Tanzender Schmetterling im Hurrikan

Zum 30-jährigen Bandjubiläum machten die „Fun Horns“ Halt beim Jazzclub im Regensburg – und begeisterten mit anspruchsvollem Akustikspiel. Vier Musiker, sieben Blasinstrumente und sonst nichts auf der Bühne. Halt, ein Mikrofon für die Ansage noch, Mineralwasserflaschen und kleine vergnügliche Erzählungen aus dem Tourleben, aus der Vergangenheit und von Aufnahmesessions im „Alten Lager“. Die „Fun Horns“ sind keine junge Kapelle, wie sie sich selbst nennen. Gleichzeitig sind sie so erfrischend in ihrer Musik wie es nur freie oder auch junggebliebene Geister sein können. Wer bei ihrem fantastischen Konzert im Leeren Beutel die Augen geschlossen hielt, konnte leicht in Verwirrung stürzen – waren doch da schwirrende Insekten, meckernder Streit und zuckersüsses Liebesgeflöte zu hören. Aus Posaune, Saxofonen, Bassklarinette, Trompete und einer Flöte. Pur, unverfälscht, spielte das Quartett ganz ohne jegliche elektrische Verstärkung. „Das ist doch ein wunderbarer Raum“, freute sich Tonangeber Jörg Huke (tb) sichtlich über die hervorragende Akustik, „der trägt das ohne weiteres bis in die letzte Reihe“. In einer Zeit, als weltweit Saxofonquartette wie Pilze aus Boden schossen, dachten sich vor drei Jahrzehnten einige Jungs in Ostberlin – wie die Hauptstadt der DDR damals hieß …

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Kartenverlosung Leo Betzl Trio Landesjazzfestival Regensburg

In Kooperation der LAG Jazz in Bayern e.V. und dem Jazzclub Regensburg e.V findet vom 21. bis 23. Oktober das 1. Bayrische Landesjazzfestival in Regensburg statt. Mit dem 1. Bayerischen Landesjazzfestival bekommt die kreative und vielfältige Jazzszene Bayerns im Herbst dieses Jahres erstmals eine eigene Plattform. Neben dem Bayerischen Jazzweekend, das seit 1981 der Amateur- und halbprofessionellen Szene als Forum dient, erfährt mit dem Landesjazzfestival der künstlerisch reiche, öffentlich aber kaum geförderte Jazzsektor eine Unterstützung, die in anderen Bundesländern seit Jahren praktiziert wird. Es ist geplant, das Landesjazzfestival künftig im jährlichen Turnus jeweils in einer anderen bayerischen Stadt mit einem Jazzveranstalter vor Ort zu organisieren. Damit wird auch für die bayerische Jazzszene ein neues, landesweites Forum geschaffen. Mit dem Event werden neue Impulse gegeben, die die Grenzenlosigkeit der Weltmusik Jazz unterstreichen. Internationalität und Regionalität bedingen sich gegenseitig: Impulse von außen werden von kreativen Köpfen hier aufgegriffen und weiterentwickelt und neue Impulse tragen dazu bei, dass Jazz aus Bayern auch außerhalb und international wahrgenommen wird In Kooperation mit dem Jazzclub Regensburg verlosen wir 2 mal 2 Karten für den Freitagabend, 21. Oktober! Auf dem Programm stehen …

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News+++Horst Seehofer wird Schirmherr des 1. Bayerischen Landesjazzfestivals+++20. Festival Frei Improvisierter Musik+++Jazz-Session im Rahmen des Kulturherbst Oberstaufen+++

Ministerpräsident Horst Seehofer übernimmt die Schirmherrschaft für das 1. Bayerische Landesjazzfestival in Regensburg Mit der Übernahme der Schirmherrschaft für das 1. Bayerische Landesjazzfestival vom 21.10 – 23.10.16 in Regensburg unterstreicht der bayerische Ministerpräsident, wie hoch der Stellenwert des Jazz auch für die bayerische Staatsregierung ist. Denn neben dem Kulturfond Bayern unter Federführung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst unterstützen auch der Bezirk Oberpfalz, die Stadt Regensburg und die Sparkasse Regensburg das Festival, das von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz in Bayern e.V. und dem Jazzclub Regensburg e.V. veranstaltet wird. Zusammen mit Vertretern der Bayerischen Jazzszene, wie Lisa Wahlandt mit ihrer Band und Geff Eisenhauer sowie Dusko Goykovich mit dem Scott Hamilton Quintet werden im Oktober zwei international erfolgreiche Jazzmusiker präsentiert. Ron Carter, einer der größten Bassisten des Jazz, verfügt über nahezu unbegrenzte technische und musikalische Mittel. Sein Spiel ist auf schätzungsweise zweieinhalb tausend Alben zu hören, rund fünfzig davon hat er als Leader aufgenommen. Natürlich ist vor allem in Erinnerung geblieben, dass Carter Mitglied des klassischen Miles-Davis-Quintetts in den Sechzigern war. Das Doppelkonzert mit Ron Carter „Golden Striker Quartett“ und Lisa Wahlandt + Band feat. Geff …

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Neuer Akzent in der Jazzförderung – Das Landesjazzfestival Bayern

Vielversprechender Start für Landesjazzfestival Bayern Erstklassige Vertreter der bayerischen Jazzszene treffen auf Stars des amerikanischen Jazz – neuer Akzent in der Jazzförderung Mit dem 1. Bayerischen Landesjazzfestival bekommt die kreative und vielfältige Jazzszene Bayerns im Herbst dieses Jahres erstmals eine eigene Plattform. Neben dem Bayerischen Jazzweekend, das seit 1981 der Amateur- und halbprofessionellen Szene als Forum dient, erfährt mit dem Landesjazzfestival der künstlerisch reiche, öffentlich aber kaum geförderte Jazzsektor eine Unterstützung, die in anderen Bundesländern seit Jahren praktiziert wird. Die Jazzförderung wird damit als wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der Bayerischen Kulturpolitik gestärkt. Neben dem Bezirk Oberpfalz, der Stadt Regensburg und der Sparkasse Regensburg fördert vor allem der Kulturfonds Bayern dieses Festival. Träger des neu konzipierten Festivals sind die Landesarbeitsgemeinschaft Jazz in Bayern e.V. und der Jazzclub Regensburg e.V., vertreten durch die beiden Vorsitzenden Prof. Tizian Jost und Winni Freisleben, die dieses kulturelle Highlight gemeinsam organisieren. Der LAG gehören rund drei Viertel der bayerischen Jazzclubs und Jazzvereine an. Der Jazzclub Regensburg ist einer der mitgliederstärksten Vereine im Land. Es ist geplant, das Landesjazzfestival künftig im jährlichen Turnus jeweils in einer anderen bayerischen Stadt mit einem Jazzveranstalter …

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Ganz in Gold – Malia gastiert im Jazzclub Regensburg

Malia im Jazzclub Regensburg – das hieß ein ausverkaufter Saal mit vielen Fans und Bewunderern. Die Luft knisterte – auffällig, dass die Stimmung nie wirklich hochkochte. Stärker als in früheren, wilden Zeiten, als sie, nur mit Purple Shoes bekleidet, singend durch die Straßen Londons ging, kehrte die  glamouröse Sängerin aus Malawi/London  ihre melancholische Seite in den Vordergrund. Ein harmloses Party-Party-Disco-Disco-Girl war Malia noch nie gewesen. Entertainment kann bei ihr auch ernste Untertöne haben und diese brachte sie authentisch auf die Bühne: Da verdeckte kein Hall den rauen Kern ihrer dunklen Stimme, die zwischen poppiger Bruststimme, jazziger Beweglichkeit und afrikanisch-mehrstimmiger Farbigkeit wechselte. Viele Songs waren Previews auf ihr neues Album, das im September erscheint. Und manches kannte man schon von ihren alten Alben, wie „Echoes of Dreams“ von 2004. Insgesamt bot Malia ein sehr abwechslungsreiches Programm zwischen Cover-Versionen von Marvin Gay oder Henry Mancini-Songs (Moon River) und originell gemachten Eigenem. Durch den Abend getragen wurde sie von einer ganz feinen Truppe junger und agiler Herren: Pianist Alex Wilson als Wirbelwind der Stile zwischen Jazz, Pop, Salsa und Latin, Bassist Dimitri Christopoulus als das dunkle instrumentale Pendant …

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Kellhuber - Foto TJ Krebs
Kellhuber - Foto: © TJ Krebs

Lorenz Kellhuber Live @ HfKM Regensburg // erstmalneues7

Der in München geborene und mittlerweile Wahl-Berliner Pianist Lorenz Kellhuber ist ein wirklich außergewöhnliches Talent und musikalisch immens umtriebig. Im Dezember war der Pianist gerade mit seinem Standards Trio (gemeinsam mit Orlando le Fleming am Bass und dem Schlagzeuger Obed Calvaire) im Jazzclub Regensburg und stellte sein aktuelles Standards Album „The Brooklyn Session“ vor – in der Tat sehr hörenswert! Daneben spielt er mit dem Lorenz Kellhuber Trio (am Bass dabei Arne Huber und Schlagzeug Gabriel Hahn) ausschließlich eigene Kompositionen. Weiterhin tritt er regelmäßig solo auf und begeistert das Publikum mit grandiosen Improvisationen. And now for something complete different wird Kellhuber am 22. Januar im Konzertsaal der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Pädagogik Regensburg im Rahmen des Projektes „//erstmalneues7“ unter dem Motto „7IEBEN“ auftreten. Gemeinsam mit der jungen Formation NAMES („New Art and Music Ensemble Salzburg“) wird Kellhuber Piano solo auf Klangcollagen des Ensembles antworten und dazu improvisieren. NAMES, das sind junge Musiker aus sechs verschiedenen europäischen Ländern, die stets die Begegnung mit anderen Genres suchen, um der Musik neben seiner reinen Sonorität zusätzlichen Wirkungsraum einzugestehen. Man darf also absolut gespannt sein, was NAMES und …

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+++ News +++ Veranstaltungstipps-Ticker +++ Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis +++ Early Bird Tickets Moers +++

+++ Jazzclub Regensburg mit Lorenz Kellhuber und Lisa Bassenge +++ Der Jazzclub Regensburg präsentiert am Donnerstag, den 10.12.2015, 20:00 Uhr, das Pianotrio von Lorenz Kellhuber bei Jazz in der Galerie;  Besetzung: Lorenz Kellhuber – p | Orlando le Fleming – b | Obed Calvaire – dr – Spätestens seit seinem zweiten, hoch gelobten Album COSMOS gilt der 25-jährige Pianist und Komponist LORENZ KELLHUBER als außergewöhnliches Talent in der Jazzszene. Zu diesem Konzert kommt er mit seinem New Yorker Trio, für das er zwei der gefragtesten Musiker der dortigen Jazzszene gewinnen konnte: Mit ORLANDO LE FLEMING am Bass und OBED CALVAIRE am Schlagzeug interpretiert er dabei Stücke aus dem Great American Songbook. Am Sonntag, den 13. Dezember wird es weihnachtlich mit Rüdiger Eisenhauers Sleigh Ride Orchestra feat. Lisa Bassenge; Besetzung: S(w)inging Angels: Martin Strasser – voc | Klaudia Salkovic – voc; Sleigh Ride Orchestra: Dirk Rumig – sax | Rüdiger Eisenhauer – g | Matthias Bublath – org | Felix Wiegand – b | Guido May – dr Special Guest: Lisa Bassenge – voc – Tiki, Rockabilly und Swing Extravaganza is in the House. Das Sleigh …

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Leichtes mit internationalem Format: Ulita Knaus

Text und Fotos: Michael Scheiner – Bei ihrem ersten Gastspiel im Jazzclub Regensburg stellte Ulita Knaus vornehmlich Songs aus ihrem Album „The Moon On My Doorstep“ vor. Mit dem Berliner Pianisten Tino Derado – ein gebürtiger Münchner – und Schlagzeuger Túpac Mantilla aus Kolumbien hatte sie zwei exzellente Begleiter dabei. Den Eindruck, dass bei einer solchen Minimalbesetzung etwas fehlen würde, ließen die trefflich harmonierenden Musiker gar nicht erst aufkommen. Zwar stand der Gesang von Knaus deutlich im Mittelpunkt, dennoch hatten die beiden genügend Spielraum für eigene Akzente. Sein leichtes, manchmal fast zartes Schlagzeugspiel gestaltete Mantilla mit verschiedenen Schlegeln, Metallstäben und Besen, bis hin zum gemeinen Hofbesen. Vergnügt trommelte er mit diesem auf die Snaredrum ein. Den Vogel schoss der schmächtige Südamerikaner mit einer umwerfend groovenden Bodypercussion ab, mit welcher er Knaus in einem chinesisch anmutenden Song tänzelnd begleitete. Danach brach sich die bis dato etwas zurückhaltende Stimmung des Publikums in einem Beifallsturm Bahn. Schon zuvor hatte Derado die konzentrierten Zuhörer mit einer Instrumentalkomposition für sich eingenommen. Mit dem herb-wehmütigen „I never said I would believe in“ kroch er ihnen geradezu unter die Haut und ließ …

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Die Stadt pulsiert: Eindrücke vom Bayerischen Jazzweekend Regensburg 2015

Von Juan Martin Koch –  Man konnte Matthias Schriefl seine schlechte Laune nicht verdenken. Da entfesselte er im Duo mit der Vokalakrobatin Tamara Lukasheva ukrainisch-alpenländischen Irrsinn mit Methode, doch im Kellergewölbe eines Irish Pub in der Regensburger Altstadt ließen sich einige Stammgäste davon keineswegs in ihrer Konversation stören… Schriefl erging sich daraufhin in manch galgenhumoriger Publikumsbeschimpfung, bis hin zur Androhung, seine Ansagen würden sämtlich im Bayerischen Jazzinstitut archiviert. Überzeugender war der Wahnsinnstrompeter aber dann, wenn er seinen Ärger in der Loopstation aufstaute, um ihm dann mittels eines schaurig-schönen Schredder-Grooves Luft zu machen.   Die Stimme als Instrument Mehr Glück hatte Tamara Lukasheva beim Auftritt ihres Quartetts im „Leeren Beutel“, also dort, wo sonst auch der Jazzclub Regensburg seine Konzerte veranstaltet. Aufmerksam lauschte der Saal ihrem mit Tempo- und Athmosphärewechseln oft mehrfach ineinander verschachtelten, mal textgebundenen, mal in himmelstürmende Vokalisen sich auflösenden Songmaterial. Das dafür erforderliche, komplex ausgeklügelte Zusammenspiel wirkt dabei aber wie aus dem Moment heraus entstanden, weil Pianist Sebastian Scobek, Bassist Jakob Kühnemann und Drummer Dominik Mahnig genauestens auf die Sängerin und aufeinander reagieren. Mahnig sorgte mit einer splapstickartigen, rhythmisch aber genauestens kontrollierten Persiflage …

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LAG-Jazzpreis 2015: Das „Konstantin Herleinsberger 4tet“ im Herbst auf Bayerntour

Mit einer Fotogalerie von Ralf Dombrowski – Im Herbst wird das Quartett des jungen Nürnberger Saxophonisten Konstantin Herleinsberger den LAG-Jazzpreis einlösen, den es am 28.4. beim Hansjürg Hensler Wettbewerb im Rahmen des Kemptener Jazz-Frühlings gewonnen hat. Der Preis ist eine Tournee durch bayerische Jazzclubs, die von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz in Bayern e.V. organisiert und vom Sparkassenverband Bayern unterstützt wurde. Vom 15. September bis 15. Oktober wird das Quartett mindestens sieben Konzerte in München, Nürnberg, Kempten, Regensburg, Landshut, Schweinfurt und Bamberg spielen. Auch der Bayerische Rundfunk plant ein U21-Studiokonzert mit der Gewinnerband: „Es ist eine sehr große Sache für uns, diese einzigartige Konzerttournee zu gewinnen“, begeistert sich Herleinsberger, „im Hinblick darauf werden wir viel proben und an neuen Stücken arbeiten. “   Die Musiker des Konstantin Herleinsberger Quartett spielen seit 2014 zusammen und kennen sich aus der Nürnberger Jazzszene. Der Tenorsaxophonist Herleinsberger wird von Dominik Raab am Schlagzeug, Andreas Feith am Piano und Peter Christof am Bass begleitet, In pikanten Eigenkompositionen mit gewandten Melodien, kolorierten harmonischen Gerüsten und Raum für Improvisation können sich die Charaktere der Bandmitglieder entfalten. Dabei entstehen elegante Arrangements in modernem Straight …

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