt München gezielt junge, regionale Talente aus dem Jazzbereich und stiften neben zwei Konzerten bei den Leipziger Jazztagen und im Münchner Jazzclub Unterfahrt, zusätzlich ein Preisgeld von 3.000 Euro. Dieses Jahr ging der Preis an den herausragenden Münchner Gitarristen Philipp Schiepek, der 2018 nach seinem Studium der Jazzgitarre an den Musikhochschulen in Würzburg und München noch ein Masterstudium für klassische Gitarre absolvierte. Dass Schiepek musikalisch vielseitig und offen ist, zeigt nicht zuletzt sein bisheriger Werdegang und Zusammenarbeit in verschiedensten Genres, angefangen beim Hard Bop, über lyrischen Jazz bis hin zur musikalischen Avantgarde. Beim Abschlusskonzert der Leipziger Jazztage präsentierte Schiepek am 24. Oktober (im Opernhaus noch mit Publikum) sein aktuelles, während der Coronazeit entstandenes, Programm „Meadows & Mirrors“. Am vergangenen Samstag war dann das zweite Konzert im Jazzclub Unterfahrt angesetzt. Wie bereits im Frühjahr während des ersten harten Lockdowns, hatte der Jazzclub bereits ein einzigartiges Streaming-Konzept auf die Beine gestellt und dies im Laufe des …

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„Local Heroes“: Live-Stream Konzertreihe aus dem Jazzclub Unterfahrt

Auf den ersten Blick scheint alles normal zu sein, die 31 Stufen hinunter in den Keller des Münchner Kulturzentrum Einstein, den langgezogenen Gang entlang zum Jazzclub Unterfahrt, aber dann – kein Licht am Ende des Tunnels! Alles ist dunkel und auch am Eingang des Clubs leere Plakatrahmen. Beim Betreten der Unterfahrt fällt der Blick leicht melancholisch und unweigerlich auf die Speisetafeln an der Küchenwand: zu sehen der „last order before shutdown“. In Coronazeiten ist der normale Konzertbetrieb eingestellt und alles verwaist. Alles? Nicht ganz, denn in solchen Zeiten sind Alternativen und Innovation gefragt! Gedacht, überlegt, konzipiert, getan! Seit über 50 Tagen ist der Jazzclub mittlerweile geschlossen und geplante Konzerte mussten, wie überall sonst auch, abgesagt werden. Was tun in diesen besonderen Zeiten, wo Booking und Reisen ein unmögliches Unterfangen ist? Zum Glück ist München eine Stadt mit einer ausgesprochen hohen Dichte an professionellen Musikern. Was liegt da näher, als lokale Jazzheroes einzuladen und Streaming-Konzerte, die ja sowieso in aller Munde sind, zu veranstalten? Gedacht, überlegt, konzipiert, getan! Den Auftakt bestritt die Münchner Sängerin Jenny Evans, die traditionell seit Jahren regelmäßig am Ostersamstag in der Unterfahrt …

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news+++Moers Festival findet online statt+++Jazzopen versucht Line-Up bis 2021 zu halten+++Enjoy Jazz sucht Geschichten zu Jazzstandards+++

Niederrhein: New ways to fly – Moers Festival versucht sich im Online Bereich Das Moers Festival 2020 gehört auch zu den Veranstaltungen die in der Corona Zeit vor einer großen Herausforderung stehen: verschieben, absagen oder ausweichen? Die Betreiber des Moers Festivals haben beschlossen auf Streaming auszuweichen und haben schon Ideen und Pläne in einer Pressemitteilung verlauten lassen: Die Festivalhalle wird kurzerhand zum Live-Studio umfunktioniert und alle Künstler, die noch die Möglichkeit haben, werden mit entsprechenden Sicherheitsabständen spielen. Der Stream wird für alle Zuschauer bequem von zu Hause anschaubar sein. Ab sofort ist der online-Shop des Festival auf der Website und man kann bereits gekaufte Tickets stornieren – natürlich ohne Kosten. Wer lieber etwas spendieren möchte, findet alle Informationen auf www.moers-festival. Nesenbach: Jazzopen 2021 – Kravitz, Sting und Co sagen zu Wie Moers sind auch die Jazzopen 2020 von Corona betroffen. Nachdem das Festival für dieses Jahr abgesagt werden musste, wollen sich die Veranstalter nicht einrfach mit einer Gutscheinregelung und Rückerstattungen zufrieden geben. Alle Künstler die diesen Juni auftreten sollten, sollen nächstes Jahr auftreten. Unter anderem soll Lenny Kravitz auf dem Schlossplatz spielen, nachdem er Nik …

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