Werner Götze – Der Jazzmann mit der Pfeife

Bereits im Juni 2010 ist in München der ehemalige Rundfunkmoderator und -redakteur des Bayerischen Rundfunks Werner Götze verstorben. Etwas verspätet wollen wir an den Mann mit der Pfeife erinnern, der mit Sendungen wie „Mitternacht in München“ und  „Jazz auf Reisen“ das Jazzbild der Nachkriegsgeneration mitgeprägt hat. Ein Nachruf von Roland Spiegel, Bayerischer Rundfunk: Der Hörfunk trauert um seinen langjährigen Moderator und Abteilungsleiter Werner Götze. Lange Jahre prägte er mit seinen (Jazz-)Sendungen die Programme des Bayerischen Rundfunks. Von 1976 bis 1982 war er Leiter der Abteilung „Leichte Musik“. Jetzt ist Werner Götze nach längerer Krankheit kurz nach seinem 85. Geburtstag in München gestorben.

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Tollwood mit Jazznachwuchs

Heute beginnt das Sommerfest „Tollwood“ am Münchner Olympiagelände. Dabei gibt’s neben kleineren und größeren Pop-Rock-Acts wie immer auch einige Konzerte mit „Jazznähe“ (Norah Jones – bereits ausverkauft!, Gilberto Gil, Roger Cicero). Neu hingegen ist die Plattform für den Jazz-Nachwuchs, die Blue-Note-Lounge. Tizian Jost, Dozent für Jazzpiano an der Hochschule für Musik und Theater München, hat aus dem Umfeld noch aktiver sowie ehemaliger Jazzstudenten ein tägliches Programm zusammengestellt. Jazz-, Electrolounge- und Singer/Songwriter-Projekte stellt die Hochschule auf die Bühne. Unter anderem dabei: Rickie Lee Kroell, die wir erst kürzlich als Konzertact bei uns im Blog hatten und auch Tizian Jost selbst, der bei seiner „Hommage an Milt Jackson“ einmal nicht am Piano, sondern am Vibraphon zu sehen sein wird. Tollwood 2010, vom 1.–25.7.2010 München, Olympia-Park Süd Blue Note Lounge, Beginn: jeweils 22.00 Uhr Programm Tollwood 2010

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Erste Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ für Big Bands

Die Jugend jazzt erfreulicherweise nach wie vor recht aktiv – seit 1997 auch unter fachmännischer Beobachtung des Deutschen Musikrats. In diesem Jahr gab es die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ zum ersten Mal auch für Jazzorchester. Jugend-Bigbands aus ganz Deutschland, die sich bei den jeweiligen Landesausscheidungen durchgesetzt hatten, trafen am 26./27. Juni 2010 in Bingen am Rhein zur Endauscheidung zusammen. Workshops, Probentage und Konzerte unter der Leitung von Till Brönner und Tom Gaebel waren für die Gewinner des Škoda Jazzpreises ausgelobt, den der DMR bei „Jugend jazzt“ zusammen mit Škoda Deutschland als Hauptsponsor verlieh. Till Brönner wird überdies die Nachfolge des im März 2010 verstorbenen Peter Herbolzheimer als Workshopleiter für die Preisträger bei „Jugend jazzt“ antreten. Weitere Ehrenpreise gingen gesondert an herausragende Orchester und Solisten. Mit dem Jazzfestival „Bingen swingt“ hatte man zudem einen idealen öffentlichen Rahmen zur Austragung des Wettbewerbs gefunden. Die Preisträger des Škoda Jazzpreises 2010 Die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ 2011 wird in Dortmund stattfinden und ist turnusgemäß wieder für kleinere Ensembles ausgeschrieben. In Zukunft sollen die Bundesbegegnungen im jährlichen Wechsel für Ensembles und Jazzorchester ausgerichtet werden. Weiter Infos zum diesjährigen Wettbewerb und zur Ausschreibung …

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Neuer Deutscher Jazzpreis – Preis ohne Echo?

Nachdem die letzten Wochen voller jazziger Echos waren, möchte ich noch einmal in den Wald hineinrufen und das Augenmerk auf einen Deutschen Jazzpreis richten, der nicht von der Musikwirtschaft, sondern, nach einem Gang durch mehrere Instanzen, vom Endverbraucher selbst vergeben wird. Der Neue Deutsche Jazzpreis in Mannheim. Derzeit erhält der Veranstalter, die IG Jazz Rhein-Neckar, jährlich etwa 200 Bewerbungen von deutschen Bands. Man kann also sagen, dass sich die deutsche Jazzszene hier durchaus in der Breite repräsentiert.

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Beständigkeit und Engagement – 50 Jahre Birdland Jazzclub in Neuburg an der Donau

7. Juni 1958: Ein wichtiges Datum für den Jazz in Bayern. An jenem Abend fand sich in Neuburg an der Donau eine Handvoll Jazzfans zusammen zur Gründung des Birdland Jazzclubs. 50 Jahre später hat sich der aus kleinen Anfängen heraus prächtig entwickelt, ist zu einem der wichtigsten regelmäßig bespielten Clubs in Deutschland geworden. Von Anfang an mit dabei: Der damals erst 17jährige Manfred Rehm, der bereits ein Jahr nach der Gründung zunächst als Schriftführer in den Vorstand gewählt wurde und seit 1985 als Präsident die Geschicke des Clubs in vorbildlicher Weise zu gestalten wusste.

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