Jazz Sommer im Bayerischen Hof – mit Verlosung: gewinnen Sie eine Übernachtung!

Von Oliver Hochkeppel. Man kann es Innegrit Volkhardt, der Chefin des Hotels Bayerischer Hof, und ihrer Programm-Macherin Katarina Ehmki nicht hoch genug anrechnen, dass sie das einzige kontinuierliche Jazzfestival Münchens stemmen. Doch war der ohne einen Cent Subventionen in Eigenregie veranstaltete „Jazz Sommer“ beim Spagat zwischen Zug- und Aussagekraft zuletzt im Bewährten erstarrt. Entsprechende Mahnungen scheint man sich zu Herzen genommen zu haben, denn das  Programm für die nächste Ausgabe vom 16. bis 20. Juli liest sich vielversprechend. Den Auftakt bestreitet Gitarrengott Al Di Meola, der zwar auf den ersten Blick auch ein alter Recke ist, aber nach einer persönlichen Krise wieder die Kurve bekommen hat: Sein aktuelles Beatles-Programm ist durchaus innovativ, alleine schon durch das Arrangement mit sechs Streichern neben der Rhythmusgruppe. Auch die portugiesische Vokal-Akrobatin Maria João ist mit ihren aktuellen Weltmusik-Interpretationen auf der Höhe der Zeit – ihr letztes München-Gasstpiel war noch ein Unterfahrt-Special. Als traditionelle Anlaufstelle der Münchner Salsa-Gemeinde muss der Bayerische Hof beim Jazz Sommer den Latin Jazz in Ehren halten. Für die große Sause am Donnerstag, 17. Juli, im Festsaal hat man diesmal Oscar D‘Léon verpflichtet, den mehrfachen Grammy-Gewinner …

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Newcomer des Monats: Donauwellenreiter

Passend zum Frühsommer schauen wir ins nachbarliche Österreich und stellen den perfekten Soundtrack für die Jahreszeit vor: die Donauwellenreiter. Das sind der Pianist Thomas Castaneda, der auch die meisten der Songs komponiert, Akkordeonist Nikola Zaric und die Sängerin und Violinistin Maria Craffonara. Formiert hat sich das Trio 2010, und nach eigenen Aussagen bewegen sie sich „frei zwischen Pop-Band, Kammerorchester und Jazz-Combo“. Ihr zweites Album, das im April bei Intuition erschienen ist, heißt schlicht „Messëi“. Auf ihrem Weg zu Auftritten in Rumänien beantworteten Maria und Thomas die Fragen von Ursula Gaisa.   JazzZeitung:  Ihr habt euch 2010 als Trio formiert, wie habt Ihr zueinander gefunden und warum der Name „Donauwellenreiter“? Thomas: Das ist unsere Lieblingsfrage. Wir hatten damals alle Wörter der Welt durch ein Ausschlussverfahren ausgesiebt. Donauwellenreiter ist am Ende übrrig geblieben :-) Maria und ich haben uns zufällig kennengelernt. Sie wiederum kannte den damals erst 16-jährigen Niko. Da waren wir ein Trio. JazzZeitung: Seid Ihr heimatverbunden? Thomas: Wir sind derzeit in Wien, weil‘s da ganz gute Wellen gibt. Maria: Heimatverbunden dort, wo wir herkommen? Schon irgendwie aber nicht romantisch oder so… JazzZeitung: Eure neue, zweite …

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ECHO für Lebenswerk 2014 geht an Dusko Goykovich

Wir gratulieren ganz herzlich mit einem Artikel aus unserem Archiv, den Ursula Gaisa anlässlich des Erscheinens seines Albums „Samba do Mar“ 2004 verfasste: Für jemanden, der sich bereits seit über 50 Jahren mit seinem Instrument und dem Jazz auseinandersetzt, noch täglich ein paar Stunden übt – Geburtstage, Feiertage und Silvester nicht ausgenommen – und als junger Musiker aus dem kommunistisch beherrschten Belgrad flüchtete, wirkt Dusko Goykovich heute erstaunlich agil und jugendlich – trotzdem entspannt und mit sich im Einklang. Zwei Wochen im Dezember verbrachte er – wie schon die Jahre davor – auf Konzerttournee in Japan und musste Hunderte von CDs signieren und sich fotografieren lassen, von diesen Anstrengungen ist ihm während des Interview auch nichts mehr anzumerken. „Die Japaner sind unheimlich freundlich, das ist wunderbar.“ Seine neueste CD „Samba Do Mar“, zu Deutsch „Meeressamba“, mit dem gleichnamigen eigens vom Trompeter komponierten Titelstück ist Ende 2003 bei Enja erschienen. Den Anstoß gab Enja-Chef Matthias Winckelmann. Er brachte Goykovich, der zwar noch nie in Südamerika war, aber schon immer eine Händchen und eine besondere Liebe für jedwede Art von Latino-Sound hatte, mit dem ungarischen in Berlin …

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Von Marathon bis „Everlasting“ – Mein persönliches Jahr 2013, Teil 3

September-Dezember 2013: Schon war es wieder September und das Jahr verging wie im Flug. Nachdem ich am 5ten aus meinem Urlaub frisch erholt wieder in München angekommen war, ging es schon gleich weiter mit den ersten Jobs. Was die CD Produktion betraf, war ich immer noch motiviert und hatte das Ziel diese 2013 auf den Markt zu bringen. So trafen wir uns in der zweiten September-Hälfte mit Claus für sechs Tage um die Songs zu mischen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch endlich das Gefühl, dass es Richtung Zielgerade geht mit der Produktion, trotz der nervigen Unterbrechungen, die sich immer wieder einschlichen. Es machte mich verrückt, die ganzen Leute zu koordinieren, Zeiträume zu finden an denen das Studio frei ist etc … Am ersten Mix-Tag versuchten wir die Grundeinstellungen festzulegen, damit wir am nächsten Tag direkt anfangen konnten. Es war für uns Beteiligten im Studio wichtig drei Tage mischen zu können, und dann mit einer Woche Pause den Rest abzuarbeiten. So konnten wir das Material in Ruhe anhören, Dinge, die uns negativ auffielen in der letzten Mix-Runde aus der Welt schaffen. Mir ging es da …

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Von Marathon bis „Everlasting“ – Mein persönliches Jahr 2013, Teil 2

April-August 2013: Mittlerweile im April angekommen stieg die Anspannung immer mehr und mehr. Denn das erste  Ziel rückte unaufhaltsam näher. Am 28ten April fand der Marathon in Madrid statt, und die Vorbereitung ging in die Endphase. Da ich aber gut vorbereitet war lief ich Anfang April noch einmal zwei längere Strecken über 30km, und versuchte die Woche davor mich mit kürzeren Läufen in Form zu halten. Musikalisch war es ein wenig ruhig, aber dennoch ein wichtiger Monat, denn ich besuchte die „Frankfurter Musikmesse“. Es ist jedes Jahr immer wieder schön dort zu sein, sich mit Musikern, den  Ausstellern uvm auszutauschen. Vor allem mit den tollen Firmen „Vandoren“ und „Selmer“, die mich mittlerweile seit mehreren Jahren unterstützen. Es war ein schöner Tag, und mein Besuch wirkte sich auch positiv auf mein Album aus. Schon auf dem Weg nach Hause, ging ich kurz vor Messeende noch einmal durch die Bläser Abteilung, und hörte jemand Trompete spielen. Sofort dachte ich mir:  „Den kenn ich doch“ !? Ich täuschte mich nicht und es war Michael „Patches“ Stewart, langjähriger Trompeter der „Marcus Miller Band“. Sofort nutzte ich die Möglichkeit mit Ihm ins …

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„Die Schallplatte ist zurück“ – Neugestaltung der Musikabteilung im „Kaufhaus der Sinne“ Ludwig Beck

Es nennt sich „Kaufhaus der Sinne“ und liegt im Herzen der Münchener Innenstadt, direkt am Marienplatz: Das Kaufhaus Ludwig Beck. Eigentlich ist es ein Kaufhaus für internationale Mode, Lederwaren und Accessoires, aber mittlerweile mit rund 120.000 Titeln aus Klassik, Jazz, Weltmusik und Hörbuchern auch bekannt für seine imense Auswahl im Bereich der Musik. Seit Kurzem ist das Kaufhaus der Sinne nun ein besonderer Anlaufpunkt für alle Schallplattenliebhaber: Mit der besonderen Erweiterung seiner 5. Etage zu einem fast 2.000 Titel starken Sortiment an Vinyl-Platten möchte das Ludwig Beck dem neunen Trend hin zu diesem „alten“ Medium gerecht werden und bietet nun seit April 2013 ein breitgefächertes LP-Angebot aus aktuell produzierten Titeln und wiederveröffentlichten Klassikern innerhalb seiner Musikabteilung an. Adresse: Ludwig Beck, Kaufhaus der Sinne, Marienplatz 11, 80331 München

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Von Marathon bis „Everlasting“ – Mein persönliches Jahr 2013, Teil1

Es kann sein, dass wenn dieser Blog online geht, wir schon mitten im Januar sind und voller Tatendrang die neuen Vorsätze umsetzten wollen. Falls nicht auch nicht schlimm, denn dass ist mein persönlicher Rückblick auf das Jahr 2013.  Mancher wird sich fragen warum von mir?? Ganz einfach, über andere zu schreiben, da gibt’s draußen in der Fachwelt schon genug, und vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen was ein junger Saxophonist aus München so musikalisch getrieben hat im Jahr 2013. Mir hat es schon immer gut getan mich in mancher Situation wieder zu finden, die vielleicht jemand anders schon erlebt hat, ob Musiker, Familie, Sportler oder ein guter Freund. So fühlt man sich in manchen Momenten nicht alleine, oder denkt: „Warum passiert dass genau immer nur mir?“ Finde es immer sehr interessant mitzuerleben wie jeder Mensch anders mit einer Form von Druck umgeht. Und wenn ich da an mich denke, verstehe ich jetzt immer mehr was es heisst „schnell“ eine CD zu machen, oder eine Band zu leiten. Früher wo ich CD’s gekauft hab, oder heute schnell bei iTunes ein Album lade, konnte ich den …

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Fotogalerie: „Be My Guest“ im Café Rinaldo

Fortsetzung unserer kleinen Reihe mit Fotos von Ralf Dombrowski, dessen Ausstellung in der Münchner Unterfahrt gestern eröffnet wurde. Heute Impressionen aus der von Stefan Noelle ins Leben gerufenen Veranstaltungsreih „Be My Guest“ – mit Kellerkonzerten in persönlichem Rahmen im Souterrain des Café Rigoletto in München. Am 14. Januar kombinierten Stefan Noelle (drums) zusammen mit Christian Ludwig Mayer (p) und Hugo Siegmeth (sax, fl, cl) 5.000 Jahre alte Skalen aus der Sumerer-Zeit mit dem Piano-Blues aus Harlem. Mehr dazu unter http://www.ackermannbogen-ev.de/projektgruppen/projektgruppe-kultur/jazzreihe.html  

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