Mrz 172017
 

„Noten oder ein Bild – beides sind Kunstwerke für mich. Ich male abstrakt, das ist mein Kunstgeschmack, aber ich bin eigentlich offen für alles“, sagt Joachim Kühn. Die Malerei ist seine zweite Leidenschaft. So wohnt den abstrakten Schöpfungen in Farbe, Komposition und Struktur viel Kraft und Poesie inne. Die Werke werden „Schönheit und Wahrheit“ in einer großen Ausstellung erstmalig in Hamburg gezeigt – eine Präsentation der Galerie Jens Goethel präsentiert in Kooperation mit der Fabrik der Künste, in deren Rahmen Joachim Kühn sowohl im Talk als auch im Konzert als Musiker und Maler gewürdigt wird. Eröffnung ist am Mittwoch, den 10.05.2017 um 19 Uhr.   Die Ausstellung dauert vom 11. bis 21. Mai 2017. Am Donnerstag den 11.05.2017 um 20 Uhr gib  Joachim Kühn um 20 Uhr ein Solokonzert in der Fabrik der Künste

„Noten bestimmen mein Leben. Ich konnte Noten lesen, bevor ich Worte lesen konnte. Bei meinem ersten Konzert war ich sechs Jahre alt, ich spiele seither Konzerte und habe noch nie ein Jahr ausgelassen. Platten mache ich seit 1963, also seit mehr als 50 Jahren. Mein Lebenstraum hat sich somit erfüllt“, sagt Joachim Kühn, einer der profiliertesten Jazzmusiker Europas.

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2011 wurden die Brüder Rolf und Joachim Kühn mit einem Echo Jazz für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, 2012 erhielten Joachim Kühn und die hr-Bigband den Echo Jazz für das Bigband-Album des Jahres. 2014 folgte eine weitere Echo Jazz– Auszeichnung für Joachim Kühn als „Instrumentalist des Jahres National / Piano“, 2017 ist er gleich zweimal für den Echo Jazz nominiert, wieder als „Pianist des Jahres national“ und einmal mit seinem New Trio als „Ensemble des Jahres national“.

Beziehungen zu unterschiedlichsten Musikern in vielen verschiedenen Ländern der Welt und beständig neue musikalische Zusammenhänge sind stetige Inspira- tionsquellen für den kompromisslosen Pianisten, der aus Leipzig stammt, in Hamburg, San Francisco, Los Angeles und Paris gelebt und vor 25 Jahren auf Ibiza ein Zuhause gefunden hat.

Zur Malerei kam Joachim Kühn durch den Jazz-Schlagzeuger Daniel Humair. Der nahm ihn Mitte der 1980er Jahre mit in die Museen und Galerien von Paris und brachte ihm unterschiedliche Kunst-Strömungen nahe. Das Licht auf Ibiza war dann der letzte Auslöser für Joachim Kühn, selbst zu Pinsel, Farbe und Leinwand zu greifen. Ein Licht, das sich in fast jedem seiner Bilder manifestiert. Bilder, die aus sich heraus strahlen und in denen sich immer wieder die Noten finden, die das Leben des 72-jährigen Künstlers bestimmen. Kühns Malerei ist entstanden, als er gerade mal nicht am Klavier saß – manchmal auch nachts auf seiner Terrasse.

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