Impressionen von den Showcases der jazzahead 2018 in Bremen

Diesjähriges Partnerland der Fachmesse jazzahead sowie des jazzahead-Festivals war Polen. Das glamouröse Highlight am Ende eines zweiwöchigen Partnerlandprogramms mit Kunst, Literatur, Theater und Gesprächen war das Galakonzert in der Glocke mit Anna Maria Jopek, Leszek Możdżer und dem Maciej Obara Quartet. Für Jazzzeitung.de hat sich unsere Fotografin Susanne van Loon mit schwerem Besteck auf die „Ochsentour“ durch die Showcases „Polish Night“ und „European Night“ gemacht. Und sie wurde nicht nur mit tollen Fotoimpressionen, sondern auch mit fantastischer Musik belohnt.


1918, vor genau 100 Jahren, wurde der polnische Staat gegründet. Spätestens seit einem halben Jahrhundert gilt Polen als Jazz-Land und man spricht nicht von ungefähr auch heute noch vom „Polski Jazz“, der als charakteristischer, eigenständiger Stil gilt. Neben Krzysztof Komeda, dem 1969 im Alter von 38 Jahren verstorbenen Pianisten und Komponisten, gehörte zum Kreis der Jazz-Innovatoren auch der Pianist Andrzej Trzaskowski, der sich Mitte der 60er-Jahre mit seinem Quintett mit Tomasz Stańko, Janusz Muniak, Jacek Ostaszewski und Adam Jedrzejowski dem Free Jazz öffnete. In den 1990er Jahren entstand mit dem „Yass“ erneut ein genuin polnisches Jazz-Phänomen. Diese lange Jazz-Tradition Polens lebt in einer vitalen und eigenständigen Szene bis heute weiter.

Überzeugende Statements für den polnischen Jazz als zeitgenössische Kunst lieferten im Rahmen der Showcase-Konzerte zwei junge Pianisten ab:  Kamil Piotrowicz  mit seinem im Sextett und Piotr Orzechowski mit seinem High Definition Quartet. Insbesondere Orzechowski war der klingende Beweis für die Fortexistenz des modernen Polski Jazz auf höchstem Niveau.

Mehr zur jazzahead sowie zur „German Jazz Night“ und zur“Overseas Night“ dann in der Printausgabe der neuen musikzeitung.

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