Happy Birthday Jazzinstitut!

Das Darmstädter Jazzinstitut feiert heute seinen 20. Geburtstag! Das Blog der Jazzeitung gratuliert zum Jubiläum und wünscht der Mannschaft um Wolfram Knauer auch für die Zukunft alles Gute und Energie für die weitere Arbeit. Gefeiert werden soll am 1./2. Oktober 2010 im Gewölbekeller des Instituts im Rahmen eines „JazzTalk“-Konzerts mit dem Rolf Kühn Tri-O. Dabei wird die Journalistin Maxi Sickert ihr Buch „Clarinet Bird. Rolf Kühn – Jazzgespräche“ vorstellen.

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Call for entries: Neuer Deutscher Jazzpreis sucht Bands

Der Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird am 12. März 2011 bei einem Festival in der Alten Feuerwache Mannheim vergeben. Aus allen Einsendungen wählt der Veranstalter IG Jazz Rhein-Neckar e.V. mit Hilfe eines Kurators (2011: Bojan Z.) drei Bands aus, die am Festivalwochenende (11./12.3.2011) in der Alten Feuerwache Mannheim mit ca. 45-minütigem Konzertprogramm gegeneinander antreten. Der Preis selbst wird dann vom Publikum mittels Abstimmung vergeben. Leistungen des Neuen Deutschen Jazzpreises: – die Gewinnerband erhält den MVV Jazzpreis in Höhe von 10.000.- Euro (per Überweisung) – zusätzlich erhält ein Musiker (unabhängig vom Bandpreis) den “Maritim-Solistenpreis” in Höhe von 1.000.- Euro – die 2. und 3. platzierten Bands erhalten pro Musiker eine Gage in Höhe von 200.- Euro (brutto) und zusätzlich Erstattung der tatsächlich entstandenen Reisekosten (pro Band maximal 300.- Euro) Kriterien: – Genre Jazz – Mehrzahl der Bandmitglieder muss ihren Wohnsitz in Deutschland haben – Bewerbung: aktuelle CD mit 3 Stücken in der Wettbewerbsbesetzung, Bandinfo, Pressefoto (gerne digital) & unterschr. Anmeldeforular an: IG-Jazz Rhein Neckar e.V., Brückenstr. 2, 68167 Mannheim Anmeldeschluss: 31.10.2010 Weitere Infos unter und Anmeldeformular: www.neuerdeutscherjazzpreis.de

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Werner Götze – Der Jazzmann mit der Pfeife

Bereits im Juni 2010 ist in München der ehemalige Rundfunkmoderator und -redakteur des Bayerischen Rundfunks Werner Götze verstorben. Etwas verspätet wollen wir an den Mann mit der Pfeife erinnern, der mit Sendungen wie „Mitternacht in München“ und  „Jazz auf Reisen“ das Jazzbild der Nachkriegsgeneration mitgeprägt hat. Ein Nachruf von Roland Spiegel, Bayerischer Rundfunk: Der Hörfunk trauert um seinen langjährigen Moderator und Abteilungsleiter Werner Götze. Lange Jahre prägte er mit seinen (Jazz-)Sendungen die Programme des Bayerischen Rundfunks. Von 1976 bis 1982 war er Leiter der Abteilung „Leichte Musik“. Jetzt ist Werner Götze nach längerer Krankheit kurz nach seinem 85. Geburtstag in München gestorben.

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Gegoogelt: Wussten Sie schon…

…, welcher Künstler an oberster Stelle erscheint, wenn man bei YouTube das Suchwort „Jazz“ eingibt? Wer jetzt auf Miles Davis, Louis Armstrong oder Charlie Parker getippt hat, liegt leicht daneben. Die Ehre gebührt dem österreichischen DJ-Zweigespann Kruder & Dorfmeister: „Jazz Master“ Auf Nummer zwei, rechtmäßig durch den Tag „Smooth Jazz“ gekennzeichnet, ein Titel von Fusion-Gitarrist Claudio Spiewak „High Rise“ Auch die Ärzte sind ganz vorne dabei mit einem Track aus ihrem Album „Jazz ist anders“. Immerhin gerade noch unter den ersten zehn  Einträgen ist Altmeister Herbie Hancock mit… na?

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Tollwood mit Jazznachwuchs

Heute beginnt das Sommerfest „Tollwood“ am Münchner Olympiagelände. Dabei gibt’s neben kleineren und größeren Pop-Rock-Acts wie immer auch einige Konzerte mit „Jazznähe“ (Norah Jones – bereits ausverkauft!, Gilberto Gil, Roger Cicero). Neu hingegen ist die Plattform für den Jazz-Nachwuchs, die Blue-Note-Lounge. Tizian Jost, Dozent für Jazzpiano an der Hochschule für Musik und Theater München, hat aus dem Umfeld noch aktiver sowie ehemaliger Jazzstudenten ein tägliches Programm zusammengestellt. Jazz-, Electrolounge- und Singer/Songwriter-Projekte stellt die Hochschule auf die Bühne. Unter anderem dabei: Rickie Lee Kroell, die wir erst kürzlich als Konzertact bei uns im Blog hatten und auch Tizian Jost selbst, der bei seiner „Hommage an Milt Jackson“ einmal nicht am Piano, sondern am Vibraphon zu sehen sein wird. Tollwood 2010, vom 1.–25.7.2010 München, Olympia-Park Süd Blue Note Lounge, Beginn: jeweils 22.00 Uhr Programm Tollwood 2010

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Erste Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ für Big Bands

Die Jugend jazzt erfreulicherweise nach wie vor recht aktiv – seit 1997 auch unter fachmännischer Beobachtung des Deutschen Musikrats. In diesem Jahr gab es die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ zum ersten Mal auch für Jazzorchester. Jugend-Bigbands aus ganz Deutschland, die sich bei den jeweiligen Landesausscheidungen durchgesetzt hatten, trafen am 26./27. Juni 2010 in Bingen am Rhein zur Endauscheidung zusammen. Workshops, Probentage und Konzerte unter der Leitung von Till Brönner und Tom Gaebel waren für die Gewinner des Škoda Jazzpreises ausgelobt, den der DMR bei „Jugend jazzt“ zusammen mit Škoda Deutschland als Hauptsponsor verlieh. Till Brönner wird überdies die Nachfolge des im März 2010 verstorbenen Peter Herbolzheimer als Workshopleiter für die Preisträger bei „Jugend jazzt“ antreten. Weitere Ehrenpreise gingen gesondert an herausragende Orchester und Solisten. Mit dem Jazzfestival „Bingen swingt“ hatte man zudem einen idealen öffentlichen Rahmen zur Austragung des Wettbewerbs gefunden. Die Preisträger des Škoda Jazzpreises 2010 Die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ 2011 wird in Dortmund stattfinden und ist turnusgemäß wieder für kleinere Ensembles ausgeschrieben. In Zukunft sollen die Bundesbegegnungen im jährlichen Wechsel für Ensembles und Jazzorchester ausgerichtet werden. Weiter Infos zum diesjährigen Wettbewerb und zur Ausschreibung …

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Wynton Marsalis – Gesellschaftskritik in Buchform

Wynton Marsalis ist nicht nur ein musikalischer „Lautsprecher“, auch zu Kultur und Gesellschaft hat er eine Menge zu sagen. Man denke an seine Haltung im Streit um die drohende „Europäisierung“ des Jazz in den vergangenen Jahren. In seiner 2008 erschienen Biografie „Moving on Higher Ground. How Jazz Can Change Your Life“ wagt er eine kritische Bestandsaufnahme der derzeitigen kulturellen Lage in den USA. Jetzt ist diese Biografie in der deutschen Übersetzung unter dem Titel „Jazz, mein Leben. Von der Kraft der Improvisation“ zu haben. Der Jazzpublizist Ralf Dombrowski hat sie gelesen und dabei Erhellendes wie Fragwürdiges gefunden. Hier geht’s zur Online-Rezension von Ralf Dombrowski.

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Südafrika, olé!

Die Preise lassen uns in diesem Blog nicht los. Jetzt erhält der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim den Aachener Innovationspreis Kunst für 2009 der Peter und Irene Ludwig Stiftung. Schön, jetzt wo die Fußball-WM losgeht, einem südafrikanischen Künstler so einen Preis zu geben. Hat man auch gar nicht das Gefühl, dass Zeit und Umstände wichtigere Faktoren einer Preisvergabe wären, als die künstlerische Leistung an sich. Obwohl Ibrahim über derartige Zweifel erhaben ist, schließlich wurde er ja weiland vom „Duke“ selbst entdeckt. Seine Solo-Scheibe „Senzo“, für die er auch den „South African Music Award“ bekommen hat, ist zwar nicht besonders aufregend und enthält ungefähr soviel Afrika wie mein Stammbaum – na gut, den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2008 hat sie Ibrahim auch eingebracht, vielleicht liege ich also falsch –, aber man wird das Gefühl nicht los, dass wieder einmal ein „Brückenbauer zwischen den Kulturen“ nach vorne geschoben worden ist, jetzt wo es gilt, wenigstens für kurze Zeit ein einig Weltvölkchen zu sein. Olé!!!

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Nothilfefonds Kultur – Rettung für JazzBaltica?

Der Deutsche Kulturrat, der Dachverband der Bundeskulturverbände, hat erneut einen Nothilfefonds für Kultureinrichtungen gefordert. Erst kürzlich hatte Schleswig-Holstein ein Sparkonzept zur Konsolidierung seines Haushaltes vorsgestellt, das Streichungen unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival und beim Festival JazzBaltica vorsieht. Letzteres würde eine Einstellung der Förderung auf Dauer kaum überleben. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats Olaf Zimmermann hat daraufhin die vom DKR im Zuge der Krise der kommunalen Kulturfinanzierung bereits früher geäußerte Forderung nach einem Nothilfefonds erneut bekräftigt: „In Schleswig-Holstein wird Tabula rasa gemacht. (…) Beim Festival JazzBaltica, das jetzt kaputt gespart wird, geht es um eine Summe von 160.000 Euro im Jahr und beim Schleswig-Holstein-Tag um 150.000 Euro alle zwei Jahre. Das sind überschaubare Summen, bei denen ein Nothilfefonds des Bundes einspringen könnte, zumal auch die Haushaltsstrukturkommission in Schleswig-Holstein davon ausgeht, dass ab dem Jahr 2014 wieder normale Haushalte verabschiedet werden können.“ Der Nothilfefonds Kultur soll von der Kulturstiftung des Bundes oder von der Kulturstiftung der Länder getragen werden und die klammen Kommunen entlasten. Der DKR sieht die Länder in ihrer Gesamtheit in der kulturellen Verantwortung und fordert eine gemeinsame Handlungsstrategie. „Die Länder haben in den …

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