Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Und ausnahmsweise auch etwas DLF und DLF Kultur.
Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 10.08.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.
19:30:00 +++ Ö1
Autorin Nava Ebrahimi und das Ensemble Kurdophone im Juli 2026 beim Carinthischen Sommer in Ossiach
In den Osten reiste das Publikum am 26. Juli 2026 im Alban-Berg-Konzertsaal in Ossiach: Im Auftrag des Carinthischer Sommer näherten sich die iranisch-deutsche Autorin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Nava Ebrahimi und das in Wien beheimatete Ensemble Kurdophone der uralten Legende von Prinz Siyawasch aus dem „Buch der Könige“ an, der ältesten persischen Epensammlung: Ebrahimi fasste das Epos auf ihre, auf neue Weise in Worte, Kurdophone in Gestalt von Omid Darvish (Komposition, Stimme und Tanbur), Sarvin Hazin (Kamanche und Violine), Amir Ahmadi (Klavier), Helene Glüxam (Kontrabass) und Amir Wahba (Perkussion) führte die Erzählung in Klängen weiter aus. Eine Uraufführung im Rahmen des Carinthischen Sommers 2026!
21:05 Uhr +++ DLF
Ferne Tiefe, späte Gegend – Neue Aufnahmen mit Gerald Eckerts Ensemble- und Orchestermusik
Am Mikrofon: Egbert Hiller. Der Komponist Gerald Eckert, Jahrgang 1960, erforscht Randzonen der Klänge. Er fokussiert Brüche, kristalline Erstarrungen und Instabilitäten. Solche symbolisieren für ihn stets Fragen nach seelischen Zuständen und zivilisatorischen Erscheinungen. In abstrakter Form spiegelt seine Musik auch natürliche Phänomene. Die Arbeit am Klang bedeutet für Eckert, Resonanzen unterschiedlichster Art nachzuspüren. Auf seiner neuesten, beim Label mode in New York erschienenen Doppel-CD „night, falling“ kommt all dies eindringlich zur Geltung – in unterschiedlichen Besetzungen vom Solowerk bis zur Orchestermusik.
23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Saints & Strikers – Als der Jazz die britische Arbeiterklasse mitriss
Von Ralf Dorschel. Im Sommer 1948 tobten „Jazz Riots“ rund um Londons Leicester Square: auf der einen Seite die Traditionalisten, Fans von Humphrey Lyttelton und Ken Colyer – auf der anderen Seite die Modernisten mit Bebop-Idolen wie Charlie Parker. Am Ende behielten Lytteltons Fans die Oberhand – auch, weil sie bereit waren, den Bebop-Schnöseln notfalls auch mit starker Hand vom Platz zu helfen. Diese jungen Leute nahmen den Jazz persönlich und nichts lag ihnen dabei ferner als die in ihren Augen intellektuelle Verrücktheit des Bebop. Jazz wurde zu einem Massenphänomen vornehmlich der Working Class.
23:03:00 +++ Ö1
S.E.T.I. im Zeit-Ton Portrait – Auf der Suche nach außerirdischer Intelligenz mit S.E.T.I.
Unter dem Titel “Supernova” begibt sich das ORF Festival musikprotokoll im steirischen herbst Anfang Oktober auf die Suche nach dem Ursprung. In zahleichen Uraufführungen spüren die eingeladenen Künstler:innen der Verbindung zwischen dem Mikro- und dem Makrokosmos nach, so auch Andrew Lagowski, der auf Einladung des musikprotokoll soeben das Stück „Observational Field“ komponiert, das am 8. Oktober im Grazer Dom im Berg seine Uraufführung feiern wird.
Anfang der 1990er Jahre gründete Lagowski sein Solo-Projekt S.E.T.I., mit dem er auch auf die Arbeit des gleichnamigen kalifornischen Instituts aufmerksam machen wollte, das sich seit 1984 der Suche nach extraterrestrischem Leben widmet. Als musikalisches Ausgangsmaterial dienen dem Künstler durch das Internet schwirrende Files von extraterrestrischen Schwingungen, die von Wissenschaftler:innen im Rahmen diverser Raumfahrtprogramme eingefangen und in Klang übersetzt wurden. Aber auch die Klänge selbst imaginierter Kommunikationsformen mit außerirdischen Lebewesen fließen in die Stücke ein.
Zur Einstimmung auf das musikprotokoll wiederholen wir heute ein Zeit-Ton Portrait über S.E.T.I., das im Mai 2025 entstanden ist. Gestaltung: Susanna Niedermayr
di – 11.08.2026
00:05 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Unter freiem Himmel – Neue Musik im öffentlichen Raum
Von Hubert Steins. Produktion: Dlf Kultur 2021. Projekte im öffentlichen Raum konfrontieren eine breitere Öffentlichkeit mit Neuer Musik. Seit der Corona-Krise gelten sie auch als Alternative zum Streaming-Konzert.
Bereits seit den 70er-Jahren gelten musikalische Interventionen in den öffentlichen Raum als probates Mittel der zeitgenössischen Musik, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu stellen. Dank der von Ländern und Städten aufgelegten Förderprogramme für Kultur im öffentlichen Raum positionierte sich nun die Neue Musik auch im Zuge der pandemiebedingten Einschränkungen verstärkt mit Projekten im öffentlichen Raum. Sind solche Konzepte als Alternative zum Streaming-Konzert nur Notbehelf oder aber eine Chance, das zeitgenössische Musikschaffen aus der viel beschworenen Isolation zu befreien? Und mit welchen Strategien kann und soll für den öffentlichen Raum komponiert werden?
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Xavier Plus.
21:05 Uhr +++ DLF
Jazz Live: Energetische Höhenflüge – „Crutches“ und „Helicopter“
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Crutches: Olga Reznichenko, Keyboards, Synthesizer; Jan Frisch, Gitarre; Laure Boer, Electronics; Valentin Schuster, Schlagzeug
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Helicopter: Peter van Huffel, Saxofon; Roland Fidezius, E-Bass; Simon Camatta, Schlagzeug
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Aufnahmen vom 20./21.2.2026 beim J.O.E-Festival Essen in der „Zeche Carl“. Am Mikrofon: Thomas Loewner
Die Energie des (Indie)-Rock und Punk trifft auf die rhythmische und harmonische Finesse des zeitgenössischen Jazz.
Zwei Bands, die ganz unterschiedlich klingen und doch Ähnlichkeiten aufweisen, wenn es um Fragen der Energie geht – denn „Crutches“ und „Helicopter“ treiben den Puls ihres Publikums kräftig in die Höhe. Das Quartett Crutches spielt vertrackte, bisweilen etwas verschrobene Musik, in der ungerade Metren auf unkonventionelle Songstrukturen und allerhand abenteuerliche Sounds von Keyboards, Synthesizer und Electronics treffen, und die immer wieder überraschende Richtungen einschlägt. Der Sound von Helicopter lässt sich mit einem Wort beschreiben: druckvoll. Schnörkellos-knackige Schlagzeuggrooves und grollende Bassläufe legen das Fundament für die energiegeladenen Exkursionen des Saxofonisten und Komponisten Peter van Huffel.
22:05 Uhr +++ DLF
Musikszene: Klangkörper der Resilienz – Afghanistans Musikinstitut ANIM zwischen Krieg und Exil
Von Martin Gerner. Wie 273 Musiker versuchen, ihre Musik vor der Zerstörung durch die Taliban zu bewahren.
Als die Taliban im August 2021 Kabul erobern, hängen sich auf dem Flughafen verzweifelte Menschen an startende Maschinen. Das westliche Bündnis ließ viele Menschen, denen sie damals Hilfe zugesagt hatte, in Not zurück. Dazu zählten 273 Musiker, darunter minderjährige Mädchen und Jungen, des afghanischen Musikinstituts Kabul ANIM. Aus Angst vor Verfolgung zerstörten einige ihre Instrumente. Musik ist in Afghanistan unter den Taliban offiziell verboten und sie bleibt seit fünf Jahren stumm. Die Flucht der ANIM-Musiker nach Europa ins Exil ist nicht weniger von Angst, Entbehrung und bitteren Neuanfängen geprägt. Inmitten der Wirren treibt ein Motiv den Institutsleiter und die jungen Musiker an: das Erbe der afghanischen Musik zu retten und so Afghanistan als Kulturnation vor dem Vergessen zu bewahren.
23:03–24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Der Berliner Gitarrist Christian Kögel
Von Eva Garthe. Christian Kögel ist kein Unbekannter auf dem Pflaster der europäischen Jazzgitarre. Vor allem mit Sängerin Britta-Ann Flechsenhar in deren Band Flexkögel und mit seinem Wood & Steel Trio hat er einige Jazzpreise bekommen. Er musiziert, produziert, lehrt im Spannungsfeld zwischen Jazz, freier Improvisation, arabischer Musik und Kammermusik. Sein aktuelles Album mit etwa Kalle Kalima und Bassist Paul Kleber hat sich von Olivier Messiaen inspirieren lassen. So ist „M“ mehr als ein Gitarrenalbum geworden – es ist ein hypnotisches Manifest.
23:03:00 +++ Ö1
Berliner Vokalensemble beim Osterfestival Tirol – The Present mit drei Uraufführungen in Hall in Tirol
Unter das zweifach lesbare Motto “un_endlich” hat Hannah Crepaz, die Leiterin von Musik Plus, ihre Ausgabe des Osterfestival Tirol 2026 gestellt. Wie immer vereint das Festival in Hall in Tirol und Innsbruck Alte und Neue Musik, Tanz, Theater und Lesungen. In insgesamt 21 Veranstaltungen wird versucht, das Thema des Jahres aus möglichst vielen Richtungen zu beleuchten. Neue Musik inspiriert von Passionsmusik bringt der Abend unter dem Titel “…bis an die Seele” am 27. März 2026. Das Vokalensemble The Present, das immer wieder alte und neue Musik verbindet, spielt drei Uraufführungen. Zwei stammen aus Tiroler Werkstatt: Günther Zechberger und Hannes Kerschbaumer bekamen dafür einen Kompositionsauftrag des Osterfestival Tirol. Dazu gesellt sich die US-amerikanische Komponistin und Bratschistin Catherine Lamb. Die Idee war: Ausgehend von Passionsmusik der Renaissance und des Barock – etwa von Werken von Giovanni Pierluigi da Palestrina und Giovanni Legrenzi – sich den Themen Verlust, Trauer und Hoffnung musikalisch anzunähern. Als Basismaterial standen acht Stimmen, Viola da Gamba, Violoncello und Orgelpositiv zur Verfügung. (Wiederholung vom 24. Mai 2026) Gestaltung: Patricia Jilg
mi – 12.08.2026
14:05:00 +++ Ö1
Violinistin Viktoria Elisabeth Kaunzner und Pianist Michail Mordwinow
Die Saiga-Antilope ist ein Tier, das aussieht, als wäre es der Steppe und einer Zukunftsvision zugleich entsprungen. Ihre große, rüsselartige Nase filtert im Sommer den Staub und wärmt im Winter die eingeatmete Eisluft der Graslandschaften. Einst in weiten Regionen Eurasiens verbreitet, lebt diese seltene Antilopenart heute nur noch in wenigen Rückzugsgebieten in Kasachstan, Russland, Usbekistan und der Mongolei.
Die deutsche Geigerin und Komponistin Viktoria Elisabeth Kaunzner hat diesem außergewöhnlichen Tier ihr Projekt „Saiga Antelope“ gewidmet. Es verbindet Natur, künstlerische Fantasie und Gegenwartserfahrung. Zu hören sind auch Werke von Violeta Dinescu, Claudia Montero und Elena Kats-Chernin. Mit dabei ist der Pianist Michail Mordwinow, ihr musikalischer Partner in dieser Sendung. Eine Begegnung zweier Künstlerpersönlichkeiten, die Musik als lebendige, atmende Form verstehen.
Im ersten Teil der heutigen Ö1 Radiosession spricht Viktoria Elisabeth Kaunzner anhand eigens ausgewählter und mitgebrachter Musik über musikalische Einflüsse und Inspirationen.
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.
23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin: Jazz und weiteres: 40 Jahre Kölner Stadtgarten
Von Anja Buchmann. Am 4. September 1986 wurde der Konzertsaal des Kölner Stadtgartens eröffnet. Gestartet als visionäres Projekt der „Initiative Kölner Jazz Haus“, hat sich die Location an der Venloer Straße zu einem international renommierten Zentrum für Jazz und aktuelle Musik entwickelt. Mit jährlich über 400 Veranstaltungen auf mehreren Bühnen bietet das Kulturzentrum ein sehr diverses Programm – 36 Jahre unter der künstlerischen Leitung von Reiner Michalke, 2022 gab es den Wechsel zu Kornelia Vossebein. Diese führt das vielfältige Programm weiter und begleitet den Club 2026 auch beim Neubau des Konzertsaal.
do – 13.08.2026
00:05 Uhr +++ DLF Kultur
Neue Musik: Alles, was ein Künstler spuckt, ist Kunst – Kurt Schwitters‘ „Ursonate“ wird 100 Jahre alt
Von Thomas Groetz. Produktion: Dlf Kultur 2021. 1921 begann der Künstler Kurt Schwitters an seiner „Ursonate“ zu arbeiten, die eine ganz eigene Verbindung zur Musik aufweist.
Nachdem Kurt Schwitters am 06.09.1921 der Rezitation eines sogenannten Plakatgedichts seines Künstlerfreundes Raoul Hausmann beigewohnt hatte, ging ihm das abstrakte Buchstabenpoem „fmsbwtözäupggiv?mü“ nicht mehr aus dem Kopf. Aus der Übernahme und Weiterführung des Gehörten entstand die „Ursonate“, ein wichtiges Lautgedicht der frühen Moderne. Schwitters trug seine Kreation, dessen Material er in Form einer klassischen Sonate arrangiert hatte, mit großem Erfolg vor und überlieferte sie als visuelle Partitur. Darüber hinaus arbeitete er bis an sein Lebensende an dem Versuch, eine passende musikalische „Harmonisierung“ für das für ihn zentrale Werk zu finden. Die Abwesenheit einer definitiven Form der Lautsonate bestimmt sie als Work in Progress, die zwischen Tradition und Avantgarde oszilliert.
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.
21:05 Uhr +++ DLF
JazzFacts: Reza Askaris ROAR Quintett –Aktuelle Musik, die sich konsequent Genre-Zuordnungen entzieht.
Am Mikrofon: Anja Buchmann. Der Bassist Reza Askari erweitert sein Ensemble ROAR zum Quintett und untersucht die Schnittstellen zwischen improvisierter Musik, aktuellen kompositorischen Methoden und Formen populärer Musik. Ursprünglich war es ein Trio mit Saxofon, Bass und Schlagzeug, dann kam ein Vibrafon zum Quartett hinzu und nun gibt es ROAR in Fünferbesetzung: Stefan Karl Schmid (Tenorsaxofon und Klarinetten), Christopher Dell (Vibrafon), Fabian Arends (Schlagzeug), Lina Allemano (Trompete) und Bandleader Reza Askari. Der Bassist und Komponist lotet in seiner aktuellen Produktion Grenzen, Kontraste und Übergänge aus, spielt auch mit Material außerhalb des Jazz-Kontextes und kreiert eine eigene musikalische Sprache. Die Aufnahmen im Kammermusiksaal unterstützen die klangliche Detailarbeit des Ensembles.
23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Balkan, Swing und krumme Taktarten – Der Akkordeonist Nino Deda
Von Karsten Neuschwender. Aus seiner Heimat hat er die Leidenschaft für diesen orientalisch exotischen Charme ungerader und tanzbarer Taktarten mitgebracht. Gerne mischt er die mit anderen Musikstilen. Swing zum Beispiel. Oder den Polyphonien von Johann Sebastian Bach. Nino Deda kam vor vielen Jahren aus Albanien ins Saarland, wo er seitdem als Kirchenmusiker arbeitet. Und: Er ist einer der umtriebigsten Komponisten und Akkordeonisten der Saar-Lor-Lux Region.
fr – 14.08.2026
14:05:00 +++ Ö1
Die WDR-Bigband mit Saxofonist Logan Richardson und Musik von Vince Mendoza im November 2025 in Köln
Der 1961 geborene US-amerikanische Pianist, Komponist und Arrangeur Vince Mendoza arbeitet seit zehn Jahren immer wieder mit der in Köln ansässigen Bigband des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zusammen. Der sechsfache Grammy-Gewinner (einen Grammy erhielt er für ein von der WDR-Bigband eingespieltes Programm) erarbeitet auch jedes Jahr ein Konzertprogramm mit diesem deutschen Orchester, unter dem Titel „Composer in Residence“.
Am 10. November 2025 wurde als Gastsolist der aus Kansas City stammende Saxofonist Logan Richardson eingeladen. Der 1980 geborene Musiker war im Kölner WDR-Funkhaus an diesem Abend vornehmlich am Sopransaxofon zu hören, großteils mit brandneuen Werken von Vince Mendoza.
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser.
22:30 Uhr +++ DLF Kultur
Musikfeuilleton: Noten gegen Despoten – Karl Kraus liest Offenbach und andere Dichter
Von Georg Beck. Die existierenden Tondokumente der Kraus’schen Offenbach-Abende vermitteln nur einen ungefähren Eindruck dessen, was diese Performances gewesen sein müssen – unendlich mehr als Klamauk, als das Vorbereiten, das Auslösen von Kalauern, von Oberflächen-Gags, zu denen so manche unserer Offenbach-Produktionen geworden sind. Kraus hatte Kabarett noch Cabaret geschrieben, mit C am Anfang und mit nur einem T am Ende. Georg Knepler, zeitweise Klavierbegleiter von Karl Kraus, war da ganz nah dran. Zwischen 1929 und 1931 hat Knepler, vor dem Instrument sitzend, etliche der insgesamt 124 Offenbach-Vorlesungen, die Kraus „gehalten“ hat, miterlebt, mitgestaltet. Er kannte die Wertschätzung, die Kraus Offenbach entgegenbrachte, wusste, was dessen Operetten für ihn bedeuteten, wenn er sich seinen Reim drauf machte: „Nach Noten, nach Offenbachs Noten, / Treib ich meinen Hohn: / Das ist gegen alle Despoten / Die wahre Revolution.“
23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Turn on! SWR NEWJazz Meeting 1966 bis 2026
Von Julia Neupert. 1966 hat Joachim-Ernst Berendt das NEWJazz in Baden-Baden Meeting gegründet – damals noch unter dem Titel „Free Jazz Meeting“. Die Grundidee der Veranstaltung ist seitdem unverändert: Hier bekommen Musiker*innen eine Plattform, um Neues auszuprobieren. Mehrere Tage lang können sie in den Rundfunkstudios des SWR experimentieren, am Ende wird das Projekt in der Öffentlichkeit präsentiert. In den sechs Jahrzehnte seines Bestehens war das NEWJazz Meeting immer ein Spiegel aktueller Entwicklungen in der improvisierten Musik – in dieser Sendung präsentieren wir Höhepunkte aus seiner Geschichte.
23:03:00 +++ Ö1
Mitschnitte vom Festival Leicht über Linz – 10 Jahre mit Musik, Tanz, Performance und Gegenwartskunst
Leicht über Linz ist ein Festival für Musik, Tanz, Performance und Gegenwartskunst des Instituts für Komposition, Dirigieren und Computermusik (IKD) der BrucknerUni Linz. Von 20. März 2026 hat man 10-jähriges Jubiläum gefeiert, mit sieben Konzerten und Performances in drei Spielstätten in Linz/Urfahr. Gestaltung: Rudolf Aigmüller
sa – 15.08.2026
17:10:00 +++ Ö1
Bert Brecht – Die Kunst, die Welt zu verändern (I)
Auch 70 Jahre nach seinem Tod bleibt Bertolt Brecht einer der prägendsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Geboren am 10. Feber 1898 in Augsburg, ist der Theaterrevolutionär bekannt für seine Klassiker „Die Dreigroschenoper“, „Mutter Courage und ihre Kinder“ sowie „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“. Mit seinen kongenialen Weggefährten Kurt Weill, Hanns Eisler und später auch Paul Dessau entstanden unzählige Hits wie „Mackie Messer“ („Mack the Knife“), „Alabama Song“ oder „Seeräuber-Jenny“.
Die Texte Brechts haben bis heute nichts von ihrer gesellschaftlichen Relevanz verloren und prägen weiterhin die Musik der Gegenwart. Künstler:innen wie David Bowie, The Doors, Nick Cave oder PJ Harvey haben Brechts Werke aufgegriffen und neu interpretiert.
Die zweiteilige Spielräume Spezial-Sendung begibt sich anlässlich seines 70. Todestags am 14. August 2026 auf die Spur von Bertolt Brecht, dessen Einfluss weit über die Literatur hinausstrahlt.
18:20 – 19:00 Uhr +++ SWR KULTUR
Jazz: Gewundenes Blech – Das Horn im Jazz
Von Nina Polaschegg. „Horn“ – da denkt man an Jagdhorn, Naturhorn, an Anton Bruckner oder György Ligeti, aber an Jazz? Aber doch, es gibt sie, Hornistinnen und Hornisten, die improvisieren und mit ihrem Instrument experimentieren. Als „Vater des Jazzhorns“ gilt Julius Watkins, der in den 1940er-Jahren das Instrument in den Jazz einführte. Nahm es in frühen Jazzorchestern eher eine unterstützende Funktion ein, wurde das Horn später immer mehr zum gleichwertigen (Solo-) Instrument. Musiker wie Gunter Schuller oder Arkady Shilkloper oder Sharon Freeman sind einige, die uns in der heutigen Sendung begegnen werden.
22:05:00 +++ Ö1
Jet Lag All Stars Radio Show
so – 16.08.2026
00:05:00 +++ Ö1
Saxofonistin Yvonne Moriel sowie das Trio Viola Hammer/Judith Ferstl/Judith Schwarz im Gespräch
Vom 20. bis 23. August 2026 steht die 46. Ausgabe des renommierten Jazzfestivals Saalfelden an, vor der alpinen Kulisse des Steinernen Meeres im Salzburger Pinzgau. Mit mehr als 60 Konzerten und spontanen Sessions auf zahlreichen Bühnen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt wie auf einigen der umliegenden Almen wird Saalfelden auch dieses Jahr zum spätsommerlichen Zentrum der zeitgenössischen internationalen Jazzszene.
Offiziell eröffnet wird das Festival am 21. August durch das Projekt „Strange Motion“ der österreichischen Saxofonistin Yvonne Moriel und ihrem eigens für diesen Kompositionsauftrag zusammengestellten Sextett, das Künstler:innen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland und Österreich vereint. Ein Interview mit Yvonne Moriel hören Sie in dieser Ö1 Jazznachtstunde.
Des Weiteren richten wir den Fokus auf das vielfältige Programm, das parallel zu den Hauptkonzerten stattfindet, und begeben uns auf eine Reise zu den diversen Hörplätzen abseits des Congress Saalfelden. Dabei begegnen wir am 20. August in der Otto-Gruber-Halle der österreichischen Formation Mel*E, deren elektronische und akustische Klangwelten sich zu einem komplexen und dennoch tanzbaren Sound vereinen. Die drei Musikerinnen – Viola Hammer (Keyboards, Synthesizer), Judith Ferstl (Kontrabass, Bass-Synthesizer) und Judith Schwarz (Extended Drums) – haben vor Kurzem ihr Debütalbum „Proud“ (Jazzwerkstatt Records) vorgelegt und sprechen darüber im Ö1 Jazznacht-Studio.
00:05 Uhr +++ DLF Kultur
Klangkunst: Functional Mating Calls – Von Pierce Warnecke
Deutschlandradio Kultur 2017. Länge: 44‘00
Menschen sprechen mit Maschinen: Dieser Traum wird durch KI zunehmend Wirklichkeit. Aber wie klingt eine Welt, in der Lebewesen und Computer auch miteinander flirten können? Schon 2017 wagte der Klangkünstler Pierce Warnecke eine Prognose.
Flirten will gelernt sein – selbst im Zeitalter von sozialen Medien und Dating-Apps. Allerdings sind Mensch und Tier inzwischen nicht mehr die einzigen, die ihre Paarungsrufe trainieren. Auch Computer sind lernfähig, und warum sollten sie ihre frisch erworbenen Verführungskünste nicht gleich an allen möglichen Lebewesen ausprobieren? Diese Frage nimmt Pierce Warnecke zum Ausgangspunkt für eine Untersuchung der Kommunikationswege zwischen Mensch, Tier und Maschine.
Pierce Warnecke, geboren 1983 in Kalifornien, ist ein multidisziplinärer Künstler, der an der Schnittstelle von experimenteller Musik, Digital- und Videokunst arbeitet.
01:03:00 +++ Ö1
Klassiker und Fundstücke aus 100 Jahren Jazzgeschichte (Wiederholung)
15:05 Uhr +++ DLF
Von Keyboardsolo bis Bratgitarre: Die Band Kapa Tult
Von Anja Buchmann. Die Gruppe mit dem verdrehten Namen spielt Songs zwischen Indierock und Lo-Fi-Pop und hat Freude am Keyboardsolo.
Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard sind die Instrumente der jungen Band, die 2018 von Sängerin/Gitarristin Inga Habinger und Sängerin/Schlagzeugerin Angela Requena Fuentes in Kassel gegründet wurde, bevor sie gemeinsam nach Leipzig gingen und dort schließlich zum Quartett expandierten. Die Gruppe mit dem verdrehten Namen, über den man gern mal stolpert, spielt Songs zwischen Indierock und Lo-Fi-Pop mit einem Schuss NDW und großer Freude am verspielten Keyboardsolo – hin und wieder schäkert die Band auch mit Sprechgesang und kurzen Deichkind-Avancen. „Immer alles gleichzeitig“ heißt ihr aktuelles, zweites Album, das vom Meister der Echtzeitaufnahme Moses Schneider produziert wurde und sehr druckvoll klingt. So besingen die Vier, die alle auch vokal zu hören sind, Themen wie mentale Gesundheit, Feminismus, Alltagsfrust und das Chaos moderner Beziehungen.
17:10:00 +++ Ö1
Bert Brecht – Die Kunst, die Welt zu verändern (II)
Auch 70 Jahre nach seinem Tod bleibt Bertolt Brecht einer der prägendsten Dramatiker und Lyriker des Jahrhunderts. Geboren am 10. Feber 1898 in Augsburg, ist der Theaterrevolutionär bekannt für seine Klassiker „Die Dreigroschenoper“, „Mutter Courage und ihre Kinder“ sowie „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“. Mit seinen kongenialen Weggefährten Kurt Weill, Hanns Eisler und später auch Paul Dessau entstanden unzählige Hits wie „Mackie Messer“ („Mack the Knife“), „Alabama Song“ oder „Seeräuber-Jenny“.
Die Texte Brechts haben bis heute nichts von ihrer gesellschaftlichen Relevanz verloren und prägen weiterhin die Musik der Gegenwart. Künstler:innen wie David Bowie, The Doors, Nick Cave oder PJ Harvey haben Brechts Werke aufgegriffen und neu interpretiert.
Die zweiteilige Spielräume Spezial-Sendung begibt sich anlässlich seines 70. Todestags am 14. August 2026 auf die Spur von Bertolt Brecht, dessen Einfluss weit über die Literatur hinausstrahlt.
19:52 – 20:00 Uhr +++ SWR KULTUR
Big Time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!
Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.
20:05 Uhr +++ DLF
Feature: Der Klang der Vielfalt – Ein Transchor findet seine Stimmen
Von Nele Dehnenkamp und Timo Stukenberg. Im Berliner Transemble finden Trans-Menschen einen geschützten Raum, um ihre Stimme neu zu entdecken. Die Doku begleitet Chorleiter Marius Bernard und erzählt von Empowerment, Identität, Vielfalt und der Suche nach der eigenen Stimme.
Wenn Menschen ihr Geschlecht angleichen, verändern sie häufig auch ihre Stimme. Für den ausgebildeten Sänger Marius Bernard war dieser Prozess so herausfordernd, dass er während seiner Transition beinahe aufgehört hätte zu singen. Um anderen diese Erfahrung zu ersparen, gründete er das „Berliner Transemble“ – einen der wenigen Chöre für Trans-Menschen in Deutschland. Für seine Mitglieder ist der Chor ein geschützter Raum, in dem sie ihre Stimme trainieren und mit ihr experimentieren können. Als Chorleiter arbeitet Marius Bernard bewusst ohne feste Stimmzuschreibungen: Alle entscheiden selbst und immer wieder neu, wie „weiblich“ oder „männlich“ sie klingen wollen. Damit fragt der Chor auch: Wie hängen Körper, Identität und Stimme zusammen?
Nele Dehnenkamp arbeitet als freie Autorin und Regisseurin für Dokumentarfilme und Radio-Features. Sie studierte Sozialwissenschaften in Berlin und New York sowie Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. In ihren meist beobachtenden Arbeiten betrachtet sie die Erfahrungen von Traum und Trauma, häufig aus der Perspektive von Frauen. Ihre Filme wurden auf international renommierten Festivals wie IDFA, DOK Leipzig und in Palm Springs gezeigt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme-Preis. Zuletzt realisierte sie das Feature „Kleines Universum“ für den Deutschlandfunk.
Timo Stukenberg, geboren 1990 in Aachen, ist freier Journalist und Moderator. Er berichtet von Gerichten und aus Gefängnissen, von der Straße und vom Schreibtisch aus. In seinen Texten und Radiobeiträgen geht es um die extreme Rechte und Obdachlosigkeit, Strafvollzug und Gewalt gegen Frauen und Queers. Er ist Teil des Selbstlaut Kollektivs und Mitglied bei Freischreiber.
23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen
Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf die Jubiläumsfeier „20+” des IMA, des Instituts für Medienarchäologie, im still gelegten AKW Zwentendorf am 21. und 22. August. Gestaltung: Astrid Schwarz
