Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Und ausnahmsweise auch etwas DLF.
Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 06.07.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.
19:30:00 +++ Ö1
Geburtstagskonzert des Wienerlied -Duos Die Strottern alias Klemens Lendl/David Müller im April 2026 im Wiener Konzerthaus
Im Jahr 1996 haben sich Sänger und Geiger Klemens Lendl und Sänger und Gitarrist David Müller zum Duo Die Strottern zusammengetan, um dem Wienerlied -Genre aus ihrer eigenen, unpuristischen Perspektive neues Leben einzuhauchen. 30 Jahre später sind die beiden nicht nur immer noch da, sondern längst selbst zur Marke und zum Symbol des Neuen Wienerlieds geworden, dessen Tradition sie ins Hier und Heute weiterführen, ohne auf Grant und Melancholie, auf das Hadern mit dem Leben wie auch mit dem Tod und andere wichtige Zutaten zu vergessen.
Der Abend des 28. April 2026 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses war deshalb selbstironisch mit„30 Jahre Die Strottern – ollaweu nua feian“ überschrieben: Klemens Lendl und David Müller hatten zahlreiche Gäste auf die Bühne geladen, um mit ihnen das runde Anniversarium zu begehen, voran Autor Peter Ahorner, die„Blech“-Kollegen Martin Eberle und Martin Ptak, die Jazzwerkstatt-Wien- Freunde Clemens Wenger und Peter Rom, Drehleier-Meister Matthias Loibner, Klarinettist Matthias Schorn sowie die Musicbanda Franui aus Osttirol. Entsprechend abwechslungs- und farbenreich gestaltete sich das Konzert, das zum berührenden Bühnenfest mutierte. Ein großer Abend im Wiener Konzerthaus!
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Brutal Sanft – Ein Berliner Jazz-Trio der Superlative besinnt sich auf klassisches Songwriting
Von Wolf Kampmann. In Berlin werden die Trends für den Jazz von morgen gesetzt. Drei gestandene Jazzgrößen proben nun mit einer Hommage an das klassische Songwriting den Aufstand gegen den Aufstand. Pianist Wolfgang Köhler, Saxofonist Peter Weniger und Sänger Marc Secara haben gemeinsam mit einer Streichergruppe unter dem Titel „Come What May“ das womöglich sanfteste Album seit Erfindung des Jazz eingespielt. Warum diese Antithese zu allem, was man landläufig mit Jazz aus Berlin verbindet trotzdem nur in Berlin entstehen könnte, findet Wolf Kampmann im Gespräch mit den Musikern heraus.
di – 07.07.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.
21:00 – 22:00 UHR +++ SWR KULTUR
JetztMusik: In Erinnerung an Hans Falb – Die Nickelsdorfer Konfrontationen 2025
Von Nina Polaschegg. „Music is the Healing Force of the Universe“ – dieses Motto von Albert Ayler hatte auch Hans Falb, Mastermind der Nickelsdorfer Konfrontationen, für sich erwählt. Der Gastwirt im österreichischen Burgenland lebte für den (Free) Jazz. Im Dezember ist er verstorben. Sein letztes Festival hatte er schon geplant, vom 24. bis 26. Juli 2026 findet es als „Tribute to Hans Falb“ statt. Wenige Wochen vor dem Festival blicken wir heute zurück auf die 45. Ausgabe der Konfrontationen in 2025, u. a. mit Musik von Alexander von Schlippenbach, der Formation Superluft sowie dem Duo Christian Fennesz und Le Quan Ninh.
21:05 – 22:00 +++ DLF
Jazz Live: Anke Helfrich Trio
Klaviertriomusik mit dem Fokus auf exzellente, aber vergessene Jazzpianistinnen: Empowerment durch musikalische Porträts.
Frauen, die Außerordentliches geleistet haben, aber dafür kaum anerkannt wurden, haben Anke Helfrich zu einer Reihe musikalischer Porträts inspiriert. Helfrich, 1966 in Horb am Neckar geboren, gehört zur Topriege der deutschen Jazzpiano-Szene. Seit über 25 Jahren veröffentlicht sie Alben als Bandleaderin, häufig mit namhaften internationalen Gästen. Als einzige Deutsche ist sie mit einer Komposition im vielbeachteten US-Kanon „New Standards – 101 Lead Sheets By Women Composers“ vertreten. Auslöser für ihr aktuelles Trioprogramm war die Beschäftigung mit exzellenten, aber völlig vergessenen Jazzpianistinnen. Dafür recherchierte Helfrich inspirierende Frauen, die lange vergeblich um Anerkennung kämpfen mussten, wie die Aborigine-Sprinterin Cathy Freeman oder die Biochemikerin Rosalind Franklin. Ihnen widmete Anke Helfrich die Kompositionen ihres Albums „We’ll Rise“.
Anke Helfrich – Klavier; Dietmar Fuhr – Bass; Jens Düppe – Schlagzeug. Bonn, Beethoven-Haus, 13. Dezember 2025. Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
mi – 08.07.2026
14:05:00 +++ Ö1
Schlagzeuger Bobby Previte, Saxofonist Fabian Rucker und Bassist Andreas Waelti improvisieren ohne Vorgaben
Der US-Schlagzeuger Bobby Previte, der Mitte Juli seinen 75. Geburtstag feiert, gilt seit Jahrzehnten als wahre Institution innerhalb der New Yorker Jazzszene. Heute trifft er im Rahmen der Ö1 Radiosession erstmals auf Saxofonist Fabian Rucker und Bassist Andreas Waelti. Rucker ist hier der Verbindungsmann: Seit Jahren arbeitet er eng in verschiedenen Projekten mit Previte und Waelti zusammen – es lag also nahe, die beiden zu vernetzen. Das führte dazu, dass Bobby Prevites neues Album„Second Arrow“ im Mai bei Unit Records erschienen ist – dem Schweizer Label, das seit 2024 von einem neuen Team rund um die beiden Tieftöner Andreas Waelti und Luca Sisera geführt wird und mittlerweile großes internationales Echo ausgelöst hat.
Im Trio Previte/Rucker/Waelti reduziert sich alles auf das Wesentliche: Klang, Zeit, Zuhören. Musik als state of mind. Es gibt keine festen Formen, kein vorgegebenes Material – stattdessen entsteht die Musik im Moment und entwickelt ihre Struktur aus der Interaktion.
Im ersten Teil des neuen Ö1 Radiosession-Formats präsentiert Bobby Previte Lieblingsaufnahmen aus seiner umfangreichen Diskografie – und stellt sich einer Art Blindfold-Test von Klaus Wienerroither .
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin
Von Mauretta Heinzelmann. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen!
do – 09.07.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.
21.05-22.00 Uhr +++ DLF
JAZZFACTS: Musikalischer Farbkasten. Die kanadische Sängerin Dominique Fils-Aimé.
Facettenreiche Musik mit visueller Komponente von einer der populärsten Vertreterinnen der franko-kanadischen Black Music-Szene.
In den Songs von Dominique Fils-Aimé begegnen sich US-amerikanische Musiktradition, karibische Rhythmen sowie Stimmenschichtungen à la Zap Mama und Bobby McFerrin. Durch Solo-Experimente mit ihrer Stimme entwickelte die 1984 in Montreal geborene Künstlerin mit haitianischen Wurzeln einen unverwechselbaren Stil, der zudem durch ihre Fähigkeit zur Synästhesie geprägt ist: Die Kanadierin sieht Farben in den hörbaren Frequenzen. Ihre erste Album-Trilogie widmete sie der afro-amerikanischen Musikgeschichte mit Blues, Jazz und Soul in den Grundfarben Blau, Rot und Gelb. In ihrer zweiten Trilogie erzählt sie persönlichere Geschichten in Mischfarben. Ihr aktuelles Werk „My World Is The Sun“ ordnet sie dem Farbton Violett und dem Kronen-Chakra zu, das für Spiritualität und den Kontakt zur göttlichen Sphäre steht. Von Stefan Franzen
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz and More
Von Martin Kersten. Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation – hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur).
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Schöne neue Klangwelt – Die Komponistin Zara Ali im Porträt
Science-Fiction-Romane und Mikrotonalität, Henry Purcell und Bollywood, Quantenphysik und Trance-Musik: Die Inspirationsquellen der 31-jährigen Komponistin Zara Ali sind vielfältig. Ihr erstes abendfüllendes Musiktheater „Codeborn“, in dem Menschen zu Versuchskaninchen einer KI werden, wurde bei der diesjährigen Münchener Biennale uraufgeführt. Ali lässt darin akustische Instrumente auf eine breite Palette elektronischer Klänge und verzerrte Barock-Schnipsel auf Techno-Beats treffen. Die US-amerikanische Komponistin hat an der Columbia University und der Hochschule für Musik Detmold studiert. Ihre Werke werden von renommierten Klangkörpern aufgeführt, und sie erhält Aufträge von Institutionen wie der Deutschen Oper Berlin oder dem Ensemble intercontemporain. Eine Sendung von Elisabeth von Kalnein
fr – 10.07.2026
14:05:00 +++ Ö1
Pianistin Makiko Hirabayashi und ihre Band Weavers im November 2025 in Hamburg
Makiko Hirabayashi gehört zu jenen Musikerinnen, die unterschiedliche musikalische Welten miteinander verbinden und daraus eine eigene, unverwechselbare Sprache formen. Im Konzert am 14. November 2025 im Rolf-Liebermann-Studio des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg stellte die in Kopenhagen lebende Pianistin und Komponistin mit ihrem Quartett Weavers Musik aus dem Album„Gifts“ vor: ein Programm, das von Georg Friedrich Händels Oeuvre angeregt ist, und dessen barocke Motive vom Ensemble mit großer Selbstverständlichkeit in die offene Form des zeitgenössischen Jazz überführt werden. So entsteht ein spannungsvoller Klangraum zwischen Erinnerung und Gegenwart, mit großer Hingabe und Anklängen an die Musik von Jan Garbarek und Keith Jarrett.
Makiko Hirabayashi, in Tokio geboren, in Hongkong aufgewachsen und nach klassischer Ausbildung auch durch die Absolvierung des Berklee College of Music in Boston zur Jazzerin herangereift, zählt seit vielen Jahren zu den markanten Stimmen der skandinavischen Szene. Mit Weavers hat sie ein Ensemble geschaffen, das ihre poetische Tonsprache ideal trägt: Fredrik Lundin am Saxofon, Thommy Andersson am Bass und Bjørn Heebøll am Schlagzeug erweisen sich als kongeniale Mitgestalter.
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.
sa – 11.07.2026
18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz. Homezone – Jazz in Südwest: Maximilians Plüschgewitter beim 10. SWR Jazz College in Mannheim (1/3)
Von Konrad Bott. Unser SWR Jazz College feiert am 2. Juni 2026 ein kleines Jubiläum! Zum 10. Mal organisieren wir mit den Musikhochschulen Mannheim, Mainz und Stuttgart einen Konzertabend mit Bands von Studierenden. Mit Monnemer Heimvorteil tritt in der Alten Feuerwache unter anderem die Band Plüschgewitter von Bassist Maximilian Preis auf. In dieser Sendung können Sie das Set noch einmal erleben. Beim Musikmachen fragen sich die vier gemeinschaftlich: „Wann ist es an der Zeit, sich aus dem Fenster zu lehnen und wie lange kann das gut gehen?“ Schalten Sie ein und lernen Sie das Plüschgewitter kennen!
22:30:00 +++ Ö1
Neuigkeiten aus der Welt des Jazz
Konzertempfehlungen für die kommende Woche, Buchbesprechungen, Kurznachrufe und aktuelle Meldungen.
23:03:30 +++ Ö1
Gitarrist Christian Havel feiert seinen 70. Geburtstag nach
Seinen runden Geburtstag im vorigen Jahr wollte er nicht groß begehen. Der Wiener Gitarrist Christian Havel, mittlerweile in Klosterneuburg ansässig, sieht lieber nach vorne. Eines seiner aktuellen Projekte ist das 2025 mit der aus Washington D.C. stammenden und mittlerweile in Atlanta lebenden Sängerin Lori Williams veröffentlichte Album„Here We Are“, an dem unter anderem Saxofonist und Bandleader Bernhard Wiesinger, Pianist Renato Chicco und Schlagzeuger Joris Dudli beteiligt waren. Auch heuer ist dieses Ensemble live in heimischen Gefilden zu hören und zu sehen.
Im Ö1 Jazznacht-Interview werden auch weitere kontinentübergreifende Kollaborationen Christian Havels zu hören sein, an denen ebenfalls hochkarätige US-amerikanische Musiker mitwirken, beispielsweise Bassist Dennis Irwin, Teil von Havels American Quartet. Dessen Gefühl für Swing und Groove ist in dieser überzeugenden und unaufdringlichen Authentizität nach wie vor selten bei austriakischen Musikerinnen und Musikern zu hören.
Außerdem in dieser Ö1 Jazznacht: Musik von„Ol‘ Blue Eyes“ Frank Sinatra. Im Juli 1966 – also vor 60 Jahren – wurde dessen Album„Sinatra At the Sands“ veröffentlicht: Auftritte des Sängers mit dem Count Basie Orchestra unter der Leitung von Quincy Jones auf der Bühne des berühmten, circa 500 Leute fassenden Copa Room im Sands Hotel in Las Vegas. Dieser war so etwas wie Sinatras Wohnzimmer. Bei seinen Konzerten im Jänner und Februar 1966 war er glänzend disponiert und auch zu allerlei Schabernack mit dem Publikum bereit.
23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: “Happy Birthday, João!” – João Bosco & NDR Bigband live in Sao Paolo
Von Henry Altmann. Die NDR Bigband ist seit vielen Jahren Brasilien und der brasilianischen Musik verbunden. Nach zwei Konzertreisen in den Jahren 1999 und 2007 folgte die Band im März 2026 zum dritten Mal einer Einladung nach Südamerika. Erstmalig standen auch die beiden brasilianischen Legenden der Música Popular Brasileira João Bosco und Lenine gemeinsam auf einer Bühne. Mit beiden Künstlern hat die NDR Bigband bereits in Europa großartige gemeinsame Projekte realisiert. Heute hören Sie das Konzert aus dem Sala São Paulo im März 2026.
so – 12.07.2026
00:05:00 +++ Ö1
Gitarrist Christian Havel feiert seinen 70. Geburtstag nach
17:10:00 +++ Ö1
Ian Curtis 1956-1980
Am 15.Juli jährt sich der Geburtstag des 1980 verstorbenen britischen Sängers und Songwriters Ian Curtis zum 70. Mal. Als Frontmann der englischen Band„Joy Division“ war seine Karriere kurz, aber eindrücklich. Die 1977 (unter anderem Namen) erstmals auftretenden Ikonen des Postpunk veröffentlichten nur zwei Alben, deren Nachhall bis heute wirkt. Der kantige, düstere und reduzierte Stil des im wahren Sinn des Wortes aus genialen Dilettanten bestehenden Quartetts war der perfekte Background für die dunklen Texte von Curtis, der bereits als Teenager die Absicht geäußert hatte, vor dem 30. Geburtstag zu sterben. Die größte Inspiration von Ian Curtis war die Baritonstimme des Doors Sängers Jim Morrison, der bekannterweise dem berühmt-berüchtigten„Club 27“ der früh verstorbenen Rockstars angehört. Bei Ian Curtis wurden es sogar nur 23 Jahre, einen Tag vor dem Beginn einer Amerikatournee erhängte er sich in seiner Wohnung. Sein Grabstein trägt die von seiner Frau gewählte Inschrift„Love will tear us apart“ nach dem bekanntesten Song von„Joy Division“.
