+++ News: +++ Saalfelden Leogang feierte „3 Tage Jazz“ +++ Jazzfest in Rottweil – Programm nahezu komplett! +++ Das Südtirol Jazzfestival 2019 bespielt neue Locations +++

Die ersten „Drei Tage Jazz“ in der Saalfelden Leogang 2019 Vom 18.-20. Januar 2019 ging das vierte „3 Tage Jazz“ Festival in der Region Saalfelden Leogang  inmitten des Salzburger Innergebirgs über die Bühne. Das Appetithäppchen aufs große Saalfeldener Sommerfestival ist aber auch schonaus den Kinderschuhen raus und wurde zum neuen Jahr von bisher sieben auf neun Konzerte erweitert. Am Donnerstag wurde das Festival zum ersten Mal mit einem Film eingeleitet. „A Portrait of Esbjörn Svensson“ erzählt die Geschichte von Pianist Esbjörn Svensson, der vor 10 Jahren tragisch ums Leben kam. Am Freitag wurden die „3 Tage Jazz“ dann offiziell im Kunsthaus Nexus eröffnet. Traditionsgemäß hat der Künstlerische Leiter, Mario Steidl, das Eröffnungsprojekt an einen österreichischen Auftritt vergeben, die Ehre viel dies Jahr dem Quintett „Vienna Chamber Diaries“ mit Kammermusik und freier Improvisation zu. Ganze fünf von neun Bands kamen aus Österreich. Alex Pinter präsentierte sein mit Gitarre, Piano und Akkordeon äußerst ungewöhnlich besetztes Trio „Birds against Hurricanes“. Am Sonntag begeisterte Christian Bacanic  mit seinem Solo die Zuhörer, gefolgt von dem  Konzert des Streichquartetts „Violett Spin“. Es waren aber auch Musikerinnen und Musiker aus Frankreich, Holland, …

Weiterlesen

Nordlichter in Südtirol – ein Festival für Entdecker

Grob gesagt gibt es zwei Typen von Jazzhörern: Die einen wollen das hören, was sie schon immer gehört haben. Im Extremfall reisen sie ihren Idolen von Konzert zu Konzert, von Stadt zu Stadt nach. Besonders beliebt sind Klavier-Ikonen wie Keith Jarrett, Brad Mehldau, Herbie Hancock oder Jamie Cullum. Aber auch Saxophonisten wie Charles Lloyd oder Gitarristen wie Pat Metheny haben großes Verehrungspotenzial. Die Fans dieser Künstler leben in der Musikwelt ihrer Hausgötter und legen Wert auf den rituellen Vollzug ihrer Jazz-Andachten. Der zweite Typus des Jazzhörers will immer Neues. „Kinder, schafft Neues“ fordern sie von den Musikern und suchen es live, online oder auf Tonträger. Neue Gesichter entdecken sie dabei regelmäßig beim Jazzfestival Südtirol Alto Adige. So auch wieder dieses Jahr: Das schwedische Rotkehlchen Anni Elif Egecioglu gastierte in Meran mit ihrem Jazz-Dance-symphonischen Trio  „Elifantree“ im Rahmen eines Kurkonzerts, mit ihrem experimentellen Quartett „Edith“ in Oberbozen und (noch ein paar hundert Meter höher über dem Meeresspiegel auf der Berghütte Lavarella in St. Vigil in Enneberg) im Trio mit Schlagzeugerin Amanda Blomqvist und Trompeter Verneri Phjola – beide aus Finnland. Elif Egecioglu war eine der skandinavischen …

Weiterlesen

+++NEWS+++“Women in Jazz“ beim Südtiroler Jazzfestival+++“Vorstudium Jazz“ der Offenen Jazzhaus Schule beginnt im September+++Kartenverkauf für Jazzfestival Frankfurt hat begonnen+++

+++“Women in Jazz“ beim Südtiroler Jazzfestival+++ Neben dem Schwerpunkt auf die nordischen Länder unter dem Motto „Exploring the North“ lockt das Südtirol Jazzfestival dieses Jahr Wert mit einer reichlich weiblichen Programmierung. Das mit Musikerinnen besetzte französische Trio Ikui Doki verarbeitet den Impressionismus der Jahrhundertwende und betritt dabei ekstatische Klanglandschaften, die Estin Maria Faust befasst sich mit tragischen Frauenschicksalen, die schwedische Sängerin Mariam Wallentin macht mit dem Trio Fire! rockigen Fusion-Jazz jenseits der Komfortzone und die Norwegerin Mari Kvien Brunvoll lässt mit ihrer Stimme mystische Klangteppiche entstehen. Die in Helsinki lebende Sängerin Anni Elif Egecioglu vertont Verse der finnischen Dichterin Edith Södergran und kombiniert Gegenwartsjazz mit Poesie. Eine Brücke zwischen Poesie und Musik schlägt auch die finnische Sängerin Stina Koistinen. Sie hat ethnische Musik aus ihrer Heimat ebenso im Programm wie Avantgarde-Pop oder Kabarett-Songs von Brecht und Weil. Auch die in Göteborg lebende Sängerin, Komponistin und Performerin Hannah Tolf kreiert poetisch-verdichtete Musik, deren stilistisches Spektrum vom melodischen Pop bis Jazz reicht. Sophie Bernado und Marion Faure aus Frankreich zeigen mit ihrem Duo L.A. from Paris (L.A. steht für Louise Aristocrate) eine elektronische Hip-Hop-Performance und Sängerin Natalie …

Weiterlesen

Bassist Martin Brugger ist Preisträger des BMW Welt Young Artist Jazz Award 2018

Mit dem Ziel, regionale Nachwuchsmusiker zu fördern, wird 2018 Martin Brugger von der BMW Group und der Stadt München geehrt. Die Auswahl erfolgte durch die Jury des BMW Welt Jazz Awards. Neben Konzerten im Münchner Jazzclub Unterfahrt und bei den Leipziger Jazztagen bekommt Brugger zudem ein Preisgeld von 3.000 Euro. Während beim BMW Welt Jazz Awards  erfahrene Musiker gegeneinander antreten, möchten man mit dem BMW Welt Young Artist Jazz Award gezielt die Musiker von morgen fördern. Mit Martin Brugger werde abermals ein Protagonist der Münchner Musikszene ausgezeichnet, der für eine sehr innovative Weiterentwicklung des Jazz steht. Die Jury verweist auf Bruggers Vielseitigkeit. Sei es sein Soloprojekt Occupanther, oder sein elekto-akustisches Duo mit Carlos Lipa und nicht zuletzt die Band Fazer, die aus der Besetzung seines Abschlusskonzerts seines Jazz-Bass-Studiums an der Münchner Musikhochschule entstand. Mit Paul Brändle an der E-Gitarre, dem bereits mehrfach preisgekrönten Trompeter Matthias Lindermayr und den beiden Schlagzeugern Sebastian Wolfgruber und Simon Popp verwebt Brugger songartige Strukturen, die viel Freiraum für Improvisation lassen, mit rhythmischen Geflechten, die in den klassischen Jazz, aber auch nach Westafrika, Lateinamerika oder Indien verweisen. Der in seiner Dynamik …

Weiterlesen

+++News+++Axel Zwingenberger und Martin Schmitt auf der Piano-Bühne+++Südtirol Jazzfestival 2018+++Junger Münchner Jazzpreis 2018+++

+++Axel Zwingenberger und Martin Schmitt auf der Piano-Bühne+++ Am Freitag, den 4. Mai 2018 ist auf der Piano-Bühne Kleinhenz ein ganz besonderes Programm geboten. Deutschlands namhaftester Blues & Boogie-Pianist, Axel Zwingenberger, zeigt zusammen mit dem bayerischen Piano-Entertainer Martin Schmitt Blues und Boogie & Woogie Piano-Unterhaltung auf zwei Konzert-Flügeln: ein Steinway C 227 cm und ein Bösendorfer 225 cm. Axel Zwingenberger tritt seit 2001 regelmäßig als Stargast mit großem Erfolg auf der Piano-Bühne Kleinhenz auf. Er tourte bereits in Asien, Afrika und Europa, stand mit Künstlern wie Lionell Hampton, Big Joe Turner, Alexis Korner, Dave Green und Charlie Watts auf der Bühne. Viele Radio- und TV-Auftritte sowohl in Deutschland als auch im Ausland wie auch große CD-Produktionen machten ihn weltweit bekannt. Auch Martin Schmitt, ein echter Münchner, kann große Erfolge in Deutschland verbuchen. Seine eigenen Songs mit kritischen und vor allem humorvollen Texten trägt er meist solo am Piano im Blues, Boogie und auch Pop-Stil vor. Auf der Piano-Bühne war er schon dreimal zu Gast und begeisterte den meist ausverkauften Saal. Bei einem Auftritt im Gärtnerplatztheather München bewiesen Martin Schmitt und Axel Zwingenberger erstmalig gemeinsam ihr Können. Nun schlägt dieses „Doppel“ …

Weiterlesen
Renier Baas (g), Princess Discombobulatix, Südtirol Jazzfestival Alto Adige, Bozen, Messe, Foto Ralf Dombrowski

Reinier Baas und seine Prinzessinnen

Der diesjährige Composer in Residence des Südtriol Jazzfestival Alto Adige hieß Reinier Baas.  Der holländische Gitarristen gestaltete den Eröffnungsabend im Messezentrum von Bozen mit einer unterhaltsam-skurrilen Mischung aus Konzeptmusik, medienübergreifender Gestaltungsidee und subversivem Witz. Im Mittelpunkt stehen die Zeichnungen von Cartoon-Künstler Raymond Koot (Typex), die eine etwas holprige Liebes- und Leidensgeschichte der schrillen Princess Discombobulatrix illustrieren, von der Sängerin Nora Fischer stellenweise bühnentheatralisch umgesetzt werden, ansonsten aber als Projektionen präsent sind. Damit nicht genug. Während der folgenden Tage ist Baas viel beschäftigt, mit Workshops und kleineren Besetzungen wie etwa dem Duo mit dem Saxofonisten Ben van Gelder vor imposanter Dolomitenkulisse auf der Malga-Fornella-Alm am Würzjoch. Ulrich Möller-Arnsberg traf sich mit dem Künstler zum Gespräch. Reinier Baas, Sie sind in Hilversum geboren, haben in New York studiert und leben heute in Amsterdam. Die niederländische Zeitung „De Volkskrant“ feiert sie als einen der angesagten zeitgenössischen Jazzgitarristen. Was bedeutete es für Sie, „Composer in Residenc“ beim diesjährigen Südtirol Jazzfestival zu sein? Reinier Baas: Es ist bombastisch. Das Beste ist, daß ich hier mit Leuten aus Harlem und aber auch mit Leuten aus der Region spielen kann.  Ich lerne …

Weiterlesen

Bergklänge und Stadtkultur – das Südtirol Jazzfestival Alto Adige geht in die 35. Runde

Klaus Widmann traut sich was. Denn er widersetzt sich als künstlerischer Leiter souverän den Gesetzen der Festivalwelt, die in der Regel Aufmerksamkeit über Prominenz generiert, und gestaltet das Südtirol Jazzfestival Alto Adige überwiegend mit Musikern, die erst noch entdeckt werden wollen. „Mich interessieren die jungen Leute und ihre Ideen“, meint Widmann und erzählt weiter, dass er aus diesem Grund beispielsweise der grenzüberschreitenden Euregio Jazzwerkstatt viel Raum gebe. Längst muss auch ein „Artist In Residence“ kein alter Meister des Geschäfts mehr sein, sondern kann, wie im Jahr des 35. Jubiläum des Festivals, mit dem holländischen Gitarristen Reinier Baas einen Newcomer der europäischen Jazzszene in den Mittelpunkt stellen. Sein Eröffnungsabend im Messezentrum von Bozen ist eine unterhaltsam-skurrile Mischung aus Konzeptmusik, medienübergreifender Gestaltungsidee und subversivem Witz, die er im elfköpfigen Ensemble präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die Zeichnungen von Cartoon-Künstler Raymond Koot (Typex), die eine etwas holprige Liebes- und Leidensgeschichte der schrillen Princess Discombobulatrix illustrieren, von der Sängerin Nora Fischer stellenweise bühnentheatralisch umgesetzt werden, ansonsten aber als Projektionen präsent sind. Für den Festivalstart fügte Baas außerdem eine ebenso fröhlich schräge Bearbeitung der ladinischen Geschichte von Prinzessin Dolasilla hinzu, ähnlich …

Weiterlesen

Roman Sladek ist Preisträger des BMW Welt Young Artist Jazz Award

In seinem zweiten Jahr ehrt der BMW Welt Young Artist Jazz Award den Posaunisten Roman Sladek. Seit 2016 kürt die renommierte Jury des BMW Welt Jazz Award gezielt einmal im Jahr Nachwuchstalente aus dem Raum München. Die BMW AG und die Stadt München stiften neben den Konzerten im Münchner Jazzclub Unterfahrt und bei den Leipziger Jazztagen zudem ein Preisgeld von 3.000 Euro. „Als BMW AG blicken wir auch bei unserem Kulturengagement nicht nur zurück auf die Historie, sondern nach vorne in die Zukunft. Diese möchten wir aktiv und innovativ mitgestalten. Junge Musiker wie Roman Sladek denken den Jazz neu und das passt gut zur Idee des BMW Welt Jazz Awards und seines jungen Förderpreises“, so Ian Robertson, Mitglied des Vorstandes der BMW AG. Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Stadt München, ergänzt: „Durch den BMW Welt Young Artist Jazz Award wird sicht- und hörbar, was für eine hervorragende junge Jazzszene wir hier in München haben und welche neuen interessanten Strömungen durch Musikerpersönlichkeiten wie Roman Sladek entwickelt werden. Ich freue mich sehr über diese Initiative.“ Roman Sladek wurde 1989 in Roth bei Nürnberg geboren und wuchs in …

Weiterlesen

Nicht nur München spielt auf in Südtirol

Bozen als bewährte Bühne jenseits des Brenner für hiesige Jazzmusiker? Zum Südtiroler Abenteuerspielplatz wurde 2011 dort der Waltherplatz für Musikstudenten des U.M.P.A. Jazz Orchestra Munich. Sturmeshalber mussten sie alle Wäscheklammern der Stadt aufkaufen, um ihre Notenblätter auf den Pulten zu halten. Für Münchner kaum mehr als drei Fahrstunden Richtung Süden entfernt, liegt das Zentrum eines weiträumigen Festivals, das sich Bayerns junger Szene schon seit langem verbunden fühlt. Vom 100 Kilometer westlich von Bozen gelegenen Sulden am Ortler bis Innichen im ähnlich fernen Nordosten erstreckt sich das Südtirol Jazzfestival mit seinen rund 80 Terminen an 50 Orten. Und diesmal ist es eine in Münchner Clubs wie dem „Harry Klein“ BIG gewordene BAND, deren mobiler Ableger die meisten Schauplätze zu absolvieren hat. Durch die Zentren von Brixen und Bruneck wird die Jazzrausch Marchingband ziehen, in Meran und Salurn auftreten – und in Bozen sowieso. Marching Bands gehören zum Konzept des Festivalmachers Klaus Widmann. Sie sollen bei Touristen und Einheimischen Neugier wecken auf neun Tage Musik, die nicht zuletzt deshalb finanziell so großzügig von der Region unterstützt werden, weil Widmann Südtirols Image deutlich über Törgelen und Speckknödel hinaus …

Weiterlesen

Klaus Widmann zur neuen Ausgabe des Südtirol Jazzfestival Alto Adige

Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige steht vor der Tür. Vom 30. Juni bis 9. Juli erklingt nicht nur Bozen, sondern die gesamte Region zwischen 262 und 2.000 Meter über dem Meerespiegel. Andreas Kolb sprach mit dem künstlerischen Leiter Klaus Widmann über die Musiker, die Spielorte und die Eigenproduktionen der Ausgabe 2017. JazzZeitung: Im Programm steht: „Mainstream und Konzertsäle sind beim Südtirol Jazzfestival Alto Adige vom Aussterben bedroht.“ Sind die Musiker glücklich mit den wunderbaren, aber manchmal schwer zu bespielenden Spielorten und Naturbühnen? Widmann: Natürlich ist es ein tolles Gefühl für Künstler und Veranstalter, einen riesigen Saal gefüllt zu haben. Aber bei der Art von Musik, wie wir sie machen, ist das nicht so leicht möglich, weil wir ganz bewusst auf große Namen und Stars verzichten. An vielen Spielorten bewegen wir uns zwischen 50 und 100 Besuchern. Im Italienischen gibt es ein Sprichwort, das heißt: „Pochi ma buoni“ „Lieber weniger und dafür Gute“. In den letzten Jahren haben wir gesehen, dass wir ein Publikum haben, das von vornherein weiß, worauf es sich einlässt. Das können dann auch mal weniger Leute sein, aber die wenigen sind dann …

Weiterlesen