Erfolgreiche Nachwuchsförderung Jazz-Jugend forscht: Zur besonderen Ausgabe des Biberacher Jazzpreises 2026

Als er 1990 zum ersten Mal ausgerichtet wurde, war der Biberacher Jazzpreis der erste Nachwuchswettbewerb Deutschlands im Jazzbereich. Dass die biennal stattfindende, vom Jazzclub Biberach zusammen mit der Stadt getragene Veranstaltung nicht nur traditionsreich ist, sondern bis heute zu den wichtigen ihrer Art gehört, sieht man schon an den Preisträgern, aus denen fast durchgehend etwas geworden ist: Angefangen mit Cornelius Claudio Kreusch, max.bab, Kristjan Randalu oder Laia Genc bis zu Matthias Lindermayr, Jakob Manz (vor Johanna Summer) oder zuletzt vor zwei Jahren Renner. Diesmal war es eine besondere Ausgabe, war der Jazzpreis doch in das zweiwöchige Landesjazzfestival Baden-Württemberg integriert, das zum 50. Geburtstag des Jazzclubs nach Biberach vergeben worden war. Und im Festival-Gewand präsentierte er sich auch: Besucherrekord mit 380 Besuchern im ausverkauften Saal der Stadthalle; nie war der Sound besser; nie die Betreuung und Videobegleitung professioneller; nie die Beleuchtung schöner, nicht zuletzt dank den vom Lichttechniker selbst gebauten Bühnenstrahlern, die sanfte Farben von großen Metallschirmen abstrahlten. Werbung Wer die inzwischen allerorten angesiedelten Nachwuchspreise seit längerem verfolgt, weiß um die Qualität, die hier geboten ist. Viele gehören mittlerweile regelmäßig zu den Höhepunkten von Festivals. So …

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Renner: eine Never Ending Story

(Text und Fotos: Robert Fischer) Früher hätte man das wohl eine „Supergroup“ genannt: Drei außergewöhnlich begabte, bereits mit mehreren Preisen bedachte Musiker, denen man trotz oder gerade wegen ihrer Jugend zutraut, auf ihrem jeweiligen Instrument stilprägende Akzente zu setzen, die zudem allesamt auch schon in anderen, teils eigenen Formationen für Furore gesorgt und sich nun zu einem Trio zusammengeschlossen haben, das Ende Mai ein fulminantes Debütalbum veröffentlichen wird: Never Ending Story. Glücklich die, die wie der Berichterstatter dessen Musik schon vorab auf einer am 15. Februar im Münchner Jazzclub Unterfahrt beginnenden Prereleasetour live zu Hören bekamen. Seelenverwandte „Renner“ sind die Brüder Moritz und Valentin Renner an Posaune und Schlagzeug sowie der Bassist Nils Kugelmann, den die beiden als Wesensverwandten bezeichnen – vielleicht könnte man aber auch Seelenverwandter dazu sagen (jedenfalls, wenn es um die musikalische Seele geht). Alle drei spielen zudem in der Jazzrausch Bigband, was mit eine Erklärung dafür sein könnte, dass Einsätze, Stops und schwindelerregend schnelle Unisonoläufe scheinbar mühelos, mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks bewältigt werden können. Werbung Vorbilder Berühmtestes Vorbild der im Jazz nicht so häufigen Besetzung Posaune, Bass und Schlagzeug ist …

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